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 Betreff des Beitrags: Was hältst Du vom persönlichen Budget?
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Mai 2011, 15:33 
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Nelli hat geschrieben:
Was hältst Du vom persönlichen Budget?
Liebe Grüße
Nelli
Hallo Nelli,

Du fragst, was ich vom persönlichen Budget halte. Hier gibt es für mich eine Antwort analog dem Sender Eriwan: "Im Prinzip schon, aber ..."

Bei ForseA habe ich ein Muster gefunden für ein "gutes Beispiel" eines persönlichen Butgets gefunden.

Bei dort kalkulierten Kosten einer persönlichen Betreuung in der eigenen Wohnung von € 9.618,72 geht man dort bei einem persönlichen Butget von einer finanziellen Ausstattung von € 6.128,30 aus. Die Differenz der erforderlichen Betreuungskosten sowie Unterkunft (Miete und Nebenkosten) und Verpflegung und aller anderen im Haushalt anfallenden Kosten sind vom Pflegebedürftigen oder dessen Angehörigen zu tragen. Damit wird die Versorgung einer Einzelperson im häuslichen Umfeld mehr als doppelt so teuer, wie die gleiche Versorgung im Pflegeheim, das u. a. wegen seiner hohen Preise in der Gesellschaft gescholten wird.

Auf diesem Hintergrund sind folgende Überlegungen anzustellen:

1. Wer soll die zusätzlichen Kosten tragen? Bei rd. 2.000.000 Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld, die selbstverständlich alle die gleichen Rechte haben, sind das rund 6 Mrd. € jeden Monat.

2. Angenommen, diese Summe wäre auf welchem Wege auch immer aufzubringen. Mit dem persönlichen Butget sollen Pflegekräfte für die Pflege beschäftigt werden. Die Analytiker gehen von 3 Pflegepersonen pro Tag aus - für eine einzige Person. Woher sollen diese Pflegepersonen kommen? Derzeit gibt es in Deutschland ca. 850.000 Pflegekräfte. Würden jetzt für die gleichberechtigten 2.000.000 Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld entsprechend der Kalkulation von ForseA jeweils 3 Pflegekräfte beschäftigt, benötigen wir ca. 6.000.000 Pflegekräfte zusätzlich. Wo sollen die herkommen?

Wenn diese beiden Fragen zufriedenstellend beantwortet werden können, steht einem persönliche Butget nach meiner Vorstellung absolut nichts im Wege. Im Augenblick sehe ich hier keine Chance, dies zu realisieren, wenn es flächendeckend sein soll.

Edit Admin:
Zitat eingefügt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum werden Sie nicht Altenpfleger?
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Mai 2011, 17:24 
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Ja und wieso unterschreibt dann die Bundesrepublik die BRK? Können die wohl nicht lesen? Da haben die sich wohl voll was eingebrockt- oder nicht?
Liebe Grüße von Nelli

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum werden Sie nicht Altenpfleger?
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 21. Mai 2011, 22:10 
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Ich denke, daß die Herrschaften ganz oben nicht sehen wollen, wo das alles hinaus läuft. Wurde nicht immer dem Volk viel versprochen - und am Ende nur ganz wenig gehalten? Herz und Menschlichkeit lassen sich nicht in Mark und Pfennig ausrechnen. Ich glaube, daß wir noch viele bittere Pillen zu schlucken bekommen werden. Leider.

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 Betreff des Beitrags: Re: Warum werden Sie nicht Altenpfleger?
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2011, 07:29 
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Ich glaube fest daran, daß das PB eine sehr gute Möglichkeit ist vielen Pflegenden und ihren Angehörigen zu helfen ihre Rechte durchzusetzen- man muß es nur eben tun- eventuell eben auch klagen beim SG/ BSG( kostet nix außer Nerven...) und sich nicht von irgendwelchen Sachbearbeitern abwimmeln lassen, die eh 0 Ahnung :wiemeinenpg0: haben. Kein junger Mensch bräuchte in Pflegeheimen dahinzudämmern und Wohngemeinschaften könnten eigenverantwortlich geführt werden. Ja man darf auch wirklich da wohnen wo man will, meistens eben zu Hause. Ja geht doch , ist seit 2008 Gesetz...

Was können auch hirnverletzte Menschen nicht alles leisten! Muß man die in eine Werkstätte abschieben, bescheuerte Arbeit ausführen lassen für die man noch nicht mal Lohn bekommt- wie abartig ist das denn? Wird man da nicht noch depressiver ? Ist das staatliche Beihilfe zum Suizid? Lecker Antidepressiva und andere super Medis gibts doch umsonst, die muß ich doch nur noch sammeln...
Ich denke daß das PB nicht dazu da ist alle zu Pflegenden nach Hause zu holen- aber eine angemessene Bezahlung der Angehörigen und die Teilhabe- und das in JEDER Hinsicht - wird dadurch möglich und sollte verdammt noch mal auch genutzt werden, auch wenn man nicht alles auf dem Silbertablett präsentiert bekommt!
Die BRK ist da. Unterschrieben hat die BRD. Und jetzt sind wir dran. Mehr Möglichkeiten werden es nicht. :giv.me.five:

http://www.harry-fuchs.de ist nur eine von vielen, aber ne sehr gute

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 Betreff des Beitrags: Re: Was hältst Du vom persönlichen Budget?
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2011, 07:45 
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Siehe auch hier:
http://www.pflegendeangehoerige.eu/die- ... 11989.html

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Herzliche Grüße
Der Admin


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 Betreff des Beitrags: Re: Was hältst Du vom persönlichen Budget?
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2011, 08:56 
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Hallo Nelli,

Deine Ausführungen entsprechen wohl den Wünschen vieler Pflegender. Aber wir ich bereits fragte

1 wer soll die Kosten hierfür übernehmen? und

2 wo sollen die mit dem PB zu finanzierenden Pflegekräfte her kommen?

Einzelne mögen nach Deinen Äußerungen ihre Forderungen nach einem PB durchaus erfolgreich durchsetzen, keine Frage. Wie sieht es aber dann, wenn Gerichte ein sog. Leiturteil fällen und dieser Anspruch dann flächendeckend Quasi Zwang wird?

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 Betreff des Beitrags: Re: Was hältst Du vom persönlichen Budget?
#7Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2011, 10:43 
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Wer fragt nach Kosten von :
- pränataler Implantationsdiagnostik
- Defibris an jeder 2. Ecke wie geplant... mit folgender Laienreanimation, Intensivstmedizin
du weißt selbst, die Liste wär noch ellenlang

-wieso sollte "flächendeckend" 1 Pflegehelfergehalt für Angehörige nicht drin sein die ihre Angehörigen bis zur Selbstaufgabe pflegen
-es müssen auch keine Pflegekräfte sein, wir alle verfügen über die sogenannte erworbene Kompetenz jeder für sich in seinem Gebiet welches man auch weitergeben kann ( bin MTA, keine ausgebildete Pflegekraft, aber glaub mir, mittlerweile fragt mich der Pflegedienst um Rat und selbst ausgebildete KH haben von neurologischen Krankheitsbildern und deren Folgen selten Ahnung)

wie gesagt: PB sehe ich als eine gute Möglichkeit zur sozialen Integration und Teilhabe- weit weg vom 10 000 Euro Monatsbudget zur 24h Rundumversorgung

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 Betreff des Beitrags: Re: Was hältst Du vom persönlichen Budget?
#8Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2011, 10:55 
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johannes hat geschrieben:
.....Wie sieht es aber dann, wenn Gerichte ein sog. Leiturteil fällen und dieser Anspruch dann flächendeckend Quasi Zwang wird?


genau das ist der springende Punkt, dann wird das umgesetzt, was Du ja auch schreibst:

Der Mensch existiert nicht, er lebt.

Leben IST soziale Integration

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 Betreff des Beitrags: Re: Was hältst Du vom persönlichen Budget?
#9Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2011, 12:53 
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Wenn über die Unterbringung von Pflegebedürftigen gesprochen wird, denken die meisten an ältere Menschen oder vielleicht noch an Jugendliche. Auch die Hilfsangebote, die man so im Netz findet, richten sich an Senioren oder Eltern behinderter Kinder. Menschen im jüngeren und mittleren Erwachsenenalter, die durch längere Krankheit schleichend oder durch Schlaganfall, Unfall oder ... plötzlich hilfsbedürftig werden, kommen kaum vor.

Für meine Tochter wollen wir daher Pflege im Rahmen des Arbeitgebermodells organisieren. Aber sie ist ja auch erst 39 Jahre alt, nicht geistig behindert und hat einen 12jährigen Sohn.

Wenn ich mir vorstelle, dass ich selbst pflegebedürftig werden würde, dann könnte ich mir gut eine Wohngruppe im Rahmen eines Heimes vorstellen. Aber ich bin eben auch älter (wäre z.Z. mit meinen 60 Jahren aber doch noch ein "Baby") und ich würde in einem Heim auch eher auf Bewohner meines Alters und meiner Interessen treffen können.

Ansonsten gibt es eher noch Angebote für Wohngruppen von jungen, meist geistig behinderten Erwachsenen, die der elterlichen Betreuung entwachsen sind und ein eigenes Leben starten sollen. auch das ist keine Alternative für jemanden, der durch Krankheit in späteren Jahren hilfsbedürftig geworden ist und oft bereits eine Familie hat (auch wenn sich ja nicht alle Familien kümmern können oder wollen)

Wenn man also - wie du meinst - aus Kostengründen keine individuelle Betreuungs-Regelungen für Behinderte finden kann, dann müssen aber wenigstens Möglichkeiten geschaffen werden, dass auch individuelle Umstände wie Alter, familiäre Bedingungen, Hobbys u.s.w. berücksichtigt und ausgelebt werden können. Volksliedersingen, ein Konzert eines Shanty-chores oder Herumschieben im Park (was so der Tendenz der Angebote in Pflegeheimen entspricht) gehört eben nicht unbedingt zu den Vorlieben eines Menschen in den mittleren Jahren. ;)

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Ich (08/50) kümmerte mich um meine Tochter (01/72, verstorben 05/14, MS, Pflegestufe 3), die mit 24 Stunden-Assistenz finanziert durch ein persönlichen Budget nach dem Arbeitgebermodell in ihrer eigenen Wohnung lebte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was hältst Du vom persönlichen Budget?
#10Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2011, 13:35 
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Kann es sein, daß ich nicht richtig verstanden wurde?

Ich sagte nicht, daß das nicht geht, sondern fragte, wer die hierfür entstehenden Kosten und wer diese doch aufreibende Arbeit übernehmen soll. Ich finde es sehr interessant, daß sowohl die Politik als auch jene, die ihre Vorstellungen umgesetzt sehen wollen - ob das Pflegekräfte sind, pflegende Angehörige, Kostenträger wie Pflegekassen und Sozialämter, Berufsverbände - diese Frage immer umgehen.

Kann es sein, daß man die Antwort vorsätzlich schuldig bleibt? Das ist wie bei der Atomindustrie, wo man "billigen" Strom haben will, aber keinen Gedanken an die anschließende Entsorgung verschwendet. Ich sehe hier enorme Parallelen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was hältst Du vom persönlichen Budget?
#11Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2011, 13:46 
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Meinst Du mich? Hast Du meinen Beitrag gelesen (11:55Uhr)?Liebe Grüße
Nelli

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 Betreff des Beitrags: Re: Was hältst Du vom persönlichen Budget?
#12Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Mai 2011, 15:11 
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Hallo Johannes,
Menschen mit Behinderung haben einen individuellen Anspruch auf Leistungen zur Rehabilitation und gleichberechtigten Teilhabe. Und sie haben ein Recht darauf, über ihr Leben selbst zu bestimmen. Darum geht es beim Persönlichen Budget. Das PB bietet Leistungen zur Teilhabe an. Es richtet sich an Menschen mit Behinderungen und an solche, denen eine Behinderung droht. Das Wunsch- und Wahlrecht der behinderten Menschen steht dabei im Vordergrund. Niemand soll wegen Art und Schwere seiner Behinderung oder wegen des Umfangs der von ihm benötigten Leistungen ausgegrenzt werden.

Grundsätzlich sieht das Gesetz vor, das PB als Geldleistung auszuzahlen. Damit kaufen sie sich dann selbst die jeweils individuellen Leistungen ein.(zB Assistenz). Als Experten in eigener Sache entscheiden behinderte Menschen somit selbst, welche Hilfen für sie am besten sind und welcher Dienst und welche Person zu dem von ihnen gewünschten Zeitpunkt eine Leistung erbringen soll. Diese Wahlfreiheit fördert die Selbstbestimmung behinderter Menschen.
Jetzt wirds interessant:
Also : das Geld ist schon da nur eben daß der Behinderte selbst bestimmt wer, wie wo und wann etwas geschieht ohne daß er dabei noch den ganzen Verwaltungsapparat einer Einrichtung mit finanziert- zum Beispiel Das ist das Geld was jede Pflegeeinrichtung, jeder Therapeut... eh schon mit der Kasse abrechnet- nur daß der Einzelne ein bisschen wirtschaftlicher arbeiten kann- er kauft sich seine Leistung selber ein- Ja und da ist doch jede Kasse hellhörig wenn Sie sparen kann. Das Geld wird eben nur gleich in die Hände des Betroffenen gegeben. Man wird praktisch der gleiche Kunde bei den Geldgebern wie auch ein Pflegeheim beispielsweise. Budgetfähig sind auch Heilmittel- da kann der Steuerzahler gleich nochmal sparen.
(Jetzt mal was privates: Wir sparen dem Staat sogar die Rehakosten von mehreren Tausend Euro , die sind nun für uns nicht mehr notwendig- Individualität heißt das Zauberwort- oder PB? Ist sicher ein Einzelfall aber kannst Du Dir vorstellen das macht die große Runde? Welche Lobby sitzt mir denn da im Nacken??)
Das SGB IX sieht im Ausnahmefall vor, das PB durch Gutscheine zu erbringen, die die Budgetnehmer oder Budgetnehmerinnen bei bestimmten Diensten einlösen können. Pflegesachleistung- Gutscheine können dann ausschließlich bei solchen Pflegediensten eingelöst werden, die einen Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen haben, also von diesen zugelassen sind. Da spart man vielleicht weniger- hat aber weniger Arbeit.


Wer soll die Arbeit machen außer uns Angehörigen?
Schau mal bei den Assistenzbörsen nach- die suchen Stellenangebote bei behinderten Menschen. Na ich denk wenn das Aufgabengebiet noch bissel bekannter wird wirds noch besser.
Liebe Grüße
Nelli

für weitere Infos:
http://www.budget.bmas.de
http://www.projekt-persoenliches-budget.de
http://www.budget.paritaet.org
http://www.bar-frankfurt.de
http://www.reha-servicestellen.de
http://www.forsea.de
http://www.isl-ev.de

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