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 Betreff des Beitrags: Mit Alzheimer Leben und pflegen
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Jan 2011, 21:11 
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Mit Alzheimer Leben und pflegen

Uta Claus und Bodo Witzke haben den Film "Reise ins Vergessen – Leben mit Alzheimer" gedreht, der Anfang Februar im ZDF ausgestrahlt wird. Sie erzählen Geschichten von Demenzkranken und ihren Angehörigen. Im Alltag wird viel über die Demenz im Allgemeinen und Alzheimer im besonderen gewitzelt. In den letzten zwei Jahren wurden auch mehrere abendfüllende Spielfilme zum Thema veröffentlicht. Das deutet darauf hin, dass die Angst vor dem Verlust von Erinnerung und Identität weit verbreitet ist. Eine ganz wichtige Rolle bei der Bewältigung der Krankheitsfolgen spielen pflegende Angehörige. Ihre Leistungen werden nicht angemessen gewürdigt: "Ohne ihren Einsatz würde das Pflegesystem in Deutschland zusammenbrechen."

Unter dem Titel: "Reise ins Vergessen - Leben mit Alzheimer" geht es um Freundschaft, Liebe und Verantwortungsgefühl. Etwa 1,2 Millionen Menschen in Deutschland müssen mit der Diagnose Demenz leben. Die Betroffenen und ihre Angehörigen leisten oft Übermenschliches, um mit der Krankheit so gut es geht fertig zu werden, um dabei so viel Lebensfreude wie möglich zu erhalten. Sie müssen mit Pflegestufen, Krankenkassenabrechnungen und vielleicht mit der Suche nach Heimplätzen kämpfen, weil die deutsche Gesundheitsbürokratie unzählige Vorschriften und Organisationen hat und mit dieser Erkrankung zahlreiche Löcher im Netz der sozialen Sicherung sichtbar werden.

"Der Film 'Reise ins Vergessen - Leben mit Alzheimer' von Uta Claus und Bodo Witzke erzählt die Geschichte von einigen Demenzkranken und ihren Angehörigen. 'Jeden Tag etwas Schönes', das ist das Motto von Sepp und Barbara Friedrich. Sie leben in der Nähe von München mit einem phantastischen Blick auf die Alpen. Alles könnte herrlich sein, wenn da nicht die Diagnose Alzheimer wäre und sich Sepp an immer weniger erinnern würde. Immer wieder muss er Barbara fragen, was er gerade getan hat. Trotzdem ist ihr Verhältnis harmonischer geworden, sagen sie lachend, 'die Fetzen fliegen nicht wie früher', sie leben bewusster zusammen. Aber die neue Verantwortung macht Barbara zu schaffen ... Sohn Hartmann pflegt Vater Hartmann. 'Wir beide sind ein Team', findet der Sohn. Vater Hartmann lehnt das sofort energisch ab. Er ist immer erstmal gegen alles, auch wenn er gleich darauf herzhaft lacht. Den Sohn stört das inzwischen nicht mehr, er kennt seinen Vater und dessen Krankheit. Vater Hartmann hat die 'gnädige Schwelle' überschritten, den Moment, ab dem ein Demenzkranker vergisst, was er alles vergessen hat ... Gabriele und Wilfried Briem: Vor 35 Jahren hatte sie ihm bei der Hochzeit keine ewige Treue versprochen, schließlich war es für beide die zweite Ehe. Sie hatte aber versprochen, dass sie für ihn da sein wird, wenn es darauf ankommt. Jetzt ist es so weit. Ihr Mann hat eine besonders schwere Form der Demenz, eine, die ihn aggressiv werden lässt. Auch wenn die Krankheit bereits weit fortgeschritten ist, will sie ihn bei sich behalten. Die 84-jährige Nachbarin hilft viermal am Tag, den 90 Kilogramm schweren Mann, der sich kaum mehr bewegen kann, ins Bett zu bringen oder aus dem Bett zu holen. Eine riesige Aufgabe für die beiden zarten Frauen. Gabriele freut sich über jede Regung ihres Mannes, selbst wenn er manchmal wegen seiner Krankheit flucht und haut. Helga und Dorit sind Freundinnen, seit der Grundschule. Und die Freundschaft bleibt bestehen, auch wenn Dorit dabei ist, alles zu vergessen. Nur ihre Freundschaft zu Helga nicht. Die kümmert sich hingebungsvoll um ihre Freundin, aber ihr eigener Ehemann braucht auch Pflege. Helga sagt, es geht nicht mehr. Sie sucht einen Heimplatz für Dorit, aber kein Heim will Dorits kleinen Hund akzeptieren."

Sendetermine:
Dienstag, 1. Februar
Dienstag, 8. Februar
jeweils 20:15 Uhr - 21:00 Uhr im ZDF


Fundstelle:
http://dokumentation.zdf.de/ZDFde/inhal ... 88,00.html

_________________
Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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