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 Betreff des Beitrags: Verhinderungspflege durch polinische Pflegekraft
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Aug 2018, 16:13 
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Moin moin,
ich pflege meine beiden dementen Eltern (Pflegegrad 2/3). Jetzt habe ich eine 24h Pflegekraft, über einen polnischen Vermittler, angestellt. Hier erhalte ich mtl. eine Rechnung. Die Pflegekraft wohnt in meinem Haus, hier wohnen auch meine Eltern, und hat eine abgeschlossene Wohnung.
Bei den Krankenkassen bin ich als Pflegeperson registriert.

Nun möchte ich gerne, wenn ich im Urlaub bin, die Zuschüsse der Verhinderungspflege nutzen.

Laut meinem Vermittler kann ich diese Verhinderungspflege beantragen. Auch habe ich einen weiteren Vermittler kontaktiert und auch dieser sagt, es ist möglich.

Laut Aussage der Krankenkasse meiner Mutter, habe ich keinen Anspruch auf diesen Zuschuss, da ich ja nicht mehr selber Pflege. Mein Argument, die Pflegekraft darf ja nur 8 Stunden tgl. arbeiten und es bleibt noch weitere Betreuung für mich, lässt sie nicht gelten.

Nun war heute Morgen im ARD-Morgenmagazin eine Frau, von der unabhängigen Patientenberatung und auch sie hat gesagt, das kein Anspruch auf Verhinderungspflegegeld bei einer 24h Pflegekraft besteht.

Im Internet wird immer wieder damit geworben, das das Verhinderungspflegegeld auch bei der 24h Pflege gezahlt wird.
Was ist nun richtig!

Reicht es, wenn ich die mtl. Rechnung dem Antrag auf Verhinderungspflege beifüge oder habe ich tatsächlich keinen Anspruch?
Wie machen es andere pflegende Angehörige, mit einer 24h Pflegekraft?

Für Tipps wäre ich sehr dankbar.

Danke für die Mühe
MfG


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhinderungspflege durch polinische Pflegekraft
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Aug 2018, 20:44 
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Magumo hat geschrieben:
Nun möchte ich gerne, wenn ich im Urlaub bin, die Zuschüsse der Verhinderungspflege nutzen.


Hallo Barbara,

so richtig verstehe ich noch nicht.
Zuschüsse für deinen Urlaub?
Oder macht die Pflegekraft Urlaub? Und du willst den Ausfall finanzieren.

_________________
Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhinderungspflege durch polinische Pflegekraft
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Aug 2018, 21:44 
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Ich verstehe das so: Magumo (?) möchte Urlaub machen und die polnische Pflegekraft, soll in diesem Zeitraum (teilweise) über die Verhinderungspflege finanziert werden. Ist das so richtig?

Guck'mal hier, vielleicht bringt Dich das weiter.

Viele Grüße
Heidi

_________________
Heidi (1/56), vollzeit berufstätig,
pflege meinen Ehemann Bernd (8/41) mit Unterstützung seit 06/11 nach unfallbedingtem schwerem SHT bifrontal rechts, VP-Shunt, PG IV mit eingeschränkter Alltagskompetenz, SPK;


Vertrau' dem guten Fluss des Lebens


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhinderungspflege durch polinische Pflegekraft
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Aug 2018, 23:13 
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Liebe Magumo(?)

so ganz verstehe ich deine Frage auch nicht. Meist handelt es sich bei polnischen Hilfen eigentlich offiziell ja um Haushaltshilfen ohne Pflegeausbildung, die wie du richtig schreibst eine Arbeitszeit von 8 Stunden und freien Sonntag haben.

Du bist wie du schreibst als Pflegeperson registriert und deine Eltern werden Pflegegeld ausgezahlt bekommen. Die Verwendung muss ja nicht nachgewiesen werden, d.h. ob deine Eltern davon die Pflege durch dich finanzieren oder du das so machst und davon vielleicht die polnische Haushaltsilfe bezahlt werden kann, interessiert die Pflegekasse eigentlich nicht.

Ist das bei euch so oder habt ihr ein Modell, nach dem es sich doch um eine Pflegehilfe handelt, für die über einen deutschen Pflegedienst Pflegedachleistungen abgerechnet werden und ihr nicht gedeckte Kosten selbst tragt? Nur dann würde die Frage für mich Sinn machen.

Vielleicht kannst du deine Frage konkretisieren.

Grüße

Maria

_________________
Ich (08/50) kümmerte mich um meine Tochter (01/72, verstorben 05/14, MS, Pflegestufe 3), die mit 24 Stunden-Assistenz finanziert durch ein persönlichen Budget nach dem Arbeitgebermodell in ihrer eigenen Wohnung lebte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Verhinderungspflege durch polinische Pflegekraft
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Aug 2018, 09:06 
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Verhinderungspflege gibts doch nur für die Verhinderung der Pflegeperson. Wenn Du als eingetragene Pflegeperson verhindert bist zu pflegen, hast Du Anspruch auf VHP.

Finde jemanden, der Dich als eingetragene Pflegeperson vertritt und pro Jahr gibts 1612 € VHP und ggfs 1/2 KZP als VHP also 806 €, insgesamt 2418 € maximal. Da Du Deine beiden Eltern (PG 2 und PG 3) pflegst wären das nacheinander 2 x der o.g. Betrag, maximal also
4836 €. LG Christoph

PS ich würde die stundenweise VHP wählen, unter 8 Stunden am Tag, da dann keine Kürzung des Pflegegeldes stattfindet und jemanden als Ersatz für Dich nehmen nehmen, der nicht verwandt ist mit Euch bis zum 2 Grad und auswärts wohnt.

§ 39 SGB XI Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson
(1) Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die nachgewiesenen Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens sechs Wochen je Kalenderjahr; § 34 Absatz 2 Satz 1 gilt nicht. Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat und der Pflegebedürftige zum Zeitpunkt der Verhinderung mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft ist. Die Aufwendungen der Pflegekasse können sich im Kalenderjahr auf bis zu 1 612 Euro belaufen, wenn die Ersatzpflege durch andere Pflegepersonen sichergestellt wird als solche, die mit dem Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert sind oder die mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben.
(2) Der Leistungsbetrag nach Absatz 1 Satz 3 kann um bis zu 806 Euro aus noch nicht in Anspruch genommenen Mitteln der Kurzzeitpflege nach § 42 Absatz 2 Satz 2 auf insgesamt bis zu 2 418 Euro im Kalenderjahr erhöht werden. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Kurzzeitpflege nach § 42 Absatz 2 Satz 2 angerechnet.
(3) Bei einer Ersatzpflege durch Pflegepersonen, die mit dem Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert sind oder mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben, dürfen die Aufwendungen der Pflegekasse regelmäßig den Betrag des Pflegegeldes nach § 37 Absatz 1 Satz 3 für bis zu sechs Wochen nicht überschreiten. Wird die Ersatzpflege von den in Satz 1 genannten Personen erwerbsmäßig ausgeübt, können sich die Aufwendungen der Pflegekasse abweichend von Satz 1 auf den Leistungsbetrag nach Absatz 1 Satz 3 belaufen; Absatz 2 findet Anwendung. Bei Bezug der Leistung in Höhe des Pflegegeldes für eine Ersatzpflege durch Pflegepersonen, die mit dem Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert sind oder mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben, können von der Pflegekasse auf Nachweis notwendige Aufwendungen, die der Pflegeperson im Zusammenhang mit der Ersatzpflege entstanden sind, übernommen werden. Die Aufwendungen der Pflegekasse nach den Sätzen 1 und 3 dürfen zusammen den Leistungsbetrag nach Absatz 1 Satz 3 nicht übersteigen; Absatz 2 findet Anwendung.

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Um Füße bat ich, und er gab mir Flügel! v. Dorothy C. Wilson, Biographie d. ind. Ärztin Mary Verghese, d. n. Autounfall querschnittsgelähmt bleibt. Sie geht durch tiefe Verzweiflung u. v. Anfechtungen, bis sie Spezialchirurgin u. FÄ f. Rehabilitation ist.


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