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 Betreff des Beitrags: Darum sind Millionen Patientenverfügungen unwirksam
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Sep 2016, 11:35 
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Darum sind Millionen Patientenverfügungen unwirksam


WESTPOL | 4. September 2016, 19.30 - 20.00 Uhr | WDR

http://www1.wdr.de/nachrichten/landespo ... g-100.html

_________________
Liebe Grüße Grizi


Grizi und Harald 60J. + 62 J.- Harald hatte eine Hirnblutung 07 erlitten, Hemiplegie rechts, Aphasie, Pflegestufe 3 ,hat gute Fortschritte in den letzten Jahren gemacht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Darum sind Millionen Patientenverfügungen unwirksam
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Sep 2016, 14:58 
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Boaaaah - das ist ja der größte Unsinn, den das BGH da wohl verfasst hat.
NIEMAND kann JEDE kleinste Kleinigkeit und Eventualität in eine Patientenverfügung aufnehmen - bei Tausenden von Krankheiten und Verläufen, die es gibt. Da muss ich das Teil von mindestens einem Professor verfassen lassen - und DANN ist es nicht sicher, ob nicht ein Detail vergessen wird.
Man muss die Kirche mal im Dorf lassen. Wenn mind. zwei Ärzte klar sagen, dass der Mensch am Ende seines Lebensweges angekommen ist, dann muss das gültig sein, wenn die Angehörigen dann sagen, gut, dann erfolgt keine Therapie mehr und er darf heim.
Mir haben sie ganz klar gesagt, dass mein Mann so versorgt wird, dass er nicht leiden muss. Also Morphium, auch Flüssigkeit und die Sauerstoffbrille. Aber es wurden in Absprache mit mir alle Medikamente abgesetzt und Gottseidank auch nicht mehr an ihm herumgeschnitten, denn sonst hätte er nicht zuhause sterben dürfen sondern wäre schon auf dem Op-Tisch gestorben, was immer der Horror für ihn war. Da der Chefarzt ja noch an dem Tumor herumschneiden wollte, hätte ich nach dem BGH Urteil das nicht entscheiden dürfen, nur weil dieser ganz besondere Fall eben nicht so explizit in der Pat.Verfügung stand? Schlimm. Nun muss ich meine wohl nochmal neu schreiben, hoffentlich denk ich an wirklich alles.
Heiliger Sankt Bürokratius in Deutschland, nimm endlich wenigstens ein bißchen Vernunft an.
LG Moni

_________________
Moni (JG 1954) pflegte Ehemann Hermann (JG 1936) Z.n.Schlaganfall 2004 nach absoluter Arrhythmie, von dem er sich aber gut erholte. Später kamen schwere Arthrose + extreme Schwerhörigkeit dazu. Ab Ende 2014 wurde er immer schwächer. Anf. Jan. 2015 TIA , als Folge PS 2. Am 22.03.15 wurde mir die Diagnose meines Mannes "inoperables Bronchialkarzinom" eröffnet, am 26.03.15 hab ich ihn vom Krankenhaus heimgeholt und am 27.03.15 ist er in seinem Bett friedlich eingeschlafen für immer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Darum sind Millionen Patientenverfügungen unwirksam
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Sep 2016, 15:16 
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Na ganz so schwarz würde ich nicht sehen,

Denn in vielen Patienten Verfügungen haben kluge Menschen schon hineingeschrieben, was sie konkret nicht möchten.

Aber ich würde schon empfehlen, die eigene Patientenverfügung (da fallen mir eigene Sünden ein) etwas zu konkretisieren.

mit lieben Grüßen Christoph

_________________
Um Füße bat ich, und er gab mir Flügel! v. Dorothy C. Wilson, Biographie d. ind. Ärztin Mary Verghese, d. n. Autounfall querschnittsgelähmt bleibt. Sie geht durch tiefe Verzweiflung u. v. Anfechtungen, bis sie Spezialchirurgin u. FÄ f. Rehabilitation ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Darum sind Millionen Patientenverfügungen unwirksam
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Sep 2016, 18:36 
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JAP...

wir haben gerade vor 2 Wochen so eine besch......
Situation gehabt

BW 94 Jgehts nicht gut, Sonntag mittag, keine Hausarzt ereichbar,
Notdienst Info, Tochter Info, auf jeden Fall KH :girldenken: BW hat Pat Verfügung
AZ wird schlechter, RTW angeforderet, im Reinkommen der Kollegen
vom Rettungsdienst Herzstillstand, Kollegin steht da mit Verlegungsbogen usw
für KH - auch Pat Verfügung--!!! ein Blick drauf und mit der REA begonnen..

gut das das Team vom Notarzt bzgl der REA gestoppt wurde, BW verstorben.

Montag morgen, mein 1. AT nach Urlaub, KOlegin berichtet ud ich
reg mich erstmal künstlich auf - wie REA - sie aht doch eine PV

dann hab ich mir eben diese mal zu Gemüte geführt
so--- was stand da drin??

ich bin r.k. ich wünsche geistlichen Beistand
ich möchte kein künstliches Koma..
sonst nix..., das war's...

sooooooooooo und was sollen jetzt 2 junge Kollegen vom
Rettungsdienst da tun.... sie fangen erstmal mit der REA an bis der Arzt kommt

ob ich nun sowas habe oder peng....
also ein bisschen was aussagekräftiges muss da schon drin stehen...

@ Moni...
man hat ja nicht immer einen Arzt der entscheidet...
und in solchen Situatione muss da schon was stehen
und nes gibt gute PV wo vieles vorgegeben ist und du nur kreuzen
und ggfs ergänzen muss.....

_________________
in diesem Sinne

Susanne

Neben meiner Tätigkeit als Pflegedienstleitung in einem Pflegeheim war ich
der "Kümmerer" von Mac PS2 bds. Beinamputiert und und und...
den ich 2007 über dieses Forum kennengelernt habe. Mac ist am 14.1.2016 auf seine letzte Reise gegangen


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 Betreff des Beitrags: Re: Darum sind Millionen Patientenverfügungen unwirksam
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Sep 2016, 21:52 
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Ich glaube, es liegt immer an den Ärzten. Bei meiner Schwiegermutter (96 Jahre) hatte ich die Betreuung vom Gericht in allen Bereichen. Als sie ins Krankenhaus kam, wurde mir gesagt, das sie das erste mal im Krankenwagen Herzstillstand hatte, wie es weitergehen soll. Ich brauchte nur sagen, keine künstliche Verlängerung und sie wurde ins Sterbezimmer verlegt. Dort konnte sie, nachdem ich mit unseren Pastor noch einmal bei ihr war, friedlich, liebevoll umsorgt gehen. Axel und ich hatten einen gegenseitige Patientenverfügung von einen Notar aufgesetzt, die jetzt auf Michael übergeht. Als Axel unbedingt nach Hause wollte, rief mich ein Arzt an, weil sich sie Sanis weigerten, ihn zu transportieren, weil sie Angst hatten, das er während des Transport stirbt. Ich habe nur auf die Verfügung verwiesen und 2 Stunden später konnte er noch einmal einen Blick auf sein Zuhause werfen.
Edda

_________________
pflegte meinen Mann Axel, 57 J., Krebs, Pflegestufe II, verstorben am 22.7.2009,
selber Brustkrebs im "grünen" Bereich, 50% Schwerbehinderung wegen Bandscheibenvorfall.


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 Betreff des Beitrags: Re: Darum sind Millionen Patientenverfügungen unwirksam
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Sep 2016, 23:10 
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Oh jaaa Edda, das liegt wirklich am einzelnen Arzt, wie er entscheidet. Ich sag mal ganz grob, ob er ein Sch*sser ist, der gleich Angst vor irgendwelchen Konsequenzen hat (auch solche lernte ich schon kennen) oder ein verantwortungsvoller Arzt, der einfach menschlich reagiert.

@Susanne - so eine recht ausführliche Ankreuzverfügung hatten wir/habe ich, aber jedwede Variation ist da halt auch nicht drin.
Allerdings schon, dass keine Reanimation gewünscht wird...wenn es mal soweit ist, dann ist das eben so.
LG Moni

_________________
Moni (JG 1954) pflegte Ehemann Hermann (JG 1936) Z.n.Schlaganfall 2004 nach absoluter Arrhythmie, von dem er sich aber gut erholte. Später kamen schwere Arthrose + extreme Schwerhörigkeit dazu. Ab Ende 2014 wurde er immer schwächer. Anf. Jan. 2015 TIA , als Folge PS 2. Am 22.03.15 wurde mir die Diagnose meines Mannes "inoperables Bronchialkarzinom" eröffnet, am 26.03.15 hab ich ihn vom Krankenhaus heimgeholt und am 27.03.15 ist er in seinem Bett friedlich eingeschlafen für immer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Darum sind Millionen Patientenverfügungen unwirksam
#7Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Sep 2016, 06:41 
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Bei uns steht drin:

Im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte, bei klarem Bewusstsein, ohne Druck und Zwang, nach reiflicher Überlegung und in Kenntnis der rechtlichen Tragweite erstelle ich diese verbindliche Patientenverfügung für den Fall, dass ich in Folge einer Krankheit meinen Willen als Patient nicht mehr fassen oder - in welcher Form auch immer - äußern kann (z.B. Bewusstlosigkeit).
Solange ich diese Patientenverfügung nicht widerrufe oder sonst zu erkennen gebe, dass sie nicht mehr wirksam sein soll. bzw. eine von mir vorgenommene Änderung vorliegt, gilt diese Patientenverfügung als Ausdruck meines Willens.

Meine Wünsche gelten in folgenden Situationen:

1. Im Falle einer unheilbaren Krankheit im Endstadium
2. Bei einer wahrscheinlich nicht mehr endenden Bewusstlosigkeit
3. Wenn mein Gehirn so schwer geschädigt ist, dass ein bewusster Kontakt mit meinen Mitmenschen wahrscheinlich nicht mehr möglich ist
4. Wenn mein Leben nur noch durch dauerhafte Unterstützung von medizinisch-technischen Apparaten möglich ist

Ich möchte im Sterbeprozess
- nicht mehr wiederbelebt werden
- Ich möchte dann nicht mehr operiert werden
- Ich möchte nicht mehr künstlich beatmet werden oder einen Luftröhrenschnitt bekommen
- Ich möchte nicht mehr künstlich ernährt werden mit Infusionen/Nasensonde/Magensonde
- Ich möchte nicht mehr Bluttransfusionen erhalten.
- Ich möchte nicht, dass Medikamente, z.B. sogenannte Katecholamine) meine lebenswichtigen Funktionen aufrechterhalten, wenn diese
ausgefallen sind.
- Ich möchte nicht, dass zusätzlich auftretende Begleiterscheinungen (wie z.B. eine Lungenentzündung) behandelt werden.

Ich erwarte in jeder Situation eine ausreichende palliativmedizinische Behandlung - wie z.B. bei Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Hunger- und Durstgefühl, Angst und Unruhe; auch wenn durch diese Maßnahmen mein Bewusstsein beeinträchtigt wird und ich müde und schläfrig werde und auch, wenn eine Verkürzung meiner Lebenszeit als Nebenwirkung nicht auszuschließen ist.

Meine Vertrauenspersonen sind...........(in unserem Fall PartnerIn & Sohn)
Ich wünsche mir, dass, wenn ich mich nicht mehr äußern kann, alle Maßnahmen und Entscheidungen mit ihnen gemeinsam besprochen und getroffen werden.

_________________
Barbara (69), pflegte meinen Mann(76), schwere angeborene Kyphoskoliose, 26 J. insulinpflichtiger Diabetes, St.p. OP/Hüftprothese nach Splitterbruch/Bein (2009) nicht lange belastbar, Normaldruck-Hydrocephalus/ohne Shunt, Neuropathie, Netzhaut-Membranen und Makula-Ödeme & - Degeneration, Alzheimer mit vasculärer Komponente/mittlere Stufe (Pflegestufe 4/Österreich), Schwindel unklarer Genese, Harninkontinenz, rechtes Knie dzt. mit Cortison behandelt, evtl. OP geplant (Implantat), Oktober 2016 Sturz/Hüftbruch/OP/Pneumonie, verstorben in Begleitung durch die Familie am 27.10.2016

Motti: "Humor ist, wenn man trotzdem lacht!" & "Prinzip: Hoffnung!"


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