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 Betreff des Beitrags: Was läuft falsch mit der Schulmedizin?
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Dez 2013, 09:38 
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Was läuft falsch mit der Schulmedizin?

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/sc ... in-ia.html

Grüsse
Ingo

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Ingo ( 02/68 ) pflege meine Frau Christine ( 06/69 ), Hirnblutung, Hirnstammkompression, Hirngewebeentfernung und Hemicraniektomie nach Schlaganfall im Juni 2008, mit anschliessendem Wachkoma, Aphasie, Tetraplegie, Dysphagie, LP-Shunt, PEG, Pflegestufe 3+, pflege seit Mai 2009 zu Hause (kein Pflegedienst)
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 Betreff des Beitrags: Re: Was läuft falsch mit der Schulmedizin?
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Dez 2013, 10:33 
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Der Artikel ist genauso falsch wir das was er anprangert.

Schulmedizin ist nicht grundsätzlich falsch - aber es laufen ein paar Dinge falsch.
Ohne Schulmedizin würde ich vermutlich nicht mehr leben.
Meine beste Freundin wäre vor 12 Jahren am Kindbettfieber verstorben,
ob meine Tochter durch einen Athmaanfall dahingerafft worden wäre kann ich nicht sagen.

Wie viele Menschen haben eine Blinddarmoperation gehabt oder eine Galle, die drohte zu platzen… alles Todeskandidaten.
Lungenentzündung im Alter über 60 - hohe Todesgefahr
Keine Antibiotika… wir sterben - viele sterben, auch Kinder.

Bitte nicht verteufeln, nur weil was schief läuft.
Es gibt eine Schieflache der Schulmedizin, ganz sicher. Schulmedizin liebt die Machbarkeit und manchmal wäre Zeit die bessere Medizin oder Annehmen. Aber damit verdient man kein Geld.
Gesellschaft hat auch die Medizin die sie verdient - Gesellschaft will Reparatur und Überleben um jeden Preis - das bekommt sie: von der Schulmedizin


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 Betreff des Beitrags: Re: Was läuft falsch mit der Schulmedizin?
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Dez 2013, 11:14 
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leaving-the-moon hat geschrieben:
Schulmedizin ist nicht grundsätzlich falsch - aber es laufen ein paar Dinge falsch.

Schulmedizin liebt die Machbarkeit und manchmal wäre Zeit die bessere Medizin oder Annehmen.


Hier stimme ich dir fast zu, würde aber "ein paar" und "manchmal" durch "viele" und "meistens" ersetzen. :-)


Hier für Interessierte noch was zum Thema.

https://www.youtube.com/watch?v=TXAmX5h5BeU

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 Betreff des Beitrags: Re: Was läuft falsch mit der Schulmedizin?
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Dez 2013, 12:14 
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Ich möchte gar kein entweder oder - lieber ein sowohl als auch.

Ich habe Menschen sterben sehen, weil sie mit Kräutern und Naturheilverfahren zu lange rumprobiert haben (Der Mann war Ende 40) - und hätte mit Schulmedizin wahrscheinlich OHNE Schäden überlebt.

Gesunde Lebensweise und Schulmedizin schließen sich nicht aus. Sanfte Methoden und Schulmedizin schließen sich nicht aus.

Das Problem der Schulmedizin ist meines Erachtens ein anderes… sie hat ihre Grenzen vergessen und ihren Auftrag - zumindest in manchen Bereichen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was läuft falsch mit der Schulmedizin?
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Dez 2013, 14:33 

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Hi Alle, :10hallo2:
Eine nicht ganz so Ernst gemeinte Sichtweise:
Die Schulmedizin befindet sich in einem Dilemma. Einerseits steht sie im ruinösen Wettbewerb des Gesundheitsmarktes, anderseits vermag sie eine stetig steigende Nachfrage nach biologisch dynamischen Ganzheitsalternativheilverfahren nicht zu befriedigen. Mit seiner mangelhaften, einseitig wissenschaftlichen Ausbildung ist manch ein herz- und phantasieloser Stümper lediglich befähigt, den Leidenden nach einem zweiminütigen Patientengespräch, mit einem Rezept für Antibiotika abgespeist, vor die Tür zu setzen. Sein weiteres Schicksal ist dem so genannten Schulmediziner schnuppe. Von Menschlichkeit und Zuwendung keine Rede.

Ein chinesischer Weiser schaut dem Patienten in die Augen, fühlt den Puls und stellt sofort eine totsichere Diagnose. Es kann also garnicht so falsch sein, was Milliarden Menschen - also Chinesen - schon seit mindestens 8000 Jahren hilft.

Es stellt sich die Frage: Wem vertrauen wir in Zukunft? Dem Schulmediziner oder dem Alternativmediziner? Dem Fließbandbetrieb Krankenhaus oder der einfühlsamen Individualtherapie?
Wie wäre es denn mit einer gleichberechtigten, gesunden Mischung aus Beidem? Oder stört da etwa das Wort "Individual..." ?

LG Johnny


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 Betreff des Beitrags: Re: Was läuft falsch mit der Schulmedizin?
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Dez 2013, 23:08 
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Zitat:
Es stellt sich die Frage: Wem vertrauen wir in Zukunft? Dem Schulmediziner oder dem Alternativmediziner? Dem Fließbandbetrieb Krankenhaus oder der einfühlsamen Individualtherapie?
Wie wäre es denn mit einer gleichberechtigten, gesunden Mischung aus Beidem? Oder stört da etwa das Wort "Individual..." ?


Die beste Kombination für Heilerfolge und Gesunderhaltung ist eigentlich der verantwortungsbewusste Mediziner (gerne auch eine "Mischung") und der mündige Patient.

Leider erlebe ich auch immer wieder, dass Patienten sich lieber von bereitwilligen "Verschreibern" mit Unmengen von Medikamenten versorgen lassen, als dass sie ernsthaft bereit wären, an ihrer Lebensweise zu arbeiten.

LG
Chris

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Bin weiblich (02/51), habe lieben Mann (10/45) und netten Hund. Haben Ende 2005 meine Mutter (01/30, langsam fortschreitende vaskuläre Demenz, Hypertonie, seit 04/13 Pflegestufe 2) zu uns genommen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was läuft falsch mit der Schulmedizin?
#7Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Dez 2013, 23:35 
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Ich habe Menschen sterben sehen, weil sie mit Kräutern und Naturheilverfahren zu lange rumprobiert haben (Der Mann war Ende 40) - und hätte mit Schulmedizin wahrscheinlich OHNE Schäden überlebt.


Diese Fälle gibt es natürlich und sicherlich genauso viele wo es anders herum ist.

Was ist richtig was ist falsch ? - Werden wir hier nicht heraus finden.
Denn das sollte jeder für sich selbst entscheiden.

Jeder Mensch hat heute die Möglichkeit sich zu informieren. Im Internet gibt es Berichte, Reportagen, Videos und Studien zu fast jedem Thema und auch in diversen Foren kann man Berichte von Betroffenen zu fast jedem Thema lesen.

Grüsse
Ingo

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 Betreff des Beitrags: Re: Was läuft falsch mit der Schulmedizin?
#8Ungelesener BeitragVerfasst: 31. Dez 2013, 02:40 
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es gibt eben auch in dem Bereich der Alternativmedizin einen Haufen Scharlatanerie… ich habe zu viel Naivität und blinde Gläubigkeit auch in dem Bereich gesehen.

Gut ich komme aus der Schulmedizin - liegt wohl an meinem Beruf.
Trotzdem sehe ich mich nicht als Verfechter des Ausreizens aller Möglichkeiten - im Gegenteil

BEIDE Bereiche haben ihre Berechtigung und ihrer Notwendigkeit. Beide können zusammen sehr gut funktionieren. Ich habe beste Erfahrungen mit Aromaölen mitten auf im schulmedizinischen Eldorado der Intensivstation gemacht. Das hat manchen Arzt zum Staunen gebracht - und ich habe die Grenzen dieser Möglichkeiten gesehen.

Ich bin immer kritisch, wenn eines oder das andere verteufelt wird.
Keiner will heute auf banale Antibiotika verzichten - nicht dann wenn es ums Überleben geht.
Aber viele meinen es gäbe für alles und jedes eine schnelle Reparaturmedizin - und mancher Arzt verschreibt auch was, einfach weil der Patient das will und sich sonst nicht gut behandelt fühlt (Auch das gibt es)
Andere wiederum lehnen schulmedizinische Maßnahmen an und muten ihren Söhnen die Masern zu mit der durchaus realistischen Gefahr, dass diese als Komplikation steril (zeugungsunfähig) werden. Für mich (meine persönliche Wertung) vorsätzliche Körperverletzung.

Die Waage halten - die Vorteile und Möglichkeiten beider Alternativen nutzen und gegeneinander abwägen - vielleicht auch von zwei Seiten Meinungen einholen und dann MÜNDIG entscheiden - wie oben schon erwähnt.

Mein kleiner Bruder hatte mit 20 Jahren einen der bösartigsten Hodenkrebsarten die es gibt. Durchschnittliche Überlebenszeit ohne Therapie 6 bis 12 Monate. Er hat sich ein Jahr durch eine entsetzliche Chemotherapie gequält - bald hat er die 5 Jahre geschafft.

Aber wenn es um Schlafprobleme geht - gerne Änderung des Lebenswandels, Tagesstruktur, Ernährung, Aromaöle, Baldrian, Mediation… was auch immer - es gibt viele Alternativen zur Tablette - mit weiteren Vorteilen anstelle von Nebenwirkungen.
Eine Erkältung, eine grippaler Infekt der mit mäßigen Temperaturen einhergeht: Ab ins Bett, Ruhe, Tee und Liebe. Wenns schlimmer wird, das Fieber steigt und der Schleim gelb wird: Nochmal zum Arzt, Lunge abhören lassen BEVOR es die Lungenentzündung ist.
Adjuvante (begleitende) Therapie für chronische Erkrankungen und bösartige Tumorleiden lehnt auch die Schulmedizin nicht ab sondern empfiehlt sie sogar.

Kurz; Mir ist jeder Alternativ-Medizinier suspekt, der die Schulmedizin ablehnt und mir ist jeder Schulmediziner suspekt, der alternative Therapien rundum ablehnt (ausgenommen sind Arzt-Anfänger… die können unter Umständen noch was lernen ;-) =


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 Betreff des Beitrags: Re: Was läuft falsch mit der Schulmedizin?
#9Ungelesener BeitragVerfasst: 31. Dez 2013, 11:55 
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Mein kleiner Bruder hatte mit 20 Jahren einen der bösartigsten Hodenkrebsarten die es gibt. Durchschnittliche Überlebenszeit ohne Therapie 6 bis 12 Monate.


Das sind nur Vermutungen und keiner kann mit Sicherheit sagen ob es nicht ohne Chemo genauso oder sogar besser gelaufen wäre.

Ich für mich persönlich lehne jegliche Chemo-Therapie ab.
Ich verzichte auch auf jede dieser, meiner Meinung nach, unnützen Vorsorgeuntersuchung.
Ich verzichte auf Impfungen egal welcher Art.
Und ich bin KEIN Organspender.

Aber wie gesagt, jeder kann sich informieren, jeder kann für sich selbst entscheiden und sollte das auch tun.

Grüsse
Ingo

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 Betreff des Beitrags: Re: Was läuft falsch mit der Schulmedizin?
#10Ungelesener BeitragVerfasst: 31. Dez 2013, 12:32 
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Stimmt Ingo - das ist eine persönliche Entscheidung.

Allerdings gibt es Erkrankungen, bei denen der Verlauf bekannt ist - und die zu einem hohen Prozentsatz tödlich verlaufen - wie eben solche Krebserkrankungen. Man kann das für sich selbst natürlich ablehnen und das gestehe ich jedem auch zu. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass viele Menschen, wenn sie selbst in der Situation sind sich nochmals anders entscheiden. Dabei halte ich unbedingt dafür, dass Menschen sich auch mal gegen Therapie entscheiden und nicht alles mitmachen was irgendwie machbar ist. Viele allerdings klammern sich an jeden sinnigen und unsinnigen schul- oder alternativmedizinischen Strohhalm - und derer gibt es viele.

Ich persönlich verzichte lieber auf die Kinderlähmung (Impfung) Hepatitis (Impfung), den Typhus (Impfung) und die Malaria (Prophylaxe). Mir reichte bei meiner letzten Asienreise der kleine lästige Parasit, den ich mir eingefangen hatte und der mir das Leben sehr vergällt hat. Ich war sehr froh um die Schulmedizinischen Möglichkeiten - ich wäre den vermutlich sonst nicht mehr losgeworden, arbeitsunfähig gewesen, (da ich Selbstständig bin mit der Folge der Insolvenz) - mit Sicherheit über Wochen bis Monate selbst bei spontan positivem Verlauf.

Ich halte es für eine Verkennung von Tatsachen, die schulmedizinischen Möglichkeiten generell abzulehnen, aber die Freiheit dazu hat natürlich jeder. Probleme bekomme ich nur dann, wenn diese persönliche Entscheidung auf Schutzbefohlene übertragen wird, die noch keine Möglichkeit haben selbst zu entscheiden. Die Ablehnung von Impfungen führt dazu, dass wir wieder Diphtherie haben in diesem Land, es ist nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Kinder wieder an Kinderlähmung erkranken - das alles ist kein Pappenstiel.
Ich bin froh, dass meine Freundin nicht im Kindbettfieber verstorben ist - und dass dies eine häufige Todesursache von Frauen vor Antibiotikatherapie war ist nun hinreichend bekannt.

Organspende ist sicherlich noch mal ein anderes Thema - und das hängt auch gar nicht so sehr an der Befürwortung oder Ablehnung der Schulmedizin sondern sehr an persönlichen Einstellungen zu Leben und Tod, Prägung und Ängsten und Befürchtungen. Ich persönlich begrüße es sehr, wenn Menschen zu Lebzeiten ihre Meinung dazu haben und äußern. Nichts ist schlimmer für Angehörige als dies in einer Notsituation plötzlich entscheiden zu müssen, wenn man gar nicht darüber geredet hat.

Vorsorgeuntersuchungen sind natürlich aus der Warte, dass man den Dickdarmkrebs sowieso nicht therapieren lassen möchte unsinnig - dann kann man sich das tatsächlich sparen.

Wir kommen von sehr unterschiedlichen Standpunkten Ingo - schön, dass wir trotzdem miteinander reden können.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was läuft falsch mit der Schulmedizin?
#11Ungelesener BeitragVerfasst: 31. Dez 2013, 16:16 
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leaving-the-moon hat geschrieben:
Wir kommen von sehr unterschiedlichen Standpunkten Ingo - schön, dass wir trotzdem miteinander reden können.


Na, warum denn nicht ? :-)

Jeder sollte zu diesem und anderen Themen seine eigen Meinung haben und diese auch äussern.

Eine Meinung bildet man aufgrund von Informationen, persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Diese sind bei jedem Menschen unterschiedlich und so sind es oft auch die Meinungen.

Wär ja sonst auch langweilig.

leaving-the-moon hat geschrieben:
Probleme bekomme ich nur dann, wenn diese persönliche Entscheidung auf Schutzbefohlene übertragen wird, die noch keine Möglichkeit haben selbst zu entscheiden.


Auch da sollte und muss man die Entscheidung akzeptieren.
Lass ich mein Kind nicht Impfen und es erkrankt hab ich die Impfbefürworter am Hals.
Lass ich es Impfen und es treten schwere Komplikationen auf (was leider nicht selten ist) erheben die Impfgegner den Zeigefinger.

Dass die Gruppe der Impfbefürworter grösser ist liegt allerdings meiner Meinung nach nur daran dass die meisten Menschen sich mit diesem Thema nicht ausreichend beschäftigen und informieren. Ich kenne das sehr gut aus meinem Bekanntenkreis "Na, wenn der Dr. das empfiehlt dann wird das schon richtig sein". Oft ein fataler Fehler.


Grüsse
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#12Ungelesener BeitragVerfasst: 31. Dez 2013, 19:06 
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Ich kenne die Argumente der Impfgegener…. wenn man allerdings das Risiko eines Impfzwischenfalls mit den Komplikationen der Erkrankung bei einer nicht geimpften Bevölkerung vergleicht siegt die Impferei. Die Nicht-Impfer profitieren von einer im großen und ganzen geimpften Bevölkerung -d .h. Epidemien treten erst gar nicht mehr auf.

Gutes Beispiel eines Kollegen, der viel mit Ärzte ohne Grenzen unterwegs war, er beschrieb: Beim Auftreten eines einzigen Masernfalls in einem Flüchtlingslager wird der Impfstopp eingeflogen um das ganze Lager durchzuimpfen… die Sterblichkeit bei denen die sich nicht impfen lassen ist hoch, der Ausbruch eine Masernepidemie in diesem Fall eine Katastrophe in der sowieso schon schlechten Situation.

Beim Impfen kann ich das noch ganz gut stehen lassen, wenn auch mit Bauchschmerzen - Schwierigkeiten bekomme ich dann, wenn ein Kind mit einer eigentlich gut therapierbaren Leukämie keine Chemo bekommen soll, weil die Eltern das nicht wollen oder nach einem Unfall Bluttransfusionen abgelehnt werden (wobei die Zeugen Jehovas da jetzt etwas von abgehen - zum Glück).

Es sind wie überall die Grenzfälle an denen es dann schwierig wird. Und genau hier wünsche ich mir von der Schulmedizin mehr Reflexion… gerade am Ende des Lebens.


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