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 Betreff des Beitrags: Versicherungsfrage wenn Angehöriger im Heim waschen
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Aug 2016, 08:48 
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Hallo zusammen

Meine Schwester und ich sind uns unsicher, wie es versicherungstechnisch aussieht, wenn wir unsere Oma im Pflegeheim waschen, wenn das Pflegepersonal keine Zeit hat.

Es passiert immer wieder, das unsere Oma einen "Unfall" hatte und komplett gewaschen und neu eingekleidet werden muss. Da es ja in jedem Pflegeheim chronischen Personalmangel gibt und die, die da sind, alles menschen mögliche tun und nicht überall sein können, wurde wir schon öfters gebeten das zu machen.

Nun stellt sich uns aber die Frage, wie es denn ausschaut wenn was passiert. Sie rutscht in der Dusche aus oder sonst etwas. Können wir dafür belangt werden?
Wir machen es gerne für sie, da wir leider auch schon mitbekommen haben, das sich eine Dame etwas lautstärker bei ihr beschwert hat mit den Worten "Immer diesen Zirkus mit ihnen, muss das immer sein?"

Unsere Oma ist an Demenz erkrankt und dazu noch Inkontinent und wir haben mittlerweile das Gefühl, das sie nicht gerne klingelt, wenns wieder passiert ist und lieber auf uns wartet.
Wir hatten schon ein Gespräche mit den Damen und der Heimleitung deswegen, da kam aber nichts bei raus.
Vielleicht hat jemand einen Rat für uns.

Danke und schönen Sonntag.


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 Betreff des Beitrags: Re: Versicherungsfrage wenn Angehöriger im Heim waschen
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Aug 2016, 10:18 
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Hallo Markus, ich habe meinem Mann regelmäßig bei seinen zahlreichen KrHs-Aufenthalten beim Waschen oder auf der Toi geholfen, da ich fast den ganzen Tag bei ihm war und das Personal wirklich oft nur am Springen war. Einmal wäre er mir auch beinahe in der Dusche ausgerutscht, hab ihn gerade noch schnappen können.
Ich denke nicht, dass man mir da hätte einen "Strick" draus drehen können, denn ansonsten hätten mir die Schwestern und Pfleger ganz sicher gesagt, dass ich das nicht darf. Wir hatten ein recht gutes Verhältnis, er war mehrfach auf der gleichen Station. Sie wiesen mich auch auf die rechtlichen Dinge hin, wenn nachts beide Gitter hochgezogen werden sollen (er war nachts ab und an "Bettflüchter" - durch etliche Narkosen verwirrt). Bzw. gaben sie ihm ein modernes Bett, bei dem die seitlichen Gitter zweigeteilt waren und nicht in einem Stück, sodass weniger passiert, wenn er trotzdem zu turnen anfing...

Der Spruch geht ja garnicht. Wenn Du mit normalem Reden nichts erreichst, dann melde diese Dinge schriftlich dem zuständigen MDK - und zwar mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass Du eine schriftliche Antwort möchtest, was unternommen wird. Die Altenheime sind ja immer sehr bestrebt, von diesem gut eingestuft zu werden. Immerhin kann man diese Urkunde so schön im Eingangsbereich aufhängen.... An einer Prüfung durch den MDK haben sie sicher kein Interesse. Es hilft auch, möglichst unregelmäßig auf der Station zu erscheinen, damit das Personal nie so genau weiß, wann Angehörige kommen.
LG Moni

_________________
Moni (JG 1954) pflegte Ehemann Hermann (JG 1936) Z.n.Schlaganfall 2004 nach absoluter Arrhythmie, von dem er sich aber gut erholte. Später kamen schwere Arthrose + extreme Schwerhörigkeit dazu. Ab Ende 2014 wurde er immer schwächer. Anf. Jan. 2015 TIA , als Folge PS 2. Am 22.03.15 wurde mir die Diagnose meines Mannes "inoperables Bronchialkarzinom" eröffnet, am 26.03.15 hab ich ihn vom Krankenhaus heimgeholt und am 27.03.15 ist er in seinem Bett friedlich eingeschlafen für immer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Versicherungsfrage wenn Angehöriger im Heim waschen
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Aug 2016, 10:33 
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Zitat:
Es passiert immer wieder, das unsere Oma einen "Unfall" hatte und komplett gewaschen und neu eingekleidet werden muss.


Nun, das ist in einem Pfegeheim eine vielfach vorkommende Sache.

Zitat:
Da es ja in jedem Pflegeheim chronischen Personalmangel gibt


ist das so? ich kann nur für meine Einrichtung sprechen, dort ist das nicht so...


Zitat:
und die, die da sind, alles menschen mögliche tun und nicht überall sein können, wurde wir schon öfters gebeten das zu machen.
Nun stellt sich uns aber die Frage, wie es denn ausschaut wenn was passiert. Sie rutscht in der Dusche aus oder sonst etwas. Können wir dafür belangt werden?


in der Regel ist es so, dass wenn in einer Pflegeeinrichtung jemand stürzt und es zu Verletzungen kommt, so dass der BW zum
Röntgen muss oder stationär verbleibt, ist da erstmal die KK diejenige die zahlt, nach einigen Wochen kommt ein Unfallbogen
(entweder zum BW oderzu den Angehörigen, die diesen dann in die Einrichtung geben),
den die Einrichtung ausfüllen muss und dazu ist die Dokumetation und das Sturzprotokoll (beides Pflicht) erforderlich
wie man dann argumentieren will, wenn die Angehörigen in der Pflege tätig waren, dass weiß ich nicht.
Natürlich will die KK versuchen die Kosten abzuwenden, alle MA der Einrichtung, auch Praktikanten und Ehrenamtliche MA sind über
einen Haftpflichtversicherung abesichert, nichts destoweniger wird die Unfallursache auf Fahrlässigkeit usw.geprüft
viele Einrichtungen sind so versichert, dass bei einem Versicherungsfall ein Anteil übernommen wird..


Zitat:
Wir machen es gerne für sie, da wir leider auch schon mitbekommen haben, das sich eine Dame etwas lautstärker bei ihr beschwert hat mit den Worten "Immer diesen Zirkus mit ihnen, muss das immer sein?"


wenn meinst du mit Dame? Eine Pflegekraft??? dann muss das mit der Leitung besprochen werden,
das Haus hat mit dr Bwin einen Vertrag und ist somit verpflichtet, die Pflege .
so kann und darf man mit BW nicht umgehen


wenn wirlich etwas passiert wenn ihr privat tätig seit im Zweifelsfall evtl eure private Haftpflicht, das müsste man klären..
aber grundsätzlich ist es einfach nicht eure Aufgabe, ihr ahbe die Oma in die Obhut des Heimes gegeben und somit
liegt dei Verantwortung dort..

sicher haben auch wir Angehörige die mit Mutter / Vater zut Toilette gehen wenn sie da sind, aber 1. nur wenn das
problemlos möglich ist und wenn sie es von sich aus tun...
niemals im Auftrag!!

und ein T-Gang bevor wir spazieren gehen, ist etwas anderes als den Auftrag zu bekommen zu Duschen

ich habe ihm KH meinen zu pflegenden auch selbst versorgt, aber immer wieder den Hinweis bekommen
wir machen das doch, das brauchen sie doch nicht, sagen sie bloß Bescheid wenn sie Hilfe brauchen
aber ..ich bin auch PFK und weiß, was ich verantworten kann

ich kann nur den Kopf schütteln... manchmal kann man sich für seine Zunft nur schämen

_________________
in diesem Sinne

Susanne

Neben meiner Tätigkeit als Pflegedienstleitung in einem Pflegeheim war ich
der "Kümmerer" von Mac PS2 bds. Beinamputiert und und und...
den ich 2007 über dieses Forum kennengelernt habe. Mac ist am 14.1.2016 auf seine letzte Reise gegangen


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 Betreff des Beitrags: Re: Versicherungsfrage wenn Angehöriger im Heim waschen
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Aug 2016, 12:09 
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Hallo
Danke für die Antworten.

@SusanneG
Es ist ein städtisches Pflegeheim und für gut 30 Bewohner der Demenzstation sind 4-5 Pfleger, unserer Meinung nach, zu wenig. Grade wenn auf der Station mindestens 2/3 intensive Betreuung brauchen. Da sind wir noch froh, das unsere Oma noch wie Schumi mit dem Rollator rumflitzen kann :) mal schauen wie lange noch, sie baut halt stetig ab.

Wir werden nochmal einen Termin mit der Leitung machen und mal bei unseren Versicherungen nachfragen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Versicherungsfrage wenn Angehöriger im Heim waschen
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Aug 2016, 15:49 
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Bücherwurm hat geschrieben:
Immerhin kann man diese Urkunde so schön im Eingangsbereich aufhängen.

man kann nicht, man muss - sie muss gut einsehbar ausgehängr werden.

aber du hast recht, wenn ein Gespräch nichts bringt, dann muss man weiter gehen
entweder die zuständige Heimaufsicht oder der MDK

und auf eine anlassbezogene Prüfung hat niemand Lust...

_________________
in diesem Sinne

Susanne

Neben meiner Tätigkeit als Pflegedienstleitung in einem Pflegeheim war ich
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 Betreff des Beitrags: Re: Versicherungsfrage wenn Angehöriger im Heim waschen
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Aug 2016, 16:08 
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... ich dachte Du bist schon weg in den Urlaub Susanne (Riesenlob ...) und erfahrungsgemäss versucht jeder Kostenträger, die Kosten weiter zu reichen ... Erkundigt Euch, wenns regelmässig erfolgt.

_________________
Um Füße bat ich, und er gab mir Flügel! v. Dorothy C. Wilson, Biographie d. ind. Ärztin Mary Verghese, d. n. Autounfall querschnittsgelähmt bleibt. Sie geht durch tiefe Verzweiflung u. v. Anfechtungen, bis sie Spezialchirurgin u. FÄ f. Rehabilitation ist.


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