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 Betreff des Beitrags: Pflegezeitgesetz - PflegeZG
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Aug 2010, 09:55 
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Pflegezeitgesetz - PflegeZG
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Bei Vorliegen der Voraussetzungen besteht ein Anspruch auf Freistellung von der Arbeit.
Dabei sind zwei Fälle zu unterscheiden: Die kurzzeitige Arbeitsverhinderung und die Pflegezeit.


Die kurzzeitige Arbeitsverhinderung gemäß § 2 PflegeZG:

Bei einer plötzlich und unvermittelt auftretenden Pflegebedürftigkeit eines nahen Angehörigen können Arbeitnehmer bis zu zehn Tage der Arbeit fernbleiben, wenn dies erforderlich ist, um eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren oder die pflegerische Versorgung während dieser Zeit sicherzustellen. D.h. die Dauer des Anspruchs bestimmt sich nach der Zeit, die benötigt wird, um das konkrete Problem zu lösen.

Die Pflegezeit ist in § 3 PflegeZG geregelt.

Arbeitnehmer haben einen Anspruch darauf, für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten von der Arbeitsleistung ganz oder teilweise freigestellt zu werden, wenn sie einen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung pflegen und der Arbeitgeber mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt.

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Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegezeitgesetz - PflegeZG
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Jan 2013, 21:38 
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Zitat:
Die Pflegezeit ist in § 3 PflegeZG geregelt.

Arbeitnehmer haben einen Anspruch darauf, für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten von der Arbeitsleistung ganz oder teilweise freigestellt zu werden, wenn sie einen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung pflegen und der Arbeitgeber mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt.



... alleine hieran sieht man schon, wessen "Geist" diesem Gesetz zu Grunde liegt - ist der Gesetzgeber tatsächlich der Auffassung, dass sich die Pflege eines nahe stehenden Menschen nach 6 Monaten erledigt hat bzw. erledigt zu sein hat ?
Geht man davon aus, dass die zu pflegende Person nach einem halben Jahr stirbt - oder wie stellt man sich das so vor ?

Harald

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Papa Jahrgang 1926, seit 2009 Dialysepatient, seit 2011 Diagnose Alzheimer (Pflegestufe 1) am 20.Mai 2014 verstorben
Mama Jahrgang 1924, seit 1980 künstliche Herzklappe, seit 2010 Schrittmacher, Ende 2012 Diagnose altersbedingte Makuladegeneration (Pflege-Einstufung abgelehnt, da unser Staat der Meinung ist, eine Sehbehinderung oder Erblindung bzw. gesundheitliche Einschränkungen durch Herzerkrankung wären keine nachvollziehbaren Einstufungs-Gründe)am 1.März 2016 verstorben

Wenn Kinder zu Pflegern und Eltern zu Gepflegten werden kehrt sich alles um .... ist nichts mehr so wie es einmal war!!!

Wenn ich so über alles nachdenke kann ich nur noch traurig sein - traurig und wütend auf die Ungerechtigkeiten in unserem Land
....enttäuscht über einen Staat, der eigentlich die Schwachen schützen sollte !


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegezeitgesetz - PflegeZG
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Jan 2013, 07:23 
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muelleruerdingen hat geschrieben:
... alleine hieran sieht man schon, wessen "Geist" diesem Gesetz zu Grunde liegt - ist der Gesetzgeber tatsächlich der Auffassung, dass sich die Pflege eines nahe stehenden Menschen nach 6 Monaten erledigt hat bzw. erledigt zu sein hat ?
Geht man davon aus, dass die zu pflegende Person nach einem halben Jahr stirbt - oder wie stellt man sich das so vor ?

Ich habe die 6 Monate genutzt, um die Pflege meiner Frau nach einem Schlaganfall zu organisieren. So sollte das Gesetz wohl auch angesehen werden, das nach einem plötzlich eintetenen Pflegefall Zeit für die Organisation der Pflege zur Verfügung steht. Anders als bei der Familienpflegezeit muß man danach auch die in Anspruch genommene Zeit nicht nacharbeiten. Sollten die 6 Monate nicht ausreichen, kann danach ganz normal gekündigt werden oder andere Maßnahmen getroffen werden (Arbeitszeitverringerung,...etc.).
Vor kurzem habe ich einen Tipp gesehen, für die Zeit Arbeitslosengeld II zu beantragen, bei mir war es noch eine schwierige Einzelfallentscheidung.
Tipp : Arbeitslosengeld II während der Pflegezeit

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Lieben Gruß
Herbert
Herbert (10/70) pflegt Esther (07/73), Schlaganfall im März 08, Hemiparese re., Sprachstörung, Rollstuhlfahrerin, Pflegegrad 4.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegezeitgesetz - PflegeZG
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Jul 2013, 16:05 
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Es ist erstaunlich das viele von dem Gesetz der Pflegezeit nicht gehört haben. Ich mußte diese Erfahrung jetzt auch ganz deutlich spüren den Ich stieß nachdem Ich von meinem Arbeitgeber die 6 Monate genehmigt bekommen habe von den zusteligen Ämtern inclusive Jobcenter immer wieder die gleiche Antwort." davon haben wir noch nichts gehört" hilft einem aber in dieser schwierigen Situation nicht viel weiter.
Ich hoffe das sich das Jobcenter möglichtst schnell entscheidet ob Sie uns weiterhelfen den viel kann man als Alleinverdiener nicht zurücklegen.
Aber schnell reagieren können die Behörden manchmal sehr schnell den obwohl Ich beim Jobcenter alle Unterlagen eingereicht habe inclusiv Krankenhausberichte haben wir doch heute tatsächlich eine Einladung zur Arbeitsvermittlung erhalten nämlich für meine Frau für deren Pflege ich mir hab beurlauben lassen. Echt toll

Was uns beide persönlich zu Denken gab war das der Mitarbeiter des Jobcenter dem ich mitteile das wir den Termin nur im liegenden Transport wahrnehmen könnten gab mir am Telefon nur die Auskunft "ich könnte ihm das ja schriftlich mitteilen mit einer Bestätigung unseres Arztes und er würde danach entscheiden ob er einen Gutachter dazu einschalten wird. Kaum zu glauben.

Eine Frage in die runde hat irgeneiner schon Erfahrungen gemacht mit der Pflegezeit?

Grüße
Ronald


Zuletzt geändert von pflegendeAngehoerige am 19. Jul 2013, 05:10, insgesamt 1-mal geändert.
Link entfernt, führte ins Leere


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegezeitgesetz - PflegeZG
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Jul 2013, 18:00 
Ronald hat geschrieben:
Eine Frage in die runde hat irgeneiner schon Erfahrungen gemacht mit der Pflegezeit?

lies im Beitrag über Dir: post271314.html#p271314


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegezeitgesetz - PflegeZG
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 18. Jul 2013, 23:29 
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Ronald hat geschrieben:
Eine Frage in die runde hat irgeneiner schon Erfahrungen gemacht mit der Pflegezeit?

Hallo Roland,
wie ich schon geschrieben habe, hatte ich die 6 monatige Pflegezeit in Anspruch genommen.
Wenn noch nicht geschehen, würde ich schriftlich einen Antrag auf ALG 2 für dich und Grundsicherung bei Erwerbsminderung für deine Frau beantragen. Das haben wir zumindest genehmigt bekommen. Ich würde mich auch nicht darauf einlassen, daß du mit deiner Frau auf dem Amt erscheinen sollst.
Welche Anträge hast du denn bis jetzt schon gestellt? Und ab wann möchtest du denn die Pflegezeit in Anspruch nehmen?

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Lieben Gruß
Herbert
Herbert (10/70) pflegt Esther (07/73), Schlaganfall im März 08, Hemiparese re., Sprachstörung, Rollstuhlfahrerin, Pflegegrad 4.


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#7Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Jul 2013, 05:06 
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Ronald hat geschrieben:
Aber schnell reagieren können die Behörden manchmal sehr schnell den obwohl Ich beim Jobcenter alle Unterlagen eingereicht habe inclusiv Krankenhausberichte haben wir doch heute tatsächlich eine Einladung zur Arbeitsvermittlung erhalten nämlich für meine Frau für deren Pflege ich mir hab beurlauben lassen. Echt toll

Wie jetzt?
Das Jobcenter will, dass du mit dem Krankentransport mit deiner Frau ins Amt kommst?
Deine Frau wird doch schon 30 Jahre von dir gepflegt und hat die Pflegestufe 3 seit Anbeginn.
Das ist mir jetzt echt zu hoch.

Ich an deiner Stelle würde Beschwerde beim Vorgesetzten dieses SB einlegen.

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#8Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Jul 2013, 07:04 
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Hallo,

Jürgen bekam, nach dem Unfall mal eine Aufforderung vom Bund bei einem Manöver mit zu machen!!

Was die wohl gesagt hätten, wäre er im Rolli mit dem Taxi vorgefahren..... und das Taxi wäre weitergefahren?

Grüße von uns beiden

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Gaby(06.61) und Jürgen(09.62), verheiratet seit 2007.
Jürgens Unfall war 1990, Autounfall, Koma, Wachkoma, Schädel-Hirn-Trauma, Halbseiten-Lähmung rechts. Immer noch im Rollstuhl, braucht hilfe beim Transfer, allso beim Wc- Gang usw. Anziehen, Essen. Pflege daheim, ohne Pflegedienst.
Ausserdem: 1Tochter (20)nun ausgezogen - und ne Katze


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