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 Betreff des Beitrags: Bin am verzweifeln
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Dez 2017, 15:10 
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Hallo,
meine Oma war 2 Wochen in der Klinik. Jetzt ist sie ein absoluter Pflegefall. Im Moment haben wir sie in der Kurzzeitpflege in einem Heim untergebracht, aber sie will nach Hause. Es bedarf 2 Personen, um sie in den Rollstuhl zu bekommen. Sie kann nicht mehr laufen und muss gewickelt werden. In der Klinik haben sie eine beginnde Demenz festgestellt.
Allein schaffe ich es aber nicht, da ich selbst Bechterew habe.
Wenn ich nun den Pflegedienst kommen lasse,bis vor dem KH-Aufenthalt habe ich sie allein gepflegt, wie wird das verrechnet.
Reicht das Pflegegeld aus oder wird es mit der Pflegesachleistung verrechnet?
Im Moment hat Oma Pflegegrad 3. Eine Neueinstufung habe ich beantragt.
Kann mir jemand weiter helfen?
VG Yvonne


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 Betreff des Beitrags: Re: Bin am verzweifeln
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Dez 2017, 12:57 
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Hallo Yvonne,

wenn du dir Hilfe bei einem Pflegedienst holst wird das über die Pflegesachleistungen abgerechnet. Du solltest dann auf jeden Fall "Kombi-Pflege" beantragen bei der Kasse.

Der Pflegedienst kann dann Leistungen für max. Eur 1298,00 (bei Pflegegrad 3) mit der Kasse abrechnen.
Dann gäbe es kein Pflegegeld mehr ausgezahlt. Wenn der Pflegedienst weniger abrechnet, gibt es prozentual auch Pflegegeld ausgezahlt - ein Beispiel:

monatliche Leistung Pflegedienst: Eur 649.00 (50% von Eur 1298,00)
ausgezahltes Pflegegeld: Eur 272,50 (50% von Eur 545,00)

Da du ja schon eine neue Begutachtung beantragt hast, würde diese dann auch rückwirkend ab dem Tag der
Antragstellung berücksichtigt werden. Bei der gravierenden Verschlechterung bekommt deine Oma sicher einen
höheren Pflegegrad zugesprochen.

Zusätzlich zu den Pflegesachleistungen kann der Pflegedienst (oder jemand anderes, der dafür qualifiziert ist) noch monatlich Betreuungsleistungen in Höhe von Eur 125,00 abrechnen.

Ich würde an deiner Stelle Kontakt mit einem Pflegedienst aufnehmen, und ausrechnen lassen, welche Leistungen du für deine Oma bekommen kannst. Für eine "Vollversorgung" reicht das Geld aber leider nicht.

Versuche das alles erst zu klären, bevor deine Oma nach Hause kommt (auch ob sie z.b. eine neues Bett etc. braucht). Und - ich denke, du solltest dir ganz genau überlegen, ob du das alles wirklich willst. Wenn ich deinen Nick-Namen richtig deute bist du 28 Jahre alt? Nicht immer ist Pflege zu Hause die beste Alternative...

Ich wünsche dir Kraft für die Entscheidungen, die da auf dich zu kommen,
viele Grüße
Alexandra

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Ich helfe meinem Mann (PG 4), der an einer unheilbaren Erbkrankheit (SCA I) leidet. Gemeinsam sind wir stärker....


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 Betreff des Beitrags: Re: Bin am verzweifeln
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Dez 2017, 13:43 
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Hallo Alexandra, vielen Dank für die Info.
Ich bin 46.
Line ist der Spitzname unsrer Ältesten.
VG Yvonne


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 Betreff des Beitrags: Re: Bin am verzweifeln
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Dez 2017, 14:49 
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Hallo Yvonne,

dann sind wir ja ein Alter :girlja: :-)

Aber - auch mit 46 solltest du dir das gut überlegen... ich weiß wovon ich rede.

Lieber Gruß
Alexandra

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 Betreff des Beitrags: Re: Bin am verzweifeln
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Dez 2017, 23:58 
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Hallo Yvonne,

gibt es denn noch andere Familienmitglieder die bei der Pflege helfen könnten oder mit denen du dich besprechen kannst wie ihr die Pflege für deine Oma organisieren könnt?

Deine Verzweiflung kann ich gut verstehen und selbstverständlich auch das Bedürfnis deiner Oma zu helfen aber ihr Zustand hat sich ja ziemlich schnell verschlechtert?

Du schreibst von einem 2-wöchigen Krankenhausaufenthalt oder habe ich das etwas falsch verstanden?


Ich wünsche dir viel Kraft und nimm dir Zeit eine gut durchdachte Entscheidung zu fällen.
Du findest bestimmt einen Weg!


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 Betreff des Beitrags: Re: Bin am verzweifeln
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 14. Dez 2017, 12:16 
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Liebe Yvonne,

herzlich willkommen im Forum.

Ich kann deinen Wunsch, das du für deine Oma da sein willst gut verstehen. Da du selber nicht gesund bist, macht es nicht leichter.
Der Pflegedienst kann dir einiges abnehmen, ist aber nur zu bestimmten Zeiten da und meist nicht wenn es gerade "brennt".
Ich habe das ja selber erlebt, bei meiner Mutter. Der Pflegedienst kam morgens zum waschen und anziehen. Abends zum umkleiden. Da wollte meine Mutter aber natürlich noch nicht ins Bett. Wir brauchten auch zwei Erwachsene wenn sie zum Arzt musste und dann in Rollstuhl musste. Im Haus ging es zuletzt noch ein paar Schritte mit Rollator und Begleitung.
Dazu kam bei ihr noch die Blasenprobleme, wo sie ständig Harndrang hatte und mehrere Male pro Stunde zu Toilette wollte.
Auch ich habe Wirbelsäulenproblem bzw. zwei Bandscheibenprothesen. Mir geht es gut damit, bin schmerzfrei und vollständig beweglich. Ändert aber nichts daran, das ich nur bis 10 kg heben soll. Habe immer auf ein "knacks" gewartet, doch GSD ist nie was passiert.

Ich möchte Dir keinesfalls davon abraten, ich würde es wahrscheinlich heute wieder genauso machen und versuchen das sie zu Hause bleiben kann. Doch irgendwann war ich an dem Punkt, das ich nicht mehr konnte und Mama in stationäre Pflege musste. Es hat mir sehr weh getan, diese Entscheidung zu treffen. Aber meine Familie, meine Arbeit ( Selbstständig) und vor allem meine Gesundheit (körperlich und seelisch) musste ich irgendwann in den Vordergrund stellen.


Liebe Grüße
Sandy

_________________
Das Leben versteht man nur rückwärts, doch leben muss man es vorwärts!

Pflegte meine Mutter (03/32) ;PS I; Diabetes seit 1988; Osteoporose; Arthrose (bes. Finger); Salzverlustniere, diabetische Neuropathie (bes. Füße und Blase),diabetische Retinopathie, Bluthochdruck
Seit Mai 2015 stetige Verschlechterung der Mobilität mit mehreren Stürzen; Sehfähigkeit sehr verschlechtert; keinerlei Lebenswillen mehr; im Juli Ablehnung PS II trotz Widerspruch; braucht jetzt 24 Std. Betreuung; häufige KZP, da ich wieder öfter auf Dienstreise bin; seit Ende November 2015 im Pflegeheim. Seit Januar 2016 SPF. 30.11.2016 Oberschenkelhalsbruch durch Sturz, 14.05.2017 Schlaganfall, am 16.05.2017 verstorben.
Bei der Pflege meiner Schwiegermutter geholfen, PS II, Magenkrebs mit Metastasen im Bauchfell, Verstorben 2/2014


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