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 Betreff des Beitrags: Re: Im Osten billiger - Zur Pflege ins polnische Altersheim
#25Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Jan 2014, 08:59 
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Leider bedeutet es auch, dass wer finanzielle Mittel hat, erst die Ersparnisse bis auf Schonvermögen reduzieren muss, also arm wird bedingt durch Pflege.



Andererseits wäre es aber sehr ungerecht, wenn die Allgemeinheit auch die Pflege für Reiche/Wohlhabende/Gutsituierte zahlen müsste.

Die Freibeträge für Kinder sich übrigens sehr hoch.

Fast niemand muss sich an Pflegekosten für Angehörige beteiligen.

Es sei denn, er verdient richtig gut.

Dem Hauptverdiener stehen 1.600,-- € Selbstbehalt zu.
Jedem weiteren Angehörigen in der häuslichen Gemeinschaft 1.200,-- €.

Das, was man drüber hinaus verdient, ist zur Hälfte anrechenbar.

Mein Mann müsste also über 5.200,-- € verdienen, um an der Pflege seiner Mutter finanziell beteiligt zu werden.

Da er nur 2.000,-- € verdient, steht da nichts zu befürchten.

Die meisten verdienen doch "normal".

_________________
Kümmerte mich um Schwiegermutter (*1929-2015) mit Demenz und arbeite Teilzeit in einem kleinen Pflegeheim.


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Osten billiger - Zur Pflege ins polnische Altersheim
#26Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Jan 2014, 12:38 
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Die US-amerikanische Psychologin Sonja Lyubomirsky forscht an der University of California über Aspekte des Glücks und Unglücks. In der GEO-Ausgabe vom Januar erschien ein Inteview mit ihr.

Eine Frage lautete:
"Was ist das größte Unglück, das einem menschen widerfahren kann?"

Antwort:
"Keine Beziehung zu haben, allein zu sein und somit der Möglichkeit beraubt, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Schlimmer als Freiheitsentzug. ..."

Wenn alte Menschen in einem Heim in einem fremden Land versorgt werden, sind sie unweigerlich allein. Dies gilt in besonderem Maße für "nur" pflegebedürftige Menschen, aber auch für solche, die "ja sowieso nichts mehr mitkriegen". Was wissen wir denn wirklich?

Selbst wenn Pflegekräfte deutsch sprechen können, fehlt z.B. das vertraute "Grundrauschen" der eigenen Sprache rund herum. Wer will schon genau sagen, ob Demenzkranke, die niemanden mehr erkennen, nicht ein viel genaueres Gespür für bekannte Gerüche - auch der ihrer Angehörigen - haben, bekannte Stimmen angenehme Empfindungen auslösen oder sie über den Tastsinn Vertrautes erkennen. Dazu muss man aber oft genug anwesend sein, reden, streicheln... Getreu der obigen Antwort bin ich überzeugt davon, dass Pflegefehler (auch wenn die natürlich vermieden werden sollten) weniger "schlimm" sind, als wenn niemals etwas Bekanntes, Vertrautes um einen herum ist.

"Gut" ist so eine Lösung nur für Angehörige, die nun eine praktische, von allen akzeptierte Begründung haben, warum sie nicht so oft vor Ort sein können.

Die finanzielle Seite ist nie einfach, wenn es um Pflege geht und auch oft ungerecht. Das beginnt aber nicht erst im Pflegeheim.

Grüße

Maria

_________________
Ich (08/50) kümmerte mich um meine Tochter (01/72, verstorben 05/14, MS, Pflegestufe 3), die mit 24 Stunden-Assistenz finanziert durch ein persönlichen Budget nach dem Arbeitgebermodell in ihrer eigenen Wohnung lebte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Osten billiger - Zur Pflege ins polnische Altersheim
#27Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Jan 2014, 22:22 
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Hallo Tina,
es wurde hier doch schon mehrfach erwähnt, jeder kann in Deutschland in ein Pflegeheim. Wenn er die Kosten nicht selbst aufbringen kann dann zahlt der Staat die ungedeckten Heimkosten.

Der einzige Grund jemanden nach Polen abzuschieben ist materielle Gier. :-(


Hallo Ingo,

das sollte jetzt nicht falsch verstanden werden. Erste Priorität ist, dass keiner meiner Lieben in
ein Heim muss. Aber jemanden auch noch in ein fremdes Land abzuschieben ist für mich das hinterletzte!

_________________
Liebe Grüße Tina
Vater (11/30) Magen-Op nach Billroth 2, Diabetes Typ 1, Lymphdrüsenkrebs seit 2009,(nach Schlaganfall am 10.08.2011 verstorben)
Mutter (12/33) Chron.Vorhofflimmern, Mitralinsuffizienz, Tricuspidalklappeninsuffizienz, Marcumar, arterielle Hypertonie, Diabetes Typ 2

Es gibt keine Zufälle, alles hat seinen Sinn und Zweck


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Osten billiger - Zur Pflege ins polnische Altersheim
#28Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Jan 2014, 00:20 
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Heimunterbringung ist manchmal die letzte und beste Möglichkeit, aber dabei sollte niemals ein Heim im Ausland in Frage kommen......
Edda

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pflegte meinen Mann Axel, 57 J., Krebs, Pflegestufe II, verstorben am 22.7.2009,
selber Brustkrebs im "grünen" Bereich, 50% Schwerbehinderung wegen Bandscheibenvorfall.


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Osten billiger - Zur Pflege ins polnische Altersheim
#29Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Jan 2014, 16:36 
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Zitat:
Heimunterbringung ist manchmal die letzte und beste Möglichkeit, aber dabei sollte niemals ein Heim im Ausland in Frage kommen......
Edda


Ich finde, eine Heimunterbringung im Ausland sollte nur in Frage kommen, wenn sich die betroffene Person das selbst so wünscht. Habe heute einen Artikel in der NRZ gelesen über betreutes Wohnen auf Lanzarote. Deutsche Patienten werden unter deutscher Leitung dort gepflegt. Auf dem Foto dazu sahen die hochbetagten Bewohner - teils im Rollstuhl - ganz happy aus vor dem Strand in der südlichen Sonne.

Aber natürlich können Angehörige dann nicht mal eben nach dem Rechten sehen ...

LG Karina

_________________
Ich (05/58) habe meinen Mann (03/51) gepflegt, Multisystematrophie (Atypisches Parkinson-Syndrom) - Diagnose 2009, Diabetes II insulinpflichtig, Pflegestufe III, am 24.12.14 zuhause verstorben


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Osten billiger - Zur Pflege ins polnische Altersheim
#30Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Apr 2014, 13:27 
Problem liegt daran dass stationäre Pflegeeinrichtungen für viele Menschen hierzulande nicht bezahlbar sind !


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Osten billiger - Zur Pflege ins polnische Altersheim
#31Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Apr 2014, 13:51 
Zitat:
Heimunterbringung ist manchmal die letzte und beste Möglichkeit, aber dabei sollte niemals ein Heim im Ausland in Frage kommen......
Edda



Gestern habe ich einen sehr interessanten film gesehen xxxxxxx Entscheidungen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir wollen uns nicht vorwerfen müssen, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben.


Zuletzt geändert von pflegendeAngehoerige am 16. Apr 2014, 16:08, insgesamt 1-mal geändert.
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 Betreff des Beitrags: Re: Im Osten billiger - Zur Pflege ins polnische Altersheim
#32Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Apr 2014, 00:04 
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Problem liegt daran dass stationäre Pflegeeinrichtungen für viele Menschen hierzulande nicht bezahlbar sind !


Wenn man es nicht zahlen kann übernimmt der Staat die ungedeckten Kosten.
Kein Grund deshalb jemanden abzuschieben.

Grüsse
Ingo

_________________
Ingo ( 02/68 ) pflege meine Frau Christine ( 06/69 ), Hirnblutung, Hirnstammkompression, Hirngewebeentfernung und Hemicraniektomie nach Schlaganfall im Juni 2008, mit anschliessendem Wachkoma, Aphasie, Tetraplegie, Dysphagie, LP-Shunt, PEG, Pflegestufe 3+, pflege seit Mai 2009 zu Hause (kein Pflegedienst)
Mein Baby gehört zu mir, ist das klar ?
--------------------------
Versuche nicht Dinge zu ändern die Du nicht ändern kannst
sondern ändere lieber die die Du ändern kannst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Osten billiger - Zur Pflege ins polnische Altersheim
#33Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Apr 2014, 06:03 
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richtig Ingo,
jeder Heimplatz ist finanzierbar

da muss man sich nur richtig beraten
und aufklären lassen...

_________________
in diesem Sinne

Susanne

Neben meiner Tätigkeit als Pflegedienstleitung in einem Pflegeheim war ich
der "Kümmerer" von Mac PS2 bds. Beinamputiert und und und...
den ich 2007 über dieses Forum kennengelernt habe. Mac ist am 14.1.2016 auf seine letzte Reise gegangen


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Osten billiger - Zur Pflege ins polnische Altersheim
#34Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Apr 2014, 15:20 
Zitat:
Wenn man es nicht zahlen kann übernimmt der Staat die ungedeckten Kosten.
Kein Grund deshalb jemanden abzuschieben.


Hallo,
gut zu wissen.
Nun aber, warum suchen so viele Menschen trotzdem nach Alternativen in dem Nachbarland?
Gruss


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Osten billiger - Zur Pflege ins polnische Altersheim
#35Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Apr 2014, 15:40 
Zitat:
Heimunterbringung ist manchmal die letzte und beste Möglichkeit, aber dabei sollte niemals ein Heim im Ausland in Frage kommen......
Edda



Bieten die Heime im Ausland schlechtere Pflege an?Uns was, z.B. mit den Menschen, die ihren Lensabend an der Ostsee verbringen möchten?
Betty


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Osten billiger - Zur Pflege ins polnische Altersheim
#36Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Apr 2014, 19:52 
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Gast hat geschrieben:
Nun aber, warum suchen so viele Menschen trotzdem nach Alternativen in dem Nachbarland?


Bieten die Heime im Ausland schlechtere Pflege an?Uns was, z.B. mit den Menschen, die ihren Lensabend an der Ostsee verbringen möchten?
Betty


Liebe Betty, lieber Gast,

wenn ihr ernsthaft an der Beantwortung dieser Fragen aus "unserer" Sicht interessiert seid, dann lest euch bitte die Beiträge,die in diesem Bereich bereits geschrieben wurde noch einmal durch.

Es ist legitim, für eine Pflege im Ausland zu werben, wenn man diese anbietet oder auch nur sehr gut findet. Ich glaube allerdings nicht, dass es dazu nötig ist, kurze Fragen zu längst - und länger - beantworteten Gesichtspunkten nach etlichen Wochen "einfach so" noch einmal zu stellen.

Grüße

Maria

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