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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#49Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 20:23 
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TinaN. hat geschrieben:
was mich so unsicher macht ist, das ich Angst habe es nicht zu schaffen, nicht genug zu tun, nicht genug Ahnung zu haben und ich denke bei dem Thema ist learning bei doing nicht so sinnvoll.....?


Klar wenn alles richtig läuft ist das immer schön.. aber im Heim läuft doch auch nicht alles richtig!?
Außerdem sollst du ja auch nicht deinen Job aufgeben und komplett alleine pflegen wenn du nicht möchtest!
Die 24 Stunden Pflege schafft dir sicherlich genug Freiräume und du und dein Christian seid trotzdem zusammen zu Hause! Für meine Eltern fand ich den Gedanken immer sehr schön, dass sie zusammen wohnen und leben und nicht der eine da und der andere dort...

TinaN. hat geschrieben:
Übrigens hab ich auch etwas Angst mit dem Herrn von der BG zu sprechen, der ist total begeistert von der Phase F nicht das der mich nicht unterstützt.....

Ja kann ich verstehen..man bekommt sehr wenig uUnterstützung und den lieben Menschen, von denen man dann doch Unterstützung bekommt die will man nicht auch noch verlieren.. aber wer sagt denn, dass er die häusliche Variante nicht auch toll fände!!

Informier dich ;) vlt erübrigen sich dann ein paar Ängste!!

_________________
VLG
Melanie- betreue mit meinem Vater und meinem Bruder meine Mama - Hirnblutung (6/2011); anschließendes Wachkoma; PEG; TK; Dauerkatheter; PS 2; seit April 2012 wieder zu Hause mit 24Std Intensivpflegedienst


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#50Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 21:01 
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Hallo Tina,

ich kann dich sehr gut verstehen. Wenn ich nur dran dachte, wie es werden würde schnürte sich bei mir im
Hals alles zusammen und ich dachte, mein Herz müßte stehen bleiben.
Ich glaube davor hat jeder Angst, denn es ist ja auch ein Einschnitt im Leben. Wenn man dann noch gesagt
bekommt, das geht nie gut, wenn sie ihn nach Hause nehmen, krigt man erst richtig Angst und es war keiner
da, der sie mir nahm. Ich hab vor Angst und Zweifel geweint, vor allem mein Mann, weil diese Aussage vor
ihm gemacht wurde . Immer wieder hat er auf sich gezeigt, dann auf mich und dann aufs Auto, er wollte mir
sagen, dass er nach Haus zu mir möchte.
Die Sozialarbeiter in den Kliniken sind auch sehr unterschiedlich. Manche machen ihre Arbeit, aber manche
sind engagiert. Trotzdem werde den Angehörigen nicht alle Möglichkeiten aufgezeigt, die möglich wären.
Mut den Angehörigen nach Hause zu nehmen, machen sie nicht und praktische Hilfe, wie es zu Hause
funktionieren könnte bekam ich nicht. Sicher ich habe auch gedacht ich habe alles bedacht, aber als er dann
zu Hause war, war auch learning bei doing angesagt. Erst wenn man etwas tut, kommen die Fragen.
Ich habe dein angesprochenes PiW angesehen. Ich finde es gut, wenn die Angehörigen in der Pflege integriert sind,
so wächst man rein in die Pflege. Wäre sicher eine gute Option.
Laß dein Herz sprechen, es gibt dir den richtigen Rat und zeigt dir den Weg.
Du bist jetzt schon in der glücklichen Lage gute Ansprechpartner hier im Forum gefunden zu haben.
Du schaffst, was immer du willst.

_________________
Liebe Grüße Ethel
Ethel (7/57) pflegt Eheman (12/57) nach Mediainfarkt links (2010) spastische Hemiparese rechts,Aphasie, Aphonie, Dysphadie bei absaugpflichtigem Tracheostoma, sehr schwere motorische und kognitive Funktionseinschränkungen rechts, Diabetes Typ 2, Pflegestufe 3 seit Februar 2012, oft schwere Depressionen
Mutti (11/26) Mediainfarkt rechts(2007) verstorben am 01.09.2014


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#51Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 23:24 
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Hallo Tina,

ein bisschen anders liegt der Fall bei uns, weil Kerstin nicht so viel medizinische Pflege braucht - sie kann ja immer noch schlucken, essen, reden...

Ich bin einfach reingeschliddert in die Pflege, weil ich meiner Tochter dadurch die Möglichkeit geben konnte, ihrem Mann überhaupt zu sagen, dass er gehen soll, wenn er sie nicht mehr liebt.
So gesehen habe ich wirklich "schuld" an der Trennung :floet2:
Ich habe nicht lange überlegt, denn die Alternative wäre das gewesen, was meine Tochter am allermeisten fürchtet: ein Pflegeheim.

Und dann saß ich da und war auch von heut auf morgen rund um die Uhr zuständig - unterstützt manchmal von einem Pflegedienst und meiner 82jährigen Mutter und nach einem halben Jahr von meinem Mann (Ich habe ca ein 3/4 Jahr mehr oder weniger bei meiner Tochter gewohnt). So vieles musste ich erst lernen. Und was glaubst du, was ich insgeheim oft für Angst ausgestanden habe, wenn wir mit dem Bus unterwegs waren - und dabei aber immer Mut und Zuversicht ausstrahlen. Nebenbei mussten wir noch die ganze Wohnung renovieren und Möbel kaufen - und die Aussetzer des ob der Trennung verwirrten Kindes abfangen.
Aber mit jedem Mal wurde es leichter. Noch heute habe ich Magengrimmen, wenn wir etwas Besonderes vorhaben (so wie heute ein Theaterbesuch), aber es ist eigentlich immer unnötig.
"Nebenbei" habe ich mich dann wegen der 24-Stunden- Assistenz schlau gemacht. Arbeitgebermodell oder Assistenzgenossenschaft? Dann haben wir alles beantragt, genehmigt bekommen und schließlich Assistentinnen eingestellt. Mir war sooo flau im Magen, als klar war, dass wir für diese Menschen nun ja auch verantwortlich waren - sie sollten ja nun ihren Lebensunterhalt bei uns verdienen.

Was meinst du, wie oft ich überlegt habe - nicht nur wegen der Assistenz, auch sonst - , ob ich auch an alles gedacht habe, ob alles klappt. Wie oft ich - auch heute noch - überlege, ob wir vielleicht doch besser weitere oder andere Therapien beantragen sollten, ob es andere Hilfsmittel gäbe. Ich denke z.B. in Sachen Stehen hätte ich viel eher aktiv werden müssen. Bei uns ist es ja so, dass wir immer wieder auf Verschlechterungen reagieren und rechtzeitig Hilfe suchen müssen.

Was ich sagen will: egal, was du tust: du wirst immer tausend Zweifel haben, wenn du zu Zweifeln neigst. Manchmal ist es besser, einfach loszulegen. Trau dir selbst einfach zu, dass du es richtig machen wirst - egal ob im Heim oder zu Hause. Perfekt ist keiner - GottseiDank!

Grüße

Maria

_________________
Ich (08/50) kümmerte mich um meine Tochter (01/72, verstorben 05/14, MS, Pflegestufe 3), die mit 24 Stunden-Assistenz finanziert durch ein persönlichen Budget nach dem Arbeitgebermodell in ihrer eigenen Wohnung lebte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#52Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Jun 2012, 20:30 
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Hab grad mal den Thread gelesen und muss sagen, dass ich mich in diese Situation sehr genau hineinversetzen kann. Auch wir haben diesen Prozess durchgemacht und uns entschieden, meine Mama nach Hause zu holen. Da sie vollpflegebedürftig ist, wird das sicher nicht einfach. In zwei Wochen kommt sie aus der Kurzzeitpflege nach Hause. Und auch ich habe mir schon öfters Gedanken gemacht, wie und ob ich das schaffen werde. Schliesslich arbeite ich ja auch noch Vollzeit. Aber ich bin ein positiver Mensch und für ein Lächeln oder einen Händedruck macht man das doch gerne, oder?

Viele Grüsse
Sandra

_________________
Liebe Grüße
Sandra
====================================================================================================
Ich pflege zusammen mit meinem Vater meine Mutter (Jhg. 40) nach einer schweren Hirnblutung im März 2012 und zwei Schlaganfällen in 2010 und 2011. Wir haben Unterstützung durch den Pflegedienst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#53Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Jun 2012, 04:59 
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Hallo Karin,
wie haben sich deine Bekannten entschieden?
LG
Tina

_________________
LG
Tina

Tina (Jg.77), kümmer mich um meinen Freund Christian (Jg.76), nach Arbeitsunfall, SHT, Schlaganfall im Prozess Wachkoma, endlich zu Hause 26.10.15

Glück ist ein Weg, kein Ziel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#54Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Jun 2012, 12:35 
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Ich habe die Seite gesucht, in der ich anfangs geschrieben hatte und nicht bemerkt, dass sie unter einem anderen Titel weiterläuft. Ja, das mit „Kalle“, so nennen ihn seine Freunde ist unverändert. Er wird an Monitore überwacht. Er hängt an keine Lebensunterstützenden Geräten. Er atmet selbständig.In den nächsten 10 Tagen wird er nach Esslingen a.N in ein Heim verlegt. Die Ärzte haben ihr abgeraten, ihn mit zu sich zu nehmen.Der Unfallhergang wurde rekonstruiert. Kalle muss es vor dem Sturz von der Leiter schwindelig oder schlecht geworden sein. Er konnte nicht mehr versuchen sich abzufangen. Er fiel wie ein nasser Sack von der Leiter. Gerade habe ich von seiner Frau gehört, dass es ihm schon ein paar Tage vor dem Unfall nicht so gut ging.
Ich werde berichten, so bald ich wieder etwas neues erfahren kann.

_________________
Liebe Grüße von Karin
(11/61) mit Claudio(6/61) angeborener Hydrocephalus bei kongenitaler Toxoplasmose,Symptomatische Epilepsie, Art.Hypertonie,koknitive Einschränkung bei organischem Psychosyndrom,Demenz,Gangataxie, Tetrasymptomatik, Verkalktes chronisches subdurales Hämatom über der re. Hemisphäre 2012 SAB Hunt- und Hess Grad II , Coiling eines R.communicabs anterio Aneurysmas, Nov. 2012 Shuntrevision Entfernung des Hakim Ventils und Implantation eines pro GAV Ventils[/size] Komplikationslose Shuntrevision: Verlängerung und erneute Anlage des Bauch-Katheters, Lösen intraabdomineller Verwachsungen am 17.02.2017


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#55Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Jun 2012, 13:33 
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omameilke hat geschrieben:
Die Ärzte haben ihr abgeraten, ihn mit zu sich zu nehmen.


Das tun die immer.
Und leider gibt es Leute die das tun was die Ärzte raten, schade.

Grüsse
Ingo

_________________
Ingo ( 02/68 ) pflege meine Frau Christine ( 06/69 ), Hirnblutung, Hirnstammkompression, Hirngewebeentfernung und Hemicraniektomie nach Schlaganfall im Juni 2008, mit anschliessendem Wachkoma, Aphasie, Tetraplegie, Dysphagie, LP-Shunt, PEG, Pflegestufe 3+, pflege seit Mai 2009 zu Hause (kein Pflegedienst)
Mein Baby gehört zu mir, ist das klar ?
--------------------------
Versuche nicht Dinge zu ändern die Du nicht ändern kannst
sondern ändere lieber die die Du ändern kannst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#56Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Jun 2012, 13:44 
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Ingo, da muss ich Dir recht geben. Die haben sich von den Ärzten einwickeln lassen. Aber da kann man eben nichts machen.

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#57Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Jun 2012, 00:04 
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Zitat:
Die haben sich von den Ärzten einwickeln lassen. Aber da kann man eben nichts machen.

Doch Karin..... Man kann Hilfestellungen geben und Ermutigung, das die Familie sich doch noch entschließt, Kalle nach Hause zu holen.
Edda

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pflegte meinen Mann Axel, 57 J., Krebs, Pflegestufe II, verstorben am 22.7.2009,
selber Brustkrebs im "grünen" Bereich, 50% Schwerbehinderung wegen Bandscheibenvorfall.


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