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 Betreff des Beitrags: Die wenigsten wollen ins Pflegeheim
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Mai 2011, 11:01 
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Umfrage: Die wenigsten wollen ins Pflegeheim

Hannover - Gut jeder Zweite 18- bis 70-Jährige möchte am liebsten in den eigenen vier Wänden gepflegt werden, sollte er im Alter auf Unterstützung angewiesen sein. Das ergab eine Forsa-Umfrage unter 1.026 Menschen im Auftrag der KKH-Allianz http://www.kkh-allianz.de/ . Demnach möchten 33 Prozent in diesem Fall durch Angehörige zu Hause gepflegt werden, 18 Prozent durch eine Pflegekraft. In einem Pflegeheim möchten dagegen nur fünf Prozent aller Befragten betreut werden.

mehr .....
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/4 ... geheim.htm

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Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
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 Betreff des Beitrags: Re: Die wenigsten wollen ins Pflegeheim
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Mai 2011, 22:19 
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scheint sich hier wohl zu fühlen

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.... und wenn es noch 100 solcher Befragungen gibt, wird sich das Ergebnis wohl kaum verändern. Solche Umfragen zeugen allerdings auch nicht von besonders hoher Intelligenz. Warum nicht? Weil sie realitätsfern sind. Begründung:

1. Derzeit ist es noch möglich, daß mehr als 2/3 der pflegebedürftigen in den eigenen vier Wänden gepflegt werden, weil es noch Angehörige gibt, die das realisieren können. Wenn die pflegenden Angehörigen aber selbst in wenigen Jahren bis 69 oder fortschreitend 75 arbeiten müssen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Da wird es mehr als eng mit den pflegenden Angehörigen.

2. Bei den sinkenden Geburtenraten in Deutschland und Zunahme von Singlehaushalten wird es bald niemand mehr geben, der für häusliche Pflege zur Verfügung steht. Schließlich muß das hierfür erforderliche Geld ja irgendwo her kommen. Bisher gibt es noch genug Arbeitnehmer, die mit ihren SV-Beiträgen und Steuern den Hintergrund schaffen. Bei 1,4 Kindern (statistische Angaben) wird dieser Spielraum immer enger, wo doch 2,1 Kinder erforderlich wären. Da müssen die 33 % wohl rechtzeitig an mehr Kinder denken, die dann für ihre Wünsche zur Verfügung stehen.

3. Kinder sind nur noch seltenst im nahen Umfeld ihrer pflegebedürftigen Eltern zu finden - Freizügigkeit - und wohl kaum bereit, ihre im Leben aufgebaute Sozialstruktur aufzugeben mit den damit verbundenen finanziellen Einbußen.

4. Derzeit gibt es auf dem Arbeitsmarkt noch Menschen, die man auf freiwilliger oder weniger freiwilliger Basis für diese Aufgabe rekrutieren kann. Mit fortschreitendem Rückgang auf dem Markt der Arbeitslosen wird dies jedoch weniger werden. Schließlich begreifen immer mehr Menschen, daß Pflege kein Zuckerschlecken ist, psychische Belastungen rasant wachsen. Da sind Berufe mit weniger Stress gewiss angesagter.

5. Bereits heute gibt es in Deutschland nicht mehr genug Pflegekräfte, die für eine 1:1 Betreuung zur Verfügung stünden. Ganz abgesehen von den nicht finanzierbaren Kosten. Werden nicht deshalb bereits heute mehr als 150.000 Schwarzarbeiter in der Pflege beschäftigt - und von der Politik bewußt geduldet? Schwarzarbeiter nicht deshalb, weil sie vielleicht aus Polen kommen. Schwarzarbeiter deshalb, weil sie keinen Cent in die Sozialversicherungssysteme einzahlen, ganz zu schweigen von den Steuern, aus denen die fehlenden Milliarden der sozialen Sicherungssysteme ausgeglichen werden könnten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die wenigsten wollen ins Pflegeheim
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2011, 07:20 
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johannes hat geschrieben:
......... wird es bald niemand mehr geben, der für häusliche Pflege zur Verfügung steht.


Und denen die häusliche Pflege ihrer Angehörigen übernehmen, werden Steine in den Weg gelegt.
Täglich von den vielen Mitgliedern in persönlichen Bereichen zu lesen.
An denen WIR schwerer zu tragen haben als an der eigentlichen Pflege.

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Herzliche Grüße Elke

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Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

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 Betreff des Beitrags: Re: Die wenigsten wollen ins Pflegeheim
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2011, 11:17 
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Hallo Johannes,

1. Wenn man die häusliche Pflege angemessen bezahlen würde könnte man da seinen Lebensunterhalt mit finanzieren.

2. Gibt es ja auch einen Grund warum die Geburtenrate sinkt. Es wird immer schwerer mit vielen Kindern oberhalb der Armutsgrenze zu leben. Wer mehr als 2 Kinder hat gilt in unserer Gesellschaft bei der Mehrheit schon als asozial.

3. Siehe Punkt 1, wenn die Pflege angemessen bezahlt werden würde gäbe es keine oder geringe finanzielle Einbussen.

4. Von Pflegekräften die nicht freiwillig arbeiten, möchte ICH nicht gepflegt werden. Dass der Beruf soviel Stress mit sich bringt liegt wohl mehr an : zu wenig Personal, schlechten Arbeitsbedingungen, ungünstige Arbeitszeiten und schlechter Bezahlung.

5. Wenn man die pflegenden Angehörigen angemessen bezahlen würde würden sich sicher viel mehr dazu entscheiden zu Hause zu pflegen. Da bräuchten wir gar nicht so viele prof. Pflegekräfte.

Fazit : Mein Einkommen setzt sich zusammen aus ALG2 und Pflegegeld und ich will auch gar nicht unbedingt viel mehr haben. Aber die gleiche Summe als Lohn/Gehalt für die Pflege wäre schon ein Anfang.


Grüsse
Ingo

_________________
Ingo ( 02/68 ) pflege meine Frau Christine ( 06/69 ), Hirnblutung, Hirnstammkompression, Hirngewebeentfernung und Hemicraniektomie nach Schlaganfall im Juni 2008, mit anschliessendem Wachkoma, Aphasie, Tetraplegie, Dysphagie, LP-Shunt, PEG, Pflegestufe 3+, pflege seit Mai 2009 zu Hause (kein Pflegedienst)
Mein Baby gehört zu mir, ist das klar ?
--------------------------
Versuche nicht Dinge zu ändern die Du nicht ändern kannst
sondern ändere lieber die die Du ändern kannst.


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