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 Betreff des Beitrags: Pflege in der Onkologie
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 11. Feb 2013, 18:34 
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Pflege von Onkologie Patienten

Die Onkologie Lehrt uns die Entstehung, die Diagnostik und die Therapie von Bösartigen Tumor Erkrankungen.

Ein Teilgebiet davon ist die Hämatoonkologie, die aus der Fachrichtung Innere Medizin kommt und Sich Speziell um Ebenso Bösartige Erkrankungen aus dem Lymphatischen und Blutbildenden Systemen Befasst.
Desweiteren Beschäftigt sich die Hämatoonkologie mit der Therapie der o.g. Erkrankungsgebieten mit Hilfe von Zytostatika und Immunologika.

Begriffe aus der Onkologie:

* Tumor:
Dieser Begriff ist häufig Fehlinterpretiert. Er Beschreibt im Original "eine örtlich begrenzte Schwellung eines Gewebes".
Tumor Sagt NICHTS aus, ob Etwas Bösartig oder Gutartig ist !
* Neoplasie:
Dies Bezeichnet im Histologischen und Pathologischen Sinne eine Zellwucherung mit einem Gestörten Teilungs- und Differenzierungsvermögen der einzelnen Zelle.
Auch hierbei gibt es Bösartige und Gutartige Erkrankungen in allen Organbereichen.
* Malignom:
Der Begriff "Malignom" und der Begriff "Krebs" steht in der Medizin Allgemein für einen Bösartigen Tumor.

Tumorentstehung:

Jede Gesunde Zelle eines Menschlichen Körpers hat eine Bestimmte Lebensdauer.
Eine Zelle ist in der Lage, Selbstständig das Wachstum und Ihre Teilung alleine zu Kontrollieren.
Bei einer Tumorzelle Versagen diese Mechanismen, weil Sie sich Genetisch Verändert hat oder Verändert wurde.
Alle Tumorzellen Stammen von einer Gemeinsamen Ursprungszelle ab, bei der eine Veränderung der Basenfolge der DNA durch eine Mutation Entstanden ist.

Die Verursacher einer Mutation der Ursprungszelle und der Daraus Entstehende Tumor:

* Industrielle Schadstoffe
Asbest -- Bronchialkarzinom
Sonnenlicht UVB -- Hauttumore, Malignome
Ionisierende Strahlung -- Solide Tumore, Leukämie Formen

* Viren, Pilze, Bakterien
Humanes Papillomvirus -- Gebährmutterhalskarzinom, Peniskarzinom
HIV (AIDS) -- Lymphome, Kaposi-Sarkom
Helicobacater pylori -- Magenkarcinom

Diagnostik von Tumorerkrankungen

Tumormarker, Anamnese, koerperliche Untersuchung, Radiologische und Endoskopische Diagnostik.

Die Therapie von Tumorerkrankungen haengt Einmal vom Ort des Tumores ab, vom Stadium, von der Zellart, vom koerperlichen Zustand des Patienten und vom Alter.
Aber auch auf die Wuensche des Patienten wird geachtet.

Unterschieden werden die Therapien in Kurativ (Heilend) und Palliativ (Symptom Lindernd).

Es gibt Operative Methoden, Endoskopische Interventionen, Zytostatika, Immunologika, Hormonelle Therapien, Strahlentherapie, Nuklearmedizinische Interventionen.

In der Onkologischen Pflege geht es Hauptsaechlich um Nebenwirkungskontrolle der Therapien, die Assistenz bei der Diagnostik, Hilfe bei der Koerperpflege, Hilfe und Beratung bei der Ernaehrung, Schulung des Patienten und deren Angehoerigen und die Versorgung bei Onkologischen Notfaellen wie Atemnot oder Blutungen.

Fuer die Pflege Zuhause geht es Hauptsaechlich um die Koerperpflege, Ernaehrung, die Verabreichung von Medikamenten und die Psychologische Unterstuetzung.

* Koerperpflege
Hierbei ist zu Beachten, das wenn der Patient eine Strahlentherapie bekommt, das das Eingezeichnete Feld NICHT gewaschen wird (auch nicht die Edding Striche).
Ansonsten ist auf Auffaelligkeiten der Haut (Tumore, Ulcerationen, Roetungen) zu Achten.
Bei Trockenheit der Haut, keine Seifen oder Duschmittel Verwenden.
Wenn die Haut nicht Verschmutzt ist, nur mit Wasser Waschen und danach eine Wasser in Oel Emulsion Verwenden. Ansonsten Harnstoffhaltige Lotionen Verwenden.
Bei Verschmutztung der Haut mit Syndets (z.B. CD) waschen und danach auch wieder Eincremen.
Schleimhaeute im Mund Regelmaessig Kontrolieren, auch auf Pilzinfektionen.
Haarverlust Tritt generell 10 bis 28 Tage nach der Ersten Chemotherapie auf.
Fruehzeitig bei Frauen ggf. eine Peruecke Anfertigen lassen (Rezept vom Arzt).
Andere Kopfbedeckungen, z.B. HAD Tuecher, Capies, Kopftuecher Verwenden.
* Ernaehrung
Das kann Manchmal zum Problem werden.
Medikamente gegen Uebelkeit und Erbrechen auch Prophylaktisch geben.
Prinzipiell kann der Patient Wunschkost haben. Sollte man Bemerken, was bei Tumorerkrankungen Recht Haeufig Vorkommt, das das Gewicht Relativ Schnell Runter geht, muss man auf Zusatzkost (wie z.B. Nutricia, Fresubin) als Trinknahrung Zugeben.
Wenn der Patient nichts bei sich Behalten kann, muss man sich Gemeinsam mit dem Patienten andere Moeglichkeiten Ueberlegen, wie z.B. die Enterale Ernaerung oder die Parenterale Ernaehrung ggf. ueber einen Port.
Haeufig werden kalte Speisen besser Toleriert.
Essen in Gesellschaft, langsam Essen und Gruendlich kauen.
Nur Essen wenn man Lust hat.
Kartoffeln, Knaeckebrot und Toast werden Besser Vertragen.
Sprudelnde kalte Getraenke, z.B. Gingerale (Ingwer hat eine Positive Wirkung) Empfehlen.

Prophylaxe von Blutungen

Wenn in Regelmaessigen Laborkontrollen eine Thrombozytopenie (Abfall der Blutplaettchen) Auftritt, muss Zuhause Sorgfaeltig Achten, sich nicht zu Verletzen.
Keine Injektionen Zuhause, keine Rektale Temperatur Messung, bei Frauen die Menstruationsblutung durch Gabe von Hormonen Unterdruecken, nicht Schnaeuzen, Weiche Zahnbuerste Verwenden, Stuhlgang durch Gabe von Milchzucker Weich Halten

Bei Zeichen einer Ausgepraegten Blutung, wie z.B. Schneller Puls und Niedriger Blutdruck, bei Hirnblutung auch eine Schlaefrigkeit muss der Patient Sofort in eine Klink.


Fuer Weitergehende Informationen gibt es Folgende Moeglichkeiten

http://www.kok-krebsgesellschaft.de (Onkologische Kranken- und Kinderkrankenpflege)
http://www.krebsinformationsdienst.de
http://www.onko-kids.de
http://www.deutschekrebshilfe.de
http://www.erbrechen-chemotherapie.de

_________________
Liebe Grüße
Dominik

Mutter, 63 Jahre, Hypophysen Appoplex bei Einblutung in Hypophysen Tumor, Hypothalamus-Fehlfunktion, Pneumatocephalus, Oromandibuläre Dystonie, Hydrocephalus C., VP-Shunt, Diabetes Insipidus, Schwarz-Batter-Syndrom, FTD-Demenz, Zentrale Spastik re. Hand und re. Bein, Tako-Tzubo-Syndrom, Chronisches Schmerzsyndrom, Opiatpflichtig, Rollstuhlpflichtig, kompl. Urin- und Stuhlinkontinenz, Persönlichkeitsstörung, Pflegestufe III, Pflege durch Sohn (Fachkrankenpfleger) ohne Pflegedienst seit 9 Jahren

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“
Mahatma Gandhi


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