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 Betreff des Beitrags: Kurzzeitpflege voll ausschöpfen
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 16. Okt 2012, 21:35 
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scheint sich hier wohl zu fühlen

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Hallo,
Kurzzeitpflege-Anbieter sind oft nicht bereit bis zum letzen Cent den zustehenden Betrag auszuschöpfen.
Z.B.
Wenn der vorhandenen Betrag nicht für alle Tage ausreicht, wird nur bis zu diesem Tag über Kurzzeit abgerechnet, wo Geld vorhanden ist.
Danach wird Verhinderungspflege abgerechnet oder Privat-Rechnung gestellt.
Die wenigsten Anbieter sind bereit notfalls ihre Rechnung anteilig zu splitten.
Die Pflegekassen reagieren nur auf Drängen der Betroffenen und verweisen meistens auf die noch vorhandenen Mittel der Verhinderungspflege. Nur wiederwillig sind Pflegekassen bereit interen Verrechnung vorzunehmen.

Dadurch gehen Betroffenen jährliche Ansprüche verloren.

Gruß
Claus


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 Betreff des Beitrags: Re: Kurzzeitpflege voll ausschöpfen
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 1. Feb 2013, 08:40 
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Ich denke, es sollte immer im Vorfeld mit der Pflegekasse abgeklärt werden, wie lange möchte ich meinen Angehörigen in einer Kurzzeitpflege unterbringen. Die Pflegekasse übernimmt für die Kurzzeitpflege z. Z. jährlich bis zu 1550 Euro - bis zu 28 Tage im Jahr. Jeder kann sich im Vorfeld ausrechnen, nach wie vielen Tagen ist diese Summe aufgebraucht. Wenn es zwingend notwendig ist, den Angehörigen noch weitere Tage unterzubringen und dafür die noch vorhandenen Mittel der Verhinderungspflege einsetzen zu wollen, sollte auch dies bereits im Vorfeld mit der Pflegekasse und der Einrichtung abgesprochen werden, denn die Inanspruchnahme von Verhinderungspflege wird nicht automatisch auf den Anspruch von Kurzzeitpflege angerechnet!

Reichen die Mittel der Kurzzeitpflege und der Verhinderungspflege dann immer noch nicht aus,
ist es auch möglich, beim Sozialamt "Hilfe zur Pflege" zu beantragen. Aber auch dort muss - wie bei der Pflegekasse - der Antrag vorher gestellt werden.

Wobei, die Verhinderungspflege vorrangig von Angehörigen gerne für eine kurzzeitige Entlastung in der Häuslichkeit
als "stundenweise" Verhinderungspflege eingesetzt wird.

 ! "info":
Der Anspruch ist nicht nur zeitlich, sondern auch wertmäßig begrenzt.
Die Aufwendungen der Pflegekasse dürfen den Gesamtbetrag von 1550,- € im Kalenderjahr nicht übersteigen.
Die Pflegekasse zahlt den Leistungsbetrag unmittelbar an den Leistungsträger der Einrichtung.


 ! "info":
Zu den Kosten kommen außerdem Tagessätze für Unterkunft und Verpflegung hinzu, die vom Pflegebedürftigen selbst aufzubringen sind. Da die Tagessätze der Einrichtungen variieren, lohnt es sich auf jeden Fall, die Angebote zu vergleichen und sie außerdem aufschlüsseln zu lassen. Bei Empfängern von Pflegegeld tritt an die Stelle des Pflegegeldes die Kurzzeitpflege. Für den Aufnahme- und Entlassungstag wird das Pflegegeld gezahlt.
Es ist möglich - sofern sie bewilligt sind - diese Kosten über die zusätzlichen Betreuungsleistungen abzurechnen.


 ! "info":
Ab 01.01.2013 wird das Pflegegeld während der Kurzzeitpflegezeit zu 50% weiterbezahlt.


 ! "info":
Die Inanspruchnahme einer Verhinderungspflege erfordert eine sogenannte Vorauspflege (der Pflegebedürftige muss bereits mindestens 6 Monate durch eine Pflegeperson in seiner häuslichen Umgebung gepflegt werden).

_________________
Herzliche Grüße Elke
Elke (10/44) und Gerd (07/56)
Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, hirnorganisches Psychosyndrom , Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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