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 Betreff des Beitrags: Diskussion: Treppenlift oder Umzug ins Erdgeschoss?
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 20. Jun 2017, 22:23 
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Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum und würde gleich gerne mit Euch eine Diskussion führen, um Anregungen bzgl. der Frage zu bekommen, ob ich für meine Mutter eher einen Treppenlift installieren lassen soll oder einen Umzug in das Erdgeschoss ihres Hauses vorschlagen soll.

Hintergrund:
Meine Mutter ist 83, nach 2x Oberschenkelhalsbruch, einmal Oberarmbruch und mehreren mehrwöchigen Krankenhaus- und Pflegeheim-Aufenthalten wieder zuhause in ihrer Wohnung.
Sie hat Pflegegrad 3 und erhält ambulante Pflege.
Sie hatte nach den OPs teilweise ein ausgeprägtes Durchgangssyndrom mittlerweile hat sich das aber wieder einigermaßen eingependelt. Trotzdem ist es mit dem Kurzzeitgedächtnis nicht mehr so doll, sie verwechselt vieles, wiederholt sich, etc.
Momentan geht sie mit Mühe und Anstrengung kurze Strecken am Rollator, gelegentlich setzt sie sich auch in den Rollstuhl und stösst sich mit den Füßen ab, um sich fortzubewegen.
Aufgrund der mehrfachen Stürze hat sie natürlich große Angst, dass wieder etwas passiert.
Daher ist sie derzeit und schon seit einigen Wochen nur in ihrer Wohnung im 1. Stock.
In der Kurzzeitpflege saß sie meiste Zeit im Rollstuhl, es wurde mit dem Physiotherapeuten nur das Gehen am Rollator, nicht das Treppensteigen geübt.
Ich weiß also auch gar nicht, ob sie es können würde.
Sie wohnt wie gesagt im 1. Stock ihres eigenen Hauses, im Erdgeschoss ist noch eine kleinere Wohnung, die nur teilweise für Gäste benutzt wird, aber die meiste Zeit leersteht.
Das Haus selbst ist nur über Treppen erreichbar, also auch wenn sie im Erdgeschoss ist, müsste sie noch ein Dutzend Stufen zurücklegen, um in den Hof zum Auto zu kommen. Also müsste da auch noch was gemacht werden.
Jetzt meine Überlegungen
Pro Treppenlift
  • sie kann wohnen bleiben kann, wie sie es gewohnt ist und muss sich nicht umgewöhnen, was speziell angesichts der vermutlich doch irgendwann eintretenden Demenz sicher sinnvoll ist.
Contra Treppenlift
  • Es kostet einen 5-stelligen Betrag. Ob die Krankenkasse einen Zuschuss gibt, wenn sie erfahren, dass im EG eine Wohnung leersteht, ist ungewiss - oder?
  • Wenn sie irgendwann doch mal komplett auf einen Rollstuhl angewiesen ist, dann hilft der Treppenlift auch nicht mehr, dann muss so ein Plattformlift her. (Oder man hat 2 Rollstühle und stellt oben und unten einen hin?)
Pro Umzug
  • Sie könnte immerhin mal etwas vor die Tür, ohne eine Treppe überwinden zu müssen

Contra Umzug
  • Der Gedanke an den Umzug, alles aus- und umräumen stresst sie (auch wenn natürlich das meiste ich machen würde)
  • ich sehe die Gefahr, dass sie sich dann schlechter zurechtfindet, auch wenn wir wieder, wie schon zuvor, alles mit Etiketten beschriften.

Was sind Eure Gedanken dazu? Was übersehe ich? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

DAnke für Eure Ideen und Anregungen

Babette


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion: Treppenlift oder Umzug ins Erdgeschoss?
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Jun 2017, 05:39 
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Wir haben einen Treppenlift. Ich habe auch Bedenken wie es in 10 Jahren sein könnte.Dann kann ich meinen Mann vieleicht nicht mehr umsetzen.
Wir sind da auch wegen Alternativen am überlegen.
Was mich reizt sind Seniorenwohnungen. Meine Schwester hat eine für knapp 600Euro Miete in einer Senioreneinrichtung. Sollte sie später Hilfe brauchen kann sie das dazu buchen.Es gbt Hausmeister wenn mal was kaputt geht.Veranstaltungen und essen kann sie dort auch.Zur Zeit sind solche Wohnungen auch mangelware. Bei uns wird noch gebaut und die Wohnungen sind dann auch teurer.

Zum Treppenlift kommen jährliche Wartungskosten von 200 Euro und alle 4 Jahre in neuer Accu der auch noch mal über 300 iiegt. Muss man abwägen was passt.

_________________
Liebe Grüße Grizi


Grizi und Harald 60J. + 62 J.- Harald hatte eine Hirnblutung 07 erlitten, Hemiplegie rechts, Aphasie, Pflegestufe 3 ,hat gute Fortschritte in den letzten Jahren gemacht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion: Treppenlift oder Umzug ins Erdgeschoss?
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Jun 2017, 10:30 
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Wir haben einen Treppenlift.


War bei Euch der MDK da oder wurde der Zuschuss einfach so genehmigt?

Zitat:
Zum Treppenlift kommen jährliche Wartungskosten von 200 Euro und alle 4 Jahre in neuer Accu der auch noch mal über 300 iiegt. Muss man abwägen was passt.


Ah, danke, gut zu wissen, das hatten die Vertriebsleute der Treppenliftfirmen glaub ich nicht erwähnt. Muss wohl nochmal die Angebote genauer ansehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion: Treppenlift oder Umzug ins Erdgeschoss?
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Jun 2017, 12:39 
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War bei Euch der MDK da oder wurde der Zuschuss einfach so genehmigt?



Liebe Babette,

so ein Zuschuss läuft ja unter "Verbesserung des Wohnumfeldes" und muss von der Pflegekasse vor Beginn eines Einbaus genehmigt werden. Was dafür genau gebraucht wird, hängt sicher von der Kasse ab. Für den Einbau von Schiebetüren reichte bei uns eine Bestätigung des Pflegedienstes. Einfach versuchen und mit Kostenvoranschlag einreichen... ( es bleibt für die Kasse ja beim Höchstbetrag). Sie werden sich schon melden, wenn sie selbst jemanden schicken wollen :dfbgirliezwinkern:

Liebe Grüße

Maria

_________________
Ich (08/50) kümmerte mich um meine Tochter (01/72, verstorben 05/14, MS, Pflegestufe 3), die mit 24 Stunden-Assistenz finanziert durch ein persönlichen Budget nach dem Arbeitgebermodell in ihrer eigenen Wohnung lebte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion: Treppenlift oder Umzug ins Erdgeschoss?
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Jun 2017, 12:51 
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grizabella hat geschrieben:
Zum Treppenlift kommen jährliche Wartungskosten von 200 Euro und alle 4 Jahre in neuer Accu der auch noch mal über 300 iiegt. Muss man abwägen was passt.


ist das denn unterschiedlich..

denn bei Macs Scooter wurde Wartung und auch Austausch von defekten
Akkus immer übernommen.

oder liegt es daran das Harald als Arzt pirvat versichert ist und die Erstattunegn abhänging
sich von den Leistungsverträgen??

_________________
in diesem Sinne

Susanne

Neben meiner Tätigkeit als Pflegedienstleitung in einem Pflegeheim war ich
der "Kümmerer" von Mac PS2 bds. Beinamputiert und und und...
den ich 2007 über dieses Forum kennengelernt habe. Mac ist am 14.1.2016 auf seine letzte Reise gegangen


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion: Treppenlift oder Umzug ins Erdgeschoss?
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Jun 2017, 16:42 
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Hallo liebe Babett,
für mein Tantchen, die selbst auch nur noch kurz stehen kann, habe ich eine lange Zeit um einen
Plattformlift gekämpft. Ich bin dann über Stiftungen gegangen und habe ihr ermöglicht wieder aus dem 1.OG
hinaus zu kommen um am Leben teilnehmen zu können.
Jedenfalls hatte ich im Rahmen der wohnumfeldverbessernden Maßnahme eine Außentreppe (Gitterrost)
anbauen lassen und auf diesen oder an dieser Treppe fährt nun der Plattformlift mit samt Tantchen im Rolli
runter und rauf. Für die Wartung muss ich sogar 250 Euro berappen. Vom Akku, den ich wie ich bei dir hier gelesen habe und den ich dann auch einmal tauschen muss, kann ich atoc gar keinen Preis nennen.

g.l.G. Sam

_________________
Ich war >>Vollzeitpflegekraft<< für meine liebe, blinde, behinderte Tante (geb,27.01.43),
sie saß die letzten 2 Jahre überwiegend im Rolli, (PG 5) und verstarb leider 09.10.17,
bis zum 20.05.12, den Todestag meiner lieben Mama PS1 (geb.12.05.35),
pflegte ich beide zusammen in deren gemeinsamen Haushalt.
Ich geb. 15.07.64, verh. 30.06.84 mit GöGa geb. 16.04.65, 2 erwachsene Kinder (geboren 83 u. 90), einen Kater geb. 18.04.09


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion: Treppenlift oder Umzug ins Erdgeschoss?
#7Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Jun 2017, 08:15 
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grizabella hat geschrieben:
Zum Treppenlift kommen jährliche Wartungskosten von 200 Euro und alle 4 Jahre in neuer Accu der auch noch mal über 300 iiegt. Muss man abwägen was passt.


ist das denn unterschiedlich..

denn bei Macs Scooter wurde Wartung und auch Austausch von defekten
Akkus immer übernommen.

oder liegt es daran das Harald als Arzt pirvat versichert ist und die Erstattunegn abhänging
sich von den Leistungsverträgen??



Ja kann gut sein ich kenne mich mit der gesetzlichen Vers. nicht so aus.Wir bekommen auch keinen Stromzuschuss.Was sich bei all den Geräten im Haus lohnen würde.Da gibt es schon Unterschiede.

Ich habe die Kostenvoranschläge nur hin geschickt.Der MDK kam erst als alles eingebaut war.

_________________
Liebe Grüße Grizi


Grizi und Harald 60J. + 62 J.- Harald hatte eine Hirnblutung 07 erlitten, Hemiplegie rechts, Aphasie, Pflegestufe 3 ,hat gute Fortschritte in den letzten Jahren gemacht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion: Treppenlift oder Umzug ins Erdgeschoss?
#8Ungelesener BeitragVerfasst: 3. Jul 2017, 14:11 
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Hallo Babette, ich bin zwar auch sehr neu hier, aber wir mussten meinen Vater nach seinem großen Zusammenbruch umziehen.

Er wohnte im ersten Stock, mit weiteren Treppen innerhalb der Wohnung und einem Bad, welches mit dem Rolli nicht benutzbar gewesen wäre.

Er hatte vorher über 30 Jahre in der Wohnung gelebt und war schon in allem ziemlich eingefahren.
Dazu kam, dass wir nicht wussten wie klar er tatsächlich im Kopf sein würde, wenn er einzieht.

Wir haben eine Wohnung mit ebenerdigem Eingang gefunden und die kleine Stufe von Küche ins Wohnzimmer mit einer Rampe ausgestattet.
Die Einrichtung hielten wir zu Anfang sehr überschaubar, was ihm dann auch recht leicht viel zurecht zu kommen.

Vorteil war, dass wir vieles Sortieren konnten, einen tatsächlichen Überblick über Möbel, Kleidung und weitere Einrichtung hatten und entsprechend handeln konnten.

Ich denke, dass Du Deine Mutter am Besten einschätzen kannst, ob sie mit dem Umzug zurecht käme.
Bei uns hat es weitaus besser geklappt, als ich es gedacht hätte.

_________________
Liebe Grüße Melanie


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion: Treppenlift oder Umzug ins Erdgeschoss?
#9Ungelesener BeitragVerfasst: 7. Sep 2017, 07:50 
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Das ist ein Gedankengang - der durch Maria angestoßen wurde, danke - der mich jetzt auch beschäftigt. Mama hat sich ja beim Sturz mehrfach das Knie gebrochen und ist jetzt erst mal out of order quasi. Meine Eltern wohnen im dritten Stock eine Mehrfamilienhauses ohne Aufzug. Da sollte man sich für die Zukunft echt Gedanken machen, was wird wenn die beiden irgendwann mal wirklich nicht mehr fit sind. Andererseits ist das natürlich auch ein riesen Schritt. Meine Eltern wohnen jetzt in dieser Wohnung seit 1974 in Winterhude. Das ist doch ein Stück Heimat, was man da aufgeben muss - nachdenklich -


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion: Treppenlift oder Umzug ins Erdgeschoss?
#10Ungelesener BeitragVerfasst: 8. Sep 2017, 14:40 
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Hallo Martina,

ich wohne schon 50 Jahre in meiner Wohnung und möchte auf keinen Fall ausziehen.
Wir haben so weit wie möglich alles behindertengerecht umbauen lassen, auch einen Treppenlift für den Rollstuhl.
Wohnen allerdings im EG (5 Stufen).
Ich denke, in den 3. Stock in einem Mehrfamilienhaus wird das ncht zulässig sein.

_________________
Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion: Treppenlift oder Umzug ins Erdgeschoss?
#11Ungelesener BeitragVerfasst: 2. Nov 2017, 18:33 
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Hallo Babette,
deine Anfrage ist ja schon einige Monate her und ich denke du hast dich für die eine oder andere Lösung inzwischen entschieden.
Dieses Thema behält aber die Aktualität, da ja immer wieder Familien vor die Frage gestellt werden wie sie am besten die Selbststándigkeit des Hilfe/Pflegebedürfdigen erhalten können.

Ich schildere euch dazu mal unsere bisherigen Erfahrungen.

Meine Eltern wohnen in einem 2-geschossigen Haus mit einer Toilette im Erdgeschoss und Bad und Schafzimmer im oberen Stockwerk.

Meinem Vater (84 J.) fiel das Treppensteigen ( schwer Herzkrank, Polyneuropathie in Beinen und Armen) Pflegegrad 3 90% Schwerbeschädigt, B + G
immer schwerer, vor allem eben Abends zur Schlafenszeit.
Dann war der Körper müde und musste die grösste Anstrengung des Tages meistern. Das führte dann immer mal wieder zu Problemen. Er hatte Schwächeanfälle und hat es mit Mühe und Not, Dank der Hilfe meiner Mutter, ins Bett geschafft.

So haben sich meine Eltern einen Sitz`-Treppenlift einbauen lassen.

Damit sich die Pflegekasse an den Kosten beteiligte musste VOR dem Einbau ein Kostenvoranschlag eingereicht werden und die Genehmigung hat leider auf sich warten lassen.
Dazu braucht man Geduld, darf auf der anderen Seite aber auch nicht locker lassen und muss am Ball bleiben, d.h. nachfragen bis man Erfolg hat.

Der Treppenlift wurde massgerecht angefertigt und funktioniert prima. Er ist ausgesprochen leise, was meinen Eltern wichtig war, da sie ihre Nachbarn nicht belästigen wollen.
Die Betriebskosten sind sehr gering. Funktioniert auch bei Stromausfall, Dank Akkus.
Die Pflegekasse hat 4000E als Zuschuss geleistet. (Leben im gleichen Haushalt 2 Personen mit Pflegegrad würde bis zu 8000 E an Zuschuss bezahlt)

Dank des Treppenlifts erreicht mein Vater das Obergeschoss ohne sich zu überanstrengen und meine Mutter braucht sich keine Sorgen mehr zu machen, dass mein Vater auf der Treppe zusammenklappen könnte.


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