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 Betreff des Beitrags: Fast alle tragen ihre Last allein
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Jan 2009, 09:05 
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Angehörige von Pflegebedürftigen:

Fast alle tragen ihre Last allein


Die meisten kommen erst dann, wenn sie nicht mehr können. Die meisten ertragen aus einem falschen Verantwortungsgefühl die Last alleine, aus Schuldgefühlen, aus Scham. Die meisten sind Frauen. «Wenn ich genau nachdenke», und Veronique Neubert denkt noch einmal genau nach, «habe ich bei uns noch nie einen Mann erlebt.»

Mit «bei uns» meint die junge Frau einen ambulanten Pflegedienst in der Nürnberger Südstadt. Dort arbeitet Veronique Neubert, wenn sie nicht gerade die Altenpflegeschule im Bildungszentrum für Pflegeberufe in der Zollhausstraße besucht. An diesem Tag haben die Schüler der Abschlussklasse Angehörige von pflegebedürftigen Menschen zu einem Projekttag eingeladen. Die meisten der Angesprochenen kommen an diesem Tag nicht. Leider.

Denn viele der Frauen, die mit letzter Kraft die Hilfe der Pflegedienste in Anspruch nehmen, wissen nichts. Sie wissen nichts von Pflegehilfsmitteln, die beantragt werden können, nichts von zusätzlichen Betreuungsleistungen unabhängig von der Pflegestufe, von Ersatzpflege und Urlaubsansprüchen, von Angeboten und finanziellen Mitteln, die sie von Staats wegen entlasten würden. An ihrem Projekttag haben Veronique Neubert und ihre Mitschüler zum Beispiel über das Thema Kostenübernahme und Hilfsmittel informiert. Umsonst.


weiter …
http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=948769&kat=11

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#2Ungelesener BeitragVerfasst: 10. Jan 2009, 19:31 
Um so wichtiger ist es , das es Foren wie dieses gibt die da auf privater Ebene aufklären und Tips und Hilfe geben, so vielen....

Wiedermal - Danke Elke - ich hab das damals auch gesucht und gefunden hier. Auf Ämter oder zu Hilfsdiensten geht man unaufgeklärt weniger gern.


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#3Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Jan 2009, 01:11 
Zitat:
Angehörige von Pflegebedürftigen:

Fast alle tragen ihre Last allein


ja, kann ich uneingeschränkt so bestätigen, sehe/ höre ich immer wieder, dann aber auch gleich dei Gründe....

oft genannt:

- ich habe es meiner Mutter/ Vater / Partner versprochen

- das bin ich schuldig

und an erster Stelle was sollen die Leute denken wenn ich Mutter/ Vater / Partner "abschiebe"


..nur helfen will keiner, wo sind denn die, die vom Abschieden reden, wenn die Pflegenden mal zum Friseur, zum Arzt oder auch nur mal ganz alleine einen Spaziergang machen wollen??


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#4Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Jan 2009, 19:54 
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"Fast alle tragen ihre Last allein"

.......es gibt immer neun mal kluge Schwätzer,ich sage immer wer das nicht selbst schon mal über einen längeren Zeitraum geleistet hat kann da gar nicht mitreden.Früher war das so üblich da wurden Vater und Mutter zu Hause versorgt. Meine Großeltern auch,wir haben allerdings alle zusammen gelebt und meine Mutter war Krankenschwester. Ich kann mich aber nicht erinnern das Sie med. Pflegefälle waren, Sie sind eigentlich einigermaßen gesund alt geworden und brauchten nur kleine Hilfen. :oops:

Die Menschen sind verschieden es gibt welche die packen zu wenn Not am Mann ist und schaffen das auch und Andere trauen sich das nicht zu haben Angst was falsch zu machen oder wieder Andere die wollen in Ihrem eigenen Leben keine Einschränkungen hin nehmen auch nicht wenn es um die eigenen Eltern geht. :roll:

Meiner Meinung nach, ist es am vernünftigsten wenn sich Eltern und Kinder frühzeitig auch über das Thema alt werden und Pflege auseinandersetzen. Nur so können auch beide Seiten feststellen wer welche Vorstellungen und Wünsche hat und auch wie die Lebensplanung bei den Kindern aussieht,ich denke bei so engen Familienbanden sollte das Reden über dieses Thema möglich sein! :roll:

So kann man dann die vielleicht kommenden Lasten besser verteilen,wenn Sie denn kommen sollten! :-P

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Liebe Grüße von Regina

(50 J.) pflegte 14 Jahre meine Schwiegermutter HB, Pflegestufe III, verstorben am 21.03.2010

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#5Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Jan 2009, 20:03 
Ganz so leicht ist es leider nicht, es müssen schon einige Kriterien zusammenspielen damit das klappt, der Wille allein zählt nicht immer.

Aber - heute ist es allemal leichter als noch vor z.B. 10 Jahren, denn heute haben ganz viele schon Internet und das macht die Suche und das finden von Informationen und Unterstützung um sehr vieles leichter, UND diejenigen die früher mit 50 zum alten Eisen gehörten (noch vor 30 Jahren) sind heute "jünger" denn je.

Aber - jemanden pflegen bedeutet auch, der oder demjenigen sehr nahe zu kommen, und das ist erstmal das A und O, und die staatliche (und KK) Unterstützung ist leider mickriger denn je...


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#6Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Jan 2009, 20:18 
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Unsere Groß-Familienbande war immer eng, ....aber leider nur solange es keine Probleme gab! Geredet wurde nie darüber, wer denn mal am Tage X einspringen soll.

Gruß Sanne


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#7Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Jan 2009, 23:47 
Zitat:
Aber - jemanden pflegen bedeutet auch, der oder demjenigen sehr nahe zu kommen, und das ist erstmal das A und O,


und das ist ein ganz wichtiger Aspekt...für beide Seiten..

kann der Pflegende seinem Elterenteil so nah kommen..

und kann der zu Pflegende sein Kind so nah an sich ran lassen.....


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#8Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Jan 2009, 00:10 
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butzi hat geschrieben:
Zitat:
Aber - jemanden pflegen bedeutet auch, der oder demjenigen sehr nahe zu kommen, und das ist erstmal das A und O,


und das ist ein ganz wichtiger Aspekt...für beide Seiten..

kann der Pflegende seinem Elterenteil so nah kommen..

und kann der zu Pflegende sein Kind so nah an sich ran lassen.....


......so viel habe ich garnicht darüber nachgedacht und meine Schwiegermutter sicher auch nicht. :lol:

......wenn ich so genau darüber nachgedacht hätte, wäre ich vielleicht zu einem anderen Ergebnis gekommen. :roll:

........Mutter und Kind sind sich doch immer nah,finde es bei der eigenen Mutter viel selbstverständiger als bei der Schwiegermutter. :roll:

......wir haben einfach nur geholfen ohne großartig nachzudenken. :-P

.......Finde der Wille ist Vorraussetzung,natürlich auf beiden Seiten. Wenn einer will und der Andere nicht kann ich nicht erfolgreich pflegen.

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#9Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Jan 2009, 00:16 
toll wenn es bei euch so ist.......

ich pflege seit 21 Jahren ohne Hemmungen vor irgendwas....

aber meine Mutter ( BJ 1924) lässt weder mich noch meine Schwägerin ran, als sie vorrübergehend Hilfe brauchte nach einer Fraktur, musste ein Pflegedienst her...

mein Bruder ist auch so ein ganz verklemmter, Regina ob du es nun glaubst oder nicht... es gibt Menschen, die können gewisse Dinge nicht von ihnen nahe stehenden Menschen tun lassen bzw. an ihnen tun...


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#10Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Jan 2009, 00:24 
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.......na klar weiß ich das, die Tochter von meiner Schwiegermutter ist Altenpflegerin kann auch nicht! :roll:

........ich wollte damit auch nur sagen wenn man wirklich will auf beiden Seiten dann findet man einen Weg,ich wäre auch nie Krankenschwester geworden.Aber man kann viel auch sich überwinden wenn man es wirklich will. :roll:

.....Meine Oma hat immer scherzhaft gesagt ,wo ein Wille ist ist auch ein Gebüsch....das stimmt. :-P

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#11Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Jan 2009, 05:48 
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Den gleichen Gedanken wie Butzi hatte ich gestern auch ..... Butzi ist mir zuvor gekommen.

Ich würde nicht wollen, dass meine Kinder mich pflegen, dann lieber einen Pflegedienst und wenn ich nicht mehr allein zu Hause sein kann,
dann in ein Pflegeheim.

Meine Kinder zu pflegen (wenn sie es wollen!) wäre für mich kein Problem.

_________________
Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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#12Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Jan 2009, 07:42 
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kann das eigentlich nur aus der betroffennsicht bestätigen ...

das was ich heute an pflege benötige und erhalte, das wäre innerhalb der familie nicht möglich gewesen, da wäre man sehr schnell an grenzen gestossen.
die pflege ansicht, je nach bedürftigkeit, stösst sehr schnell auch in intime bereiche,
wo unbedingt das schamgefühl der helfenden und der betroffenen zu berücksichtigen ist.
liebe, zuneigung, vertrauen ist kein allheilmittel was in solchen situationen übr bestimmte hürden hilft.
und dieser faktor ist eigentlich noch wichtiger, als die quallifikation der pflege, die zusätzlich vorhanden sein muß

pflege kann nur dann erfolgreich sein, wenn die chemie zueinander stimmt.
und das ist hier im heim nicht anders als wie in den familie auch.
jede oder jeder würde ich hier auch nicht an mich ranlassen.

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