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 Betreff des Beitrags: Fragen von Leben und Tod
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Jun 2011, 13:18 
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Fragen von Leben und Tod

Singen - Unter dem Thema "Wenn Essen Leib und Seele trennt" stand ein Abend mit Vorträgen und Diskussion im Turmsaal des Hegau-Bodensee-Klinikums Singen. Der Arbeitskreis für klinische Ethik hatte in Kooperation mit dem Dysphagienetzwerk Südwest Professor Georg Marckmann, Leiter des Institutes für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Paul Diesener, leitender Arzt der Frührehabilitation des Jugendwerkes Gailingen eingeladen.Professor Marckmann ging in seinem Vortrag, der unter dem Titel "Verhungern lassen oder sterben dürfen?" stand, vor allem auf die ethischen Fragen der PEG-Sondenernährung ein.

Eine so genannte PEG-Sonde (Perkutane endoskopische Gastrostomie) ist eine Magensonde, die durch die Bauchdecke direkt in den Magen eingeführt wird. Paul Diesener hingegen beleuchtete vor allem den Aspekt, ob die PEG-Sonde ein notwendiges Übel ist oder doch ein Hilfsmittel?

mehr .......
http://www.suedkurier.de/region/kreis-k ... 58,4959845

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Herzliche Grüße Elke
Elke (10/44) und Gerd (07/56)
Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, hirnorganisches Psychosyndrom , Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen von Leben und Tod
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Jun 2011, 07:42 
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Ich denke, der differenzierte Betrachtungsweise durch Prof Marckmann bezüglich des Einsatzes einer PEG-Sonde kann ich als Christ uneingeschränkt zustimmen. Eine PEG-Sonde kann "den Tagen mehr Leben" oder - wenn auch nur vorübergehend - "dem Leben mehr Tage" geben. Darum ist es sicher bedeutsam, auch die künstliche Ernährung in einer Patientenverfügung sorgsam zu berücksichtigen.

Nicht alles, was machbar ist, ist auch wirklich wünschenswert.

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Ein Mensch existiert nicht - er lebt!


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 Betreff des Beitrags: Entscheidungshilfe zu künstlicher Ernährung
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Jun 2011, 10:19 
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siehe auch hier
Entscheidungshilfe zu künstlicher Ernährung
post99076.html#p99076

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Herzliche Grüße
Elke
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Sorgen von der Seele schreiben.
Erfahrungen miteinander austauschen.
Gegenseitig unterstützen, Mut machen und Trost spenden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen von Leben und Tod
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Jun 2011, 12:05 
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Bei solch einem Thema gibt es sicher ganz viele Meinungen.

Meiner Meinung sollte ein Leben grundsätzlich erhalten werden.... mit allen technischen Mitteln die verfügbar sind.
Und wer legt denn überhaupt fest was Lebensqualität ist ?

Jeder der mal mit Schwerstbehinderten bzw Wachkomapatienten "gearbeitet" hat wird auch wissen dass auch solche Menschen Freude am Leben haben. Und nur weil das Leben "anders" ist muss es nicht unbedingt schlecht sein.

Wie gut die Lebensqualität ist liegt auch nicht am Grad der Behinderung sondern an den Menschen drum herum, am gesamten Umfeld.

Solange es Wachkomapatienten gibt die auch nach vielen Jahren wieder erwachen, sollte niemand auch nur darüber nachdenken bei solch einem Patienten die künstliche Ernährung einzustellen. Denn weiss er ob nicht grade sein Patient der eine von 10.000 ist der wieder fit wird ???

Und wenn Du Johannes sagst... "als Christ" kann ich dem zustimmen keine PEG zu legen und jemanden sterben zu lassen" dann gehn mir die Nackenhaare hoch. Sicher gibt es Menschen.... ob Christ oder nicht.... die gegen lebensverlängernde Massnahmen sind, aber jede Pille die ich nehme, jede Spritze die mir der Arzt gibt ist doch in gewisser Weise eine lebensverlängernde Massnahme. Und wenn jemand meint er müsse der Natur ihren Lauf lassen dann sollte er jeden Arztbesuch verweigern und mit 20 an ner harmlosen Grippe sterben.

Grüsse
Ingo

_________________
Ingo ( 02/68 ) pflege meine Frau Christine ( 06/69 ), Hirnblutung, Hirnstammkompression, Hirngewebeentfernung und Hemicraniektomie nach Schlaganfall im Juni 2008, mit anschliessendem Wachkoma, Aphasie, Tetraplegie, Dysphagie, LP-Shunt, PEG, Pflegestufe 3+, pflege seit Mai 2009 zu Hause (kein Pflegedienst)
Mein Baby gehört zu mir, ist das klar ?
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Versuche nicht Dinge zu ändern die Du nicht ändern kannst
sondern ändere lieber die die Du ändern kannst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen von Leben und Tod
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Jun 2011, 17:43 
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Hallo ingod,

wenn Dir ein Sterbender mal gesagt hat: "Warum hast Du mich nicht sterben lassen?" kannst Du Deine Meinung so uneingeschränkt beibehalten oder vielleicht auch ändern. Wer öfter mit dem Sterben konfrontiert wird, kommt zu einer anderen Sicht der Dinge als jener, der damit weniger zu tun hat.

Wenn ich sage "als Christ" steht für mich fest, daß dieses Leben mit all seinen Einschränkungen, Fehlern und Schwächen nicht alles ist. Gott hat dem Menschen die Wiederherstellung eines Lebens ohne die uns allzeit umgebenden Makel zugesichert. Darum kann ich sehr wohl akzeptieren, wenn ein Mensch ein "Dahinvegetieren" - aus seiner Sicht - nicht fortgeführt wissen will. Aus diesem Grunde habe ich darauf verwiesen, auch diesen Eingriff in die Selbstbestimmung des Einzelnen in einer etwaigen Patientenverfügung zu berücksichtigen.

Für mich ist eindeutig, daß ich als Mensch nicht das Recht habe, das Leben eines anderen aus meiner Entscheidung heraus zu beenden. Gleichermaßen habe ich aber auch nicht das Recht, jemanden zum Leben zu zwingen, das er nicht wünscht. Darum sagte ich bewußt "Nicht alles, was machbar ist, ist auch wirklich wünschenswert."

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 Betreff des Beitrags: Re: Fragen von Leben und Tod
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Jun 2011, 21:56 
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Hallo Johannes,

sicher hast Du mehr Erfahrung mit sterbenden Menschen als ich und sicher gibt es Menschen die, wie Du beschreibst, sterben möchten. Sollte das jemand in genau dem Moment unmissverständlich mitteilen können dann ist das auch völlig OK.

johannes hat geschrieben:
Darum kann ich sehr wohl akzeptieren, wenn ein Mensch ein "Dahinvegetieren" - aus seiner Sicht - nicht fortgeführt wissen will.


"Dahinvegetieren" finde ich ein ekliges menschenunwürdiges Wort.


Aber nun mal ein anderes Beispiel..... die meisten Menschen sagen, solange sie gesund sind, zum Thema Wachkoma oder Demenz : "sooo möchte ich nicht leben.... dann lieber sterben" und einige machen sogar den grossen Fehler und halten das auch noch schriftlich fest.

Aber der Mensch mit Demenz oder im Wachkoma ... hat eine ganz andere Wahrnehmung und denkt ganz anders als zu dem Zeitpunkt als er noch gesund war, fühlt sich wahrscheinlich sogar in seiner eigenen kleinen Welt sehr wohl und möchte weiterleben. Aber weil er damals, als er noch anders dachte, mal etwas unterschrieben hat..... muss er sterben.... und hat keine Möglichkeit mehr das zu revidieren.

Und er spricht...... "Halt, hört auf, lasst mich leben..... ich hab das damals nicht so gemeint..... ich wusste ja nicht wie das ist " ..........................

Und niemand kann ihn hören. :cry:


Grüsse
Ingo

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Ingo ( 02/68 ) pflege meine Frau Christine ( 06/69 ), Hirnblutung, Hirnstammkompression, Hirngewebeentfernung und Hemicraniektomie nach Schlaganfall im Juni 2008, mit anschliessendem Wachkoma, Aphasie, Tetraplegie, Dysphagie, LP-Shunt, PEG, Pflegestufe 3+, pflege seit Mai 2009 zu Hause (kein Pflegedienst)
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