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 Betreff des Beitrags: Pflegen bis zum eigenen Zusammenbruch
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Sep 2015, 11:31 
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Bericht vom heutigen Tag in der NRZ/WAZ

Zitat:
20 Seiten lang war der Brief, der neulich die Pflegeberater der DAK-Versicherung erreichte. 20 Seiten, auf denen stand, wie es einem Menschen kurz vor dem Zusammenbruch geht: Allein gelassen fühle sie sich, schrieb die Absenderin. Ihre Ehe gehe in die Brüche. Sie schaffe es nicht mehr, Beruf, Familie und Pflege zu stemmen. Und sie verliere die Selbstkontrolle: „Ich war kurz davor zuzuschlagen.“ Der Hilferuf ist kein Einzelfall. Eine neue Studie zeigt, dass pflegende Angehörige stark belastet sind – und deutlich öfter krank als Menschen ohne Pflegeverantwortung....


http://www.derwesten.de/politik/pflegen ... x157950544

_________________
Liebe Grüße Tina
Vater (11/30) Magen-Op nach Billroth 2, Diabetes Typ 1, Lymphdrüsenkrebs seit 2009,(nach Schlaganfall am 10.08.2011 verstorben)
Mutter (12/33) Chron.Vorhofflimmern, Mitralinsuffizienz, Tricuspidalklappeninsuffizienz, Marcumar, arterielle Hypertonie, Diabetes Typ 2, seit 01.03.18 PG 2

Es gibt keine Zufälle, alles hat seinen Sinn und Zweck


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegen bis zum eigenen Zusammenbruch
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Sep 2015, 10:30 

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Pflege von Angehörigen belastet Körper und Seele
http://www.aerztezeitung.de/politik_ges ... 4-_-Pflege


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegen bis zum eigenen Zusammenbruch
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Sep 2015, 18:15 
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Hallo Tina ... hallo Petra !

:handshake:

Aber es ist doch nun mal so, dass auch nicht jeder auf
Unterstützungs-Pflege zurückgreifen möchte - so z.B.

- aus Scham-Gründen - über die Pflege-Situation ansich

- oder weil der zu Pflegende keinen anderen Menschen in
seinem unmittelbaren Umfeld akzeptiert

- weil die Pflegeperson sich nicht eingestehen will, dass
Hilfe durch Dritte nötig geworden ist und man durchaus
bereit ist, bis über seine körperlichen und psychischen
Grenzen zu gehen

(und man erst zu spät merkt, überlastet zu sein ... dann
wenn es bereits viel zu spät ist)

- oder einfach nur, weil die Hilfe durch Dritte eine finanzielle
Belastung sein kann, die nicht bezahlt werden kann oder
auch bezahlt werden möchte

- oder man ist einfach der Auffassung, dass wenn man seinen
Angehörigen einem Dritten anvertraut (und wenn es nur
für einen überschaubaren Zeitraum ist - dass man ein
schlechtes Gewissen bekommt, dem Gedanken entsprechend
"jemanden abgeschoben zu haben"



Und des weiteren kommt noch hinzu:

- es gibt auch Regionen in Deutschland, in denen das Angebot
an z.B. niederschwelligen Pflege-Angebotenn kaum vorhanden
ist

- es zwar Pflegedienste gibt, die sich um die Grundpflege kümmern
aber ansonsten z.B. keinerlei Tagespflege-Einrichtungen oder
sonstige Möglichkeiten zur "Alltags-Unterstützung" gibt

- wo Menschen vereinsamen und gar nicht wissen an wen sie sich
wenden können



Es wird zwar immer gesagt "wenden Sie sich an Ihre Pflegekasse" ...
oder "Ihre Krankenkasse oder Ihr Hausarzt können Ihnen weiterhelfen
und informieren Sie gerne, wo Sie Hilfe erhalten können"

Was aber, wenn man in einem ländlichen Umfeld lebt, wo es kaum noch
Fach-Ärzte in unmittelbarer Nähe gibt (geschweige denn zentrale Pflege-
Beratungs-Stellen ... und man sogar lange Wege in Kauf nehmen muss
um überhaupt zu einem Arzt zu kommen

... oder man einfach nur Hemmungen hat jemanden auf seine Probleme
anzusprechen ?



Es hört sich alles so gut an "Holen Sie sich Hilfe"

Aber die Realität sieht doch anders aus .... und bezüglich der Überlastungen
der "pflegenden Angehörigen" wird sich aus sehr vielen unterschiedlichen
(oft sehr individuellen) Gründen so schnell nichts ändern.

Ich habs ja in Krefeld erlebt ... wie lange es gedauert hat, bis Angehörige von
Demenz-Erkrankten auf mich bzw. den ASB zugekommen sind, um sich für ein
paar Stunden im Monat Unterstützung zu holen.

:handshake:

Allen ein schönes Wochenende .... und viele liebe Grüße Harald

_________________
Papa Jahrgang 1926, seit 2009 Dialysepatient, seit 2011 Diagnose Alzheimer (Pflegestufe 1) am 20.Mai 2014 verstorben
Mama Jahrgang 1924, seit 1980 künstliche Herzklappe, seit 2010 Schrittmacher, Ende 2012 Diagnose altersbedingte Makuladegeneration (Pflege-Einstufung abgelehnt, da unser Staat der Meinung ist, eine Sehbehinderung oder Erblindung bzw. gesundheitliche Einschränkungen durch Herzerkrankung wären keine nachvollziehbaren Einstufungs-Gründe)am 1.März 2016 verstorben

Wenn Kinder zu Pflegern und Eltern zu Gepflegten werden kehrt sich alles um .... ist nichts mehr so wie es einmal war!!!

Wenn ich so über alles nachdenke kann ich nur noch traurig sein - traurig und wütend auf die Ungerechtigkeiten in unserem Land
....enttäuscht über einen Staat, der eigentlich die Schwachen schützen sollte !


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folgende User möchten sich bei muelleruerdingen bedanken:
 Betreff des Beitrags: Re: Pflegen bis zum eigenen Zusammenbruch
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Sep 2015, 21:20 
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Hallo Harald,
Du sprichtst mir aus dem Herzen! Wir hier im ländlichen Bereich haben NULL Möglichkeit, niederschwellige Angebote oder auch TP in Anspruch zu nehmen. Gibts nicht. Es wäre alles mit großem Aufwand und Organisation verbunden, so dass der Stress für Bernd und mich vorher und hinterher so groß wäre, das wir z.B. auch den Verhinderungspflegebetrag bis auf wenige Ausnahmen verfallen lassen müssen... :girlgruebeln: Aber gut, wir kommen auch so zurecht, doch wir wuppen das alles ohne Unterstützung von außen.

Viele Grüße
Heidi

_________________
Heidi (1/56), vollzeit berufstätig,
pflege meinen Ehemann Bernd (8/41) mit Unterstützung seit 06/11 nach unfallbedingtem schwerem SHT bifrontal rechts, VP-Shunt, PG IV mit eingeschränkter Alltagskompetenz, SPK;


Vertrau' dem guten Fluss des Lebens


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