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 Betreff des Beitrags: "Junge Pflege" in Ganderkesee - Tag der offenen Tür
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Jun 2014, 10:18 
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Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind Eigentümer und Betreiber der Pflegeeinrichtung Wohnpark am Fuchsberg in 27777 Ganderkesee. Wir feiern am 06. Juli einen Tag der offenen Tür in unserer "Jungen Pflege". Dieses möchten wir zum Anlass nehmen, Sie rechtherzlich einzuladen. Einen Flyer habe ich eingefügt, dort können Sie unser Leistungsspektrum entnehmen. Interessant dürfte die Kurzzeit- und Verhinderungspflege sein.

Mein Post kann auch verschoben werden, sollte er an dieser Stelle nicht richtig sein.

Mit freundlichen Grüßen

Adrian Clasen


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 Betreff des Beitrags: Re: "Junge Pflege" in Ganderkesee - Tag der offenen Tür
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Jun 2014, 19:50 
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Hallo Herr Clasen,

vielen Dank für die Vorstellung Ihrer Pflegeeinrichtung.

So wie Ihre Einrichtung sich in der Internetseite präsentiert, hätte ich mir vorstellen können, einen Versuch mit einer Kurzzeitpflege zu wagen (diese vorsichtige Formulierung - für die ich um Verständnis bitte - ist das Ergebnis verschiedener Erfahrungen mit "Theorie und Praxis" :dfbgirliezwinkern: ). Die sicher berechtigten geforderten Zuzahlungen liegen allerdings mit rund 35,00 Euro pro Tag oft über den Möglichkeiten behinderter Menschen und ihrer Angehörigen, die oft von den im Sozialgesetzbuch festgelegten Sätzen leben müssen, weil die Leistungen der Pflegekasssen allein bei erheblicher Behinderung nicht ausreichen. Gerade diese Personengruppe braucht aber Möglichkeiten der Kurzzeitpflege.

Gut gefallen hat mir, dass Sie ein Angebot für jüngere Menschen mit Behinderungen machen. Leider ist in der allgemeinen Wahrnehmung das Thema "Pflege" fast immer mit Alter verbunden und die Angebote entsprechend. Auch hier ist ein Eigenanteil zu zahlen, der wohl in fast allen Fällen erst beim Sozialamt durchgesetzt werden muss, wenn man bei Ihnen wohnen möchte, denn eine eigene Erwerbsunfähigkeitsrente von 1.800 Euro plus Eigenbedarf (bei Pflegestufe 3) hat kein ein jüngerer Mensch. Mich würde interessieren, wie die erwähnten Wohngruppen zusammengesetzt sind. Bei 66 Einzelzimmern und fünf Wohngruppen ergeben sich rein rechnerisch Gruppen von ca 13 Menschen. Wieviele Pflege- und Betreuungskräfte sind dafür ständig vor Ort?

Gern hätte ich auch erfahren, wie die durchschnittlichen Mietpreise der betreuten Wohnungen aussehen. Sind sie mit durchschnittlichen Renten finanzierbar oder richtet sich ihr Angebot eher an ein besser situiertes Klientel?

Dies sind einige Fragen, die mir mein Stöbern in Ihrer Seite aufgefallen sind.

Herzliche Grüße

Maria

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Ich (08/50) kümmerte mich um meine Tochter (01/72, verstorben 05/14, MS, Pflegestufe 3), die mit 24 Stunden-Assistenz finanziert durch ein persönlichen Budget nach dem Arbeitgebermodell in ihrer eigenen Wohnung lebte.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Junge Pflege" in Ganderkesee - Tag der offenen Tür
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Jun 2014, 14:21 
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Guten Tag Herr Clasen,

herzlich willkommen im Treffpunkt für pflegende Angehörige und danke für die Vorstellung Ihres Projektes.

A.Clasen hat geschrieben:
Interessant dürfte die Kurzzeit- und Verhinderungspflege sein.

Noch viel interessanter wäre für mich, ob Sie auch Zimmer für Urlaubszwecke für mich, meine Assistentin und meine Frau zur Verfügung stellen können?

Auch bin ich auf die Antworten der Fragen, die Ihnen bemolle gestellt hat gespannt.

_________________
Viele Grüße Gerd

Gerhard (07/56), Hirnblutung nach Schädel-Hirn-Trauma 1995 - werde in der eigenen Wohnung von meiner Frau betreut und gepflegt


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 Betreff des Beitrags: Re: "Junge Pflege" in Ganderkesee - Tag der offenen Tür
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Jun 2014, 10:10 
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Ich habe Ihre Fragen an unsere Heimleitung gegeben, da ich aus dem Immobilienbereich komme und somit diese Fragen nicht zu 100% hätte beantworten können.

"Wir können nur behinderte Menschen mit einer Pflegeeinstufung nach SGBXI pflegen und betreuen.

Eine Abrechnung nach SGBXII wie bei einer speziellen Behinderten Einrichtung ist nicht möglich und bei uns leider ein Ausschlusskriterium.

Die Kurzzeitpflege wird auch bei uns nach dem Sozialgesetzbuch gefördert, wenn das Einkommen nicht ausreichend sein sollte.

Der Preis des Hauses liegt im oberen Bereich, da im Wohnpark noch auf jeder Ebene und jeder Schicht eine Fachkraft anwesend ist und nicht nur eine Fachkraft für das ganze Haus.

Die Besetzung der Schichten und Wohngruppen richtet sich nach den Pflegestufen, 3-4 Mitarbeiter versorgen einen Bereich mit ca. 28 Bewohnern Morgens, am Nachmittag werden 2-3 Mitarbeiter anwesend sein, wobei immer eine Fachkraft anwesend ist.

Den Wohnbereich in 2 Wohngruppen zu teilen, ergibt sich zur Zeit nur bei den Beschäftigungseinheiten wie Malen, Einkaufen, Kochen .., weil unsere Bewohner in einer großen Gemeinschaft leben möchten und das reguläre Essen auch so einnehmen möchten.

Eine Betreuungskraft ist in der Jungen Pflege ständig anwesend - 8 Std. am Tag. Bei größeren Veranstaltungen oder den Gebrauch von vielen Händen wie Einkaufsfahrt und Festen, unterstützt das 5 Köpfige Betreuungsteam die Junge Pflege.

Betreutes Wohnen ab 600 Euro je nach Größe der Wohnung, alle Leistungen wie Reinigung, 3 Mahlzeiten.. können zugebucht werden."

In Bezug auf die Frage ob wir Zimmer zur Verfügung stellen können. Ein klares "Ja". Wir haben im Betreuten Wohnen Gästewohnungen eingerichtet. In den Pflegebereichen haben wir Zimmer für z.B. Probewohnen oder Kurzzeitpflege voll ausgestattet. Ein Foto des Zimmers in der "Jungen Pflege" füge ich bei - das ist auch auf unserer Hompage zu sehen.

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Lieben Gruß

Adrian Clasen


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 Betreff des Beitrags: Re: "Junge Pflege" in Ganderkesee - Tag der offenen Tür
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Jun 2014, 14:44 
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Sehr geehrter Herr Clasen,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Es liegt sicher nicht in Ihrer Absicht, darüber zu diskutieren, wie eine Pflegeversorgungt allgemein und jüngerer Pflegebedürftiger isnbesondere aussehen sollte und Sie sind eigentlich auch nicht der richtige Ansprechpartner. Das wäre die Politik, denn Ihnen als Pflegeheimbetreiber kann man keinen Vorwurf daraus machen, dass Sie die bestehenden Regelungen anwenden und ihrem Geschäftsmodell zugrunde legen. Gestatten Sie mir dennoch einige Bemerkungen:

Wenn ich es richtig verstehe, kann ein (jüngerer) Pflegebedürftiger nur bei Ihnen wohnen, wenn er den Eigenanteil von gut 1500 (PS 1) bis gut 1.800 (PS 3) aus eigenen Mitteln oder denen seiner Angehörigen aufbringen kann (Ich gehe mal davon aus, dass es sich bei dem von Ihnen eingestellten Musterzimmer mindestens um ein großes Einzelzimmer (Aufpreis 200 Euro pro Monat) wenn nicht gar um ein Komfortzimmer (Aufpreis 300 Euro pro Monat) handelt :dfbgirliezwinkern: )

Was bekommt man dafür? Eine Pflege nach Stundentafel und nicht nach Bedürfnis, wie es kaum anders sein kann, wenn 3 bis 4 Pflegekräfte 28 Menschen versorgen müssen. Spontanes Einkaufen? Malen, weil es das Hobby ist, mit dem man sich gern beschäftigt? Kaum möglich außerhalb der "Beschäftigungseinheiten". Dazu lebt man in sicherlich schöner Umgebung höchstwahrscheinlich weit weg von Abgehörigen und (ehemaligen) Freunden mit Menschen zusammen, die man sich nicht aussuchen konnte - mit denen man, wenn es gut geht zwar auch Freundschaften aufbauen, wenn es schlecht läuft ihnen aber auch nicht entkommen kann.

Mit Verlaub: Dies ist in erster Linie ein typisches Angebot unserer Gesellschaft an Angehörige, die es sich leisten können, sich "freizukaufen": Hier gibt es eine Einrichtung, in der ihr eure pflegebedürftigen Angehörigen ohne schlechtes Gewissen "parken" könnt, weil die Zimmer nett sind, die Umgebung schön, Beschäftigung vorhanden und besuchen braucht ihr auch nicht regelmäßig, weil sich das für einen Abend meist nicht "lohnt".

Mal angenommen, der Pflegebedürftige bliebe zuhause. Pflege nach Stundenplan kann auch ein ambulanter Pflegedienst bieten. Für rund 2.000 Euro lässt sich schon ein Hausnotruf (als Äquivalent für die "den ganzen Tag anwesende Betreuungskraft für ? Bewohner" )sowie eine Assistenz für etliche Stunden finanzieren. Vielleicht ist die Umgebung dann keine Urlaubsregion, aber Einkaufsbummel, Kinobesuche, die Pflege von Freundschaften oder Hobbys - das alles kann nach Wunsch, Bedarf und Tagesform und nicht nach "Beschäftigungseinheit" stattfinden.

Der "Nachteil" für unsere Gesellschaft ist natürlich, dass ein Behinderter wirklich am Leben teilnimmt und dadurch auch sichtbar ist und nicht in noch so schönen Zimmern gut(?) versorgt verschwindet - mit allen "Nachteilen" wie zum Beispiel der lästigen Forderung nach behindertengerechten Zugängen zu allerlei Räumlichkeiten, öffentlich oder privat.

Wie Sie unschwer erkennen können, stehe ich Pflegeheimen als Dauereinrichtung mehr als skeptisch gegenüber. :dfbgirliezwinkern: Ich halte mehr davon, auch Behinderten ein Leben zu ermöglichen wie es für uns Gesunde selbstverständlich ist: da zu leben, wo man möchte und zuhause ist, aufzustehen, ins Bett oder zur Toilette zu gehen, wenn man möchte, sich den Alltag so zugestalten, wie es passt mit allen Aufgaben und Freizeitaktivitäten. Würde man nur einen Bruchteil dieser Selbstverständlichkeiten auch in Pflegeheimen verwirklichen, würde sich zeigen, dass das auch zuhause mit (teilweiser) 1 : 1 Betreuung durch Assistenz keineswegs teurer ist, als das Leben im Pflegeheim.

Herzliche Grüße

Maria

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Ich (08/50) kümmerte mich um meine Tochter (01/72, verstorben 05/14, MS, Pflegestufe 3), die mit 24 Stunden-Assistenz finanziert durch ein persönlichen Budget nach dem Arbeitgebermodell in ihrer eigenen Wohnung lebte.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Junge Pflege" in Ganderkesee - Tag der offenen Tür
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Jun 2014, 18:37 
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Hallo Maria,

ich kann Ihrer Argumentation nur in manchen Ansätzen folgen. Ich versuche Ihre Fragen nachstehend zu beantworten:

Natürlich betreiben wir eine Pflegeeinrichtung die auch bezahlt werden will. Hier ist es "kein" Unterschied, ob wir von der klassischen Senioren oder der Jungen Pflege sprechen. Einen Eigenanteil muss man, sofern ich solch eine Einrichtung in Anspruch nehme, überall bezahlen. Können die Angehörigen dies nicht aufbringen, bezahlt das Sozialamt. Was letztendlich günstiger oder teurer ist, hängt sehr stark vom Einzelfall ab.

Das Zimmer (Foto) ist ein "normales" Zimmer. Laut Heimmindestbauverordnung muss ein Zimmer 16m² groß sein. Bei uns sind sie in der Jungen Pflege zwischen 19 und 28m² groß. Die aufpreispflichtigen Zimmer sind in der Regel die Eckzimmer (Bewohnerzimmer auf der Homepage).

Bei der Pflege nach Stundentafel und nicht nach Bedürfnis muss ich Ihnen widersprechen. Die Zeiten der Pflege und des Essens sind den Bewohnern angepasst. Hier gibt es keine ganz starren Zeiten wie in mancher klassischen Pflegeeinrichtung. Da viele unserer Bewohner länger schlafen möchten, werden sie natürlich auch erst später versorgt und nicht morgens um 06:00 Uhr aus dem Bett "geschmissen". Fühlt sich ein Bewohner schlecht und möchte nicht, ist das ok.

Natürlich können wir keine Garantie auf 15 Minuten geben - kann man das denn, wenn man zu Hause über den ambulanten Dienst versorgt wird?

Es steht jedem Bewohner frei, an den Veranstaltungen teil zu nehmen. Wir bieten ein Grundgerüst, welches in Abstimmung mit den Bewohnern verändert und erweitert wird.

Bietet Ihnen jemand zu Hause ein Grundgerüst an Veranstaltungen?

Ob die Angehörigen nah oder fern wohnen, ist bei jedem Bewohner verschieden. Aussuchen kann der Bewohner sich die anderen nicht.

Können Sie sich in Ihrer Wohnung die Nachbarn aussuchen?

Es geht nicht darum, dass sich Angehörige freikaufen. Ich finde, dass Ihre Sichtweise sehr negativ in Bezug auf Pflegeeinrichtungen ist. Mit solch einer Einrichtung werden vielen Betroffenen ein Leben ermöglicht, wie es für uns "Gesunde" normal ist. Auch für mich hört es sich selbstverständlich besser an, wenn man die eigene Wohnung hat. Was sollen Ihrer Meinung nach unsere Bewohner machen, die in Ihrer eigenen Wohnung vereinsamen und entweder keine oder Angehörige haben, die sich nicht mehr um sie kümmern können? Zur Toilette zu gehen, wenn man möchte... Zu Hause mit Pflegestufe 2 oder 3 und einem ambulanten Dienst? Die meisten unserer Bewohner sind sehr glücklich bei uns. Ihnen wird viel von den alltäglichen Sorgen genommen und durch das Treffen auf "Gleichgesinnte" kommt man schnell ins Gespräch - werden Freundschaften geschlossen.

Es steht jedem frei, sich für ein solches Angebot zu entscheiden. Für den einen mag die eigene Wohnung die bessere Wahl zu sein, für jemanden anderes solch eine Einrichtung.

Unsere Bewohner nehmen am Leben teil. Das Foto zeigt die Junge Pflege beim Fasching mit den Pflgekräften
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Lieben Gruß
Adrian


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 Betreff des Beitrags: Re: "Junge Pflege" in Ganderkesee - Tag der offenen Tür
#7Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Jun 2014, 18:59 
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Ich möchte noch kurz was anfügen.

Zu dem Thema Geld und Versorgung.

Wir haben den ganzen Tag eine Küchenkraft beschäftigt, die individuell für die Bewohner das Frühstück, Kaffe und Kuchen und Abendbrot zubereitet. Die Zeiten richten sich nach dem Bewohner. Lediglich beim Mittagessen sind wir an gewisse Zeiten gebunden. Wir bieten mehr und vielfältigere Auswahl bei den Speisen. Bieten den Bewohnern mehr Freizeitmöglichkeiten an. Mehr Pflegepersonalaufwand durch die individuellere Pflege und und und...

Falls jetzt jemand im Forum meint, dass die Kassen das "mehr" bezahlt der irrt. Wir haben fast identische IKosten in der Jungen Pflege bekommen - wie auch in unserer klassischen Pflege.

Jüngere Menschen Essen mehr - nicht bei den Kassen.
Jüngere Menschen sind Pflegeaufwändiger - nicht bei den Kassen
Jüngere Menschen brauchen mehr Beschäftigung - nicht bei den Kassen
Jüngere Menschen brauchen mehr Betreuung - nicht bei den Kassen

Diese Punkte werden kaum anders als in klassischen Pflegeeinrichtungen von den Kassen vergütet.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Junge Pflege" in Ganderkesee - Tag der offenen Tür
#8Ungelesener BeitragVerfasst: 29. Jun 2014, 07:15 
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Ich finde, dass Ihre Sichtweise sehr negativ in Bezug auf Pflegeeinrichtungen ist. Mit solch einer Einrichtung werden vielen Betroffenen ein Leben ermöglicht, wie es für uns "Gesunde" normal ist.

Hallo Herr Clasen,

machen wir mal ein kleines Gedankenspiel :dfbgirliezwinkern: :

Stellen Sie sich vor, Sie hätten soviel Geld zur Verfügung, dass Sie sich um das tägliche Brot nicht mehr zu kümmern bräuchten. Sie könnten darum ein Zimmer bei Ihnen im Pflegebereich beziehen und das Leben dort außerhalb der für Sie ja nicht notwendigen Pflege mitleben und müssten sich um nichts mehr selbst kümmern. Sie frühstücken wie die anderen nach Bedarf, bleiben dann in ihrem Zimmer oder setzen sich zu den anderen, nehmen die Angebote der Beschäftigungseinheiten wahr oder auch nicht, machen Ausflüge und Einkaufsbummel ausschließlich im Rahmen der Gemeinschaftsunternehmungen und lassen sich auch nur noch in der Anlage von Ihren Freunden besuchen, es sei denn, die Familie organisiert mal einen Besuch bei sich. Ein schönes Leben mit reichlich Angeboten, ohne täglichen "Versorgungskleinkram" vom Aufräumen bis zur Essensbereitung und besondere Höhepunkte wie Fasching werden auch noch geboten. Wie fühlt sich das an? Würden Sie die Gelegenheit ergreifen?

Wie glauben Sie unterscheiden sich die Träume und Wünsche junger Behinderter (Menschen mit geistigen Behinderungen, die andere Führung und Betreuung brauchen, sind ja wenn ich es richtig sehe nicht ihre Zielgruppe) an das Leben von denen Gesunder?

Junge Menschen wollen selbst entscheiden, im Rahmen ihrer Möglichkeiten nützlich sein, Kontakte und selbstverständlich auch Liebesbeziehungen pflegen können. Schon biologisch ist im Menschen das Streben nach Unabhängigkeit und Selbstständigkeit angelegt. In der Pupertät begehrt jeder junge Mensch gegen die noch so gute Versorgung und Fürsorge der Eltern auf, möchte selbst entscheiden wie er lebt, seine eigenen Fehler machen - eben ins Leben hinausgehen. Und genau darum fühlt es sich auch irgendwie "falsch" an, wenn ein Gesunder so leben soll, wie ich es oben beschrieben habe. Aber aufgrund von Behinderung ist es automatisch richtig?

(Höchstwahrscheinlich werden Sie bei einer Umfrage unter Ihren Bewohnern zustimmende Äußerungen zu Ihren Angeboten bekommen. Denn erstens gehört Ihr Angebot unter den bestehenden "Wahlmöglichkeiten" sicher zu den guten und zweitens wird es immer Menschen geben, die jedes Risiko scheuen (der 30jährige Nesthocker-Sohn))

Das ist der Grund, weshalb meine "Sichtweise sehr negativ in Bezug auf Pflegeeinrichtungen ist". Sie benötigen für ihr Geschäftsmodell die alte Sichtweise auf Pflege: den nach Dienstplanerfordernissen "betreuten Pflegling" Dringend brauchen wir einen Wechsel der Sichtweise auf den Pflegebedürftigen als "weisungsbefugtem Kunden".

Alles andere wären in erster Linie rechtliche und organisatorische Fragen, die endlich von der Politik umgesetzt werden müssten (z.B. UN-Konvention der Menschenrechte Behinderter, von Deutschland 2008 unterschrieben), deren Erörterung hier den Rahmen sprengen würde.

Herzliche Grüße

Maria

_________________
Ich (08/50) kümmerte mich um meine Tochter (01/72, verstorben 05/14, MS, Pflegestufe 3), die mit 24 Stunden-Assistenz finanziert durch ein persönlichen Budget nach dem Arbeitgebermodell in ihrer eigenen Wohnung lebte.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Junge Pflege" in Ganderkesee - Tag der offenen Tür
#9Ungelesener BeitragVerfasst: 29. Jun 2014, 09:48 
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Hallo Maria,

wir werden hier nicht zusammen kommen. Schlimm finde ich es nicht, nur finde ich es schade, dass obwohl Sie das Objekt nicht persönlich kennen, es ausschliesslich negativ sehen. Ich urteile auch nicht über die Pflege zu Hause. Wer kann zu 100% sagen, dass der zu Pflegende das lieber möchte?

Und zu unserer Einrichtung. Nur weil die Bewohner bei uns wohnen, heisst das nicht, dass sie nicht "nützlich" sind. Der Tisch wird eigenständig gedeckt und abgeräumt - je nach Möglichkeit des Bewohners. Zimmer Reinigung erfolgt mit dem Bewohner. Gartenarbeit etc pp.: Es gibt Bewohner die den anderen die Zeitung vorlesen, essen anreichen - helfen bei Sachen, die sich nicht mehr eigenständig können.

Dadurch sind viele Bewohner für die Gemeinschaft "nützlicher" (wie Sie so schön geschrieben haben) als zu Hause. Wir bieten eine Gemeinschaft, die zu Hause nicht möglich ist. Und nochmal - es steht jedem frei - sich für dieses Angebot zu entscheiden. Viele unserer Bewohner haben keine Angehörigen die sich kümmern könnten. Gründe hierfür sind sehr unterschiedlich.

Als Bsp.
Ein Bewohner, Pflegestufe 2, Rollstuhlfahrer + körperliche Einschränkungen durch Schlaganfall - Vater 78, Mutter verstorben - soll Ihrer Meinung nach zu Hause versorgt werden? Der Vater wohnt bei uns im Betreuten Wohnen, besucht seinen Sohn jeden Tag...

bemolle hat geschrieben:
Denn erstens gehört Ihr Angebot unter den bestehenden "Wahlmöglichkeiten" sicher zu den guten und zweitens wird es immer Menschen geben, die jedes Risiko scheuen (der 30jährige Nesthocker-Sohn))


Ich maße mir nicht an - darüber zu urteilen, aus welchem Grund der Bewohner zu uns kommt.

Als Abschluß möchte ich Ihnen aber nahelegen, eine Pflegeeinrichtung zu bauen und zu betreiben. Dann wäre unsere "alte" Sichtweise nicht mehr vonnöten.

Lieben Gruß
Adrian


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 Betreff des Beitrags: Re: "Junge Pflege" in Ganderkesee - Tag der offenen Tür
#10Ungelesener BeitragVerfasst: 29. Jun 2014, 14:56 
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Und zu unserer Einrichtung. Nur weil die Bewohner bei uns wohnen, heisst das nicht, dass sie nicht "nützlich" sind. Der Tisch wird eigenständig gedeckt und abgeräumt - je nach Möglichkeit des Bewohners. Zimmer Reinigung erfolgt mit dem Bewohner. Gartenarbeit etc pp.: Es gibt Bewohner die den anderen die Zeitung vorlesen, essen anreichen - helfen bei Sachen, die sich nicht mehr eigenständig können.


lieber Adrian,

ich zweifle gar nicht an, dass sie gute Angebote machen und Ihre Bewohner im Rahmen der Möglichkeiten mitentscheiden lassen. Trotzdem noch einmal meine Frage: Würden Sie genauso leben wollen?

Wir bieten eine Gemeinschaft, die zu Hause nicht möglich ist. Und nochmal - es steht jedem frei - sich für dieses Angebot zu entscheiden.

Wer hat so eine Gemeinschaft zu Hause, wieviele Menschen leben so etwas freiwillig außerhalb von Behinderteneinrichtungen? Wählen die Bewohner die Gemeinschaft oder ist sie Ersatz für die "echte Welt der Normalen"? Sie haben sich um die Beantwortung meiner Frage aus dem kleinen Gedankenspiel wohlweislich herumgedrückt.

Als Abschluß möchte ich Ihnen aber nahelegen, eine Pflegeeinrichtung zu bauen und zu betreiben. Dann wäre unsere "alte" Sichtweise nicht mehr vonnöten.

Das würde ich ganz bestimmt nicht tun! Wenn ich die entsprechenden Mittel hätte, würde ich barrierefreie Wohnung bauen, in denen Behinderte allein oder mit Familie mit Nichtbehinderten Alleinstehenden oder Familien in normaler Nachbarschaft leben können. Das Fehlen solcher Wohnungen ist nämlich eines der größten Hindernisse auf dem Weg zum normalen Leben (neben der erschreckenden Unkenntnis der gültigen Gesetze auf mancherlei Ebene).

Übrigens: Wenn Sie auf meine Signatur achten, dann wird Ihnen auffallen, dass ich weiß, wovon ich rede. Warum also sollte ihr Beispielbewohner mit (nur) Pflegestufe 2 nicht seinen Vater von der eigenen Wohnung heraus in der Wohnanlage besuchen, anstatt dass er sich besuchen lassen muss. :girlgruebeln: Meine Tochter hat schließlich sogar mit Pflegestufe 3 allein in ihrer Wohnung gelebt und ihre Großmütter in deren betreuten Wohnungen besucht. Klar - um Freundinnen und andere Gemeinschaft musste sie sich selbst bemühen und die pflegen - eben wie jeder gesunde Mensch auch. :dfbgirliezwinkern:

Herzliche Grüße

Maria

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 Betreff des Beitrags: Re: "Junge Pflege" in Ganderkesee - Tag der offenen Tür
#11Ungelesener BeitragVerfasst: 29. Jun 2014, 16:30 
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ich habe lange überlegt ob ich mich äußern soll..

ich kenne beide Seiten, arbeite seit fast 27 Jahren in ein
und derselben Einrichtung, und behaupte mal das wir alles
tun, um die Bewohner so individuell wie eben möglich zu betreuen,
pflegen usw.

sicher denke ich so manches Mal,warum muss dieser oder jener
Bewohner in eine Einrichtung, es wären alle Möglichkeiten da, dass
er zuhause bleibt, aber warum letztendlich die Entscheidung für eine stationäre
Einrichtung fällt, ist die ureigenste Eindscheidung des jeweiligen Bewohners
oder dessen Angehörigen und es wird immer Gründe dafür geben
sehe ich doch auch. wie sich BW und Anghörige im Umgang miteinander
verhalten, als seien es andere Menschen als wir sie im alltäglichen Lben kennen.

andererseits betreue ich Mac seit nunmehr 5 Jahren in seiner Wohnung
er war 16 Monate bei uns vollstationär,bis zur Abheilung seiner Wunde,
dann fühlte ersich zu jung für seinen Lebensabend im "Heim"
verständlich mit kanpp 60 Jahren,
seitensder Einrichtungleitun bekam er entsprechende Unterstützung und
auch das Angebot, wenn es allein nicht klappt, dann kommen sie wieder.

Das Wiederkommen beschränkt sich bis jetzt auf das wöchentliche Bringen seiner
Wäsche zum waschen und bügeln, die Besuche von Kollegen die PC Fit snd
und ihm bei Problemen helfen und dann auch "Hausbesuche" bei ihm machen,
sowie eine 4tägige KZP 2013 nach einem Sturz, da wollt er dann doch nicht allein bleiben
weil in den ersten Tagen völlig unbeweglich,übers Wochenende hatte ich mich bei ihm
einquartiert.
Er hat PS 1 und ist mit seinem E-Mobil selbstständig und macht bis aufs Putzen soweit alles allein,
bis auf den Winter, denn im Schnee geht mitdem E-Mobil nix.

Er hat bei uns vollen Familienanschluß und übernimmt auf bei mir mal die Aufsicht
bei den Handwerkern wenn ich arbeiten muss.
Bekommt Besuch mit Übernachtung von Kindern und Enkel
Einige meiner Kollegen gehen auch auf einen Kaffee hin und selbst zu meiner frühren PDL
hat er regelmäßigen Kontakt, schriftlich und persönlich,so fahren wir in 3
Wochen zu ihrem 50. Geb. an die Nordsee.
Ebenfalls nimmt er an unseren BW Urlauben an der Nordsee teil

Und trotzdem hat er auch schon Momente gehabt,in denen er überlegt hat, wieder in die Einrichtung
zu ziehen...dann verwirft er es wieder....ist auch okay so,denn er entscheidet-

Ich habe absoluten Respekt vor pflegenden Angehörigen, die diese schwere Aufgabe auf sich nehmen
und über lange Zeiten zuhause mit Liebe bis zur Erschöpfung pflegen.

Aber... glaube mir liebe Maria, so wie es schwarze Schafe unter den Einrichtungen gibt,
so ist auch in der häuslichen Pflege nicht immer alles Gold was glänzt.
Ich habe schon vieleunschne Dinge gesehen, wenn dann die BW zur KZP oder
auch für ganz zu uns kamen.Und auch darüber können wir als Aussenstehende nicht urteilen.

Auch in der Häuslichkeit gibt es Menschen die nur soviel wie notwendig "versorgt" werden und dann
die restlich 23 Std.des Tages allein und sind nicht in einer Gemeinschaft..

Nicht jeder hat es so gut wie Gerd,Christine, Rosita,Esther um nur ein paar von denen zu nennen
die ich persönlich kennenlernen durfte oder wie deine Kerstin es hatte!!

Ich sehe täglich, das viele Menschen es genießen, nach oft jahrelangem Alleinsein ,
in einer Gemeinschaft zu leben.

Gegenseitiger Respekt ist meiner Meinung nach immer der beste Weg um ein miteinander zufinden

_________________
in diesem Sinne

Susanne

Neben meiner Tätigkeit als Pflegedienstleitung in einem Pflegeheim war ich
der "Kümmerer" von Mac PS2 bds. Beinamputiert und und und...
den ich 2007 über dieses Forum kennengelernt habe. Mac ist am 14.1.2016 auf seine letzte Reise gegangen


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 Betreff des Beitrags: Re: "Junge Pflege" in Ganderkesee - Tag der offenen Tür
#12Ungelesener BeitragVerfasst: 29. Jun 2014, 17:49 
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Hallo Maria,

da unsere Ansichten doch sehr verschieden sind und dieser Thread für Ihre negative Sichtweise herhalten muss, möchte ich den Admin dann bitten, hier zu zu machen. Ich habe ein Projekt vorgestellt und darum sollte es gehen und nicht um die negativen Sichtweisen einzelner.

Ob ich so leben möchte oder nicht. Die Frage stellt sich mir zur Zeit zum Glück nicht. Aber um Ihnen dieses rein therotisch zu beantworten, ja, ich kann mir das vorstellen.

Und ich drücke mich nicht vor Fragen. Nur sind diese für mich nicht relevant. Ich entscheide nicht für die Bewohner - Sie anscheinend schon. Ihrer Meinung nach hat jeder zu Pflegende eine Familie oder Angehörige, die die Betroffenen pflegen und versorgen können. Und wenn dann doch jemand in eine Pflegeeinrichtung geht, wird er halt von den Angehörigen abgeschoben. Ganz so einfach ist das nicht.

Und auf die Beantwortung einzelner Frage zu kommen.
Ich scheine Ihre Beantwortung von:
Wer kann zu 100% sagen, dass der zu Pflegende das lieber möchte?
Natürlich können wir keine Garantie auf 15 Minuten geben - kann man das denn, wenn man zu Hause über den ambulanten Dienst versorgt wird?
Bietet Ihnen jemand zu Hause ein Grundgerüst an Veranstaltungen?
Können Sie sich in Ihrer Wohnung die Nachbarn aussuchen?

wohl überlesen zu haben....

Warum der Bewohner das nicht macht - weil er es nicht kann!

Natürlich freut es mich zu lesen, dass Ihre Tochter mit Pflegestufe 3 das konnte. Nur eine Diskussion über die MDK Einstufungen und des Einzelfalls hat mit diesem Projekt nichts zu tun.

Das Ihr Wunsch nach barrierefreien Wohnungen da ist, ist verständlich. Warum das in Deutschland kaum angeboten wird, ist einfach. Weil es nicht funktioniert. Es gibt ein paar solcher Gebäude - nur werden solche Wohnungen kaum nachgefragt. Ohne Wertung von mir persönlich - wieviele nichtbehinderte Menschen sind bereit in ein solches Gebäude zu ziehen? Und wer soll die Pflege leisten? Berlin als Bsp. hat die gemeinschaftliche Wohnform ins (Wohnteilhabegesetz - WTG) konkretisiert. Sie unterliegen damit der Heimmindestbauverordnung (Neugestaltet) und der Wohnteilhabe-Personenverordnung - sprich sie müssen geschultes Pflegepersonal (Ausbildung), Heimleitung etc pp. vorhalten und unterliegen der Heimaufsicht. Was ein Gebäude kostet nur damit die Heimmindestbauverordnung eingehalten wird, sprengt den Rahmen. Was Personal kostet, weiss hier, glaube ich, jeder. Möchten Sie als Privatperson und Leiterin solch einer Wohngemeinschaft die Rechte und Pflichten (inkl. Dokumentation und evtl Rechtsstreitigkeiten) übernehmen?

Lieben Gruß
Adrian


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