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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#37Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 06:06 
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Hallo,

das Haus Königsborn ist sicher eins von den Guten, trotzdem bleibt es ein Pflegeheim..... eins mit Warteliste von 3 Jahren. Es gibt auch sicher viele Pflegekräfte die sehr motiviert sind, leider wird denen das durch schlechtes Betriebsklima, schlechte Bezahlung und miserable Arbeitszeiten meist schnell abgewöhnt. :-(

Therapien sind sicher wichtig aber nicht das Wichtigste.

Zuhause gibts normalerweise 2-3Physio, 2-3Ergo, 2Logo..... mit etwas Kampf auch mehr.
Christine bekommt 5 Physio, 2 Ergo und 3 Logo. Muss man halt nach Bedarf anpassen.
Jahresverordnungen brauchen nur die bei denen die VO jedesmal vorher von der KK geprüft und genehmigt werden müssen, mach sonst nicht viel Sinn.

Christine war in 2 Rehakliniken, damals dachte ich auch das ist alles toll mit den Therapien, hab noch wegen Verlängerung gekämpft usw.... heute weiss ich dass es verschenkte Zeit war.

Ich hab meine Kraft lieber in das Projekt "Nach Hause" gesteckt als sie dafür zu verwenden gegen ein marodes System (Kliniken, Heime, Personal) anzukämpfen was sich ohne Gesetzesänderungen sowieso nicht ändern lässt.

Grüsse
Ingo

_________________
Ingo ( 02/68 ) pflege meine Frau Christine ( 06/69 ), Hirnblutung, Hirnstammkompression, Hirngewebeentfernung und Hemicraniektomie nach Schlaganfall im Juni 2008, mit anschliessendem Wachkoma, Aphasie, Tetraplegie, Dysphagie, LP-Shunt, PEG, Pflegestufe 3+, pflege seit Mai 2009 zu Hause (kein Pflegedienst)
Mein Baby gehört zu mir, ist das klar ?
--------------------------
Versuche nicht Dinge zu ändern die Du nicht ändern kannst
sondern ändere lieber die die Du ändern kannst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#38Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 06:45 
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TinaN. hat geschrieben:
Manches hier liest sich als würden wir (diejenigen die ihre Lieben noch nicht zu Hause haben) umbringen wollten.


Jetzt bist du ungerecht uns gegenüber.
Was erwartest du von / in einem Forum für pflegende Angehörige - wir pflegen Zuhause - ?
Sollen wir statt Unterstützung für häusliche Pflege - die häusliche Pflege verteufeln ?


Ich kenne viele Heime -
und ich wollte vor Jahren wie du die Situation im Heim für meinen Mann und damit auch für die anderen Bewohnern verbessern.
Unter vier Augen hat das Pflegepersonal meine Kritik immer bestätigt
und haben mir so gar geraten, gehen "Sie" doch mal zum Chef und beschweren sich.
Kam es dann zum Teamgespräch, haben sie den Pfui gekniffen.
Und dann kommen ähnliche Sprüche wie:
ich habe Kinder, ich muss arbeiten, ich habe Schulden, ich muss für ein Auto, ein Haus abzahlen.
Solange das Pflegepersonal nicht auf die Straße geht für bessere Bedingungen, wird sich nie was ändern.
Und dieses Pflegepersonal redet die eigenen Heime noch schön.
Heime wie aus dem Hochglanzprospekt, ich selbst habe mich mal in einem solchen mit aufnehmen lassen
und ich könnte viel drüber schreiben .....

Ich kenne einige Pflegekräfte privat. Ich würde denen sofort meinen Mann hier Zuhause anvertrauen. Die ich kenne sind gute Kräfte mit einem Examen in der Tasche und wenn sie bereit sind/wären sich von mir anleiten zu lassen,
könnten sie gute Pflege leisten. Hier Zuhause mit viel Zeit und nur einem "Patienten" im Mittelpunkt.
Nicht noch einmal in deren Heim.

_________________
Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#39Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 07:22 
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@Elke, um Gottes Willen, ich will doch gerade euch gegenüber nicht ungerecht sein, aber jeder Fall ist anders und jede Situation muss individuell betrachtet werden. Christians kleiner Bruder ist geistig behindert, die Pflege bzw. Betreuung zu Hause war eine Katastrophe.....mittlerweile ist er im betreutem Wohnen und er blüht auf....nur ein kleines Beispiel
ich denke all diejenigen die sich hier in diesem Forum austauschen, wollen das Beste und sind bereit viel wenn nicht sogar alles zu geben. Aber mal Hand auf´s Herz, das ist doch nicht überall so. Es gibt gute und schlechte Einrichtungen, genauso wie es gute und schlechte Pflege zu Hause gibt. Ich denke jeder der sich entscheidet sich gerade in diesem Forum hier zu beteiligen, auszutauschen und zu informieren ist bereit den steinigen Weg zu gehen.
Glaub mir ich mache mir das ganz und gar nicht einfach Entscheidungen zu treffen, die Christian betreffen. Im Moment sieht es aber leider so aus, das ich wenig bis gar keine Unterstützung habe......
@Ingo: ich verstehe das nicht :-( was ist denn jetzt das Wichtigste? Mal ernsthaft, in Christians Gehirn soll sich doch etwas verändern, neu "verschalten" oder wie auch immer man das beschreiben möchte, dazu brauche ich doch die Therapien.....klar braucht er auch Sicherheit, Geborgenheit Liebe usw.
ich bin im Moment geplagt von Hilflosigkeit, Zweifel und Unsicherheit....und er fehlt mir einfach sehr im Moment, also er fehlt mir einfach als jemand der mich mal in den Arm nimmt und mir Kraft gibt.
Nochmal Elke, ich will euch ganz bestimmt nicht ungerecht behandel. So ein Mist jetzt kullern mir die Tränen.....auch das noch

_________________
LG
Tina

Tina (Jg.77), kümmer mich um meinen Freund Christian (Jg.76), nach Arbeitsunfall, SHT, Schlaganfall im Prozess Wachkoma, endlich zu Hause 26.10.15

Glück ist ein Weg, kein Ziel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#40Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 07:33 
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Es geht doch darum,die Möglichkeiten afzuzeigen, den Weg wählt jeder selber.
Mein Mann war 2 Jahre im Pflegeheim, weil mir niemand die Möglichkeiten aufgezeig hat. Mir wurde immer suggeriert, das ich dann quasi zur totalen Selbstaufgabe verdammt bIn, wenn ich ihn nach Hause hole. 24 Std Pflege und persönliches Budget, davon hat keiner gesprochen.
Das mit den Therapien ist Blödsinn: es steht und fällt mit den verordnenden Ärzten. Stacho bekommt seit 4 Jahren durchgängig physio, ergo und Logo, einmal habe ich einen neuen HNO gesucht, weil der alte eine Pause wollte.
Ergo und Physio konnten die Frequenz erhöhen, als er nach Hause kam. Ausserdem hat er nun auch Gruppenangebote: musikmachen, kuscheln, zusammen kochen und mit der Familie am Tisch essen, pubertaetsstuerme durchstehen usw.
Ich denke, jeder Weg ist anders, aber wenn man nur die eine Hälfte kennt, kann man schlecht entscheiden

_________________
Ehemann 2008 hypoxischen Hirnschaden nach Reanimation; anschließendes sogenanntes "Wachkoma" MCS, Reha und Pflegeheim, seit Oktober 2010 wieder zu Hause, Unterstützung durch Pflegekräfte, PEG-mit selbstgekochter Kost,TK, kein Blasenkathether mehr, Pflegestufe 5, zwei Töchter


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#41Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 07:42 
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Tina , glaub mir, ich kenne diese Gefühle so gut! Drücke dich mal!
Aber wieso hast Dukeine Hilfe? Ich denke das ist ein BG Unfall gewesen, da steht einer 24 Std Pflege und TherPien doch nichts im Weg? Hast du dich mal beraten lassen? Ist doch total unverbindlich. Z.b. Ist ein sehr netter und kompetenter Ansprechpartner bei der GIP der Herr Saathoff. Es gibt auch noch andere Anbieter, die Du ansprechen kannst. Dann kennst Du Auch Deine Möglichkeiten.
LG Ilka

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Ehemann 2008 hypoxischen Hirnschaden nach Reanimation; anschließendes sogenanntes "Wachkoma" MCS, Reha und Pflegeheim, seit Oktober 2010 wieder zu Hause, Unterstützung durch Pflegekräfte, PEG-mit selbstgekochter Kost,TK, kein Blasenkathether mehr, Pflegestufe 5, zwei Töchter


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#42Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 08:17 
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TinaN. hat geschrieben:
@Ingo: ich verstehe das nicht :-( was ist denn jetzt das Wichtigste?


Sicher hat da jeder andere Prioritäten.

Bei Christine ist mir das Wichtigste dass es ihr gut geht, dass sie sich gut fühlt und glücklich ist.
Wichtig ist das gemeinsame Miteinander, das Familienleben, die Integration in der Familie.
Und dafür tun wir alles was möglich ist.

Nimm deinen Christian und lebe jetzt, gib nie die Hoffnung auf aber warte auch nicht auf Fortschritte.

Deine Hilflosigkeit wirst du los indem du dir Wissen anliest, aus Büchern oder dem Internet, indem du mit kompetenten Leuten sprichst, dir Informationen besorgst.

Viele hier im Forum (auch ich) waren mal genau in der gleichen Situation wie du, waren genauso hilflos und grad deshalb versuchen wir hier Hilfestellung zu geben. Nachdem ich Christine endlich Zuhause hatte habe ich mich gefragt wovor ich eigentlich Angst hatte und so geht es vielen hier.

Du schreibst Du willst Christian nach hause holen, das find ich gut und du wirst es sicher nicht bereuen, aber auf was wartest du ?

Grüsse
Ingo

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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#43Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 08:53 
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Blues hat geschrieben:
Es geht doch darum,die Möglichkeiten afzuzeigen, den Weg wählt jeder selber.


Das ist genau das, was fehlt! Und das gilt für Angehörige von Kranken, die entscheiden müssen aber auch für manche Kranke selbst. Denn es gibt ja auch Behinderte, die zwar körperlich auf viel Hilfe angewiesen, aber geistig in der Lage zu denken sind (z.B. hier Ramona). Auch diese Menschen werden fast nie in Richtung Assistenz beraten. Und da "landen" dann auch 40-jährige MS-Kranke in Pflegeheimen für Ü-80igjährige und die Pflegehelfer wundern sich, warum diese Menschen in die Abteilung "Achtung, bösartig" abgeschoben wurden.
Das ist ein echtes praktisches Beispiel aus dem Erleben einer unserer Assistententinnen, die vorher Pflegehelferin in einem Heim war. Als sie gekündigt hatte, wurde sie in den Keller zu den schweren Fällen gesteckt, unter anderem zu der besagten MS-Kranken


Und bei Angehörigen, die entscheiden müssen, ob sie Pflege zuhause leisten wollen oder nicht, gilt das noch viel mehr.

Wenn diese Grundsatzenscheidung gefallen ist - und noch einmal, entscheiden setzt Information voraus - und es dann doch ein Heim sein soll, dann geht es um die Qualität der Heime und die angebotenen Therapien.

Tina, ich halte es übrigens für besser, jemand entscheidet sich ehrlich dafür, nicht zu pflegen, als das er das halbherzig mit Fluchtgedanken und total überlastet und unglücklich tut. Ich weiß, wovon ich rede. In der Endphase der Ehe meiner Tochter war das bei meinem Schwiegersohn sicher so. Dann fallen Aussagen wie "du bist eklig und widerlich" und das gepflegt werden-müssen ist dann auch eine Qual. Ich würde niemanden verurteilen, der nicht selbst pflegen will. Inwieweit er sich dann allerdings für eine gute Versorgung im Heim starkmacht, die einfordert und überprüft - das ist dann wieder eine andere Sache.

Grüße

Maria

_________________
Ich (08/50) kümmerte mich um meine Tochter (01/72, verstorben 05/14, MS, Pflegestufe 3), die mit 24 Stunden-Assistenz finanziert durch ein persönlichen Budget nach dem Arbeitgebermodell in ihrer eigenen Wohnung lebte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#44Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 11:25 
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bemolle hat geschrieben:
Aber warum man es dejenigen, die Pflege zu Hause leisten wollen, anderen so schwer macht, werde ich nie verstehen.
Grüße
Maria

Nun Maria,

es gibt zwei Hauptgründe, warum Pflegeheime und auch die Betreuungsbehörden
mit ihren Betreuern so hart um jeden Pflegefall kämpfen und es gar nicht so gerne sehen,
wenn solch ein lukrativer Pflegefall wieder munter wird und nach Hause geht.

Der erste Grund ist recht trivial:
Es ist ein riesiges Geschäft.
An diesem Geschäft verdienen nicht nur die Pflegeheime,
sondern auch die Berufsbetreuer
Ich liebe Rechtsanwälte . . . :burns:

und letztendlich auch der Staat mit seinen Steuern.

Der zweite Grund ist etwas ehrenhafter.
Ein Beispiel aus meiner Kindheit mag dafür reichen:
Ich war zu Besuch auf einem Bauernhof.
Da lag der Schwiegervater gleich neben den Gerätschaften im Anbau
in einer Art Koje mit Vorhang auf einem Strohsack.
Morgens bekam der zahnlose Alte eine Flasche Rum zum freien Gebrauch . . .

Es gibt auf beiden Seiten Gute und auch schwarze Schafe.
Vergessen wird dabei aber oft, daß die sozialen Kontakte für einen Menschen
überlebenswichtig sind.
Und daran mangelt es imho bei der Mehrzahl der Pflegeheime zwangsläufig.

_________________
Grüße aus dem Norden, Anton
____________________________

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Alle sagten: "Das geht nicht." Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht!
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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#45Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 13:34 
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Liebe Tina
ich wünsche dir ganz viel Kraft du musst ganz alleine für dich entscheiden was du macht, den du musst damit leben. Menschen könne viel sagen aber du wirst es nicht jeden recht machen können, ich hatte und tue es heute noch aber das zerreißt dich innerlich. Ich kann nur sagen das wir diese Sachen mit Haus Königsborn Erlebt haben diese Schlechte und wir dachten auch das unser Paddy Therapien bekommen würde in so eine Elite Klinik das war aber nichts. Mann wird immer kämpfen wenn man seinen Angehörigen was Gutes tun will ,denn solange das in diesen System so ist wie es ist ,es um Materialismus ,ich bin als erste , wird man kämpfen müssen ob man will oder nicht und deshalb können nur Menschen diese was jeder einzelne durch mach von uns allen , diese verstehen wir lebenden das jeden Tag.
Und wenn man seinen Angehörigen in eine Einrichtung gibt sollt man immer drauf schauen. Der schöne Schein kann trügen. Mir hatte mal ein Arzt ein Guten Rat gegen kann man auf Einrichtung anwenden hingehen sich einfach umschauen mal mit anderen Angehörigen reden mit Patinen wenn es geht da bekommt man ein anderen eindruck als wenn du offiziell hingehst als Bewerber. Wir hatten ein Heim vor Ort da wurde unser Sohn gut gepflegt. Aber eine Einrichtung kann halt nur so gut sein wie die Leute die es Beschäftigt.
Wir machen das schon seit 1997 mit und wir sind eigentlich immer noch allein heute kann ich paar Leute fragen aber wir sind immer noch eine Randgruppe und man fühlt sich allein das kann ich dir nachfühlen. Mir gehe es auch so obwohl ich einen Mann habe. Es macht traurig diese Situation und hilflos es wurde keiner gefragt ob er das möchte es ist einfache da. Ich drücke dich ganz feste. diese brauche wird die gegenseitige verstehen. :knudd:

_________________
Liebe Grüße
Christel (Luande1)
Die Liebe zeigt sich, immer für unsern Sohn da zu sein.
Pflegen unseren Sohn, (04/80), 3 Härtefall nach Unfall 1997, Dyspallisches Syndrom bei hypoxischen Hirnschaden primäreren Kammerflimmern z.n, Herzstillstand, Kardiopulmonaler 2x Reanimation Coma vigile und Wachkoma beim unklare Genese, Cererbrale Ischämie bds. occipital, Hüftkopfresektion r. und l . . ., PEG, SFK Nierenbeckenausgustein op , Keime in den Bronchien Herzstillstand Erstickt noch 1 Reanimation, Tracheotoma nicht zugewachsen,…. Künstlich ernährt, usw. Massiver Teraspastik, Kontrakturen usw.
Christel 09/58) 2 Op usw., (mein Mann (12/48) Schlaganfall, Knie, Rücken usw. (kein Pflegedienst)


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#46Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 16:37 
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Ach Tina.. ich knuddel dich mal!
Diese Unsicherheit muss sicher jeder irgendwie hinter sich bringen und dann ist auch gut ;)

Für 'die beste Lösung' gibt es kein Patent. Was hast du z.B. davon wenn du deinen Christian nach Hause holst weil hier alle sagen zu Hause ist es besser..du aber kein Bock darauf hast!? (ich weiß das ist bei dir nicht so!!! ich will damit nur ausdrücken, dass dann die Variante zu Hause sicher nicht das Beste wäre!!)
Euer Heim scheint ja auch eins der Guten zu sein.. wenn die Variante, dass Christian noch eine Weile dort bleiben soll die für euch beste Lösung ist, dann ist das doch auch ok. Wenn du ihn allerdings gern zu Hause hättest, dann hol ihn nach Hause! Denn die ganze Kraft die du scheinbar im Heim aufbringst um irgendwelche Dinge zu ändern kannst du zu Hause sinnvoller nutzen!

Was macht dich derzeit so Unsicher? Die Situaltion allgemein oder der Gedanke wie es zu Hause weiter gehen wird?
Ganz ehrlich ;) ich kann mir nicht vorstellen, dass du unsicherer bist als mein Papa es war .. und dr ärgert sich nun jeden Tag, dass Mama nicht sofort nach der Reha zu uns gekommen ist.

_________________
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Melanie- betreue mit meinem Vater und meinem Bruder meine Mama - Hirnblutung (6/2011); anschließendes Wachkoma; PEG; TK; Dauerkatheter; PS 2; seit April 2012 wieder zu Hause mit 24Std Intensivpflegedienst


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 Betreff des Beitrags: Re: Häuslich pflegen oder doch lieber „ab ins Heim“
#47Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 17:45 
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was mich so unsicher macht ist, das ich Angst habe es nicht zu schaffen, nicht genug zu tun, nicht genug Ahnung zu haben und ich denke bei dem Thema ist learning bei doing nicht so sinnvoll.....
ich gehe auch super gerne arbeiten, kann ich das dann noch? Schaffe ich das alles unter einen Hut zu bekommen? Ich lese hier echt viel, aber verstehen tu ich das manchmal nicht, bin nicht so schnell im denken.....
Mache mir einfach viele Gedanken. Ich geh das jetzt einfach mal an, Ilka hat schon Recht, beraten lassen koste nichts und wenn ich mal die ersten Sachen auf den weg gebracht habe, verliere ich vielleicht auch etws meine Angst.
Zwischenzeitlich kann ich mich ja weiterhin engagieren, verliern tun wir ja nichts, denke wir können nur dazugewinnen.
Übrigens hab ich auch etwas Angst mit dem Herrn von der BG zu sprechen, der ist total begeistert von der Phase F nicht das der mich nicht unterstützt.....tja, solche Gedanken hab ich....den gaaaanzen Tag lang.
Hab mir überlegt das ich ja auch zu PiW gehen kann, da werden wir beide fit gemacht für den Weg nach Hause, wäre ein Kompromiss. jemand schon Erfahrungen damit gesammelt?

_________________
LG
Tina

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Glück ist ein Weg, kein Ziel.


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#48Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2012, 17:51 
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Liebe Tina,

ganz auf die Schnelle, mein Gerd schreit (kann er gar nicht) klopft nach Abendbrot.
ein kleines Blümchen für dich :girlies_0382:

TinaN. hat geschrieben:
Übrigens hab ich auch etwas Angst mit dem Herrn von der BG zu sprechen, der ist total begeistert von der Phase F nicht das der mich nicht unterstützt.....tja, solche Gedanken hab ich....den gaaaanzen Tag lang.


nööööö bitte nicht

:2mi59ib:

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