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 Betreff des Beitrags: Pflegebedürftiger lässt Tabletten verschwinden
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Mai 2017, 00:30 
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Hallo, habe ein riesenproblem: meine pflegebedürftige Person lässt die Tabletten auf unterschiedliche Art und Weise verschwinden, mal im Taschentuch, mal im WC, mal im Panty usw. Wie soll ich damit umgehen bzw.wie bringe ich sie dazu, dies zu unterlassen? Kann mir jemand helfen?
Vielen Dank für eure Antworten


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegebedürftiger lässt Tabletten verschwinden
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Mai 2017, 08:50 
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Guten Morgen,

Sie stellen dem Abgehörigen die Tabletten oder der Pflegedienst:

Morgens, Mittags, Abends, Nacht z.B. -
so eben wie vom Arzt verordnet

(ich nehme z.B. dazu soetwas Medikamentenspender. Es gibt verschiedene.

Die Tabletten werden kinder- bzw. Angehöigensicher verstaut.

Jede Medikamentengabe wird dann von Ihnen/Pflegrdienst beaufsichtigt, wenns nicht mehr alleine machbar ist. Wobei jeder auch das Recht hat Tabletten nicht zu nehmen, wenns ihm klar und bewusst ist.

liebe Grüsse Christoph

_________________
Um Füße bat ich, und er gab mir Flügel! v. Dorothy C. Wilson, Biographie d. ind. Ärztin Mary Verghese, d. n. Autounfall querschnittsgelähmt bleibt. Sie geht durch tiefe Verzweiflung u. v. Anfechtungen, bis sie Spezialchirurgin u. FÄ f. Rehabilitation ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegebedürftiger lässt Tabletten verschwinden
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Mai 2017, 08:58 
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für mich steht an erster Stelle die Selbstbestimmung
und wenn jemand keine Tabletten nehmen möchte/will
dann kann man versuchen auf den Betroffenen einzuwirken.
aber wenn er nicht will, bleibt letztendlich nichts als es zu akzeptieren.

alles andere ist Gewalt in der Pflege.
auch das heimliche untermischen!!

_________________
in diesem Sinne

Susanne

Neben meiner Tätigkeit als Pflegedienstleitung in einem Pflegeheim war ich
der "Kümmerer" von Mac PS2 bds. Beinamputiert und und und...
den ich 2007 über dieses Forum kennengelernt habe. Mac ist am 14.1.2016 auf seine letzte Reise gegangen


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegebedürftiger lässt Tabletten verschwinden
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Mai 2017, 01:03 
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Zitat:
->Wobei jeder auch das Recht hat Tabletten nicht zu nehmen, wenns ihm klar und bewusst ist.<-


Hallo,

danke für die Antworten.

Jedoch ist es meiner Angehörigen eben nicht mehr so richtig klar und bewusst, sie ist lediglich der Meinung, sie brauche die Tabletten einfach nicht, da ihr ja nix fehlen würde (= Z.n.Schlaganfall, Halbseitenlähmung, Sprachstörung, usw.).

Ich hab doch schließlich auch die Verantwortung für sie übernommen, nicht nur moralisch, sondern auch als rechtliche Betreuung (Gesundheitssorge oder so ähnlich heißt das).

Jahrelang ging es gut, aber seit einiger Zeit hat sie immer mehr "Macken" und das mit den Tabletten ist eine davon.

Ich kann doch nicht einfach zuschauen.

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegebedürftiger lässt Tabletten verschwinden
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Mai 2017, 09:38 
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ich hat geschrieben:
Ich kann doch nicht einfach zuschauen.


was wäre die Alternative?

Wenn sie die Tabletten nicht schlucken will, dann wird sie immer
einen Weg finden es nicht zu tun..

ich habe täglich 47 Bewohner um mich und das seit Jahren
die sind unglaublich kreativ

wir können nur anbieten, bei Ablehnung versuchen zu überzeugen
auch kreativ sein.. z.B. weggehen und nach 10 Min versucht es ein anderer
Mitarbeiter... klappt meistens
und wenn gar nichts geht
-dokumentieren
-Info an den Hausarzt
-Gespräch mit den Angehörigen

manchmal kann man die Medi Art ändern, Tropfen statt Tabletten z.B
man muss einfach schaunen

wie alt ist die Person dei du betreust, gibt es einen Pflegegrad
in welchem Umfang pflegst du?

_________________
in diesem Sinne

Susanne

Neben meiner Tätigkeit als Pflegedienstleitung in einem Pflegeheim war ich
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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegebedürftiger lässt Tabletten verschwinden
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Mai 2017, 12:00 
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Liebe ich,

ein Name wäre schöner und wir Duzen uns hier. Deine Angehörige ist einfach krank. Die Krankheit schreitet scheinbar mit zunehmenden Alter voran. Du bist vermutlich die Tochter und mangels Vorsorge-Vollmacht, die vom Gericht bestellte Betreuerin.

Überzeug Sie jeden Tag, rede mit ihr, gib ihr die Medikamente, vielleicht wird es besser - vielleicht schlechter - vielleicht will sie gehen, vielleicht ruft sie nch Aufmerksamkeit und Hilfe?

Das nimmt Dir niemand ab. Was war ihr Wunsch für diesen Fall: weiterleben, alle möglichen Behandlungen oder etwas anderes?
Gibt es eine Patientenverfügung?

Medikamente ihr zwangsweise gegen ihren Willen zu geben, bin ich kein Freund und bedarf sicher möglicherweise auch einer Gerichtsgenehmigung und einer gerichtlichen stationären Einweisung.

Was sagt der Hausarzt?

Ich würde sie jeden Tag überzeugen ihre Medikamente zu nehmen und würde nicht mit Zwang oder Tricks arbeiten. Das ist schwer, aber nötig. Andernfalls delegierst Du die Arbeit in Gerichtshände, ich würde das so nicht tun wollen.

Ein Patenrezept gibt es nicht. Füge mal die Paragrafen bei und Rechtsprechung. Einfach ist die Materie nicht.

§ 1904 Abs. 1 Satz 1und Abs. 2 entsprechend:

(1) Die Einwilligung des Betreuers in eine Untersuchung des Gesundheitszustands, eine Heilbehandlung oder einen ärztlichen Eingriff bedarf der Genehmigung des Betreuungsgerichts, wenn die begründete Gefahr besteht, dass der Betreute auf Grund der Maßnahme stirbt oder einen schweren und länger dauernden gesundheitlichen Schaden erleidet.

(2) Die Nichteinwilligung oder der Widerruf der Einwilligung des Betreuers in eine Untersuchung des Gesundheitszustands, eine Heil-
behandlung oder einen ärztlichen Eingriff bedarf der Genehmigung des Betreuungsgerichts, wenn die Maßnahme medizinisch ange-
zeigt ist und die begründete Gefahr besteht, dass der Betreute auf Grund des Unterbleibens oder des Abbruchs der Maßnahme stirbt
oder einen schweren und länger dauernden gesundheitlichen Schaden erleidet.

§ 1906 Abs. 1, 3 und 4:

(1) Eine Unterbringung des Betreuten durch den Betreuer, die mit Freiheitsentziehung verbunden ist, ist nur zulässig, solange sie zum
Wohl des Betreuten erforderlich ist, weil

1. auf Grund einer psychischen Krankheit oder geistigen oder seelischen Behinderung des Betreuten die Gefahr besteht, dass
er sich selbst tötet oder erheblichen gesundheitlichen Schaden zufügt, oder
2. zur Abwendung eines drohenden erheblichen gesundheitlichen Schadens eine Untersuchung des Gesundheitszustands,
eine Heilbehandlung oder ein ärztlicher Eingriff notwendig ist, ohne die Unterbringung des Betreuten nicht durch-
geführt werden kann und der Betreute auf Grund einer psychischen Krankheit oder geistigen oder seelischen Behinde-
rung die Notwendigkeit der Unterbringung nicht erkennen oder nicht nach dieser Einsicht handeln kann.

(3) Widerspricht eine ärztliche Maßnahme nach Absatz 1 Nummer 2 dem natürlichen Willen des Betreuten (ärztliche Zwangsmaß-
nahme), so kann der Betreuer in sie nur einwilligen, wenn

1. der Betreute auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer geistigen oder seelischen Behinderung die Notwendigkeit der
ärztlichen Maßnahme nicht erkennen oder nicht nach dieser Einsicht handeln kann,

2. zuvor versucht wurde, den Betreuten von der Notwendigkeit der ärztlichen Maßnahme zu überzeugen,

3. die ärztliche Zwangsmaßnahme im Rahmen der Unterbringung nach Absatz 1 zum Wohl des Betreuten erforderlich ist, um
einen drohenden erheblichen gesundheitlichen Schaden abzuwenden,

4. der erhebliche gesundheitliche Schaden durch keine andere dem Betreuten zumutbare Maßnahme abgewendet werden kann
und

5. der zu erwartende Nutzen der ärztlichen Zwangsmaßnahme die zu erwartenden Beeinträchtigungen deutlich überwiegt.
§ 1846 ist nur anwendbar, wenn der Betreuer an der Erfüllung seiner Pflichten verhindert ist.

(4) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend, wenn dem Betreuten, der sich in einer Anstalt, einem Heim oder einer sonstigen Einrich-
tung aufhält, ohne untergebracht zu sein, durch mechanische Vorrichtungen, Medikamente oder auf andere Weise über einen längeren Zeitraum oder regelmäßig die Freiheit entzogen werden soll.




Kümmere Dich um sie. Zwangsmassnahmen lass nicht durchführen.

Allgemein kann man nur raten macht Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.

Das zählt auch vor Gericht, nimm Deine Aufgabe als Betreuerin wahr und betreue.... liebe Grüsse Christoph

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Pflegebedürftiger lässt Tabletten verschwinden
#7Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Mai 2017, 00:12 
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Meine Schwiegermutter hat auch eine Zeit ihre Tabletten heimlich entsorgt, aber mir wäre nie in den Sinn gekommen, sie zu der Einnahme zu zwingen. Ich konnte sie irgendwann überzeugen, das sie für sie wichtig sind. Danach ging es.
Edda

_________________
pflegte meinen Mann Axel, 57 J., Krebs, Pflegestufe II, verstorben am 22.7.2009,
selber Brustkrebs im "grünen" Bereich, 50% Schwerbehinderung wegen Bandscheibenvorfall.


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folgende User möchten sich bei Edda bedanken:
 Betreff des Beitrags: Re: Pflegebedürftiger lässt Tabletten verschwinden
#8Ungelesener BeitragVerfasst: 6. Sep 2017, 13:30 
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@Edda, das kann ich gut verstehen. Ich würde auch niemanden zwingen wollen. Ich glaube das könnte ich auch gar nicht übers Herz bringen. Ich denke positiv auf den Kranken einzuwirken, ist das einzige was man machen kann.


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