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 Betreff des Beitrags: Infos über Barrierefreiheit in Arztpraxen
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 29. Jan 2010, 11:33 
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Vom stufenfreien Zugang bis zur Barrierefreiheit:
Jede dritte Arztpraxis bietet Hilfen für Menschen mit Behinderungen


Auf dem Weg zum Arzt können schon kleine Hürden große Probleme bereiten; für gebrechliche Personen und Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Die Arzt-Auskunft hat deshalb das Informationsangebot zum Grad der Barrierefreiheit der Arztpraxen in Deutschland stark ausdifferenziert. Die Skala reicht von "ebenerdig/Fahrstuhl vorhanden" über "rollstuhlgerechter Zugang" bis hin zur ganz barrierefreien Praxis. Mehr als 68.000 Ärzte bieten nach eigenen Angaben in ihren Praxen kleine oder große Hilfen und Vorkehrungen der Barrierefreiheit. Diese Informationen sind nun unter http://www.arzt-auskunft.de verfügbar.

Die Stiftung Gesundheit hat Ende 2009 alle niedergelassenen Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten befragt - in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie seinem Portal Einfach-teilhaben.de und der Ärzte Zeitung.

Barrierefrei bedeutet mehr als nur rollstuhlgerecht. Viele Menschen haben ganz individuelle Bedürfnisse, die eine barrierefreie Praxis erfüllen sollte. "Weil hier auch Details bedeutsam sein können, empfiehlt es sich, vor dem ersten Besuch einer Praxis telefonisch vorab eine aktuelle Bestätigung der Barrierefreiheit einzuholen", rät Dr. Peter Müller, Vorsitzender der Stiftung Gesundheit, Hamburg.

Die Arzt-Auskunft der gemeinnützigen Stiftung Gesundheit verzeichnet alle Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten Deutschlands mit über 1.000 Diagnose- und Therapieschwerpunkten. Für die telefonische Arztsuche steht die kostenlose Rufnummer 0800 - 7 39 00 99 zur Verfügung (Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr).

Weitere Informationen zum Projekt:
http://www.arzt-auskunft.de/arzt-servic ... praxis.htm

Quelle: Pressemitteilung vom 19. Januar 2010
--------------------------
Stiftung Gesundheit
Vorsitzender des Vorstands: Dr. Peter Müller
Behringstraße 28 a
22765 Hamburg
Tel. 040 / 80 90 87 - 0
Fax 040 / 80 90 87 - 555
E-Mail: info@stiftung-gesundheit.de
http://www.stiftung-gesundheit.de


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 Betreff des Beitrags:
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 29. Jan 2010, 18:05 
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Kriterien zur Kennzeichnung barrierefreier Praxen

Behindertenparkplätze

Es gibt mindestens einen Praxis-Stellplatz, der die Anforderungen an einen Behindertenparkplatz erfüllt.

* Die Borde müssen in ganzer Breite auf einer Höhe von 3 cm abgesenkt, taktil und optisch kontrastierend wahrnehmbar gekennzeichnet sein.
* Bei Parkplätzen quer zur Fahrtrichtung müssen folgende Maße gegeben sein:
o Ein Doppelstellplatz ist mindestens sechs Meter breit und fünf Meter lang.
o Die Breite eines einfachen Stellplatzes ist mindestens 3,50 Meter.
* Bei Parkplätzen in Fahrtrichtung müssen folgende Maße gegeben sein:
o Mindestbreite insgesamt 3,50 Meter
o Bewegungsfläche neben dem Fahrzeug beträgt 1,50 Meter.


Praxis ebenerdig oder Fahrstuhl vorhanden

Der Zugang zur Praxis kann einzelne Stufen umfassen. Sofern die Praxis sich nicht im Erdgeschoss befindet bzw. ebenerdig zu begehen ist, steht ein Lift zur Verfügung. Diese Kategorie stellt in erster Linie eine Erleichterung für gebrechliche Personen dar.

Zugang ist stufenfrei

Der stufenlose Zugang erfolgt möglichst über den Haupteingang der Praxis, im Ausnahmefall über einen Nebeneingang, wobei anlegbare Rampen oder ein Treppenlift, der auch mit einem Elektrorollstuhl nutzbar sein muss, als Hilfsmittel akzeptiert werden.

Fahrstuhl ist rollstuhlgerecht

Die Bewegungsfläche vor Fahrschachttüren muss so groß sein wie die Grundfläche des Aufzugsfahrkorbs, mindestens aber 150 cm breit und mindestens 150 cm tief. Sie darf sich mit Verkehrswegen und anderen Bewegungsflächen nicht überlagern. Lichte Breite der Fahrschachttüren mindestens 90 cm. Sie darf nicht gegenüber abwärts führenden Treppen und Rampen angeordnet sein. Bedienungstableau und Haltestangen muss vom Rollstuhl aus zu erreichen sein (DIN 18025-1.)

Fahrstuhl ist barrierefrei

Zusätzlich zu den Anforderungen an rollstuhlgerechte Fahrstühle, müssen auch folgende Anforderungen erfüllt sein:

* Personenaufzüge mit mehr als zwei Haltestellen hat Haltestellenansagen
* Die Schrift des Bedientableaus ist erhaben, kontrastreich und blendfrei lesbar. Sie ist mindestens drei Zentimeter groß.
* Es gibt einheitlich taktile Hinweise auf die Geschossebene.


Zugang ist barrierefrei

Damit der Zugang zu einer Praxis als barrierefrei gilt, müssen Behindertenparkplätze gekennzeichnet sein, ein stufenloser Zugang gewährleistet und der Zugang rollstuhlgerecht sein (d.h. alle Türen innerhalb der für Patienten bestimmten Praxisräumlichkeiten müssen eine Mindestdurchgangsbreite von 80 cm aufweisen, die Türschwelle dabei nicht höher als 3 cm).

Untersuchungsmöbel höhenverstellbar/flexibel

Bei der Notwendigkeit des Umsetzens aus dem Rollstuhl in einen Behandlungsstuhl, (z.B. bei Augen- oder HNO-Ärzten) müssen die Armlehnen wegklappbar sein oder eine ausreichende Bewegungsfläche für einen Rollstuhl (Behandlung ohne Umsetzen) vorhanden sein. Die Untersuchungsliegen, Gynäkologischen Stühle, Zahnarztstühle etc. müssen höhenverstellbar/ flexibel sein und so die Untersuchung gewährleisten.

Gebärdensprache

Die Praxis ermöglicht durch eine oder mehrere Mitarbeiterinnen der Arztpraxis die Kommunikation mittels der Gebärdensprache.

Orientierungshilfen für Sehbehinderte

Sehbehinderten und blinden Menschen werden Orientierungshilfen geboten, wie taktile Bodenelemente, die mit dem Tastsinn deutlich wahrnehmbar und kontrastreich gestaltet sind. Zudem gelten folgende Anforderungen:

* Bei Treppen muss die erste und letzte Treppenstufe deutlich markiert sein.
* Glasflächen und Glastüren müssen kontrastreich markiert sein.
* Schilder sollen gut lesbarer und mit kontrastreicher Beschriftung in Augenhöhe angebracht sein.
* Die Beleuchtung von Treppenhäusern und Fluren ist hell und blendfrei.


WC ist bedingt barrierefrei

Das Patienten-WC der Praxis gilt als bedingt barrierefrei, wenn nicht alle Anforderungen an ein WC erfüllt sind, so z. B., wenn die Toilette nur einseitig anfahrbar ist. Die grundlegenden Anforderungen wie Türbreite, stufenloser Zugang, ausreichende Bewegungsfläche müssen jedoch erfüllt sein.

WC ist barrierefrei

Das Patienten-WC der Praxis gilt als barrierefreies WC, wenn

* Die Türbreite mindestens 80 cm aufweist
* Der Zugang stufenlos oder über eine Rampe mit bis zu 6 % Steigung erreichbar ist
* Schiebetüren oder Türen vorhanden, die sich nach außen öffnen lassen
* Rechts und links neben dem Toilettenbecken mindestens 95 cm breite und 70 cm tiefe Bewegungsflächen vorhanden sind
* Vor dem Waschtisch und der Toilette ist die Bewegungsfläche mindestens 1,50 Meter breit und 1,50 Meter lang.
* Die Höhe des WC-Sitzes 48 cm beträgt
* Haltegriffe rechts oder links neben dem WC vorhanden sind
* Die Spülung im Sitzen mit Arm oder Händen aus erreichbar ist.
* WC - Papierhalter befinden sich beidseitig an den Haltegriffen
* Der Waschtisch ist bedingt unterfahrbar. Die Kniefreiheit beträgt etwa 67 Zentimeter Höhe. Die Armaturen, Seifenspender und Trockenvorrichtung sind erreichbar und einhändig bedienbar.
* Toilette, Waschbecken, Taster, Haltegriffe etc. kontrastreich gestaltet sind

Angaben zur DIN 18024-2 für sanitäre Anlagen finden Sie auch unter http://www.nullbarriere.de und http://www.barrierefreies-cottbus.de

Praxis ist rollstuhlgerecht

Die Praxis gilt als rollstuhlgerecht / barierrefrei, wenn die nachfolgenden Anforderungen erfüllt sind. Dies bedeutet - zumindest in der derzeitigen Ausbaustufe der Arzt-Auskunft - nicht zwangsläufig, dass die Praxis nach der Verordnung DIN 18024-2 für öffentliche Gebäude durchweg barrierefrei ist. Der Zugang und die Bewegungsfreiheit müssen jedoch gegeben sein, indem:

* Die Türbreite mindestens 90 cm ist,
* Der Zugang stufenlos oder über eine Rampe mit bis zu 6% Steigung erreichbar ist,
* Die Gänge mindestens 120 cm breit sind,
* Das Mobiliar so gestellt ist, dass die Durchfahrt mit einem Rollstuhl möglich ist oder
* Die Praxisräumlichkeiten komplett stufenlos sind bzw. durch einen für Rollstühle geeigneten Aufzug erreichbar sind


Praxis ist barrierefrei

Die Praxis gilt als barrierefrei, wenn die nachfolgenden Anforderungen erfüllt sind:

* Es ist mindestens ein Behindertenparkplatz ausgeschrieben
* Die Praxis ist stufenlos zugänglich und rollstuhlgerecht
* Ein barrierefreies WC vorhanden ist
* Sehbehinderten Orientierungshilfe geboten wird
* Der Anmeldetresen der Praxis stellenweise abgesenkt ist und so eine Kommunikation auf Augenhöhe mit Rollstuhlfahrern ermöglicht.


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