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 Betreff des Beitrags: APHASIE - Was ist das?
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Aug 2008, 11:06 
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APHASIE - Was ist das?
Prof. Dr. Walter Huber, Wissenschaftlicher Beirat des BRA


Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, die nach einer Hirnschädigung auftreten kann (meist Schlaganfall, auch Kopfverletzungen nach Unfall, Tumor oder entzündlichem Gehirnprozess) und bedeutet „Verlust der Sprache“.
Durch die Aphasie sind alle sprachlichen Fähigkeiten betroffen: Sprechen und Verstehen, Lesen und Schreiben.
Inneres Denken, persönliches und allgemeines Wissen sind nicht oder nur gering gestört.
Aphasie ist eine Sprachstörung, keine Denkstörung.

Aphasiker leiden oft unter Begleitsymptomen: Die Planung von Bewegungen und Handlungen gelingt nicht mehr automatisiert; alltägliche Tätigkeiten bei der Körperpflege, beim Essen oder im Haushalt geraten durcheinander. Die Aufmerksamkeit ist eingeschränkt; die Patienten können sich nur mehr auf eine Sache konzentrieren, mehrere Dinge gleichzeitig führen leicht zur Überforderung. Zudem beeinträchtigt die Gehirnschädigung die Motorik; Lähmungen und Störungen der vegetativen Funktionen sind nicht selten.

Der Verlust und die Störung der eigenen Muttersprache ist seelisch schwer zu verarbeiten. Viele Patienten werden depressiv und verzweifelt, manchmal auch aggressiv. Für die Angehörigen und Freunde ist es schwierig, sich an die veränderte Situation anzupassen. Die Kommunikation mit aphasischen Patienten erfordert Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen. Soziale Einsamkeit ist oft die Folge der Aphasie.
Aphasie hat nichts mit geistiger oder psychischer Störung zu tun!


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Bundesverband Aphasie

_________________
Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
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 Betreff des Beitrags:
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Jun 2009, 21:45 
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Aphasie = Verlust der Sprache

Aphasie ist die Folge einer Hirnschädigung, durch einen Schlaganfall,
Unfall oder Tumor.
Menschen mit Aphasie sind geistig nicht behindert.
Aphasiker können Situationen richtig erfassen und beurteilen. Sie haben noch
Ihr Wissen und können logisch denken. Aber Ihnen fehlen die Worte.

Aphasiker
- haben Schwierigkeiten im Ausdrücken eigener Gedanken und Gefühle
- können oft das eigene Gesprochene nicht selbst kontrollieren
- haben Schwierigkeiten beim Sprechen, Verstehen, Lesen, Schreiben
und Rechnen, auch beim Uhrablesen und der Unterscheidung von
Rechts und Links
- sind oft rechtsseitig gelähmt und müssen daher lernen, alle Tätigkeiten
mit der linken Hand auszuführen
Keine Aphasie ist wie die andere.
Durch die Sprachtherapie sollen die verlorengegangenen Worte wieder
hervorgeholt werden,
das Verstehen gefördert, das Lesen und Schreiben wieder aktiviert werden.
Die Therapie richtet sich individuell an den Verlust des Patienten, wird so oft
wie möglich und so lange wie der Patient es möchte durchgeführt.

Umgang mit Aphasie
(nach Dr. Luise Lutz)
Gestörte Sprache nicht mit gestörtem Denken verwechseln!
Den Aphasiker als gleichberechtigten Gesprächspartner behandeln!
1. Zuhören bedeutet warten! Fallen Sie dem Aphasiker nicht ins Wort!
2. Sprechen steckt an! Nicht zu früh mit Wortvorschlägen helfen! Der
Aphasiker übernimmt sie oft unabsichtlich.
3. Mit dem „Herzen“ hören! Wurde die Absicht des Aphasikers
verstanden?
4. „Falsche Worte nicht ablehne! Ein falsches Wort kann den Weg zum
richtigen Wort weisen.
5. Die Situation mitsprechen lassen! Mitdenken und genaues Beobachten
der Situation helfen beim Verstehen.
6. Nur auf den Inhalt achten, die Form übersehen! Nicht ständig
verbessern.
7. Auch nichtsprachliche Äußerungen akzeptierten! Gebärden und
Gesichtsausdruck „sprechen“ auch.
8. Konzentrieren hilft nicht; unter Stress geht oft gar nichts. Besser:
“Vielleicht kannst du es später sagen“.
9. Bei unbeabsichtigten Wortwiederholungen unterbrechen und ablenken.
10.Nicht aufgeben! „Wir werden es herausfinden, fang noch einmal an“.

Das Verstehen erleichtern

1. Ruhe ist wichtig.
Hintergrundsgeräusche stören das Verstehen.
Zweiergespräche sind leichter als Gruppengespräche.
2. Nichtsprachliche Signale einsetzen.
Neben Tonfall, Mimik und Körpersprache auch Schrift und Bild
einsetzen.
3. Lautstärke nicht erhöhen.
Ruhig, nicht zu schnell, aber natürlich und in normaler Lautstärke
sprechen.
4. Den Wortlaut variieren. Bei Nichtverstehen andere Formulierungen
wählen.
5. Kürzen kann helfen. Nach Satzteilen, Sätzen kurzen Passagen Pausen
einlegen.
6. Ja/Nein Fragen bevorzugen.

Quelle *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

_________________
Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

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