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 Betreff des Beitrags: Renten- und Unfallversicherung für pflegende Angehörige
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Mai 2009, 20:49 
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Renten- und Unfallversicherung für pflegende Angehörige und Arbeitslosigkeit

Marlies ist, da sie ihre Mutter täglich mehrere Stunden pflegt, in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert. Wer einen anderen Menschen pflegt und nicht oder nur bis zu 30 Stunden in der Woche erwerbstätig ist, wird dort versichert. Die Beiträge übernimmt die Pflegeversicherung. Wie hoch diese Beiträge sind, richtet sich danach, wie schwer die Pflegebedürftigkeit ist und wie viel Zeit die Pflegeperson deshalb für die notwendige Betreuung aufwenden muss. Außerdem steht Marlies während ihrer Pflegetätigkeit unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie ist für Unfälle gedacht, die während der Pflegetätigkeit in der Wohnung sowie im Zusammenhang damit außerhalb der Wohnung passieren können.

Häufig tritt auch der Fall ein, dass jemand, der arbeitslos gemeldet ist, Angehörige pflegt. Bevor er die Pflege übernimmt, sollte er mit dem Arbeitsamt Kontakt aufnehmen. Wird der Angehörige in die Pflegestufe I eingestuft, ist es noch relativ unproblematisch. Das Pflegegeld ist nicht so hoch, dass es sich maßgeblich auf die Zahlung des Arbeitslosengeldes auswirkt. Bedingung ist jedoch das Einverständnis des Arbeitsamtes, denn Arbeitslose müssen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Bei der Pflegestufe II muss, sobald ein Arbeitsuchender ein Jobangebot bekommt, die Pflege durch einen Pflegedienst oder andere Verwandte organisiert werden. Probleme bereitet außerdem die Höhe des Pflegegeldes. Für den Pflegebedürftigen ist es kein Einkommen, für pflegende Angehörige schon. Deshalb müssen Arbeitslose unter Umständen mit Kürzungen ihrer Leistungen rechnen. In der Pflegestufe III ist praktisch keine Arbeitsmarktvermittlung mehr möglich, denn die Betreuung ist 24 Stunden am Tag notwendig.

Gibt eine Pflegeperson später die Pflegetätigkeit wieder auf, um wieder in das Erwerbsleben zurückzukehren, besteht nach Beendigung der Pflege ein Anspruch auf Arbeitslosengeld gegenüber dem Arbeitsamt, obwohl während der Zeit ihrer Pflegetätigkeit keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt worden sind. Voraussetzung ist allerdings, dass schon vor der Pflegetätigkeit Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt wurden.
Es werden außerdem Hilfen zur Rückkehr ins Erwerbsleben geleistet. Dazu gibt die Arbeitsagentur Auskunft.

Wichtig: Als Pflegeperson gilt jeder, der einen pflegebedürftigen Menschen nicht erwerbsmäßig mindestens 14 Stunden in der Woche in seiner häuslichen Umgebung pflegt. Spätestens einen Monat nach Beginn der Pflege muss die ehrenamtliche Pflegeperson einen Antrag bei der Pflegekasse des Gepflegten auf die soziale Absicherung stellen. Die Pflegekasse meldet die Pflegeperson dann bei der Renten- und Unfallversicherung an und zahlt die Beiträge.

http://www.meingesundheit.de/hausliche- ... pflegende/

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Herzliche Grüße Elke

Gerd (07/56) Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
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 Betreff des Beitrags: Unfallversicherung der pflegenden Angehörigen
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Apr 2010, 14:50 
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Unfallversichert im Ehrenamt

Unfallversichert im EhrenamtWer sich ehrenamtlich engagiert, verdient Anerkennung und den größtmöglichen Schutz. Daher ist der Kreis der ehrenamtlich Tätigen, die unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen, jetzt erweitert worden. Mehr Menschen als bisher können auf den vollen Leistungsumfang der gesetzlichen Unfallversicherung vertrauen.Über Neuerungen und Besonderheiten in Nordrhein-Westfalen informiert ein aktuelles Faltblatt.

http://www.callnrw.de/broschuerenservic ... mt_v05.pdf

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Zuletzt geändert von pflegendeAngehoerige am 13. Apr 2010, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Unfallversicherung der pflegenden Angehörigen
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 13. Apr 2010, 14:51 
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Unfallversicherung der pflegenden Angehörigen

Pflegende Angehörige sind gesetzlich unfallversichert.
Dies bedeutet, dass sie gegen die Folgen von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten wie normale Arbeitnehmer abgesichert sind. Der Versicherungsschutz besteht automatisch, darum muss man sich nicht selbst kümmern. Alle pflegerischen Tätigkeiten und Wege, die im Zusammenhang mit der Pflege erledigt werden müssen, sind versichert. Nähere Informationen hierzu können die Pflegekassen geben.Sollten Sie während der Pflege einen Unfall erleiden und ärztliche Behandlung benötigen, teilen Sie dem behandelnden Arzt/Krankenhaus mit, dass der Unfall während der Pflegetätigkeit passiert ist. Sie selber sollten dafür sorgen, dass dem entsprechenden Unfallversicherungsträger innerhalb von drei Tagen formlos eine Unfallmeldung zugeht. Die Pflegekasse des von Ihnen betreuten Pflegebedürftigen kann Ihnen den jeweils zuständigen Unfallversicherungsträger nennen.

http://www.lpfa-nrw.de/107.0.html

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#4Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Mai 2010, 12:01 
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http://pflegendeangehoerige.info/rechtsfragen-f28.html

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Elke (10/44) "wer über seine Kräfte hinaus pflgegt wird selbst zum Pflegefall" .... ich habe Krebs, vermutlich zu spät auf mich selbst geachtet.~~~~~~~~

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