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 Betreff des Beitrags: Re: Schlüsselrisiko : Nachtaktivität und Mobilitätsfreude
#37Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Apr 2018, 14:38 
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Im Mittelpunkt des Widerstands gegen eine häusliche Pflege steht die Furcht vor den Risiken : Nachtaktivität, Schaden durch Brandt oder ein vermeidbarer Unfall ect.

Um derartigen Einwänden zu begegnen muss man erst einmal klären wie man die vorhandenen Risiken beherrschbar macht : ein Restrisiko wird es immer geben.

Meine Mutter habe ich nie wirklich als anstrengend empfunden : wieso man dass nun denkt ist mir schleierhaft. Es sind möglicherweise die falschen Berater (Pfleger) ans Werk. Ich persönlich bin beim gegenwärtigen Heimaufenthalt bisher von einer Überbrückungslösung ausgegangen. Ich bin gegen eine Dauerlösung dieses Status Quos.

Es ist schwierig den richtigen Weg zu finden, denn Erfahrungen "anderer" in der häuslichen Pflege sind einfach nicht so ohne weiteres übertragbar. Das ist mir längst bewußt geworden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Schlüsselrisiko : Nachtaktivität und Mobilitätsfreude
#38Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Mai 2018, 02:41 
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Lieber Kreutzberg,
du wirst dich über kurz oder lang damit abfinden müssen, dass nicht jede deiner Fragen erklärbar sind. Weder vom Forum hier, noch von Ärzten!
Ich hatte eine demente Tante, die nachtaktiv war. Sie kam zum Schluss in ein Pflegeheim, weil die häusliche Pflege nicht mehr für ihren Mann machbar war! Und im Pflegeheim raufte man sich die Haare, weil sie tagsüber so gut wie unbeweglich war, nicht mal mehr auf den eigenen Beinen stehen konnte, sondern nur noch per Rollstuhl von A nach B transportiert werden konnte, aber nachts war sie beweglich und hielt die Nachtwachen damit auf Trab, dass sie in andere Zimmer ging (aufrecht und ohne Rollstuhl!!!), dort die Schränke ausräumte oder tlw. auch die dort Schlafenden aus dem Bett zerren wollte, weil sie der Meinung war, das sei ihr Bett....

Lieber Kreutzberg, ich werde das Gefühl nicht los, dass du noch immer der irrigen Meinung bist, einen Dementkranken kann man problemlos bis zum Ende zu Hause zu pflegen und keine Ahnung davon hast, was dies den Angehörigen abverlangt! Nicht nur, dass sie hilflos dabei zuschauen müssen, wie die Krankheit Löcher ins Gehirn frisst und nicht aufhaltbar ist, sondern du hast auch keine Ahnung davon, welchem Stress man als älterer oder alter Mensch dabei ausgesetzt ist, wenn man plötzlich seinen Partner schlimmer als ein Kleinkind in jeder Minute und Sekunde überwachen muss! Und was passiert mit den Angehörigen? Die haben auch mal ein Recht auf Schlaf und Erholung! Es ist schlicht unmöglich und ab einem gewissen Stadium einfach nicht mehr machbar! Ganz abgesehen davon, von den emotionellen Problemen, denen ein Partner ausgesetzt ist, wenn er erkennen muss, dass das bisherige gemeinsame Leben Stück für Stück verschwindet!

Warum wirfst du deinem Vater vor, dass er auch für sich Prioritäten setzen und auf sich schauen muss? Er darf das und hat auch das Recht dazu, für sich Prioritäten zu setzen!
Wäre es dir lieber, er behält deine Mutter zu Hause, aber überfordert sich damit und bekommt eigene gesundheitliche Probleme damit oder gar einen Herzinfarkt oder Schlaganfall wegen all dem Stress und der Anstrengung, die es kostet, einen Dementkranken dauerhaft zu Hause pflegen zu wollen? Warum forderst du nur für deine Mutter Rechte ein, aber deinem Vater gestehst du keine Rechte zu? Als Sohn solltest du auf beide Eltern achten! Und auch darauf achten, dass mit einer Pflege der andere Elternteil zu seinem eigenen Nachteil nicht überfordert wird!
Mein Vater konnte nur deshalb zu Hause sterben, weil ich mit meiner Mutter abgeklärt habe, was ihr an Hilfe möglich ist und welche externe Hilfe es noch braucht. Hätte ich gesehen, dass auch damit meine Mutter überfordert gewesen wäre, hätte ich ihn schweren Herzens in ein Pflegeheim überweisen müssen! Wir Kinder sind schlussendlich immer für beide Elternteile verantwortlich und sollten in solchen schwierigen Situationen auch immer für beide mitdenken! Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass dies manchmal sehr schwierig ist, aber wir haben nun mal die Verantwortung für beide Elternteile!

Just my 2 cents dazu.

LG, Oona


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