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 Betreff des Beitrags: Re: kombinierter Effekt kleiner Schlaganfall und "Demenzschub"
#49Ungelesener BeitragVerfasst: 19. Jan 2018, 22:30 
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bemolle hat geschrieben:
Allerdings hatten wir ja in der Vergangenheit einige Probleme, eine ähnliche "Wellenlänge" zur Verständigung zu finden. Und so ist mir auch jetzt nicht wirklich klar, worin dein Antwortwunsch besteht.


ich bin zu 100 % bei Maria..


Kreutzberg hat geschrieben:
Ich denke hier ist Geschick gefragt : aber wie überzeugt man einen Demenzkranken mit Pflegegrad 4, dass er entsprechend vernünftig sich ernähren muss um "gesund" zu bleiben ?!


ich würde sagen, gar nicht... einem Menschen mit Demenz kann man nichts "vernünftig" erklären
du ganz es mit Biografiearbeit versuchen.. anbieten was sie immer gerne gegessen hat..
das braucht ein bisschen Geduld und eine gute Beobachtung was wie am besten geht

Kreutzberg hat geschrieben:
Mein Vater vertritt die These dass hier eine gewisse Lebensmüdigkeit möglicherweise vorliegt.


Da hat dein Vater die Situation gut erfasst und wenn es so sein sollte, dann kann man immer nur anbieten
und Ablehnung respektieren.
Es ist erfahrungsgemäß so, das Menschen die dem Lebensende entgegen gehen immer
weniger essen und trinken.. das ist ein ganz normaler Prozess

und ein Mensch in der Sterbephase hat weder Hunger noch Durst
er hat durch seine veränderte Atmung trockene Schleimhäute und benötigt
eine gute Mundpflege


und sicher macht die gewohnte Umgebung eine Menge aus..
sie ist stationär versorgt und ich bin sicher das die Kollegen aus der
Einrichtung wissen, was zu tun ist und ihr das entsprechende anbieten
und bei Bedarf adäquat reagieren

_________________
in diesem Sinne

Susanne

Neben meiner Tätigkeit als Pflegedienstleitung in einem Pflegeheim war ich
der "Kümmerer" von Mac PS2 bds. Beinamputiert und und und...
den ich 2007 über dieses Forum kennengelernt habe. Mac ist am 14.1.2016 auf seine letzte Reise gegangen


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 Betreff des Beitrags: Re: kombinierter Effekt kleiner Schlaganfall und "Demenzschub"
#50Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Jan 2018, 04:37 
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Hallo Kreutzberg,

alle Antworten auf deine Fragen finden sich eigentlich schon in den bisherigen Antworten. Ich habe das Gefühl, dass du die nicht akzeptieren oder annehmen willst.
Die Frage ist, was willst du? Rezepte und Ratschläge, wie man das Leben deiner demenzkranken Mutter verlängern kann?

Vielleicht solltest du dir mal die Frage stellen, was deiner Mutter am liebsten wäre? Und auch in Betracht ziehen, dass der Mensch nicht unsterblich ist?
Ich bekomme den Eindruck, dass du deine Mutter egal wie, solange wie möglich am Leben erhalten willst. Was ist, wenn sie so ein Leben nicht mehr will und sich langsam davon verabschieden will? Respektierst du das oder geht es dir nur darum, dass sie so lange wie möglich "leben" soll?

Es ist schwer für Kinder, Abschied zu nehmen und wenn ein Elternteil von Demenz betroffen ist, ist es doppelt schwer, denn es heisst, schon zu Lebzeiten sich von Teilen der Persönlichkeit eines Elternteils zu verabschieden. Andererseits geht es auch darum, die Würde von Vater oder Mutter zu bewahren. In einem gut funktionierenden Eltern-Kind-Verhältnis gibt es selten Probleme, man hat schon früh oder noch genug rechtzeitig über alles geredet.

Demenzkranke haben nicht mehr viel Möglichkeiten, ihren Willen auszudrücken. Es liegt an uns Angehörigen, sie trotzdem mit Respekt zu behandeln und ihnen nichts aufzuzwingen, wass sie nicht möchten. Aber genau das ist der Anfang der Aktzeptanz, dass ein Leben nicht ewig dauern kann, sondern irgendwann ein Ende hat. Meine Mutter konnte nicht aktezeptieren, dass mein Vater in seinen letzten Tagen alles Essen verweigert hat, weil sie nicht glauben wollte, dass er sterben wird.

Wie sieht es damit bei dir aus?
Viele Grüsse, Oona


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 Betreff des Beitrags: Re: kombinierter Effekt kleiner Schlaganfall und "Demenzschub"
#51Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Jan 2018, 13:04 
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Die Kritik kann ich nicht verstehen. Ich schmeisse nicht einfach was in den Raum, man kann auch
nicht alles in einem Beitrag packen : bei Unverständnis einfach mal nachfragen. Das ist doch
der normale Weg.

Es ist mittlerweile so, dass meine Mutter wieder unregelmäßig "gut" ist. Um es positiv auszudrücken :
die bekannte Heimathomosphäre vermittelt etwas Heimat, wenn man sich wohl fühlt klappt das offen-
kundig wieder mit dem essen. Die Sympathie und Antiphatie im Hinblick auf Pflegepersonal wird wohl
auch eine wichtige Rolle spielen.

Das habe ich übrigens aus Beobachtungen gelernt. Aus dem Forum hier habe ich leider ausser
Meckerei kaum etwas nützliches lesen können. Das muss ich schon sagen.

Ich bin etwas verärgert jedes mal so angegriffen zu werden. Das was`s dann.


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 Betreff des Beitrags: Re: kombinierter Effekt kleiner Schlaganfall und "Demenzschub"
#52Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Jan 2018, 13:25 
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Ach Kreutzberg...
von meiner Seite aus kein Angriff sondern eher Ratlosigkeit ob der zwei unterschiedlichen Sprachen, die wir offensichtlich sprechen :girlgruebeln:
Auch in den Antworten der anderen kann ich keinen Angriff erkennen, sondern wie bei mir das Bemühen, deine Fragen zu erkennen und/oder dir Ansätze aus eigener Erfahrung an die Hand zu geben

Hauptsache ist aber, dass du mit den Menschen, die sich vor Ort mit dir um deine Mutter kümmern auf einen Level kommst. Dafür alles Gute.

Grüße

Maria

_________________
Ich (08/50) kümmerte mich um meine Tochter (01/72, verstorben 05/14, MS, Pflegestufe 3), die mit 24 Stunden-Assistenz finanziert durch ein persönlichen Budget nach dem Arbeitgebermodell in ihrer eigenen Wohnung lebte.


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 Betreff des Beitrags: Re: kombinierter Effekt kleiner Schlaganfall und "Demenzschub"
#53Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Jan 2018, 18:00 
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Liebe Oona : der Hinweis liegt klar auf der Hand : bringt aber nicht viel.

Der mutmaßliche Wille der Mutter ist ab Pflegegrad 4 sicherlich nicht einfach zu erkennen. Sicherlich sollte man keine Angst haben mal direkt zu fragen. Das tue ich auch, wenn ich glaube das dies hilfreich ist. Da gibt es möglicherweise zumindest Hinweise auf die Motivationslage der Mutter.

Man sollte auch bedenken, dass Angehörige Laien sind und in meiner Family werden einige Dinge auch sehr kontrovers gesehen. Es wird hier viel diskutiert, seien sie versichert, aber es bewegt sich relativ wenig. Das ist für mich ziemlich unbefriedigend ; immerhin beginnt sie wieder zu essen. Es geht also wieder etwas aufwärts.

Das soziale Umfeld ist m. E. der Kern für viele Verhaltensweisen von Demenzkranken. Dieser lebt möglicherweise intensiver : im guten wie im schlechten !!!


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 Betreff des Beitrags: Re: kombinierter Effekt kleiner Schlaganfall und "Demenzschub"
#54Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Jan 2018, 02:34 
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Lieber Kreutzberg,

es ist wirklich nicht einfach, dir zu raten. Du verrätst so wenig von der persönlichen Situation deiner Mutter, dass es mehr als schwierig ist, sich als Aussenstehender ein Bild davon zu schaffen.

Ich versuche trotzdem mal eine Zusammenfassung, so wie ich es bisher verstanden habe: (wenn irgendetwas falsch ist, korrigiere mich bitte!)

Frage 1: Deine Mutter lebt jetzt in einem Heim oder ist sie Zuhause?
Frage 2: Du erwähnst, dass in deiner Family einige Dinge auch sehr kontrovers gesehen werden.
Welche Dinge sind das? Die Pflege zu Hause, die Pflege im Heim, lebenverlängernde Massnahmen?

Frage 3: Deine Mutter hat Pflegestufe 4, inkl. Demenz. Hier wird davon ausgegangen, dass deine Mutter keinen eigenen (zeitgemässen) Willen mehr hat, weil sie nicht mehr in der Gegenwart lebt.

Bitte nicht böse sein, dass ich das so ungeschminkt sage, aber weisst du wirklich, was es heisst, eine Demenz zu haben und was es für die Betroffenen bedeutet?
Der Bezug zur Wirklichkeit wird immer mehr eingeschränkt, das Ich-Bewusstsein geht immer mehr verloren, also kannst du auch nicht mehr erwarten, dass die Antworten deiner Mutter der Wirklichkeit oder ihren Gefühlen entsprechen.

Wo ist das Problem zwischen dir und den restlichen Angehörigen? Geht es um die Finanzierung der Pflege oder ums Prinzip, ob deine Mutter zu Hause gepflegt werden kann oder nur noch in einem Heim? Warum setzt du dich so sehr für deine Mutter ein? Bist du wirklich sicher, dass du offenbar allein ihren Willen verteidigst oder haben die anderen Angehörigen vielleicht nicht ebenso Grund, ihre Sichtweise zu verteidigen?

Du musst mir nicht auf alle meine Fragen antworten! Wenn du es trotzdem tust, bin ich sehr froh, denn es hilft sehr, deine Situation zu verstehen! Und je besser man Einblick hat, desto besser kann man auch raten. Pauschalratschläge gibt es in solchen Fragen nicht, kann es nicht geben, da jeder Alterungsprozess individuell verläuft! Es tut mir sehr leid für dich, dass du dich hier bisher nicht verstanden gefühlt hast, aber ich kann die bisherigen Antworten auch sehr gut nachvollziehen, denn um die persönliche Situation zu verstehen, braucht es einfach mehr Hinweise darauf.

Eine persönliche Anmerkung noch:
Ich habe es nun selbst erlebt, wie schwer es manchmal sein kann, einen Elternteil sterben zu lassen, trotzdem ist auch dies ein Teil unserer Welt! Auch wir Kinder müssen loslassen lernen und im schlimmsten Fall für unsere Eltern entscheiden. Wir alle sind nicht unsterblich und oberster Grundsatz war für mich, was mein Vater gewollt hätte. Ich habe ihm das erfüllen können, wenn es aber nach dem Wunsch meiner Mutter gegangen wäre, hätte er noch unendlich länger leiden müssen, denn sie wollte seinen Tod nicht aktzepieren und hätte fast alles in Kauf genommen, nur um sein Leben zu verlängern. Aber für meinen Vater war dieses Leben nicht mehr lebenswert, ich finde, das sollte man berücksichtigen und aktzeptieren.

Liebe Grüsse, Oona


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 Betreff des Beitrags: Re: kombinierter Effekt kleiner Schlaganfall und "Demenzschub"
#55Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Jan 2018, 15:13 
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Das sterben ist hier sicherlich nicht das Problem.

Ich finde es eindeutig nicht in Ordnung, wenn jemand aus einem Heim in ein anderes verfrachtet wird ohne seine Motivation ernsthaft zu prüfen. Wenn er dann durchdreht oder nicht mehr klar kommt sind diese Probleme hausgemacht. Jeder wäre sicher nicht happy wenn er in eine andere Umgebung gebracht wird ohne entsprechende Vorbereitung. Das finden wohl auch richtig gesunde Menschen alles andere als in Ordnung.

So blöde Sätze wie "ein Demenzkranker" merkt das sowie so nicht ab Pflegegrad 4 und schlimmer ist für mich absolut inakzeptabel. So denken aber leider einige Angehörige und Pfleger. Das ist leider Realität.

Meine Mutter ist jetzt wieder gut, weil sie sich in Ihrem vertrauten Heim wohl fühlt. Die Verlegung in ein anderes Heim ist da abträglich. Als Nicht-Betreuer kann ich hierauf nicht richtig Einfluss nehmen. Das erzeugt eben große Verärgerung und kann mit Ratschlägen auch nicht kompensiert werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: kombinierter Effekt kleiner Schlaganfall und "Demenzschub"
#56Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Jan 2018, 15:59 
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Ich finde es eindeutig nicht in Ordnung, wenn jemand aus einem Heim in ein anderes verfrachtet wird ohne seine Motivation ernsthaft zu prüfen. Wenn er dann durchdreht oder nicht mehr klar kommt sind diese Probleme hausgemacht. ...

So blöde Sätze wie "ein Demenzkranker" merkt das sowie so nicht ab Pflegegrad 4 und schlimmer ist für mich absolut inakzeptabel. So denken aber leider einige Angehörige und Pfleger. ...

Meine Mutter ist jetzt wieder gut, weil sie sich in Ihrem vertrauten Heim wohl fühlt. Die Verlegung in ein anderes Heim ist da abträglich. Als Nicht-Betreuer kann ich hierauf nicht richtig Einfluss nehmen. Das erzeugt eben große Verärgerung und kann mit Ratschlägen auch nicht kompensiert werden.


Wenn ich dich richtig verstanden habe, ist deine Mutter doch nicht in ein anderes Heim sondern ins Krankenhaus gebracht worden? Keine Frage, dass das besonders für Demenzkranke besonders belastend ist. Sie sind ja zum Wohlfühlen noch mehr auf ihre vertraute Umgebung angewiesen als Gesunde.

Nur - was ist die Alternative? Willst du jemandem, der krankheitsbedingt den Sinn eines Krankenhausaufenthalts nicht mehr verstehen kann eine nötige Behandlung verweigern?

Es liegt in der Verantwortung des Betreuers (das ist wohl dein Vater?) nach Beratung durch die Ärzte abzuwägen, ob und wann so eine Behandlung notwendig ist. Du könntest deinem Vater diese Verantwortung vielleicht erleichtern, wenn du ohne Verärgerung akzeptierst, was er entschieden hat. Leicht wird er sich das sicher nicht gemacht haben.

Grüße

Maria

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: kombinierter Effekt kleiner Schlaganfall und "Demenzschub"
#57Ungelesener BeitragVerfasst: 30. Jan 2018, 23:55 
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Kreutzberg hat geschrieben:
So blöde Sätze wie "ein Demenzkranker" merkt das sowie so nicht ab Pflegegrad 4 und schlimmer ist für mich absolut inakzeptabel. So denken aber leider einige Angehörige und Pfleger. Das ist leider Realität.

Hallo Kreutzberg,

ich spüre deine Sorge um deine Mutter und deine Liebe zu deiner Mutter.

Ich denke die Gefühle eines Menschen gehen nicht verloren und drauf sollten wir Angehörige und auch Außenstehende immer Rücksicht nehmen. Und nahestehende Menschen können sich besser einfühlen und verstehen.

Mein Mann ist schwerstbehindert, er kann nicht sprechen, lesen, schreiben und trotzdem verstehe ich ihn - fast immer.
Und wenn ich es einmal nicht vermag, ist das sehr schwer für mich.Mache ich wirklich alles richtig in seinem Sinne?
Das wird mir keiner beantworten können,
ich muss darauf vertrauen.

_________________
Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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 Betreff des Beitrags: Re: kombinierter Effekt kleiner Schlaganfall und "Demenzschub"
#58Ungelesener BeitragVerfasst: 31. Jan 2018, 01:04 
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Hallo Kreutzberg,

>Meine Mutter ist jetzt wieder gut, weil sie sich in Ihrem vertrauten Heim wohl fühlt. Die Verlegung in ein anderes Heim ist da abträglich. Als Nicht-Betreuer kann ich >hierauf nicht richtig Einfluss nehmen. Das erzeugt eben große Verärgerung und kann mit Ratschlägen auch nicht kompensiert werden.

Ok. Du schreibst, deine Verärgerung kann mit Ratschlägen auch nicht kompensiert werden. Was erwartest du dann von diesem Forum?

Frust ablassen kann man hier literweise, das habe ich selbst erlebt! Aber offenbar nützt dir das nichts, ebensowenig wie die Ratschläge, die man dir hier gibt. Ich frage mich langsam wirklich, was du willst! Hier sind so viele Leute, die bereit dazu sind, dich zu lesen und dir helfen zu wollen, aber es kommen nur abschmetternde Antworten von dir.

Habt ihr (oder deine Eltern) eine Patientenverfügung? Indem z.B. auch festgehalten wird, wer im Zweifelsfalle Entscheidungsberechtigt ist?
Wenn nicht, hast du keine Chance.
Ich hatte das grosse Glück, dass mein Vater mir schon vor Jahren soviel Vertrauen entgegenbrachte und mich als Ansprechpartner in allen Fällen einsetzte, mit Entscheidungsvollmacht. Bei jedem Krankenhausaufenthalt wurde ich informiert und angefragt, was danach passieren soll. Ohne meine Zusicherung, dass die häusliche Pflege gewährleistet ist, wäre mein Vater mehr als einmal im Pflegeheim gelandet.

Aber ein Pflegeheim ist kein Krankenhaus, es kann auch dort zu kurzfristigen Überweisungen in ein Krankenhaus kommen, um Abklärungen zu machen oder um krankheitsbedingte Probleme abzuklären.

Solange du selbst aber keine Vollmacht deiner Eltern hast, in diese Dinge Einblick zu bekommen, nützt es nichts, dich hier über die Vorgehensweise der Heime oder Krankenhäuser zu beschweren!

Auch wirftst du hier in den Raum, dass deine Mutter zeitweise "von einem Heim ins andere und nun wieder zurück verfrachtet" wurde.
Mit welcher Begründung des Heimes?
Sorry, du gibst einem einfach nichts in die Hand, worauf man eine Hilfe oder einen Ratschlag aufbauen könnte! Du sprichst immer nur in Rätseln und Andeutungen,
das hilft nicht, um dir wirklich effiziente Ratschläge zu geben.
Solange du nicht die wirkliche Situation schilderst, kannst du auch nicht erwarten, dass dir jemand wirklich raten kann, obwohl sich hier nicht wenige wirklich Mühe geben!

Liebe Grüsse, Oona


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 Betreff des Beitrags: Re: kombinierter Effekt kleiner Schlaganfall und "Demenzschub"
#59Ungelesener BeitragVerfasst: 2. Feb 2018, 14:04 
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Für mich ist das insofern schwer, weil ich gegen die Verlegung war. Diese Entscheidung wurde vom Betreuer getroffen, der meine Mutter nicht so gut kennt. Es bleibt darauf zu hoffen, dass es keine Komplikationen gibt. Vielleicht stellen sich die Befürchtungen als unbegründet heraus : wir werden sehen !!!

Ich glaube schon dass anschaulich zu beschreiben. Meine Mutter braucht wie fast alle eine Wohlfühl-Oase und diese einfach zu kappen ist sehr fahrlässig wie ich finde. Das kann gut gehen, wenn die Chemie zu den Pflegekräften stimmt. Wenn das nicht der Fall ist gibt es Komplikationen. Das ist doch nicht schwer zu verstehen oder ?!


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 Betreff des Beitrags: Re: kombinierter Effekt kleiner Schlaganfall und "Demenzschub"
#60Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Feb 2018, 01:21 
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Lieber Kreutzberg,

aha, deine Mutter hat also einen Betreuer, das ging aus deinen Schreiben bisher nicht hervor. Aber warum hat sie einen Betreuer, wenn doch noch dein Vater und du und evtl. Geschwister da sind? Ist der Betreuer innerhalb der Familie oder ausserhalb?
Weisst du, ich versuche wirklich deinen Frust zu verstehen, so wie viele andere auch hier, aber wenn du die Infos dazu immer nur tröpfchenweise rauslässt, ist es sehr schwer, dir zu raten.

Zitat:
>Meine Mutter braucht wie fast alle eine Wohlfühl-Oase und diese einfach zu kappen ist sehr fahrlässig wie ich finde. Das kann gut gehen, wenn die Chemie zu den >Pflegekräften stimmt. Wenn das nicht der Fall ist gibt es Komplikationen. Das ist doch nicht schwer zu verstehen oder ?!


Nein, ich stimme dir hier ohne jeden Vorbehalt zu! Aber manchmal gibt es gesundheitliche Komplikationen, die z.B. einen kurzen Krankenhausaufenthalt notwenig machen. Kannst du hier mit Sicherheit sagen, dass das nicht notwendig war? Auch die Pflegepersonen haben ihre Verpflichtungen und ihre Zweifel. Mein Vater wurde auch einige Male notfallmässig ins Krankenhaus eingeliefert, einfach nur zur Abklärung für den Pflegedienst, der sich auch irgendwo absichern muss, dass eine häusliche Pflege noch gewährleistet werden kann. Das müssen auch nicht immer grosse gesundheitliche Zwischenfälle sein, sondern kleine reichen. Auch die Pflegedienste haben eine grosse Verantwortung und müssen sich ab und zu absichern.

Der Wunsch meines Vaters, zu Haus sterben zu dürfen war mir mehr als heilig und ich bin noch so froh, dass ich ihm diesen Wunsch erfüllen konnte! Ich verstehe also sehr gut, dass du alles tun willst, was möglich ist, um deine Mutter zu Hause zu halten.
Aber die grosse Frage ist noch immer, wie ihre Pflege abgesichert ist, denn da es ja offenbar auch noch deinen Vater und ihren Ehemann gibt, der vielleicht auch altersgemäss die Pflege nicht mehr so absichern kann, wie es deine Mutter bräuchte und der da Unterstützung von ausserhalb bräuchte?

Ich errate mal aus deinen teilweise kryptischen Antworten, dass Hilfe zur häuslichen Pflege deiner Mutter besteht. Aber es ist auch nicht einfach für den Ehepartner.
Ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn ein Partner sagt, ich kann nicht mehr. Hast du diesen Aspekt schon mal mit deinem Vater besprochen? Ihn danach gefragt, wie es ihm damit geht, deine Mutter zu pflegen? Wir Kinder sitzen hier grundsätzlich zwischen 2 Stühlen, je nachdem, ob wir mehr Verbindung zu Muterr oder Vater haben, aber ich finde es anmassend, z.B. in die Entscheidungen der Eltern einzugreifen.

Ich will dich damit nicht angreifen oder gar kritisieren, nur einfach vielleicht andere Gedankenanstösse geben. Wenn meine Mutter z.B. trotz ihrem hohem Alter und ihrer gesundheitlichen Einschränkungen nicht mitgemacht hätte, hätte ich meinen Vater in ein Pflegeheim geben müssen. Nicht jeder kann den Partner bis zum Tod pflegen, wir Kinder müssen auch Rücksicht auf den anderen Elternteil nehmen und abwägen, was machbar ist und was nicht.

Liebe Grüsse, Oona


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