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 Betreff des Beitrags: Leistungen der Verhinderungspflege
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 1. Feb 2013, 10:44 
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Die Leistungen der Verhinderungspflege betragen seit 01.01.2012 pro Jahr 1.550 Euro und werden auf Antrag gewährt, wenn bereits seit sechs Monaten mindestens die Pflegestufe I vorliegt.

Ab 01.01.2013 erhalten Demenzkranke auch ohne Pflegestufe die Leistungen der Verhinderungspflege, wenn ein anerkannter erheblicher Betreuungsbedarf (§ 45 a SGB XI) vorliegt. Die zusätzlichen monatlichen Betreuungsleistungen (100/200 Euro) bleiben erhalten.

Ab 01.01.2013
wird das Pflegegeld während der Verhinderungspflegezeit zu 50% weiterbezahlt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Leistungen der Verhinderungspflege
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Nov 2014, 20:41 
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Was verändert sich ab dem 1.1.2015

Wer eine Kurzzeitpflege in Anspruch nimmt, z.B. wenn der Pflegeaufwand nach einem Krankenhausaufenthalt so hoch ist, dass für ein paar Wochen die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung nötig wird, kann schon heute seinen Anspruch auf Verhinderungspflege hierfür verwenden. Statt vier Wochen sind bis zu acht Wochen Kurzzeitpflege pro Jahr möglich, die Pflegekasse übernimmt dafür künftig bis zu 3.224 Euro (bisher bis zu 3.100 Euro).

Künftig gilt dies in ähnlicher Weise auch bei der Verhinderungspflege: Wenn der pflegende Angehörige krank ist oder eine Auszeit braucht, wird eine Pflegekraft oder Vertretung benötigt. Diese so genannte Verhinderungspflege soll künftig unter entsprechender Anrechnung auf den Anspruch auf Kurzzeitpflege bis zu sechs Wochen in Anspruch genommen werden können statt bisher bis zu vier. Bisher standen für Verhinderungspflege pro Jahr bis zu 1.550 Euro, künftig stehen bis zu 2.418 Euro jährlich zur Verfügung. So können pflegende Angehörige besser die Unterstützung wählen, die in ihrer konkreten Situation am besten hilft.

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 Betreff des Beitrags: Re: Leistungen der Verhinderungspflege
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Nov 2014, 20:15 
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Evt. eine passende Ergänzung zu diesem Thema:

Ich habe dieses Jahr für meine pflegebedürftige Tochter keinerlei Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen können, weil die Einrichtung vor Ort keinerlei Kapazitäten hatte. Konkret handelt es sich darum, dass es dort keine Einzelzimmer mehr gibt und die Pflegedienstleitung meine Tochter nur in einem Einzelzimmer unterbringen möchte, und dass zu den von mir anvisierten Zeiten keine Fachkraft über Nacht da war (was bei Epilepsie unabdingbar ist). (Und außerhalb des Wohnortes haben wir dieses Jahr keinen Bedarf für die Kurzzeitpflege gehabt.)

Folglich habe ich einen formlosen Antrag an die Krankenkasse gerichtet, dass ich die Leistungen der Kurzzeitpflege in einer Einzelfallentscheidung umgewandelt haben möchte, damit mir die mir zustehende Entlastuing nicht komplett verloren geht.
Ich habe im Rahmen dieser Einzelfallentscheidung von der Krankenkasse die schriftliche Zusage erhalten (das ist ein - anfechtbarer - Verwaltungsakt), das gesamte Budget, das für die Kurzzeitpflege zur Verfügung steht, nun nochmal im selben Jahr (2014) als Verhinderungspflege verwenden zu können. Im Amtsdeutsch heißt das dann, dass die Kosten für Verhinderungspflege auf das Konto der Kurzzeitpflege angerechnet werden, sofern sie anfallen.

Ich denke, dieser Weg wird, erleichtert sicherlich durch die neuen gesetzlichen Regelungen, auch weiterhin offen stehen. Wenn bestimmte Leistungen der Pflegekassen nicht in Anspruch genommen werden können, weil es dafür keine Kapazitäten gibt, werden die Kassen Ersatz gewähren müssen. Das folgt m. E. aus dem Antidiskriminierungsgebot.

LG Elisabeth


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