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 Betreff des Beitrags: Leben mit einem Zombie
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Okt 2016, 13:07 

Hallo Alle!

Ich bin fast 60 Jahre jung, weiblich und das einzig übriggebliebene Kind meiner Mutter (88). Seit Ende Mai 2016 hab ich sie zu mir nach Hause
geholt, weil es alleine nicht mehr ging.
Nun, nach fast 5 Monaten, ziehe ich ein enttäuschendes Resùmee.
Es ist absolut desillusionierend, was diese Entscheidung so mit sich gebracht hat.

Voller Euphorie ging ich an dieses Projekt, nachdem ich bereits 8 Jahre lang jede Wohe 150 km an einem Wochentag gefahren bin, um bei meiner
Mutter nach dem Rechten zu sehen und zu helfen (neben meiner Arbeit versteht sich!). Ich habe insgesamt in dieser Zeit ca. 2 Jahre damit verbracht,
sie zum Arzt zu begleiten, oder sie im Krankenhaus nach ihren zahlreichen OP`s zu besuchen.

Wie sich im Nachhinein herausstellte, hätte es viele dieser OP`s überhaupt nicht gebraucht. Meine Mutter kann Schmerzen sehr schlecht aushalten und
rennt wegen jedem Furz der im Bauch umgeht zum Arzt. Ich hab das Jahrzehntelang sehr ernst genommen, viel Angst um sie und ihr Leben ausgestanden. Seit ich die Arztbericht gelesen habe, sowie die Wege zur OP mit anderen Augen betrachtet habe, ging mir ein Licht auf. Sie hat vieles
von dem nur genial inszeniert, um mir - wie in meinen Kinder- und Jugendtagen auch - Reaktion, Angst und Betreuung abzufordern, über das normale
Limit hinaus.

Seit ich denken kann, ist meine Mutter mit irgendeiner "Krankheit" behaftet. Das hat meine Jugend geprägt, meinen Vater sehr sehr belastet (er lebt
seit 1985 nicht mehr!) und war immer Thema in unserer Familie.

Ich zog mit 17 von zu Hause aus, um dieser "dunklen Wolke" zu entgehen. Nach einer unglücklichen 18-jährigen Ehe, habe ich mich mit meinen 4 Kindern noch einmal neu gefunden und meine Freiheit als sehr heilsam erlebt.

Jetzt habe ich keine Freiheit mehr. Das ist das Schlimmste für mich! Mit jedem Tag holen mich die Bilder der Vergangenheit wieder ein und ich habe
das selbe beschissene Gefühl wie damals. Das raubt mir die Nerven und meine Energie.

Sie ist eifersüchtig auf jede Stunde, die ich außer Haus ohne sie verbringe. Sie will nich mehr rausgehen, bzw. mit dem Rollstuhl irgendwo hin. Ich habs versucht - bei Gott, ich habs versucht - mehrfach. Hab sie zum Essen eingeladen - da starrt sie wortlos auf den Teller, wie zu Hause auch und schaufelt
das Essen (Miniportionen) in sich rein. Kein "gut geschmeckt", kein "danke für die Idee", NICHTS.
Ich ging mit ihr in unseren wunderschönen Kurpark, in unseren wunderbaren Wald, zu meinen Kindern und Enkeln - NICHTS - keine Emotion, nur nervöses Wippen mit den Füßen und der Wunsch, wieder nach Hause in ihren Lehnstuhl zu kommen.

Jetzt hab ich keine Lust mehr auf Aktionen mit ihr! Soll sie doch in ihren Lehnstuhl rein faulen - ist mir völlig egal. Ich habe keine Emotionen mehr für
sie. An manchen Tagen hasse ich sie.

Meine Hunde begrüßen sie liebevoll jeden Tag - ich weiß, daß sie ihren Hund aus Kindertagen einfach bei einem Nachbarn abgegeben hat als er überflüssig war. Und ich weiß, daß sie den Hund ihrer Mutter nicht genommen hat, und zugesehen hat, wie die diesen 2-jährigen Hund zum Einschläfern gab, weil der überflüssig war. Ich hasse sie dafür.

Und ich weiß, daß ich eigentlich noch 4 Geschwister hätte - hat sie mir mal in einer schwachen Stunde erzählt - weiß sie heut aber nix mehr davon.
Sie hat sie abgetrieben, weil sie ungewollt schwanger wurde.
Was ein Glück mein Bruder und ich doch hatten, daß wir nicht dabei waren!

Sie hatte ein gut abgesichertes Leben als Hausfrau dank meines großartigen Vaters. Sie hätte arbeiten können, tat es aber nicht, sondern hat sich im
Dschungel des Haushalts vom wahren Leben zurückgezogen. Jetzt, nachdem ich trotz 4 Kindern bereits im 45. Jahr meines Arbeitslebens bin, glaubt sie,
mir Ratschläge geben zu können. Ich könnte Kotzen - im Strahl!

Ich habe mich jetzt beworben für 2 Arbeitsstelen in Teilzeit. Ich habe ihr mitgeteilt, daß sie dann Tagespflege bekommen wird. Jetzt ist die Laune natürlich total im Keller. Ist mir aber vollkommen egal. Ich muss raus. Ich bin liebend gerne zu Hause, aber eben nicht mit ihr.

Wie es aussieht, wird sie bald nicht mehr laufen können. Dann ist sowieso Schluß. Ich habe selbst einen 2-fachen Bandscheibenvorfall und werde mich
wegen ihr nicht noch komplett ruinieren.

Es gibt Momente, da wünsche ich mir, sie würde morgens nicht mehr aufwachen. Dann schäme ich mich wieder dafür, aber dieser Wunsch wird immer
übermächtiger. Besonders weil sie dauernd sagt, sie weiß gar nicht, warum sie morgens noch aufwacht, es sei doch sowieso alles so trostlos.
Stimmt!

Ich wünschte mir, sie würde eigenständig auf die Idee kommen, ins Altersheim zu gehen. Da hätte sie rundum 24 Stunden Arzt und Schwester um sich.
Die sind in ihren Augen sowieso gottgleich.

Meine älteste Tochter arbeitete in der Altenpflege - hat ihren Job im Mai für meine Mutter aufgegeben, um sie zu betreuen. Die hat sie sofort weggebissen und mit beißender Ablehnung reagiert. Meine Tochter hat oft geweint deswegen und ich hätte meine Mutter dafür umbringen können.

All das hat das Bild meiner Mutter komplett verändert und deshalb freue ich mich jetzt echt auf die neue Arbeit, damit ich diesen bösen Zombie für
ein paar Stunden los habe. Schlimm, aber ist so!


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben mit einem Zombie
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Okt 2016, 15:37 
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Hallo Gast,
es wäre schön, wenn Du uns einen Vornamen nennen könntest - dann ist es leichter Dich persönlich anzusprechen.
Obwohl wir hier sonst häufig häuslich Pflegende stärken, ihre Angehörigen zu sich zu nehmen, sehe ich Deinen Fall vom ersten Eindruck her anders.
Deine Geschichte mit Deiner Mutter wäre für mich ein Grund, mich aus der Pflege zurückzuziehen und es "neutraleren" Menschen zu überlassen, sie zu versorgen.
Insofern erscheint mir der Schritt Richtung Tagespflege sinnvoll.
Schon Deine Titelwahl hat mich unangenehm berührt - die mehrfache Erwähnung, dass Du ihr den Tod wünscht, lässt meine Alarmglocken schrillen.
Solche Konstellationen, wie bei Euch daheim, können zu Gewalt in der Pflege führen. Aber nicht nur um Deine Mutter bin ich besorgt.
Was machen jahrelang unterdrückte Wut, Ekel, Abwehr mit Deiner Gesundheit?!
Aus meiner Sicht brauchst Du dringend mehr Distanz zu Deiner Mutter. Wenn Du ihr nicht mehr mit einer liebe- bzw, respektvollen Haltung begegnen kannst - dann ist sie besser in professioneller Umgebung aufgehoben.
Auch wenn Du keine Berlinerin sein solltest, kann ich Dir "Pflege in Not" http://www.pflege-in-not.de/ nur ans Herz legen.
Ich kenne Gabriele Tannen-Parr persönlich und es geht dort keinesfalls darum Deine negativen Gefühle zu verurteilen.
Du hättest zunächst die Möglichkeit ein anonymes Telefonat zu führen und würdest dann vielleicht auch an Beratungsmöglichkeiten in Deiner Nähe weitervermittelt.
Ich wünsche mir sehr, dass Du meinen Hinweis nicht als kränkend erlebst - sondern hilfreich - denn ich erlebe Dein Posting hier bei uns als Hilferuf.

_________________
Susanne (Jg.63)
bemühe mich nach Burnout durch Pflege meines verbitterten Lebenspartners (Reinhard, QS durch Verkehrsunfall 08/07) wieder für mich selbst zu sorgen - mit voller Stelle berufstätig als Lehrerin für junge Erwachsene (z.Zt. im Sabbatjahr) - Mutter zweier Söhne (26 und 21)
Verlust des Lebenspartners Thomas (01/16), verstorben an einer Varizenblutung, verursacht durch eine erneute Zirrhose an der Transplantleber

Das Leben ist eine lange, schmale Brücke.
Die Hauptsache ist, sich nicht zu fürchten.
(aus einem hebräischen Lied)


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben mit einem Zombie
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Okt 2016, 15:55 
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Hallo Gast ,

Du hast die Mutter zu Dir nach Hause geholt .... vielleicht eine voreilige Entscheidung , die sich aber sicher noch mal überlegen lässt .... betreutes Wohnen , Altenheim , Wohngruppe ..... gibt ja einige Möglichkeiten. Vor allem wichtig fände ich soziale Kontakte für Deine Mutter außerhalb der Familie.

Wünsche Dir gute Nerven

l.G. Bea

_________________
geht nicht, gibt ' s nicht


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben mit einem Zombie
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Okt 2016, 20:58 
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hallo

ich schließe mich Susanne in vollem Unfabng an.
Als Pflegekraft mit fast 30 Jahren Berufserfahrung
sehe ich euer Zusammenleben als sehr ungesunde Konstellation
für beide Seiten.

Wenn die Beziehung nicht stimmt, kann man nicht pflegen
im Beruf kann ich das austauschen, in der häuslichen Pflege nicht.

Ihr solltet an der Situation zum Wohle aller dringend etwas
an eurer ändern..

_________________
in diesem Sinne

Susanne

Neben meiner Tätigkeit als Pflegedienstleitung in einem Pflegeheim war ich
der "Kümmerer" von Mac PS2 bds. Beinamputiert und und und...
den ich 2007 über dieses Forum kennengelernt habe. Mac ist am 14.1.2016 auf seine letzte Reise gegangen


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben mit einem Zombie
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Okt 2016, 22:12 
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Werter Gast,

ich würde meine eigene Mutter nicht als Zombi bezeichnen wollen. Nach nur 5 Monaten Pflege sind sie noch am Anfang ihrer Pflegesituation.

Vermute, Sie sind selbst derzeit sehr überfordert und würde erstmal versuchen eine kurzfristige Lösung zu suchen: Kurzzeitpflege, Pflegedienst, Tagespflege, Verhinderungspflege, etc..

In dieser Auszeit würde ich mir an Ihrer Stelle klar werden: will, kann ich pflegen, welche Hilfen gibt es und welche sind machbar undsind sinnvoll, ist Pflegeheim eine Alternative?

Was sagen Hausarzt und Neurologe Ihrer Mutter? Liegt eine Erkrankung ihrer Mutter vor? Welche?

Gibt es eine Pflegestufe?

Was sagt ihr eigener Arzt zu ihrem Zustand? Vielleicht reicht eine Auszeit, um dann wieder pflegen zu können, vielleicht müssen sie auch das pflegen unterbrechen oder ganz beenden.

Rufe Sie in Berlin an! Vielleicht können die Ihnen zuhören, Ansprechpartner und Hilfen vermitteln. Sie müssen Ihr Leben leben als Tochter, mit oder ohne Ihre Mutter und ohne daran selbst zugrunde zu gehen.

Versuchen Sie Perspektiven und Hilfe zu finden. Nur Mut. Der Schritt hierher war ein Anfang und Hilferuf in meinen Augen und so muss es jetzt weiter gehen. Jeden Tag ein Schritt. Vielen von uns geht es durch die Pflege und die Krankheiten von uns Gepflegten auch mal (sehr) schlecht, aber wir leben und kämpfen weiter und manche finden ihr Leben auch außerhalb der Pflege mit neuer Arbeit, neuem Partner, neu. Viele pflegen lange.

Kopf hoch und nach vorne sehen. Es ist keine Schande, wenn man ie Pflege nicht mehr schafft oder gerade anfangs damit völligüberfordert ist.

Schreiben Sie ruhig sich alles hier von der Seele, bis zur Hilfe. Das hilft Ihnen.

Man kann es aber auch trotz aller Schwierigkeiten schaffen zu pflegen, es gibt hier wunderbare Beispiele, vor denen ich immer den Hut ziehe.

Wie heißen Sie? Normalerweise Duzen wir uns hier, dann fällt vieles einfacher.

Sehen wir weiter, fürs Erste Ihnen eine gute Nacht und hier Willkommen!. Christoph

_________________
Um Füße bat ich, und er gab mir Flügel! v. Dorothy C. Wilson, Biographie d. ind. Ärztin Mary Verghese, d. n. Autounfall querschnittsgelähmt bleibt. Sie geht durch tiefe Verzweiflung u. v. Anfechtungen, bis sie Spezialchirurgin u. FÄ f. Rehabilitation ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben mit einem Zombie
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Okt 2016, 23:07 
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Zitat:
Wenn die Beziehung nicht stimmt, kann man nicht pflegen
im Beruf kann ich das austauschen, in der häuslichen Pflege nicht.

Hallo, dem stimme ich sofort zu. Wenn man nicht mit dem Herzen pflegt, kann es niemals klappen. Tagespflege sehe ich auch nicht als Lösung an.
Mache einen klaren Schnitt und gib Deine Mutter in ein gutes Heim.
Edda

_________________
pflegte meinen Mann Axel, 57 J., Krebs, Pflegestufe II, verstorben am 22.7.2009,
selber Brustkrebs im "grünen" Bereich, 50% Schwerbehinderung wegen Bandscheibenvorfall.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben mit einem Zombie
#7Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Okt 2016, 23:32 
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Ich schließe mich allen anderen Meinungen voll an.
Du gehst kaputt, Deine Mutter mit - ein vergiftetes Verhältnis ist die schlechteste Grundlage für eine Pflege.
Tagespflege ist hier nur eine ganz ganz schlechte "Krücke", die paar Stunden helfen Dir/euch garnichts.
Sieh es ein und gib die Pflege ab - in euer beider Interesse.
LG Moni

_________________
Moni (JG 1954) pflegte Ehemann Hermann (JG 1936) Z.n.Schlaganfall 2004 nach absoluter Arrhythmie, von dem er sich aber gut erholte. Später kamen schwere Arthrose + extreme Schwerhörigkeit dazu. Ab Ende 2014 wurde er immer schwächer. Anf. Jan. 2015 TIA , als Folge PS 2. Am 22.03.15 wurde mir die Diagnose meines Mannes "inoperables Bronchialkarzinom" eröffnet, am 26.03.15 hab ich ihn vom Krankenhaus heimgeholt und am 27.03.15 ist er in seinem Bett friedlich eingeschlafen für immer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben mit einem Zombie
#8Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Okt 2016, 00:24 
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Lieber Gast,
weil auch schon länger Pflegenden oft nicht bekannt ist, dass es diese anonyme Beratungsmöglichkeit bei Krisensituationen in der Pflege gibt,
habe ich noch einmal ein bisschen recherchiert - zumal ich ja nicht weiß, aus welchem Bundesland Du Dich gemeldet hast.
Diese Übersicht habe ich gefunden:
https://www.pflegen-und-leben.de/index. ... rdestellen

Mut zu guten Lösungen, die Dir bzw. auch Deiner Mutter wieder spannungsfreiere Lebensqualität ermöglichen, wünscht Susanne

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Susanne (Jg.63)
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Das Leben ist eine lange, schmale Brücke.
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#9Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Okt 2016, 00:25 
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Die Gewalt



Die Gewalt fängt nicht an
wenn einer einen erwürgt
Sie fängt an
wenn einer sagt:
'ich liebe dich:
Du gehörst mir!'

Die Gewalt fängt nicht an
wenn Kranke getötet werden
Sie fängt an
wenn einer sagt:
'Du bist krank:
Du musst tun was ich sage'


Auszug aus dem Gedicht „Gewalt“ von Erich Fried

_________________
Herzliche Grüße Elke
Elke (10/44) und Gerd (07/56)
Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, hirnorganisches Psychosyndrom , Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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#10Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Feb 2017, 11:14 
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Hallo Gast,
hast du über Tagespflege nicht gedacht? Das würde eine gute Alternative sein.

_________________
Viele Grüsse,
Juliana


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