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 Betreff des Beitrags: Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 17. Aug 2015, 06:42 
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Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf
Seit 1.1.2015 gelten im Bereich der Pflege neue gesetzliche Regelungen.


http://www.wege-zur-pflege.de/neu-seit-112015.html

Die neuen gesetzlichen Regelungen im Video erklärt
https://youtu.be/0S5LmoAWT-I

_________________
Herzliche Grüße
Elke
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
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Erfahrungen miteinander austauschen.
Gegenseitig unterstützen, Mut machen und Trost spenden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Aug 2015, 10:38 
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Schönes Video - die Praxis sieht leider nicht so einfach aus. Ich habe das selber erlebt.

1. Problem - Arbeitgeber
von mir wurde verlangt, dass mein Vater eine Pflegestufe vorweisen kann, damit ich mir die 10 Tage für Akutpflege frei nehmen kann.

2. Problem - Krankenkasse
die sagten wiederum, dass die das Pflegeunterstützungsgeld nur dann zahlen, wenn der Angehörige KEINE Pflegestufe hat, akut erkrankt und eine Pflegestufe bekommt!

Eine akute Verschlechterung ist aber in der Regel mit einer Krankenhauseinweisung verbunden (Sturtz, Brustschmerzen oä) - hier braucht man erstmal nicht die Pflegezeit. Eine Verschlechterung des Zustandes muss der MDK feststellen, der kommt aber nicht ins Krankenhaus oder in die Kurzzeitpflege.

3. Problem - Fristen
die Familienpflegezeit muss man 10 Tage vor Beginn beim Arbeitgeber beantragen, also praktisch schon am ersten Tag der Akut-Pflegezeit. 10 Tage reichen gerade um einen guten Pflegedienst auszusuchen, aber der MDK braucht in der Regel viel länger um einen Termin zur Begutachtung wahrzunehmen.

Der Teufel steckt also im Detail. Die Umsetzung des Gesetzes hängt von der Kulanz des Arbeitgebers und der Pflegekasse ab. Und keine staatliche Stelle fült sich verantwortlich für die Umsetzung, weil es eben so viele Bereiche betrifft. Die Krankenkasse meines Vaters (AOK Bayern - also eine der größeren) hatte im März nicht einmal Antragsformulare für das Pflegegeld. Offensichtlich haben die nicht erwartet, dass irgendeiner das tatsächlich bekommt :-(

Ich bin aber auf die Erfahrungen von Anderen gespannt.

_________________
Grüße aus München

Robert (*12/66), Heilpraktiker - pflege meinen Vater (*9/43)
Schlaganfall, seit Kurzem PG 5, Kombinationspflege Zuhause


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 Betreff des Beitrags: Re: Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Aug 2015, 10:25 
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Der Gesetzgeber hat verschiedene Regelungen geschaffen und die sind getrennt zu betrachten:

Die "kurzzeitige Arbeitsverhinderung",
die "Pflegezeit"
und die "Familienpflegezeit"

wobei alle drei Möglichkeiten der Freistellung miteinander kombiniert werden können. Bedingung hierfür ist, dass sie nahtlos aneinander anschließen und die Gesamtdauer dabei 24 Monate nicht überschreiten.


Die kurzzeitige Arbeitsverhinderung

Pflegende Angehörige für einen Zeitraum von bis zu 10 Arbeitstagen von der Arbeit freigestellt werden. Voraussetzung ist eine „akute Pflegesituation“, also eine außergewöhnliche, von den alltäglichen Herausforderungen des Pflegealltags abweichende Krisensituation, in der eine bedarfsgerechte pflegerische Versorgung auf Dauer organisiert oder sichergestellt werden muss.

Fälle, für die die kurzzeitige Arbeitsverhinderung ausdrücklich nicht in Frage kommt, sind beispielsweise Arztbesuche, die Erkrankung von Pflegepersonen oder zu Pflegenden oder Umzüge von einer stationären Pflegeeinrichtung in eine andere.

Die Pflegezeit


Arbeitnehmer können sich für bis zu sechs Monate teilweise oder auch vollständig von ihrer Tätigkeit freistellen lassen. Voraussetzung für die Pflegezeit (§ 3 PflegeZG) ist mindestens Pflegestufe 1 und häusliche Pflege. Die Pflegebedürftigkeit muss durch eine Bescheinigung der Pflegekasse oder des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) nachgewiesen werden.

Für die Begleitung Angehöriger in der letzten Lebensphase kann eine Freistellung für bis zu drei Monate in Anspruch genommen werden, auch wenn der oder die Angehörige nicht zu Hause sondern in einem Hospiz versorgt wird.

Die Familienpflegezeit


Im Rahmen der Familienpflegezeit (§§ 2 und 3 FPfZG) können Beschäftigte sich für bis zu 24 Monate teilweise von ihrer Tätigkeit freistellen lassen, die wöchentliche Arbeitszeit kann auf bis zu 15 Stunden reduziert werden. Voraussetzung ist, dass der Angehörige mindestens Pflegestufe 1 hat und zu Hause versorgt wird. Die Pflegebedürftigkeit muss durch eine Bescheinigung der Pflegekasse oder des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) nachgewiesen werden.

Erfahrungswerte von Mitgliedern zu diesen Modellen
können hier nachgelesen werden:

post359556.html#p359556

post328710.html#p328710

post196974.html#p196974

post117213.html#p117213

_________________
Herzliche Grüße Elke
Elke (10/44) und Gerd (07/56)
Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, hirnorganisches Psychosyndrom , Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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