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 Betreff des Beitrags: Zweimal zweites Leben
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Okt 2010, 14:20 
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Treffpunkt Legende

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Zweimal zweites Leben

Ein Mann und eine Frau finden zueinander. Weil ihre Partner auf der Intensivstation liegen. Ist das verwerflich? Oder wunderschön? Die Geschichte einer unmöglichen Liebe.
Von Gabriela Herpell

Er nimmt den Schleichweg durch den schicken, neu gebauten Duisburger Hafen und parkt in Obermeiderich. Ruhige Straße, verklinkerte Reihenhäuser. Sie haben Glück gehabt mit dem Haus, sagt Harald S., das Viertel ist eigentlich zu gut, sie sind ja einfache Ruhrpottler. »Aber überzeugte«, sagt Susanne D. Sie kommt vom Friseur und wirft ihre Tasche im Flur auf die Bank. Er sagt: »Bis heute Morgen war sie noch hellrot.« Jetzt ist sie dunkelbraun. »Steht dir gut.« Sie lächelt ihn an. Freundliches, waches Gesicht. Er kocht Kaffee, verteilt Tassen.

Harald, 49, und Susanne, 41, wirken harmonisch. Sie sind ein Paar, aber viele finden, sie dürften keines sein. »Wir haben unser zweites Glück auf dem Unglück unserer Partner aufgebaut«, sagt Susanne. Harald schüttelt den Kopf. Sie können doch nichts für das Unglück ihrer Partner

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http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/34850


Seite 2: Geteiltes Leid


Schicksalhafte Fügung
Zehn Patienten liegen in einem Raum und stehen unter Dauerbewachung. Ihre Betten, dicht an dicht, sind durch verstellbare weiße Wände voneinander abgetrennt. Man versteht jedes Wort, das am Nachbarbett gesprochen wird. Eines Tages kommt Martinas Schwester mit Harald, ihrem Schwager, zu Besuch auf die Wachkoma-Station. Als sie sich in dem Raum umgesehen hat, sagt sie zu Harald: »Hast du gesehen, neben Martina liegt ein Mann, der ist auch noch jung. Unterhalte dich doch mal mit seiner Frau, der geht es sicher ähnlich wie dir.«

Harald hat kein Interesse. Seine Kinder fragen ständig nach der Mutter. Soll er sie mit ins Krankenhaus nehmen? Martina sieht so anders aus – alle Spannung ist aus ihrem Gesicht gewichen. Wenigstens sind nicht mehr die Schläuche an ihr dran.
Auch Susanne, Michaels Frau, versinkt in ihrem Unglück, guckt nicht rechts und nicht links. Sie hat erfahren, dass ihr Mann das Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis verloren hat. Auch die Hirnbereiche, in denen Gefühle gesteuert werden, sind betroffen. Sie ist sauer auf das Schicksal, das ihr ihr schönes Leben genommen hat.

Susanne und Harald begegnen sich jeden Tag am Krankenbett. Sie fangen an, sich zu grüßen. Sich anzulächeln. Und kommen allmählich ins Gespräch, geben sich Tipps, wie man mit den Kindern umgeht. Heulen sich beim anderen aus. Oft bleiben sie bis nachts zusammen auf der Station sitzen und reden und teilen ihre Sorgen.

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http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte ... /34850/2/1


Seite 3: Ein neuer Anfang

Die Kräfte lassen nach
Nun leben Harald und Susanne mit allen Kindern zusammen in Obermeiderich. »Das war die praktischste Lösung«, sagt Harald. Denn Pflegeheime sind teuer. Harald musste die Lebensversicherung und die Konten der Kinder auflösen, das Haus verkaufen. Susanne musste das Auto und das Haus verkaufen.

An den großen Küchentisch mit Eckbank passen leicht sechs Personen. Auf der Anrichte vier Laibe Brot und Toast, Familienpackungen Müsli, ein Berg Obst in einer Schüssel, Stundenpläne an der Kühlschranktür. Der jüngste von allen ist Haralds Sohn, 16, die älteste Susannes Tochter, 21. Die Kinder, sagen die Eltern, halten zusammen wie Pech und Schwefel. Harald hat Fotos von allen vier Kindern im Portemonnaie. Susanne auch.
Beide versuchen, ihre Kinder dazu zu motivieren, die kranken Eltern zu besuchen, vermitteln ihnen aber zugleich, dass sie diese nicht im Stich lassen, wenn sie es nicht aushalten. Haralds Sohn ist auf den Vater fixiert, die Tochter hofft immer noch, dass es der Mutter eines Tages besser geht. Sie besucht sie regelmäßig, der Sohn sträubt sich.

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http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte ... /34850/3/1

_________________
Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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 Betreff des Beitrags: Re: Frau liebt zwei Männer
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Okt 2010, 15:13 
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Hmm.... den kranken Partner abschieben um selbst den einfachen Weg zu gehen.
Finde das sehr traurig.

Wird aber, wie so oft, wieder so geschrieben dass jeder Verständnis dafür aufbringt. *kopfschüttel*

Grüsse
Ingo

_________________
Ingo ( 02/68 ) pflege meine Frau Christine ( 06/69 ), Hirnblutung, Hirnstammkompression, Hirngewebeentfernung und Hemicraniektomie nach Schlaganfall im Juni 2008, mit anschliessendem Wachkoma, Aphasie, Tetraplegie, Dysphagie, LP-Shunt, PEG, Pflegestufe 3+, pflege seit Mai 2009 zu Hause (kein Pflegedienst)
Mein Baby gehört zu mir, ist das klar ?
--------------------------
Versuche nicht Dinge zu ändern die Du nicht ändern kannst
sondern ändere lieber die die Du ändern kannst.


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