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 Betreff des Beitrags: Verhinderungspflege - Erstattung der Fahrtkosten?
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Jan 2010, 11:32 
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Mein Sohn hat sich angeboten, im Verhinderungsfall kurzzeitig die Pflege meiner Eltern zu übernehmen. Leider wohnt er über 200 km von mir/uns entfernt und müsste mit dem Auto anreisen. Wie und in welcher Form kann er die Kosten der Pflegekasse nachweisen. Vielen Dank im voraus.


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#2Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Jan 2010, 11:42 
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Für die Verhinderungspflege stehen euch jährlich 1.510 Euro zu.
Es ist möglich, neben der Bezahlung der Verhinderungspflege auch die Fahrtkosten zu erstatten.
Allerdings alles nur im Rahmen dieser 1.510 Euro.
Fahrtkosten 510 Euro bleiben noch 1.000 Euro für die Verhinderungspflege.

Übernimmt jedoch ein Verwandter die Verhinderungspflege - wie dein Sohn - bekommt er nur Verhinderungsgeld in Höhe der Geldleistung für die vorhandene Pflegestufe und für diese Zeit wird das Pflegegeld gekürzt.
Fahrkosten können geltend gemacht werden.






Zitat:
Bei einer häuslichen Pflege, die bereits länger als 6 Monate andauert, ist die Inanspruchnahme einer „Verhinderungspflege“ durch eine Ersatzkraft möglich (§ 39 SGB XI). Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson infolge Krankheit, Urlaub oder sonstigen Gründen (z. B. Geburtstage, Gartenarbeit, Arzt-/Friseurbesuche, Kino, Fernsehabend) „an der Pflege gehindert ist“. Für die Gewährung der Ersatzpflege ist es nicht nötig, dass die Pflegeperson abwesend ist. Die Kosten werden jährlich für eine Dauer von bis zu insgesamt 4 Wochen und ab 1.1.2010 bis zu einem Höchstbetrag von 1510 € übernommen.

Bei der Ersatzkraft kann es sich auch um einen professionellen Pflegedienst handeln. Ist die Ersatzkraft mit der pflegebedürftigen Person bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert oder lebt sie im gleichen Haushalt, ist die Leistung auf den Betrag des Pflegegeldes der jeweiligen Pflegestufe begrenzt. Tatsächliche höhere Aufwendungen müssen nachgewiesen werden, beispielsweise für die Reinigung der Pflegekleidung, Fahrtkosten, Kosten für die anderweitige Unterbringung eines Kindes während der Pflegetätigkeit, Verdienstausfall. Kosten, die der Pflegeperson durch den Arbeitsausfall im eigenen Haushalt entstehen, sind nicht erstattungsfähig (BSG, Urteil vom 6. Juni 2002, B 3 P 11/01 R).

Während der Dauer des Bezugs der Verhinderungspflege ruht der Bezug von Pflegegeld. Am ersten und letzten Tag der Verhinderungspflege wird Pflegegeld gezahlt.

Ist die Pflegeperson weniger als 8 Stunden verhindert, handelt es sich um so genannte „stundenweise Verhinderungspflege“. Dabei wird das Pflegegeld nicht gekürzt und der Zeitraum wird nicht auf die zeitliche Höchstdauer von 28 Tagen angerechnet

_________________
Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
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#3Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Jan 2010, 11:50 
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Elke hat geschrieben:
Übernimmt jedoch ein Verwandter die Verhinderungspflege - wie dein Sohn - bekommt er nur Verhinderungsgeld in Höhe der Geldleistung für die vorhandene Pflegestufe und für diese Zeit wird das Pflegegeld gekürzt.
Fahrkosten können geltend gemacht werden.



Das wusste ich ja auch noch nicht... gut das Elke da ist...
wird das pflegegelsd auch gekürzt, wenn es keine Familienangehärige ist wie z.b. die nachbarin oder so???


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#4Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Jan 2010, 11:51 
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Wenn der Nachbar über 8 Stunden pflegt: ja!

Nur bei der stundenweise Verhinderungspflege - unter 8 Stunden, bleibt das Pflegegeld voll erhalten.

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#5Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Jan 2010, 12:14 
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Schon mal herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Muss er bei den Fahrtkosten mit dem Auto Tankbelege sammeln oder gibt es einen Pauschalbetrag pro gefahrenen Kilometer?


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#6Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Jan 2010, 18:19 
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Ich denke, der tatsächliche Verbrauch muss nachgewiesen werden.
Bin mir aber nicht sicher.
Einfach mal bei der Pflegekasse anrufen und nachfragen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Verhinderungspflege - Erstattung der Fahrtkosten?
#8Ungelesener BeitragVerfasst: 5. Jul 2017, 05:08 
Hallo zusammen,
ich bin ganz neu hier - aber nicht neu in der Verhinderungspflege. Ich bin erfahrene Erzieherin im Behindertenbereich und leiste seit über 10 Jahre Verhinderungspflege. Generell gehen die Fahrtkosten immer von dem Stundenbudget weg. Also wenn gute 1500€ pro Jahr zur Verfügung stehen, dann ist es völlig egeal, wie sich der Betrag aufteilt. 1000€ für Stundenlohn und 500€ für Fahrtkosten, oder irgendwie anders - völlig egal.
Man kann den Fahrtkosten-Teil ja auch in Stunden umrechnen und man muss sich niemanden erklären. Es muss auf dem Papier einfach so aussehen:
Unter 8 Stunden täglich mit der Betreuung bleiben.
Dann verteilt man die Tage schön aufs Monat und alles unterschrieben und geht an die KK raus.
Viele soziale Einrichtungen betreiben damit ein Geschäft. Z. B. werden den Betreuern 11€ in der Stunde gezahlt und sie selbst nehem sich 5€ pro Stunde mit dazu und verrechnen somit 16€ pro Stunde. 5€ pro Stunde für nichts-tun - super.
Schöne Grüße
Heike


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