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 Betreff des Beitrags: "Fürsorgliche Gewalt" - Von den Abgründen häuslicher Pflege
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Feb 2014, 18:03 
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Das ARD radiofeature im Februar:
"Fürsorgliche Gewalt" - Von den Abgründen häuslicher Pflege

Hamburg (ots) - Über Gewalt in Heimen reden alle - was aber geschieht in den eigenen vier Wänden? Die meisten pflegebedürftigen Alten werden in Deutschland nicht in Heimen, sondern zu Hause von Angehörigen versorgt. Das ist erklärter Wille der Politik. Einen Elternteil oder Partner kann angeblich jeder pflegen. Aber kaum einer, der in der häuslichen Pflege Gewalt anwendet, wird dafür zur Rechenschaft gezogen. Ärzte unterschreiben bei Hochbetagten Totenscheine, ohne genau hinzusehen. Wo endet Fürsorge, wo beginnt der Teufelskreis von Überforderung, Verzweiflung und Gewalt? Diesen und anderen Fragen geht Autor Günter Beyer in seinem ARD radiofeature "Fürsorgliche Gewalt" nach. Zu hören ist das Radio-Feature ab kommenden Mittwoch in sieben Wort- und Kulturwellen der ARD; den Auftakt macht SWR 2 am 19. Februar um 22.05 Uhr. Im Internet steht das Feature unter http://www.radiofeature.ard.de ebenfalls ab 19. Februar zur Verfügung.

Aus Angst vor dem Heim "fährt man sich lieber Vollgas zu Hause an die Wand", beobachtet die Leiterin eines ambulanten Pflegedienstes.
Jahrelang hat ein arbeitsloser Musiker seine fast blinde Mutter gepflegt. Dann erstickt er die 82-Jährige. "Ich sehe mich nicht als Kriminellen", rechtfertigt er sich vor Gericht. Er habe nur eine "grauenvolle Situation" beenden wollen. Gewalt in der häuslichen Pflege hat viele Gesichter. Wenn der Rentner Hans B. die Wohnung verlässt, stellt er die Klingel ab und verbietet seiner demenzkranken Frau, ans Telefon zu gehen. Die verwirrte Ilse N. ist vom Amtsgericht entmündigt worden. Alle Entscheidungen trifft nun Erich, ihr Mann.
"Eigentlich ist das auch eine subtile Form von Gewalt", sagt der.
Gut gemeinte häusliche Pflege stößt rasch an ihre Grenzen. Zum Beispiel gegenüber Demenzkranken, die ihre Aggressionen mit Schreien, Beißen oder Schlagen ausdrücken. Bei Kranken, an denen vernünftige Argumente längst abperlen und die die Geduld pflegender Angehöriger mit Beschimpfungen strapazieren. "Du Arschloch!" und "Halt die Schnauze!" hat Erich N. von seiner kranken Frau -zig Mal am Tag anhören müssen. Wer pflegt, muss einstecken können.

Der Autor: Günter Beyer lebt in Bremen und arbeitet als freier Journalist für Radio und Zeitungen. Seine Features wurden unter anderem mit dem Deutsch-Französischen Journalistenpreis, dem Publizistikpreis der GlaxoSmithKline-Stiftung und dem Preis des Deutschen Kulturrates ausgezeichnet.

SWR 2 Mittwoch, 19. Februar,22.05 Uhr
SR 2 Samstag, 22. Februar, 09.05 Uhr
BR 2 Samstag, 22. Februar, 13.05 Uhr
Nordwestradio (RB) Sonntag, 23. Februar, 09.05 Uhr
NDR Info Sonntag, 23. Februar, 11.05 Uhr
WDR 5 Sonntag, 23. Februar, 11.05 Uhr
hr 2-Kultur Sonntag, 23. Februar, 18.05 Uhr


Registrierte Nutzer der WDR-Presselounge und des SWR-Presseportals können das ARD radiofeature noch vor der Ausstrahlung im jeweiligen "Vorführraum" hören: http://www.presse.wdr.de / http://www.presseportal.swr.de.

Bildmaterial ist unter http://www.ard-foto.de erhältlich.

Quelle: Pressemitteilung vom 11.02.2014 ARD Radio & TV
Pressekontakt: WDR Presse und Information, Uwe-Jens Lindner, Tel. 0221 220 7123, uwe-jens.lindner@wdr.de

_________________
Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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