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 Betreff des Beitrags: Herr Schnörr kann nicht mehr
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Apr 2011, 12:48 
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Herr Schnörr kann nicht mehr

Bei Walter Schnörr ist es im Januar am schlimmsten. Im Januar ist es passiert, damals vor elf Jahren. Der Tag hatte nichts, was man als Vorzeichen deuten könnte. Davor hatte er eine ganz normale Familie. Danach war er ein gebrochener Mann.

Schnörr: "Ich habe keine Freunde mehr"

Schnörr sitzt auf einem Ledersessel in einem Speisesaal, der zum Robert-Breuning-Stift in Besigheim gehört. Betagte Menschen werden an diesem Ort betreut. Das Heim liegt auf einem Hügel und verheißt gute Aussichten. Walter Schnörr ist hier sieben Tage in der Woche zu Besuch, 52 Wochen im Jahr. Von guter Aussicht kann bei ihm keine Rede sein. Schnörr kann schon lange nicht mehr hinausschauen über das, was man ein Leben nennt.

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http://www.stuttgarter-zeitung.de/

Ein unauffälliges Leben bricht auseinander

IIn Wirklichkeit ist nichts mehr gut. Walter Schnörr, Jahrgang 1956, lernt Birgit bei einer Geburtstagsfete kennen. Sie ist Verkäuferin, zwei Jahre jünger. "Liebe auf den ersten Blick", sagt er. Mit 18 heiratet sie ihn, Nachwuchs kündigt sich an. Im siebten Monat bekommt Birgit eine Nierenvergiftung und verliert das Kind. Auf dem örtlichen Friedhof wird es begraben. "Knabe Schnörr", steht auf dem Kreuz.

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Angehörige müssen für die Kosten aufkommen

Das ist viel Geld für einen einfachen Mann. Walter Schnörr hat sich gesammelt und setzt sich wieder neben Birgit. Es fällt ihm nicht leicht, das Innerste nach außen zu kehren. Die Monotonie seines Alltags hat ihn kühl gemacht. Er versucht nicht viel zu denken, er tut lieber was. Wenn er auf die Station kommt, kämmt er ihr die Haare, legt die bunte Decke über ihre Hände, damit sie nicht friert. Danach schiebt er sie im Rollstuhl durch die Gegend, geht wie früher mit ihr in den Supermarkt zum Einkaufen. Oft sitzt er einfach nur still neben ihr. Es gibt nicht mehr viel zu sagen. Was soll man auch erzählen über jemanden, der jeden Tag wartet, dass wieder nichts passiert?

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Vor einigen Monaten wurde es ihm zu viel. Nachts konnte Schnörr nur noch bis ein Uhr schlafen. Danach saß er in der dunklen Küche und wartete, bis der Wecker klingelt. Irgendwann rief er seine Jungs an und sagte ihnen, dass er sich in eine Klinik einweisen lässt. Die Ärzte haben ihn aufgepäppelt, aber es zog ihn bald wieder ans Bett zu seiner Frau.

Sein Jüngster schaut fast jeden Tag vorbei, der Ältere findet nicht die Kraft, mit seiner Mutter allein zu sein. Er besucht sie nur, wenn der Vater dabei ist. Beide wohnen noch zu Hause. Einmal im Jahr kommt ihre Mutter zurück ins Dorf. Wenn Pfingstmarkt ist, wird sie in einem Behindertentransporter vom Heim gebracht. "Birgit mochte das früher so gerne", sagt Walter Schnörr und streicht ihr über die Wange.

_________________
Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
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 Betreff des Beitrags: Re: Herr Schnörr kann nicht mehr
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Apr 2011, 13:05 
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Das Team

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Auch die Politik ist ungehalten.
"Wir haben das Gesetz ausdrücklich erweitert, damit die Angehörigen von Wachkomapatienten und Dauerbeatmeten durch hohe Eigenanteile nicht in die Sozialhilfe abrutschen", sagt Annette Widmann-Mauz, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit und selbst Schirmherrin einer Einrichtung für dauerbeatmete Kinder. Die Rechtslage sei eindeutig, und auch ein Urteil des Bundessozialgerichts vom 17. Juni 2010 bestätige die Ansprüche an die Kassen. Bisher sei es jedoch noch nicht zu einer Vereinbarung über die Vergütungssätze gekommen. "Ich habe selten ein so zähes Verfahren erlebt. Da hört es irgendwann auf."

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