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 Betreff des Beitrags: Heimbeatmung
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 9. Feb 2013, 16:34 
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Heimbeatmung


Die Heimbeatmung ist die Invasive und Nicht-Invasive Beatmung von Patienten zu Hause.

Gründe für eine Heimbeatmung sind Vielfältig.

Zum einem gibt es Neurologische Erkrankungen, die es Nötig machen, den Patienten am Anfang bei der Atmung zu Unterstützen und im Weiteren Verlauf die Atmung komplett zu Übernehmen.

Neurologische Erkrankungen wäre:

Amyotrophe Lateralsklerose AML
Zustand nach Poliomyelitis

Pneumologische Erkrankungen:

Chronisch Obstruktive Lungen Erkrankung COPD
Fortgeschrittenes Lungenemphysem

Infektiöse Erkrankungen:

Nach einer Poliomyelitis

Die Durchführung einer Heimbeatmung kann auf Zwei Unterschiedlichen Wegen Erfolgen.

Es gibt Einmal die Invasive Art.

Dabei wird Entweder über eine Trachealkanüle oder aber (seltener) über eine Nasale Intubation Beatmet.

Ein Tracheostoma Wird in einer Klinik in einem Kurzen Eingriff Angelegt und es wird gleich Daraufhin eine Blockbare Beatmungstracheal Kanüle eingeführt.
Das Tracheostoma heilt Relativ Schnell ab und für den Patienten ist die Beatmung mit einer Kanüle Angenehmer.

Es gibt Verschiedene Arten von Trachealkanülen.
Zum Beatmen, zum Sprechen, auch zum Schwimmen gehen gibt es Trachealkanülen.

Die Zweite Invasive Art, einen Patienten Zuhause zu Beatmen, ist die Nasale Intubation.
Diese wird aber sehr Selten Zuhause Verwendet, weil der Tubus von einem Wachen Patienten sehr Schlecht Toleriert wird und man deswegen den Patienten Langzeit Sedieren müßte und zum Zweiten ist die Gefahr Recht Groß, das es zu Druckstellen bei nicht Regelmäßiger Umlagerung des Tubus zu Verschiedenen Nasenseiten kommt.

Die Technik der Nasalen Intubation ist Ähnlich der Oralen Intubation, die viele Menschen kennen, wenn Sie Schon einmal in Vollnarkose Operiert worden sind.
Der Patient bekommt ein Medikament, wie zu Beispiel Propofol gespritzt, das ihn Einschlafen läßt.
Als Nächstes kommt ein Medikament, das Bestimmte Muskelfasern Erschlaffen läßt, ein sog. Muskelrelaxans.
Zu diesem Zeitpunkt wird er über eine Maske Beatmet.

Nun nimmt der Anästhesist ein sogenanntes Laryngoskop (Griff mit einem halbrunden Spatel mit einem kleinen Birnchen vorne dran), Öffnet den Mund des Patienten und guckt sich den Kehldeckel und den Eingang der Luftröhre an.

Nun Führt die Anästhesiepflegekraft einen Endotracheal Tubus Durch ein Nasenloch ein und der Anästhesist nimmt Zusätzlich eine Sogenannte Magill Zange und führt diese Durch den Mund zum Tubus und kann in dann in die Luftröhre Einführen.
Nun wird der Ballon geblockt und mit einem Stethoskop die Lagekontrolle Durchgeführt.

Die andere Nicht-Invasive Möglichkeit einen Menschen zu Beatmen, ist über eine Maske, in Seltenen Fällen über einen Beatmungshelm.

Die Nicht-Invasive Beatmung kommt Nur für Patienten in Frage, bei denen eine Ausreichende Eigenatmung mit genügender Sauerstoff Aufnahme und kein Aspirationsrisiko (Verschlucken) Besteht.

Am Bekanntesten ist die Nicht-Invasive Beatmung bei Patienten mit einem Nächtlichen Apnoe Syndrom (Schnarchen).

Die Organisation zur Verlegung eines Patienten von der Klinik nach Hause zur Invasiven Heimbeatmung ist heute nicht mehr so Schwierig.

Bei der Pflegekasse muss ein Antrag auf die Härtefall Regelung gestellt werden und gleichzeitig ein Intensivfachpflegedienst beauftragt werden.

Heimbeatmungspatienten bekommen kein Pflegegeld, sondern der Fachpflegedienst wird damit bezahlt.

Es müssen 24 Stunden Fachpflegekräfte für Anästhesie und Intensivmedizin beim Patienten Anwesend sein und wie in einer Klinik Absaugungen, Blutgasanalysen aber auch für die Angehörigen da sein und sie ggf. auch Einbinden in die Pflege.

Zu diesem Thema sind auch Schon Etliche Urteile bei den Sozialgerichten und Landessozialgerichten gefallen.

Informationen zur Heimbeatmung findet Ihr auch in einer Abschlussarbeit unter Folgenden Link
http://www.mkgpflegezentrum.de/abschlussarbeit.htm

_________________
Liebe Grüße
Dominik

Mutter, 63 Jahre, Hypophysen Appoplex bei Einblutung in Hypophysen Tumor, Hypothalamus-Fehlfunktion, Pneumatocephalus, Oromandibuläre Dystonie, Hydrocephalus C., VP-Shunt, Diabetes Insipidus, Schwarz-Batter-Syndrom, FTD-Demenz, Zentrale Spastik re. Hand und re. Bein, Tako-Tzubo-Syndrom, Chronisches Schmerzsyndrom, Opiatpflichtig, Rollstuhlpflichtig, kompl. Urin- und Stuhlinkontinenz, Persönlichkeitsstörung, Pflegestufe III, Pflege durch Sohn (Fachkrankenpfleger) ohne Pflegedienst seit 9 Jahren

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“
Mahatma Gandhi


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