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 Betreff des Beitrags: Parkerleichterung - Ausnahmegenehmigung
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Dez 2009, 15:25 
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Parkerleichterung - Ausnahmegenehmigung/Parkplatzreservierung

Für:
schwerbehinderte Menschen mit Ausweismerkzeichen aG und Bl

Zuständig:
Straßenverkehrsbehörde der Landkreise, der kreisfreien Städte und der großen
Kreisstädte in deren Bereich der Behinderte seinen Wohnsitz hat

Erforderliche Unterlagen:
Schwerbehindertenausweis, Feststellungsbescheid des
Versorgungsamtes

Rechtsquelle/Fundstelle:

§ 46 Abs. 1 StVO in der Fassung des Inkrafttretens vom 01.03.2007. Letzte Änderung durch: Vierundvierzigste Verordnung zur Änderung straßenrechtlicher Vorschriften vom 18. Dezember 2006 (BGBl. 2006 Teil 1 Nr. 62 S. 3226, ausgegeben zu Bonn am 21. Dezember 2006); VwV Parkerleichterungen vom 22.05.2006.

Wenn Sie schwerbehindert sind, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahmegenehmigung beantragen, die Sie berechtigt, an Stellen zu parken, an denen üblicherweise das Parken nicht erlaubt ist.

Den Antrag stellen Sie bei der örtlich zuständigen Straßenverkehrsbehörde.

Die Ausnahmegenehmigung kann auch schwerbehinderten Menschen erteilt werden, die keine Fahrerlaubnis besitzen,
sowie Blinden. Diese berechtigt dann den jeweiligen Fahrer bei der Beförderung der behinderten Person zum Parken im nachfolgend erklärten Umfang.

Der europaweit gültige blaue Parkausweis berechtigt bundesweit schwerbehinderten Menschen - außergewöhnlich gehbehinderte Menschen (Ausweismerkzeichen aG) und blinde Menschen (Ausweismerkzeichen Bl) zum Parken.

im eingeschränkten Halteverbot und auf für Anwohner reservierten Parkplätzen bis zu drei Stunden parken
(Parkscheibe erforderlich),

im Zonenhalteverbot und auf gekennzeichneten öffentlichen Parkflächen die zugelassene Parkdauer überschreiten,

in Fußgängerzonen während der Ladezeiten parken,

an Parkuhren und bei Parkscheinautomaten ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung parken,

auf reservierten Parkplätzen parken, die durch ein Schild mit dem „Rollstuhlfahrersymbol“ gekennzeichnet sind,

in verkehrsberuhigten Bereichen außerhalb gekennzeichneter Flächen parken, soweit der übrige Verkehr
(insbesondere der fließende Verkehr) nicht unverhältnismäßig beeinträchtigt wird.


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 Betreff des Beitrags:
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Dez 2009, 15:27 
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Spezielle Ausnahmegenehmigungen, jedoch ohne Ausstellung einen Blaues Parkausweises

gibt es für:

- Menschen ohne Hände oder Arme (sogenannte Ohnhänder bzw. Ohnarmer).
Sie dürfen mit der Ausnahmegenehmigung ihre Fahrzeuge gebührenfrei auf Parkplätzen mit Parkuhren und Parkscheinautomaten sowie im Halteverbot für eine Zone bzw. auf Parkplätzen mit zeitlicher Begrenzung ohne Benutzung einer Parkscheibe abstellen.

- kleinwüchsige Menschen mit einer Körpergröße von 1,39 m oder weniger. Sie dürfen mit der
Ausnahmegenehmigung an Parkuhren und Parkscheinautomaten gebührenfrei parken.

Zum berechtigten Personenkreis die eine Ausnahmegenehmigung nach § 46 StVO zur Parkerleichterung beantragen können, gehören:

a) schwerbehinderte Personen, denen ein Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 80 allein infolge Funktionsstörungen der unteren Gliedmaßen und/oder der Lendenwirbelsäule und die Merkzeichen G (erheblich Gehbehindert) und B (Notwendigkeit ständiger Begleitung) oder ein GdB von wenigstens 70 allein infolge Funktionsstörungen und gleichzeitig ein GdB von wenigstens 50 infolge Funktionsstörungen des Herzens oder der Lunge und das Merkzeichen G durch das Amt für Versorgung und Soziales bescheinigt wurde.

b) Personen, die auf Grund ihrer Behinderung zum Ein- und Aussteigen auf das vollständige Öffnen der Türen und somit auf Parkmöglichkeiten mit besonderer Breite angewiesen sind.

c) Personen, die vor oder nach einer schweren Operation stehen oder die sich in oder nach medizinischer Behandlung befinden.

Maßgeblich ist die nur vorübergehende, weniger als sechs Monate dauernde außergewöhnliche Gehbehinderung, so dass die Feststellung eines GdB nach dem Schwerbehindertenrecht i. d. F. des Sozialgesetzbuches (SGB) Neuntes Buch (IX) – Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen – vom 19. Juni 2001 (BGBl. I S. 1046, 1047) zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes zur Änderung des Betriebsrentengesetzes und anderer Gesetze vom 02. Dezember 2006 (BGBl. I S. 2744) Rechtsstand 11. Dezember 2006, nicht zulässig ist.

Den berechtigten Personen kann die Genehmigung erteilt werden, mit einem Kraftfahrzeug
a) an Stellen, an denen das eingeschränkte Halteverbot (Z 286 StVO) angeordnet ist, und im Bereich eines Zonenhalteverbotes (Z 290 StVO), bis zu drei (3) Stunden parken,

b) im Bereich eines Zonenhalteverbotes (Z 290 StVO), in dem durch Zusatzschild das Parken zugelassen ist, die gewöhnliche Parkdauer zu überschreiten,

c) an Stellen, die durch Zeichen Parkplatz (Z 314 StVO) oder Parken auf Gehwegen (Z 315 StVO) gekennzeichnet sind und für die durch ein Zusatzschild eine Begrenzung der Parkzeit angeordnet ist, über die zugelassene Zeit hinaus zu parken,

d) in Fußgängerzonen, in denen das Be- und Entladen für bestimmte Zeiten freigegeben ist, während der Ladezeiten zu parken

e) in verkehrsberuhigten Bereichen (Z 325 StVO) außerhalb der gekennzeichneten Flächen, ohne den durchgehenden Verkehr zu behindern, zu parken,

f) auf Behindertenparkplätzen zu parken.


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#3Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Dez 2009, 15:29 
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Urteile


Bereits nach 15 Minuten kann die Polizei ein Kfz abschleppen lassen, das einen
Schwerbehindertenparkplatz unberechtigt besetzt
(VGH Kassel vom 15.06.1987 - 11 VE 2521/84).

Auch Fahrzeuge von schwerbehinderten Menschen mit Parkausweis
dürfen abgeschleppt werden, wenn sie den Parkplatz ohne triftigen
Grund länger als nötig belegen (OVG Koblenz JA 15/ 88).

Bei unberechtigt auf Behindertenparkplätzen abgestellten Kraftfahrzeugen wird
ein Verwarngeld in Höhe von 35 EUR erhoben. Unberechtigt auf Behindertenparkplätzen
abgestellte Fahrzeuge können grundsätzlich auch dann abgeschleppt werden, wenn ein Berechtigter nicht am Parken gehindert wird
(OVG Münster VRS 69, 475; München NJW 1989, 245).

_________________
Herzliche Grüße
Elke
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Sorgen von der Seele schreiben.
Erfahrungen miteinander austauschen.
Gegenseitig unterstützen, Mut machen und Trost spenden.


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#4Ungelesener BeitragVerfasst: 1. Aug 2010, 14:55 
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Achtung: neue Parkausweise für Behinderte

Am 31. Dezember 2010 verlieren Parkausweise für behinderte Menschen, die vor dem 01. Januar 2001 ausgestellt worden sind, ihre Gültigkeit. Betroffene MS-Erkrankte sollten zeitnah das europaweit gültige neue Dokument beantragen.

Der bisherige dunkelblaue Parkausweis wird ausgemustert. Wer Unannehmlichkeiten am Jahresende verhindern will, sollte sich rechtzeitig um den neuen EU-einheitlichen Ausweis kümmern, der in allen Ländern der EU dazu berechtigt, Behindertenparkplätze zu nutzen.

Bild

Dieser Parkausweis wurde bis zum 31.12.2000 in Deutschland ausgegebenen und wird nur noch bis zum 31.12.2010 anerkannt - unabhängig davon, ob der Parkausweis befristet oder unbefristet ausgestellt wurde.
Bis 31.12.2010 ist ein Umtausch in den neuen Parkausweis erforderlich.

Der neue Parkausweis sieht so aus:

Bild

Information:
Außergewöhnlich gehbehinderte Menschen (Ausweismerkzeichen aG) und blinde Menschen (Ausweismerkzeichen Bl) können vom Straßenverkehrsamt einen Parkausweis erhalten. Seit dem 01.01.2001 gibt es einen europäischen Parkausweis für behinderte Menschen. Dieser wird in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union anerkannt und ist mit einem Lichtbild zu versehen. Damit können Parkerleichterungen genutzt werden, die in dem Mitgliedsstaat eingeräumt werden, in dem sich der Ausweisinhaber aufhält.

Gleichzeitig erhalten Antragsteller eine von der Europäischen Union herausgegebene Broschüre, die die Nutzungsmöglichkeiten in den einzelnen Ländern beschreibt. Die Parkmöglichkeit auf Behindertenparkplätzen muss an Ihrem Wohnort beim Straßenverkehrsamt beantragt werden. Voraussetzung ist, dass im Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen "aG" oder "Bl" eingetragen ist oder die sonstigen Voraussetzungen vorliegen. Hier hilft Ihnen das zuständige Versorgungsamt weiter.

Die Gestaltung des Parkausweises
Größe, Farbe, Material, Inhalt und Anbringung ist standardisiert, um die Bewegungsfreiheit von Menschen mit Behinderungen europaweit zu fördern. Die genauen Bestimmungen sind der Empfehlung und ihrem Anhang zu entnehmen.
Bei der Antragstellung sind folgende Unterlagen im Original oder in Kopie vorzulegen:

* der Schwerbehindertenausweis mit den Merkmalen "aG" oder "Bl"
* ein Foto im Passbildformat

Schwerbehinderte, die noch im Besitz eines "alten" Parkausweises sind, sollten bei der Antragstellung den alten Ausweis im Original ebenfalls vorlegen.

Der europaweit vereinheitlichte Ausweis ist beim Parken deutlich sichtbar hinter der Windschutzscheibe anzubringen.

Wichtig: Die Ausnahmegenehmigung muss zusätzlich immer mitgeführt werden.


Fundstelle:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales- Juli 2010


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 Betreff des Beitrags: Re: Parkerleichterung - Ausnahmegenehmigung
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Feb 2016, 21:44 
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scheint sich hier wohl zu fühlen

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In Niedersachsen kann ein Blauer Behindertenparkausweis auch bei einen Ablehnungsbescheid ausgestellt werden.
Der Parkausweis ist zeitlich begrenzt und zählt nur vom Wiederspruch bis zum neuen Bescheid.Bei Ablehnung und erneuten wiederspruch kann er nicht neu ausgestellt oder verlängert werden.Der Parkausweis zählt nur im Landkreis wo man wohnt und in angrenzenden Kreisen.Das wird auch auf dem Ausweis vermerkt.

Es gibt auch einen orangen Parkausweis . Den bekommt man ab " 80 % und G".
Mit den Parkausweis darf man nicht auf Behinderten Parkflächen parken !
An Parkflächen mit Parkuhr oder Parkautomat braucht man nicht bezahlen.

Wie das in anderen Bundesländer läuft kann ich nicht sagen.

_________________
Hypoxisch-ischämischer Gehirnschaden,Z.n.Op zelebrales Aneurrysma,Hemihypästhesie links,Dysmetrie ds,
Z.n.Meningitis,Parkinson durch hypoxischen Gehirnschaden


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 Betreff des Beitrags: Re: Parkerleichterung - Ausnahmegenehmigung
#7Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Apr 2016, 09:57 
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Was müssen Inhaber eines Parkausweises für behinderte Menschen beachten?

Grundsätzlich müssen zuerst andere Parkmöglichkeiten in zumutbarer Nähe genutzt werden.
Die Höchstparkdauer beträgt 24 Stunden. Parken ist nur erlaubt, so lange dies notwendig ist (z.B. für einen Arztbesuch oder zum Einkaufen).
Der Parkausweis gilt nur für PKWs und Motorräder.
Der Parkausweis muss im Auto gut sichtbar ausgelegt werden.
Der Verkehr darf nicht durch das geparkte Fahrzeug behindert werden.
Keinesfalls darf der Parkausweis von nichtbehinderten Verwandten und Bekannten genutzt werden, wenn der Ausweisinhaber nicht an der Fahrt beteiligt ist.
Auf wen das Fahrzeug zugelassen ist, spielt keine Rolle.

Fundstelle:
http://www.intakt.info/informationen-un ... erung/#a05


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 Betreff des Beitrags: Re: Parkerleichterung - Ausnahmegenehmigung
#8Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Apr 2016, 10:49 
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Zitat:
orangen Parkausweis . Den bekommt man ab " 80 % und G".


Trifft nicht überall zu. Bei uns gibt es den erst mit "aG". Das war mein Kampf mit den Ämtern, der dann durch den Tod meines Mannes beendet wurde. Mein Mann hatte 100% und "G" und "B" - nutzte nichts.
LG Moni

_________________
Moni (JG 1954) pflegte Ehemann Hermann (JG 1936) Z.n.Schlaganfall 2004 nach absoluter Arrhythmie, von dem er sich aber gut erholte. Später kamen schwere Arthrose + extreme Schwerhörigkeit dazu. Ab Ende 2014 wurde er immer schwächer. Anf. Jan. 2015 TIA , als Folge PS 2. Am 22.03.15 wurde mir die Diagnose meines Mannes "inoperables Bronchialkarzinom" eröffnet, am 26.03.15 hab ich ihn vom Krankenhaus heimgeholt und am 27.03.15 ist er in seinem Bett friedlich eingeschlafen für immer.


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 Betreff des Beitrags: Re: Parkerleichterung - Ausnahmegenehmigung
#9Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Apr 2016, 11:45 
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Die sind immer so schön formuliert die vielen Vorteile die wir "Behinderte" doch haben
und oftmals schüren sie falsche Hoffnungen

Antrag auf einen Gleichstellungs-Parkausweis

Der Antrag auf den orangen Parksausweis, die Sonderregelung zu Parkerleichterungen für besondere Gruppen Schwerbehinderter (Gleichstellung), wird bei der für den Wohnort zuständigen Straßenverkehrsbehörde gestellt. Die Anforderungen, um die orange Parkerleichterung zu beantragen, sind wie folgt:
http://mobilista.eu/409/orange-parkerle ... pflichten/


und beim genaueren Lesen, müssen wir feststellen diesen orangen Parkausweis (der nicht zum Parken auf Behindertenparkplätzen berechtigt)
bekommt nur derjenige mit

Merkzeichen „G“ und „B“ und Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 80 allein wegen der Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken)

Merkzeichen „G“ und „B“ und Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 70 allein wegen der Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken) und gleichzeitig einem Grad der Behinderung von wenigstens 50 wegen Funktionsstörungen des Herzens oder der Atmungsorgane

Morbus-Crohn bzw. Colitis-Ulcerosa mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 60 wegen dieser Erkrankung
doppeltes Stoma (künstlicher Darmausgang und künstliche Harnableitung) mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 70 und Auswirkungen auf die Gehfähigkeit

mehr ....
http://mobilista.eu/409/orange-parkerle ... pflichten/

_________________
Herzliche Grüße Elke
Elke (10/44) und Gerd (07/56)
Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, hirnorganisches Psychosyndrom , Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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 Betreff des Beitrags: Re: Parkerleichterung - Ausnahmegenehmigung
#10Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Apr 2016, 18:02 
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Antrag auf einen Gleichstellungs-Parkausweis

Der Antrag auf den orangen Parksausweis, die Sonderregelung zu Parkerleichterungen für besondere Gruppen Schwerbehinderter (Gleichstellung), wird bei der für den Wohnort zuständigen Straßenverkehrsbehörde gestellt. Die Anforderungen, um die orange Parkerleichterung zu beantragen, sind wie folgt:
http://mobilista.eu/409/orange-parkerle ... pflichten/


und beim genaueren Lesen, müssen wir feststellen diesen orangen Parkausweis (der nicht zum Parken auf Behindertenparkplätzen berechtigt)
bekommt nur derjenige mit

Merkzeichen „G“ und „B“ und Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 80 allein wegen der Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken)

Merkzeichen „G“ und „B“ und Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 70 allein wegen der Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen (und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken) und gleichzeitig einem Grad der Behinderung von wenigstens 50 wegen Funktionsstörungen des Herzens oder der Atmungsorgane

Morbus-Crohn bzw. Colitis-Ulcerosa mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 60 wegen dieser Erkrankung
doppeltes Stoma (künstlicher Darmausgang und künstliche Harnableitung) mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 70 und Auswirkungen auf die Gehfähigkeit

mehr ....

http://mobilista.eu/409/orange-parkerle ... pflichten/


da hab ich mich auch eingelesen und diesen "orangen" Ausweis kannte ich mal gar nicht!!!
wieder was gelernt

_________________
in diesem Sinne

Susanne

Neben meiner Tätigkeit als Pflegedienstleitung in einem Pflegeheim war ich
der "Kümmerer" von Mac PS2 bds. Beinamputiert und und und...
den ich 2007 über dieses Forum kennengelernt habe. Mac ist am 14.1.2016 auf seine letzte Reise gegangen


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 Betreff des Beitrags: Re: Parkerleichterung - Ausnahmegenehmigung
#11Ungelesener BeitragVerfasst: 4. Apr 2016, 18:03 
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Liebe Elke, genau den Satz hab ich unserem Landrat schriftlich an den Kopf geknallt:
Die sind immer so schön formuliert die vielen Vorteile die "Behinderte" doch haben
und oftmals schüren sie falsche Hoffnungen

Weder er noch der Behindertenbeauftragte sind darauf eingegangen - sondern sie versteiften sich darauf, ich solle beim Versorgungsamt das "aG" beantragen und wenn ich DAS hätte, könnte ich ja nochmal ......usw usw
Bei meinem Mann trafen alle Kriterien zu -Herz, LWS (hatte ja auch mehrere versteifte Wirbel, die Probleme beim Gehen machten) massive Hörbehinderung.... aber ohne "aG" stellten sie sich stur. Ich hätte das durchgekämpft, da ja auch die Begleitperson vonnöten war - ist es sicher nicht bei jemandem, der keine Hilfe braucht. Ich war schon dabei, einen Artikel darüber in unsere regionale Zeitung zu setzen, wie behindertenfreundlich unser Kreis ist....aber es war dann ja nicht mehr aktuell. Korinthenk*cker..... elendige. :dash3: Denen kann man nur an den Hals wünschen, dass sie selber mal in so eine Lage kommen.
LG Moni

_________________
Moni (JG 1954) pflegte Ehemann Hermann (JG 1936) Z.n.Schlaganfall 2004 nach absoluter Arrhythmie, von dem er sich aber gut erholte. Später kamen schwere Arthrose + extreme Schwerhörigkeit dazu. Ab Ende 2014 wurde er immer schwächer. Anf. Jan. 2015 TIA , als Folge PS 2. Am 22.03.15 wurde mir die Diagnose meines Mannes "inoperables Bronchialkarzinom" eröffnet, am 26.03.15 hab ich ihn vom Krankenhaus heimgeholt und am 27.03.15 ist er in seinem Bett friedlich eingeschlafen für immer.


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