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 Betreff des Beitrags: Trauer nach Pflege einer demenziell erkrankten Person
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Jan 2015, 00:35 
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Trauer nach Pflege einer demenziell erkrankten schwerst pflegebedürftigen Person

_________________
Ich (05/58) habe meinen Mann (03/51) gepflegt, Multisystematrophie (Atypisches Parkinson-Syndrom) - Diagnose 2009, Diabetes II insulinpflichtig, Pflegestufe III, am 24.12.14 zuhause verstorben


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer nach Pflege einer demenziell erkrankten Person
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Jan 2015, 21:47 
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Hallo Karina,
ich kann sehr gut verstehen wenn man einen liebgewohnen Menschen verliert.
Auch wir mussten uns im letzten Vierteljahr von 2 ältere liebgewohnen Damen Abschied nehmen.

Gru0 und Kopf hoch
Claus


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer nach Pflege einer demenziell erkrankten Person
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Jan 2015, 22:41 
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Hallo Claus,

mein Mann war zwar nicht dement, aber ich sehe in der Dissertation dennoch Parallelen zu meiner Situation, da mein Mann bereits lange nicht mehr sprechen konnte, sich kaum noch bis gar nicht mehr bewegen konnte, Verständigung war nur noch und leider ganz schwierig mit Zwinkern möglich. Insofern hat es auch vor dem Ableben meines Mannes in gewisser Weise eine Art "Sozialen Tod" gegeben.

Gruß
Karina

_________________
Ich (05/58) habe meinen Mann (03/51) gepflegt, Multisystematrophie (Atypisches Parkinson-Syndrom) - Diagnose 2009, Diabetes II insulinpflichtig, Pflegestufe III, am 24.12.14 zuhause verstorben


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer nach Pflege einer demenziell erkrankten Person
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Jan 2015, 01:40 
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... und es ist ja nicht nur "das Sterben an sich" ..... sonder auch das vorherige
"langsame verlassen" und schrittweise Abschied nehmen ..... ein ständiges,
tägliches Abschied nehmen.

...meine Mutter und ich haben die Alzheimer-Demenz meines Papas ja auch miterlebt,
mit durchlitten und waren tief in der Krankheit mit eingebunden ..... und bis jetzt
ist es immer noch nicht überwunden.

Ich denke mal, dass man irgendwie in die Krankheit mit hineingezogen wird

Kann das sein ??? dass man in eine Krankheit mit hineingezogen wird als ob man
selbst erkrankt ist ???

Gruß Harald

_________________
Papa Jahrgang 1926, seit 2009 Dialysepatient, seit 2011 Diagnose Alzheimer (Pflegestufe 1) am 20.Mai 2014 verstorben
Mama Jahrgang 1924, seit 1980 künstliche Herzklappe, seit 2010 Schrittmacher, Ende 2012 Diagnose altersbedingte Makuladegeneration (Pflege-Einstufung abgelehnt, da unser Staat der Meinung ist, eine Sehbehinderung oder Erblindung bzw. gesundheitliche Einschränkungen durch Herzerkrankung wären keine nachvollziehbaren Einstufungs-Gründe)am 1.März 2016 verstorben

Wenn Kinder zu Pflegern und Eltern zu Gepflegten werden kehrt sich alles um .... ist nichts mehr so wie es einmal war!!!

Wenn ich so über alles nachdenke kann ich nur noch traurig sein - traurig und wütend auf die Ungerechtigkeiten in unserem Land
....enttäuscht über einen Staat, der eigentlich die Schwachen schützen sollte !


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer nach Pflege einer demenziell erkrankten Person
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Jan 2015, 01:42 
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.... und es schmerzt immer noch .... und Mama wird wohl
nie darüber hinwegkommen

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Papa Jahrgang 1926, seit 2009 Dialysepatient, seit 2011 Diagnose Alzheimer (Pflegestufe 1) am 20.Mai 2014 verstorben
Mama Jahrgang 1924, seit 1980 künstliche Herzklappe, seit 2010 Schrittmacher, Ende 2012 Diagnose altersbedingte Makuladegeneration (Pflege-Einstufung abgelehnt, da unser Staat der Meinung ist, eine Sehbehinderung oder Erblindung bzw. gesundheitliche Einschränkungen durch Herzerkrankung wären keine nachvollziehbaren Einstufungs-Gründe)am 1.März 2016 verstorben

Wenn Kinder zu Pflegern und Eltern zu Gepflegten werden kehrt sich alles um .... ist nichts mehr so wie es einmal war!!!

Wenn ich so über alles nachdenke kann ich nur noch traurig sein - traurig und wütend auf die Ungerechtigkeiten in unserem Land
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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer nach Pflege einer demenziell erkrankten Person
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Jan 2015, 15:25 
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Ja muss natürlich dazu sagen, dass es sich bei uns um Menschen handelt, die ihr Lebensabend bei uns verbringen und auch bei uns sterben dürfen. Trotzdem haben wir sie lieb gewonnen und begleiten Sie ( zusammen mit den Angehörigen ) auf ihrem letzten Weg.

Gruß
Claus


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer nach Pflege einer demenziell erkrankten Person
#7Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Jan 2015, 20:27 
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.... und es schmerzt immer noch .... und Mama wird wohl
nie darüber hinwegkommen


Ja, lieber Harald, es schmerzt noch immer.
Du darfst bei Deiner Mama nicht vergessen, wie lange sie verheiratet
waren und wie kurz es doch erst her ist mit Deinem Papa.
Die Erinnerungen an ihn sind doch immer präsent.

Und ich kann mir schon vorstellen, dass man eine Krankheit mit durchlebt,
wenn man so miteinander verbunden ist, wie Du es wohl mit Deinem Papa warst.

:2mi59ib:

_________________
Liebe Grüße Tina
Vater (11/30) Magen-Op nach Billroth 2, Diabetes Typ 1, Lymphdrüsenkrebs seit 2009,(nach Schlaganfall am 10.08.2011 verstorben)
Mutter (12/33) Chron.Vorhofflimmern, Mitralinsuffizienz, Tricuspidalklappeninsuffizienz, Marcumar, arterielle Hypertonie, Diabetes Typ 2, seit 01.03.18 PG 2

Es gibt keine Zufälle, alles hat seinen Sinn und Zweck


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 Betreff des Beitrags: Re: Trauer nach Pflege einer demenziell erkrankten Person
#8Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Jan 2015, 16:07 
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Danke schön Tina .... und genau das ist es,
so wie Du es schreibst dass man eine Krankheit mit durchlebt,

Ich bin mittlerweile der Auffassung, dass Angehörige bzw. diejenigen, die in die Pflege eingebunden
sind, immer "Gefahr laufen" in eine Krankheit mit hineingezogen zu werden ...... also mit dem zu
Pflegenden "mitleiden" und in gewisser Weise irgendwie "mit erkranken".

Wenn der zu Pflegende nicht mehr da ist, wird eine Lücke aufgetan, die vom sozialen bzw.
psychischen Miteinander betrachtet nur schwer zu schließen ist ..... es ist wie ein Loch,
das sich öffnet, in das man hineinfällt ..... bis man selbst aufgefangen werden muss.

Und ich bin auch der Auffassung, dass sich bei einer sehr intensiven Betreuung und einem sehr
innigen Miteinander irgendwann ein "umgekehrtes Kind-Eltern-Verhältnis" entwickelt ...... also
der oder die Pflege-Personen in eine "quasi Elternrolle" hineinwachsen ..... ob freiwillig oder
notgedrungen sei dahingestellt.

Und wenn dann der- oder diejenige verstirbt kann es durchaus sein, dass man das Gefühl hat
"dass ein Teil von einem selbst gestorben ist .... nur noch eine Leere um einen herum ist.....
man nicht mehr weiterweiß .... und alles sinnlos geworden ist".

Bei mir ist es so, dass ich mir "Möglichkeiten" geschaffen habe mich von meiner Trauer abzulenken
.... mir kleine "Fluchten" zu schaffen ...... oder kleine Auszeiten zu nehmen..... ich kann mich z.B.
jederzeit auf meinen Roller schwingen und raus fahren ..... einfach irgendwo hin ..... wenn mir
danach ist und mir alles zu viel wird.

Nunja .... aber Mama ..... mit ihrer Sehbehinderung ..... sie ist praktisch fast nur in der Wohnung
..... Freunde und Bekannte sind keine mehr da (jedenfalls nicht in unmittelbarer Nähe) .... und
wenn sie kein Telefon hätte um ihren Bruder in Zeltingen oder meine Cousine in Bernkastel anzurufen
..... mal mit jemandem zu reden außer mir..... dann wäre es noch schlimmer als jetzt schon .... und
jetzt ist es schon schlimm genug, wenn sie einen depressiven Schub bekommt und nicht weiß, wohin
mit ihrem Schmerz, ihrem Kummer und ihrem Leid.

viele liebe Grüße ..... Harald

_________________
Papa Jahrgang 1926, seit 2009 Dialysepatient, seit 2011 Diagnose Alzheimer (Pflegestufe 1) am 20.Mai 2014 verstorben
Mama Jahrgang 1924, seit 1980 künstliche Herzklappe, seit 2010 Schrittmacher, Ende 2012 Diagnose altersbedingte Makuladegeneration (Pflege-Einstufung abgelehnt, da unser Staat der Meinung ist, eine Sehbehinderung oder Erblindung bzw. gesundheitliche Einschränkungen durch Herzerkrankung wären keine nachvollziehbaren Einstufungs-Gründe)am 1.März 2016 verstorben

Wenn Kinder zu Pflegern und Eltern zu Gepflegten werden kehrt sich alles um .... ist nichts mehr so wie es einmal war!!!

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