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 Betreff des Beitrags: Sterben muss in Würde möglich sein
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Jan 2009, 00:42 
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Sozialministerin Ross-Luttmann: „Sterben muss in Würde möglich sein“
„Niedersächsische Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung“ startet

HANNOVER. "Wir treten dafür ein, dass Menschen an der Hand anderer sterben und nicht durch die Hand anderer. Sterben muss in Würde möglich sein. Die palliativmedizinische, palliativpflegerische und hospizliche Versorgung und Betreuung schwerstkranker sterbender Menschen ist der positive Gegenentwurf zu einem Ruf nach aktiver Sterbehilfe" sagte Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann.

Mit der Errichtung der "Niedersächsischen Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung" schafft das Land Niedersachsen eine zentrale Stelle für die Weiterentwicklung der Hospizarbeit und Palliativversorgung.

Mit finanzieller Unterstützung des Landes sind in den letzten Jahren bereits 28 Palliativstützpunkte als Netzwerke der örtlichen Leistungserbringer der Hospizarbeit und Palliativversorgung entstanden. Eine flächendeckende Errichtung solcher Palliativstützpunkte ist damit nahezu erreicht. "Die nachhaltige Weiterentwicklung der Hospizarbeit und Palliativversorgung in Niedersachsen bleibt ein zentrales Anliegen der Landesregierung", so Mechthild Ross-Luttmann.

Die "Niedersächsische Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung" wird vor allem folgende Funktionen wahrnehmen:

• Bindeglied zwischen dem Niedersächsischen Sozialministerium und der Hospizarbeit und Palliativversorgung in ihrer Gesamtheit

• Unterstützung und Beratung der Landesregierung in Fragen der weiteren Entwicklung der Hospizarbeit und Palliativversorgung

• Unterstützung beim Aufbau neuer Initiativen im haupt- und ehrenamtlichen Bereich der Hospizarbeit und Palliativversorgung

• Mitwirkung bei der Umsetzung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung als neuer Leistung der gesetzlichen Krankenkassen auf Landesebene

• Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die haupt- oder ehrenamtlich mit der Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen befasst sind

Prof. Dr. med. Winfried Hardinghaus wird die neugeschaffene Zentralstelle leiten. Als ärztlicher Direktor des Klinikums St. Georg GmbH – Krankenhaus St. Raphael – in Ostercappeln hat er dort bereits vor einigen Jahren die Bewegung "Spes Viva" ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, die Situation schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen sowohl im Krankenhaus als auch in der ambulanten Vernetzung zu verbessern.

Das Büro der "Niedersächsischen Koordinierungs- und Beratungsstelle für Hospizarbeit und Palliativversorgung" ist in den Räumen des Landkreises Osnabrück untergebracht. Ab dem 5. Januar 2009 ist es unter der Telefonnummer 0541-5018000 zu erreichen.

Quelle: Pressemitteilung vom 2.1.2009
http://www.ms.niedersachsen.de/master/C ... _I674.html

_________________
Herzliche Grüße Elke
Elke (10/44) und Gerd (07/56)
Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, hirnorganisches Psychosyndrom , Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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#2Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Jan 2009, 00:46 
das ist der Titel meiner Examensarbeit :)


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#3Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Jan 2009, 01:08 
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Ich glaube, wir verhindert oft, das ein Mensch in "Würde" sterben kann, Wir wollen immer das "Beste" für die Sterbenden, aber eigentlich nur für "uns" und unseren Gewissen. Wir können nicht wissen, was der Betroffene will, weil wir nicht offen mit ihm darüber reden. Natürlich brauchen wir viel Kraft, um uns mit den Tod abzufinden, aber es würde uns leichter f
allen, wenn wir mit "Fachleuten" darüber reden und uns helfen lassen würden.
Zu diesem Thema fällt mir immer wieder meine Mutter ein. Mein Vater und meine Geschwister sollten nichts von ihren baldigen Tod erfahren, mit mir wollte sie darüber sprechen, nur ich habe immer abgeblockt und ihr erzählt, das sie wieder gesund wird. Hätte es damals schon solch eine Unterstützung gegeben, wäre meine Mutter garantiert friedlicher Eingeschlafen.
Persönlich würde ich dankbar sein, aber es gibt Menschen, die bis zum letzten Atemzug nicht über das Sterben reden wollen.
Ich kenne ein paar Fälle, wo intensiv Sterbebegleitung gemacht wurde, die Sterbenden und ihre Angehörigen waren auf den Tag X vorbereitet und haben bis dahin intensiv Abschied genommen.
Edda

_________________
pflegte meinen Mann Axel, 57 J., Krebs, Pflegestufe II, verstorben am 22.7.2009,
selber Brustkrebs im "grünen" Bereich, 50% Schwerbehinderung wegen Bandscheibenvorfall.


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#4Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Jan 2009, 01:28 
ganz genau Edda, da liegt das Problem, wenn der Mensch sagt ich muss sterben, er zur Antwort bekommt, alles wird gut...

nur wer sich nicht mit dem Tod auch dem eigenen auseinandersetzt, kann keinen Sterbenden begleiten


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