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 Betreff des Beitrags: Re: Trachealkanüle entfernen
#13Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dez 2012, 14:23 
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Lieber Ingo!

Ich weiss, dass es schon länger her ist, dass du den Beitrag verfasst hast, aber ich hoffe, dass du immer noch hier bist.

Auch ich habe einen Pflegefall zu Hause. Mein Bruder Markus ist 43 Jahre jung und liegt seit seinem Herzinfarkt am 8. August im Wachkoma. Während seines Aufenthaltes im Krankenhaus wurde ihm eine Trachealkanüle gesetzt, weil er den Beatmungschlauch durch den Mund nicht vertragen hat. Inzwischen atmet er schon wunderbar selbstständig (seit ca. ende August) und braucht auch keinen Sauerstoff mehr. Ausserdem kann ich ihm schon täglich etwas Nahrung reichen! Sollte ich eigentlich auch nicht tun wegen der Aspirationsgefahr. Deswegen ist es auch für mich zur Zeit sehr schwer jemanden zu finden, der ihm das Tracheostoma entfernt. Alle wehren sich mit Händen und Füssen, weil es ja sooooo gefährlich ist. Ich bin davon überzeugt, dass es meinem Bruder besser gehen wird wenn dieses Teil endlich entfernt wird. Dein Bericht hat mir wirklich Hoffnung gemacht, dass es noch klappen könnte. Wie hast du es denn angestellt?

Liebe Grüße
Marina

Angi hat geschrieben:
Ja davon kann ich auch ein Lied singen.Mir hat man auch davon abgeraten das Tracheo meines Mannes entfernen zu lassen,aber ich hab es doch durchgesetzt und es klappt prima.


Ingo hat geschrieben:
Ja, man hat mir auch damals abgeraten die TK entfernen zu lassen... nach langem drängeln wurde es dann doch gemacht.... mir hat man abgeraten den Blasen-Katheter zu entfernen.... man hat mir abgeraten Christine zu füttern.... man hat mir abgeraten sie den ganzen Tag in Rolli zu setzen..... man hat mir abgeraten.... und abgeraten. Wenn ich nicht all das trotzdem gemacht hätte wären wir heute nicht soweit.

Ich bin nie jemand gewesen der den "einfachen" Weg nimmt. Und das ist auch gut so. :-)

Grüsse
Ingo


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 Betreff des Beitrags: Re: Trachealkanüle entfernen
#14Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dez 2012, 15:19 
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Marina hat geschrieben:
Dein Bericht hat mir wirklich Hoffnung gemacht, dass es noch klappen könnte. Wie hast du es denn angestellt?


Einfach nicht locker lassen, fragen warum die Kanüle nicht raus kann, fragen ob man es nicht mal versuchen kann, immer wieder nachhaken und "nerven". Und wenn das nicht funktioniert evtl. Arzt wechseln oder weiteren Arzt hinzuziehen.

Hat er eine geblockte Kanüle ?
Würde schon mal ein Aspirations-Test gemacht ?

Wenn er gut schluckt ist die TK eigentlich überflüssig und die Aspirationsgefahr doch sehr gering.
Ein kleines Restrisiko wird sicher immer bleiben.

Viel Erfolg

Grüsse
Ingo

_________________
Ingo ( 02/68 ) pflege meine Frau Christine ( 06/69 ), Hirnblutung, Hirnstammkompression, Hirngewebeentfernung und Hemicraniektomie nach Schlaganfall im Juni 2008, mit anschliessendem Wachkoma, Aphasie, Tetraplegie, Dysphagie, LP-Shunt, PEG, Pflegestufe 3+, pflege seit Mai 2009 zu Hause (kein Pflegedienst)
Mein Baby gehört zu mir, ist das klar ?
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 Betreff des Beitrags: Re: Trachealkanüle entfernen - ja oder nein -
#15Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dez 2012, 16:33 
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Hallo Marina, wie hast Du zu uns gefunden? Hast Du Muße, dich im Landeplatz vorzustellen? Erst danach kannst du in den geschützten Bereichen mitlesen. Du wirst feststellen können, dass viele dieses Schicksal teilen... Zum o.g. Thema kann ich auch nur sagen: nicht locker lassen! Allerdings ist es sehr individuell ob man eine TK entfernen kann, bei uns eine Baustelle Bei der wir seit langem trainieren und doch keine dauerhafte Entfernung bisher möglich ist... Wir bleiben dran.
LG Blues

_________________
Ehemann 2008 hypoxischen Hirnschaden nach Reanimation; anschließendes sogenanntes "Wachkoma" MCS, Reha und Pflegeheim, seit Oktober 2010 wieder zu Hause, Unterstützung durch Pflegekräfte, PEG-mit selbstgekochter Kost,TK, kein Blasenkathether mehr, Pflegestufe 5, zwei Töchter


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 Betreff des Beitrags: Re: Trachealkanüle entfernen - ja oder nein -
#16Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Dez 2012, 18:12 
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Möchte zu diesem Thema auch mal auf den PIW hinweisen der auf seiner Homepage schreibt :

"Unsere primären Ziele, Katheter, Trachealkanülen und Ernährungspumpen abzutrainieren und die Anzahl der Medikamente auf das Nötige zu reduzieren erreichen wir bei ca. 95 % unserer Patienten."

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


Grüsse
Ingo

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 Betreff des Beitrags: Re: Trachealkanüle entfernen - ja oder nein -
#17Ungelesener BeitragVerfasst: 12. Feb 2013, 19:40 
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Also ich habe in der Klinik beide Seiten gehabt.
Patienten, die Ihre Trachealkanüle behielten, nach Hause Verlegt worden sind und Nachts per Notarzt zu uns auf die Intensiv in den Eingriffsraum kamen und Bronchoskopisch Ihre harten Sekret Borken Entfernt bekommen haben.

Weil nicht Gründlich Genug Abgesaugt worden ist und Regelmäßig eine Kanülenreinigung Stattfand.

Und die Patienten, denen man Sehr gut Ihre Kanüle Abtrainiert hat und Zuhause Massiv mit der Sättigung Abgefallen sind oder sie sich Aspiriert habe.
Weil Vorher keine Schluckdiagnostik Durchgeführt worden ist.

Das Thema Trachealkanüle muß man Glaube ich immer im Einzelfall Prüfen.

Auch wie Fit Angehörige in der Versorgung sind oder der Zuständige Pflegedienst Erfahrung damit hat.

Ingo ist, so Glaube ich Zumindest, das Beste Beispiel für einen Angehörigen, auf den man sich bei der Versorgung seiner Frau 100 % Besser Verlassen kann, wie auf so manchen Pflegedienst.

Wichtig ist meiner Meinung auch, das wenn ein Patient weder Kanüle noch ein Offenes Stoma mehr hat, Trotzdem für die Ersten Jahre ein Funktionstüchtiges Absauggerät mit Großlumigen Absaugkathetern und ein Funktionierendes Gerät zur Mobilen Sättigungsmessung Bereit Steht.

_________________
Liebe Grüße
Dominik

Mutter, 63 Jahre, Hypophysen Appoplex bei Einblutung in Hypophysen Tumor, Hypothalamus-Fehlfunktion, Pneumatocephalus, Oromandibuläre Dystonie, Hydrocephalus C., VP-Shunt, Diabetes Insipidus, Schwarz-Batter-Syndrom, FTD-Demenz, Zentrale Spastik re. Hand und re. Bein, Tako-Tzubo-Syndrom, Chronisches Schmerzsyndrom, Opiatpflichtig, Rollstuhlpflichtig, kompl. Urin- und Stuhlinkontinenz, Persönlichkeitsstörung, Pflegestufe III, Pflege durch Sohn (Fachkrankenpfleger) ohne Pflegedienst seit 9 Jahren

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“
Mahatma Gandhi


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 Betreff des Beitrags: Re: Trachealkanüle entfernen - ja oder nein -
#18Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Nov 2014, 19:47 
Hallo zusammen

Mein Vater hat nach einem Schädilhirntrauma auch ein tracheostoma bekommen..
Seit 2 Jahren Tracho.
Alle Ärzte raten uns davon ab das Teil zu entfernen weil die stimmbänder sich nicht genug bewegen.. Habt ihr es trotz dieses Hinweises entfernen lassen oder war das bei euch nicht der Fall?

Wenn ich das Loch zuklebe bekommt er Luft etwas schwerer als mit der Kanüle laut Sauerstoff messung aber trotzdem 99%

Haben die Kanüle auch schon für 2wochen in der Reha zugeklebt hat funktioniert..


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 Betreff des Beitrags: Re: Trachealkanüle entfernen - ja oder nein -
#19Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Nov 2014, 08:28 
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Mein Mann hatte eine Stimmbandlähmung an einem Stimmband.Durch Logo und reichlich Übung hat sich das gesunde Stimmband dem anderen angepasst.
Die TK kam lange vorher raus,auf drängen meinerseits. Schlucken mußte geübt werden erst mit Eisstäbchen ,dann mit gefärbten angedickten Wasser.
Später Jogurt..so nach und nach ging man zu pürierter Nahrung über bis auch dann feste Nahrung kam.
Ich mußte allerdings die Logo (Reha) auch immer wieder drängen das Schlucktraining zu machen.Die war überängstlich.
Der Arzt der ITS sagte mir damals als es in die Reha ging, ich solle darauf drängen das die TK raus kommt.Die Ärzte der Rehas zögern das gerne raus weils zu wenig Überwachung da ist. Mein Mann konnte bereits damals auf der ITS gut schlucken(Jogurt) Leider hat man in der Reha erst mal wieder zu lange gewartet.
Das Loch ohne Platzhalter haben wir nacher nicht mehr zugeklebt.Pflasterallergie! Er trug diese Tücher (Schlauch) die über den Kopf gezogen werden.Später wurde es im Krankenhaus verschlossen.Danach funktionierten die Stimmbänder nach Training besser weil er durch die Öffnung keine Luft mehr ziehen konnte
Vieleicht mal die Ärzte wechseln und hören was andere sagen.Eine TK erfahrene Logo suchen.

_________________
Liebe Grüße Grizi


Grizi und Harald 60J. + 62 J.- Harald hatte eine Hirnblutung 07 erlitten, Hemiplegie rechts, Aphasie, Pflegestufe 3 ,hat gute Fortschritte in den letzten Jahren gemacht.


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