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 Betreff des Beitrags: Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 22. Jun 2010, 17:58 
Hallo zusammen,
mein Name ist Katharina und ich studiere im 7. Semester Journalistik an der KU Eichstätt-Ingolstadt. Im Rahmen einer Abschlussprojektarbeit recherchiere ich gerade das Thema „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“. Daraus soll dann später mal ein Artikel werden. Ich habe mich für dieses Thema entschieden, da es mir sehr am Herzen liegt. Denn aus meinem Verwandten- und Bekanntenkreis hab ich schon häufig mitbekommen, dass dieses Thema viele Probleme birgt, von denen ein Außenstehender kaum etwas mitbekommt.
Da ich aber gern noch mehr Infos und Erfahrungen zu diesem Thema sammeln würde, hab ich jetzt einen kleinen „Überfall“ auf euch vor: Könntet ihr mir ein paar euer Erfahrungen schildern?
Wie habt ihr das mit eurem Arbeitgeber regelt? Seid ihr ganz aus dem Job ausgestiegen oder arbeitet ihr neben der Pflege immer noch weiter? Und wie haben eure Kollegen reagiert?
Was mich auch interessieren würde ist, welche weiteren Schwierigkeiten sich bei euch wegen der Pflege ergaben, z.B. keine Zeit mehr für Freunde oder Probleme mit dem Partner.
Ich weiß, dass das ein sehr privates Thema ist, trotzdem würde ich mich über Feedback von euch freuen, gerne auch per PM.

Liebe Grüße
Katharina Steuckart


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#2Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Jun 2010, 13:44 
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Hallo Katharina,

herzlich willkommen im Treffpunkt für pflegende Angehörige.
Ich hoffe, es melden sich Betroffene bei dir ...... ich habe einige auf deinen Beitrag aufmerksam gemacht.

Ich selbst pflege seit fast 15 Jahren, hätte mir zu keinem Zeitpunkt vorstellen können, noch nebenher arbeiten zu gehen.
Inzwischen bin ich Altersrentnerin - an meinem Arbeitsaufwand hat sich dadurch jedoch nichts geändert. :wink:

_________________
Herzliche Grüße Elke
Elke (10/44) und Gerd (07/56)
Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, hirnorganisches Psychosyndrom , Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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#3Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Jun 2010, 22:00 
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Hallo Katharina,

auch ich möchte dich herzlich willkommen heißen bei uns im Forum.

Ich habe bis zu meinem Mutterschutz Pflege und Beruf unter einen Hut gebracht, da ich den 'Vorteil' hatte dass meine Oma nicht mehr laufen konnte und ich sie so auch eine gewisse Zeit allein lassen konnte. Da ein Vollzeitjob für mich schwierig zu bewältigen war da ich zu den Mahlzeiten immer daheim sein mußte habe ich mich für zwei Arbeitgeber entschieden. Ich habe also vor der Arbeit morgens meine Oma versorgt, dann bin ich arbeiten gegangen. Zum Mittagessen war ich wieder zu Hause und bin dann nach der Versorgung von Oma wieder zur Arbeit gegangen - meist zum zweiten Arbeitgeber. Beim einen Job hatte ich feste Arbeitszeiten, beim zweiten konnte ich völlig flexibel arbeiten. Das war insofern sehr von Vorteil dass ich kurzfristig daheim bleiben konnte wenn es meiner Oma mal nicht so gut ging.

Die Reaktion meiner Kollegen hat mich oft geärgert da ich immer beneidet wurde wenn ich um zwölf im einen Betrieb Feierabend hatte. Niemand wollte hören dass ich zu Hause meine Oma versorgen muß und dass ich danach zum nächsten Job renne. Für die Kollegen war ich immer die die es nicht nötig hat den ganzen Tag zu arbeiten und die den ganzen Mittag daheim die Füsse hochlegen kann. Ich glaube aber kaum dass auch nur eine davon für eine Woche hätte tauschen wollen :roll:

Viele Grüße
Tanja

_________________
Tanja, 41 Jahre alt, verheiratet mit Sebastian 36 Jahre alt, Mama von Julian (7 Jahre), Luisa (6 Jahre) und Pauline (2 Jahre), pflegte meine Oma gut 10 Jahre zuhause, starke Demenz, PS 3, bettlägerig, am 26. Mai 2010 verstorben


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#4Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Jun 2010, 15:54 
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Hallo Katharina,
ich habe dir vorgestern eine PN geschickt und warte jetzt erst einmal ab, ob tatsächlich ein Interesse besteht.
lg Herbert

_________________
Lieben Gruß
Herbert
Herbert (10/70) pflegt Esther (07/73), Schlaganfall im März 08, Hemiparese re., Aphasie, Apraxie, Pflegestufe 2.


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#5Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Jun 2010, 07:43 
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scheint sich hier wohl zu fühlen

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Hallo
meine mutter pflegt meinen opa anfangs hatte sie ihren Job aufgegeben aber aus grund vom Geld da man durch das pflegegeld alleine und nur ein gehalt keine familie ernähren kann fing mama dann wieder auf teilzeit das arbeiten an

mom geht meine Mama nur vormittags arbeiten von 6.30-14 uhr und mein papa geht dann arbeiten wenn meine mama daheim ist
so das rund um die uhr eine betreungsperson vorhanden ist

IN zukunft wird sich meine mama von der arbeit freistelen lassen

_________________
LG MeDa

Mein Opa(80) ist seit 20 Jahren daheim und wird von meinen Eltern gepflegt. Diagnose Schlaganfall,Tuberkolose Hirnhautentzündung und nun kam der Krebs im Endstatdium


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#6Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Jun 2010, 10:28 
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Hallo Katherina,
schade, dass von dir so gar kein Echo kommt.

Bis wann musst du deine Projektarbeit eigentlich abschließen?
Ist das Thema vielleicht für dich schon erledigt?

Eine kleine Rückmeldung wäre nett.

_________________
Liebe Grüße
- Ingeborg -


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#7Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Jun 2010, 21:07 
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Liebe Katherina,
auch ich "vereinbare" Pflege und Beruf seit drei Jahren. Mit Unterstützung eines Pflegedienstes, der morgens und mittags kommt, bin ich vollzeitberufstätig.
Ich stehe meinem Arbeitgeber voll zur Verfügung, d.h. im ersten Jahr mit soviel krankheitsbedingten Fehltagen, dass ich selbst ein sogenanntes BEM-Gespräch hatte. Im zweiten Jahr habe ich wg Bandscheibenvorfalls im HWS-Bereich eine ambulante Rehamaßnahme beansprucht.
Im dritten Jahr war ich arbeitsfähiger (auch weil wir inzwischen alle zusammenwohnen und ich nicht mehr zwei Haushalte organisieren muss). Dafür leidet mein querschnittgelähmter Partner stärker unter meiner häufigen Abwesenheit. Beruflich reize ich Terminvorgaben bis zum Geht-nicht-mehr aus, z.B. was Korrekturen und Notenvergaben angeht. Alle "Heimarbeit" ist drastisch reduziert, meinen Schülern und Kollegen verlange ich Verständnis ab, z.B. bei Nachmittags- und Abendterminen, die nicht unbedingt zwingend sind. Dennoch bin ich auch diese Jahr reif für eine Kur...Noch Fragen???

_________________
Susanne (Jg.63)
bemühe mich nach Burnout durch Pflege meines verbitterten Lebenspartners (Reinhard, QS durch Verkehrsunfall 08/07) wieder für mich selbst zu sorgen - mit voller Stelle berufstätig als Lehrerin für junge Erwachsene (z.Zt. im Sabbatjahr) - Mutter zweier Söhne (26 und 21)
Verlust des Lebenspartners Thomas (01/16), verstorben an einer Varizenblutung, verursacht durch eine erneute Zirrhose an der Transplantleber

Das Leben ist eine lange, schmale Brücke.
Die Hauptsache ist, sich nicht zu fürchten.
(aus einem hebräischen Lied)


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#8Ungelesener BeitragVerfasst: 26. Jun 2010, 22:13 
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Liee Katharina,

auch ich bin eine voll berufstätige pflegende angehörige
seit juni 2007 wird ist herbert zu haiuse
ich organisiere das mit einem pflegedienst der 3 mal in der woche zur grundpflege
am morgen kommt und meinen lebensgefährten für die tagespflege fertig macht.
vom fahrdienst wird er dann abgeholt und ist dort bis 16.00 uhr versorgt.
spät um 16:30 uhr wird er zurückgebracht
an den beiden anderen wochentagen und natürlich am WE bin ich für die grundpflege zu ständig,
weil die kostenübernahme der pflegekasse trotz kombileitung mit 150% bei PS 3
nicht für 5 tage tagespflege plus 7 tage grundpflege ausreicht.

abends, nachts und sonst immer bin ich ebenfalls alleien zuständig
für die betreuung (nicht Pflege) kommt ca 2-4 mal im Monat nachmittgas gegen bezahlung eine bekannte

wegen der eingeschränkten betreuungszeit kann ich nicht meine ganze arbeitszeit (39 std.) im büro ableisten
dashalb mache ich pro woche ca 3 bis 4 std heimarbeit - abends oder am wochenende
ich habe zum glück eine arbeitstelle wo das geht
und einen arbeitgeber bei dem es eine großzügige regelung für flexible arbeitszeiten gibt
und verständnisvolle kolleg/innen

wie lange ich das noch schaffe weiss ich nicht,
ich und meine bedürfnisse bleiben auf der strecke.
die kraftreserven schrumpfen
ich dachte schon mehrmals dass ich dem burn-out nahe bin.

übrigens vollzeit arbeite ich aus finanziellen gründen und wegen meiner altersversorgung.
wir sind nämlich nicht verheiratet
zudem hatte ich in meinem berufsleben schon einige teilzeitphasen
weil ich auch einige jahre meine beiden kinder (heute 29 und 30) alleine erzogen habe.

ich gehöre offensichtlich zu der generation von frauen die es im leben gleich doppelt trifft
erst haben wir für die vereinbarkeit von kindern und beruf gekämpft.
das ist jetzt gesellschaftlich einigermassen anerkannt,
und es gibt recht gute strukturen
und nun konmmt die vereinbarkeit von beruf und pflege
da stehen wir erst am anfang.........

noch fragen???? dann melde dich bitte

_________________
Liebe Grüße Claudia

Claudia (12/57), ich pflegte 8 Jahre meinen Lebensgefährten (6/53) nach seiner Hirnblutung PS III, mit Unterstützung durch Tagespflege und ambulanten Pflegedienst zu Hause. Dabei war ich die meiste Zeit in Vollzeit berufstätig. Herbert ist am 23.09.2014 plötzlich verstorben.
Ich lebe mein Leben vorwärts, aber vieles verstehe ich erst in der Rückschau


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#9Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Jun 2010, 09:42 
2007 - im Foren Archiv

unter dem Thema
"Beruf und Pflege unter einem Hut" schon einmal diskutiert
http://pflegendeangehoerige.foren-city. ... m-hut.html


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 Betreff des Beitrags:
#10Ungelesener BeitragVerfasst: 27. Jun 2010, 09:43 
Zitat:
...ich find, es sollte mehr für die zeit nach der pflege vorgeschlagen werden...zb eine erholungskur, hilfe bei der arbeitsvermittlung oder ne weiterbildung. so das man noch eine perspektive hat, wenn man nicht mehr pflegt (aus welchen gründen auch immer). das fände ich wichtig! alles andere klingt zwar nett aber letztlich steht man allein auf weiter flur!!!


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