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 Betreff des Beitrags: "Investitionskosten" bei ambulanter Pflege?
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Dez 2017, 10:24 
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Hallo zusammen!

Allen "Mitpflegenden" ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Hahr!

Meine Mutter (Pflegegrad 4) wird noch in der eigenen Wohnung betreut und erhält seit Kurzem einmal wöchentlich Besuch von einem ambulanten Pflegedienst, der ihr bei der "großen Körperpflege" behilflich ist. Der Pflegedienst rechnet seine Leistungen mit der Pflegeversicherung ab (meine Mutter ist gesetzlich versichert), stellt meiner Mutter aber darüber hinaus 1,50 € pro Besuch als "Investitionskosten" privat in Rechnung.

Gibt es dafür eine Rechtsgrundlage?

LIebe Grüße, Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: "Investitionskosten" bei ambulanter Pflege?
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Dez 2017, 11:44 
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Hallo Andreas,

nach dem Gesetz für die Soziale Pflegeversicherung (§ 82 Absatz 4 SGB XI ). Es können ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen ihre Investitionsaufwendungen auf die Pflegebedürftigen umlegen.

Bekommt der Pflegebedürftige "Hilfe zur Pflege" übernimmt diese Kosten das Sozialamt.
Es erfolgt in diesem Fall eine Berechnung des Eigenanteils (nach Einkommen) und muss ggf. direkt an den Pflegedienst gezahlt werden.

_________________
Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
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 Betreff des Beitrags: Re: "Investitionskosten" bei ambulanter Pflege?
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Dez 2017, 18:32 
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Hallo Elke,

danke für deine Antwort. Muss der Staat Pflegedienst das der gepflegten Person vorher mitteilen? Woher weiß ich, ob der Pflegedienst nicht nach Landesrecht gefördert wird? Wer überprüft, dass das Geld tatsächlich verwendet wird, wie in § 82 Abs. 4 SGB XI vorgesehen?

Im konkreten Fall wurden wir vorher nicht informiert; der Pflegedienst hat einfach ungefragt eine Rechnung geschickt und das wurmt mich jetzt schon ein bisschen.

Liebe Grüße, Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: "Investitionskosten" bei ambulanter Pflege?
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dez 2017, 12:05 
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Im konkreten Fall wurden wir vorher nicht informiert; der Pflegedienst hat einfach ungefragt eine Rechnung geschickt und das wurmt mich jetzt schon ein bisschen.

Liebe Grüße, Andreas


Hallo Andreas,

ich denke über Rechnungen freut sich keine(r). :dfbgirliezwinkern:
Was mich wundert, denn mir ist in Erinnerung, dass deine Mutter schon seit 2014 den PD (damals noch mit Pflegestufe 2)
in Anspruch nimmt, aber erst heute eine Rechnung für die Investitionskosten eintrifft.
Im Pflegevertrag müssen vereinbarte Leistungen mit Einzelpreisen aufgeführt sein. Es reicht nicht, wenn nur die Gesamtkosten genannt werden. Die einzelnen Leistungen sollten inklusive der entstehenden Kosten verständlich beschrieben sein. Auch wann und wie häufig der Pflegedienst kommt, sollte festgelegt sein. So lassen sich spätere Streitigkeiten vermeiden.
Im Pflegevertrag sollten Investionskosten erwähnt sein.
Und ob dieser PD bezuschusst wird, kann ich dir nicht sagen, kenne weder das Bundesland noch den PD.
Da solltest du dich beim Landkreis direkt erkundigen.

_________________
Herzliche Grüße Elke

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 Betreff des Beitrags: Re: "Investitionskosten" bei ambulanter Pflege?
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dez 2017, 16:35 
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Hallo Elke,

dein Gedächtnis ist wirklich ausgezeichnet ;)

Meine Mutter hatte in der Tat bereits 2014 einen Pflegedienst in Anspruch genommen, der zwei- oder dreimal pro Woche kam. Dieser Pflegedienst hat keine Investitionskosten in Rechnung gestellt und ich selbst kenne das bisher auch nur aus dem Bereich der stationären Pflege. Der Pflegedienst wurde dann abbestellt, weil meine Mutter seither von zwei "Pflegehaushaltshilfen" betreut wird, die sie angestellt hat und die abwechselnd in ihrem Haushalt wohnen. Das sind aber keine Pflegefachkräfte und da meine Mutter inzwischen hilfebedürftiger geworden ist, haben wir jetzt wieder einen Pflegedienst für die "große Körperpflege" mit dazu genommen.

Leider hatte der Dienst von 2014, mit dem wir sehr zufrieden waren, keine Kapazitäten frei und so haben wir einen anderen Pflege3dienst beauftragt. Im Vorgespräch mit diesem Pflegedienst wurde die Abrechnung von Investitionskosten nicht erwähnt; der Dienst hat dann einfach zu arbeiten begonnen und rechnet auch mit der KV ab, stellt die Investitionskosten aber meiner Mutter in Rechnung. Mitte Dezember dann wurde meiner inzwischen fast 93-jährigen Mutter von der sie besuchenden Pflegekraft ein Vertrag in dreifacher Ausfertigung zur Unterschrift vorgelegt - und sie hat ihn natürlich unterschrieben. Was in dem Vertrag steht, weiß ich nicht, denn die Pflegekraft hat alle Exemplare wieder mitgenommen. Meine Mutter ist zwar nicht dement, aber ich wage doch sehr zu bezweifeln, ob sie wirklich den vollständigen Inhalt dessen erfasst hat, was sie da unterschrieben hat.

Mir persönlich geht es weniger um die 1,50 € pro Besuch, sondern um das Vorgehen des Pflegedienstes - das brauche ich, glaube ich, nicht weiter zu kommentieren. Ich bin da momentan "dran".

Liebe Grüße, Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: "Investitionskosten" bei ambulanter Pflege?
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dez 2017, 16:59 
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Hallo Andreas,

ich habe versucht, google zu befragen und folgendes gefunden:
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