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 Betreff des Beitrags: chronisch krankes Kind- Hilfe für Mutter?
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Sep 2017, 07:35 
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Hallo,

ich weiß jetzt nicht, ob das Thema hier richtig ist.
Wir haben eine alleinerziehende Mutter in der Kita. Ihr 4-jähriger Sohn hat nach langen hin und her endlich diesen Kitaplatz bekommen, da er in sämtlichen anderen Kitas abgewiesen wurde. Seit Januar ist er also in unserer Einrichtung.
Das Problem: er ist hochgradig allergisch gegen Hühnereiweiß, Nüsse, bestimmte Gewürze....und leider kommt nach und nach immer mehr hinzu,wie wir mit Schrecken feststellen mußten.
Die Mutter ist mit den Nerven am ende. Sie kann nicht arbeiten gehen, da sie sofort zu uns kommen muss,wenn ihm wieder etwas passiert- sprich: er hat einen allergischen Anfall. Und das passierte leider in letzter Zeit sehr oft.
Wir haben eine ärztl. Unterweisung bekommen, was dann zu tun ist und die entsprechenden Medikamente liegen in jedem Zimmer der Kita für ihn bereit. Aber wenn es passiert, dann muss sie ja trotzdem unverzüglich kommen und ihn abholen.Sie sitzt also immer auf heißen Kohlen. Und sie rennt von einem zum anderen Arzt mit ihm, um herauszufinden wo gegen er nun seit neuestem allergisch reagiert.(Reaktion: blaue,dicke Lippen, rotes tränendes Auge, Atemnot...)
An das Jugendamt hat sie sich auch schon gewandt, da sie sich überlastet fühlt und schon ganz verzweifelt ist. Leider wird es nicht besonders ernst genommen. Sie hatte die Hoffnung eine Art Haushaltshilfe zu bekommen, die ihr im Alltag helfen könnte.Das Amt meinte, dass sie evtl. eine Integrationshelferin für die Kita bekommen könnte.

Nun ist es so, dass Integrationshelfer meistens junge unerfahrene Leute sind, die ein Kitakind im Spielen und bei seinen Tätigkeiten in der Kita auffangen. Aber er ist ja eher chronisch krank. Der Helfer müßte sich darum kümmern bei einem allergischen Reaktion die entsprechenden Schritte einzuleiten und Arztbesuch usw. organisieren...gegebenenfalls Notarzt usw....sprich: wir denken da eher an eine Person, die Krankenpfleger o.ä. ist.

Nun ja, jedenfalls versteht man die Sorge der Mutter nicht wirklich, beim J.amt. Und so bat sie uns Erzieher um Hilfe.
Nur weiß ich auch nicht wie man einer solchen Mutter helfen könnte. Eigentlich ist es ja ähnlich wie bei einem pflegenden Angehörigen, denn sie muss immer für ihn parat stehen wenn etwas ist. Sie kann gar nicht zusehen, dass sie arbeiten geht usw.

Weiß hier ectl. jemand eine Möglichkeit der Hilfe?

LG
Birgit


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 Betreff des Beitrags: Re: chronisch krankes Kind- Hilfe für Mutter?
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Sep 2017, 16:48 
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Liebe Birgit,

eigene Erfahrungen habe ich nicht. Ich kann nur sagen, welche Wege ich versuchen würde:

Als Erstes würde ich bei so gravierenden Allergien, bei denen wie du schreibst auch immer noch geklärt werden muss, wo sie eigentlich herkommen, mit dem Arzt sprechen und um eine Überweisung in eine Fachambulanz/klinik bitten, die nicht nur auf Allergien, sondern besonders auf Allergien bei Kindern spezialisiert ist. Für NRW habe ich z.B. dies hier gefunden:

http://www.uniklinik-duesseldorf.de/uaz

Eine gründliche Untersuchung mit dann klaren Verhaltensregeln und angepassten Medikamenten könnte mit Glück schwere Allergieanfälle weitesgehend vermeiden.

Wenn es aber doch notwendig sein sollte, dass der Junge jederzeit Hilfe hat, gibt es unter Umständen die Möglichkeit, einen Pflegedienst einzubeziehen. Dies habe ich dazu gefunden:

Zitat:
Können Kinder nicht auf professionelle Hilfe von außen verzichten, gibt es die Möglichkeit, einen Pflegedienst für die Betreuung zu engagieren. Den bezahlt die Krankenkasse.

http://www1.wdr.de/verbraucher/gesundhe ... r-100.html

Ansprechpartner wäre hier also eventuell die Krankenkasse auf Verordnung des Kinderarztes. Es würde sicher nötig sein, gute Gründe für so eine Hilfe vorzutragen. Deshalb würde ich ab sofort ein Tagebuch mit wirklich allen Vorkommnisse führen. Das kann außerdem auch den Ärzten helfen, Ursachen zu finden, wenn dann daneben auch notiert wird, was das Kind gegessen hat und womit es sonst in Kontakt gekommen ist.

Ein weiterer eventuell nützlicher Link, den ich gefunden habe, wäre das "Nationale Zentrum Frühe Hilfen".

https://www.fruehehilfen.de/bundesiniti ... d-pfleger/

Laut Homepage wurde dieses Zentrum vom Bundesministerium Familie, Senioren, Frauen... gegründet und hat seinen Sitz in Köln. Wenn ich es richtig verstehe, wird dort nicht selbst Hilfe geleistet, sondern Projekte gefördert und begleitet. Dazu gehören auch Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger. Es lohnt sich also vielleicht, die Sachbearbeiter im Jugendamt gezielt darauf anzusprechen und danach zu fragen. Auch für die Sachbearbeiter wird es sich eher um Einzelmaßnahmen, die nicht jeden Tag vorkommen handeln, die sie deshalb nicht sofort im Kopf haben können.

Alles Gute für die beiden!

Grüße

Maria

_________________
Ich (08/50) kümmerte mich um meine Tochter (01/72, verstorben 05/14, MS, Pflegestufe 3), die mit 24 Stunden-Assistenz finanziert durch ein persönlichen Budget nach dem Arbeitgebermodell in ihrer eigenen Wohnung lebte.


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 Betreff des Beitrags: Re: chronisch krankes Kind- Hilfe für Mutter?
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Sep 2017, 17:46 
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Vielen Dank für die vielen Infos!! :girldanke:

Ich werde auf den Seiten einmal recherchieren und es schnell an die Mutter weitergeben. :girldanke:

Verhaltensregeln wurden in Zusammenarbeit mit der Uniklinik schon festgelegt.Das Problem ist zur Zeit, dass er ganz plötzlich neue Allergien entwickeln kann, und es braucht dann wieder lange, bis der Arzt in der Klinik per Untersuchungen den Übeltäter gefunden hat.

Jedenfalls- toll, dass Du soviel gefunden und hier verlinkt hast.

LG
Birgit


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