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 Betreff des Beitrags: Pflegende Angehörige aus dem Land Brandenburg gesucht!
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Aug 2008, 11:54 
Studie „Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege im Land Brandenburg“

Guten Tag!

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Sie um Ihre Unterstützung für eine wissenschaftliche Studie bitten. Wir sind vom Zentrum für Sozialforschung Halle e.V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und erstellen im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg (MASGF) eine Studie zur „Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege im Land Brandenburg“. Dazu würden wir gern auch Sie als pflegende Angehörige befragen.

In den Gesprächen steht vor allem Ihre persönliche Situation im Mittelpunkt. Wir möchten von Ihnen gern erfahren,
- wie Sie Ihre eigene Erwerbstätigkeit mit Ihren Pflegeaufgaben vereinbaren oder
- was dazu führte, dass Sie Ihre eigene Erwerbstätigkeit zu Gunsten der Pflege unterbrachen oder aufgaben,
- welche Schwierigkeiten und Probleme Sie vor allem zu Beginn Ihrer Pflegetätigkeit überwinden mussten und
- was und wer Ihnen dabei helfen konnte.
Außerdem möchten wir gern wissen,
- welche Schwierigkeiten und Probleme Sie heute haben,
- wer Ihnen dabei hilft,
- wo Sie Möglichkeiten zur Verbesserung Ihrer Situation sehen und
- welche Unterstützungsleistungen Sie sich persönlich wünschen würden.
Ihre Sicht als Betroffene/r ist für uns sehr wichtig!

Hauptziel der Studie ist es, Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflegeverpflichtung auf allen Ebenen, d. h. für Sie als pflegende Angehörigen selbst, für Unternehmen, Anbieter von Hilfe- und Pflegeleistungen sowie für Verbände und Politik abzuleiten.

Wir bitten Sie, sich in einem persönlichen oder einem telefonischen Interview zu den Umständen Ihrer Pflegetätigkeit befragen zu lassen. Ihre Daten werden wir gemäß den Datenschutzbestimmungen vertraulich und anonym behandeln. Bitte melden Sie sich bei uns und vereinbaren Sie mit uns einen für Sie passenden Interviewtermin. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch für Fragen oder Anmerkungen zur Verfügung. Die Mitarbeiter des Institutes erreichen Sie unter:

Sabine Böttcher, Telefon: 5526616, mail: boettcher@zsh.uni-halle.de
Bettina Wiener, Telefon: 5526603

Für Ihre Unterstützung dieser Studie bedanken wir uns recht herzlich.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Böttcher
Projektleiterin


Sie können natürlich auch auf diesen Beitrag antworten. Ich melde mich dann umgehend bei Ihnen.


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#2Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Aug 2008, 14:32 
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Ich lebe nicht im Brandenburger Raum, aber das Thema ist überall akut.
Welche Konsequenzen soll diese Umfrage haben? Ich wünschte mir, dass die Betroffenen daraus Vorteile ziehen können....

Meine Erfahrung:

Solange beides nebeneinander geht ist's eh kein Problem.
Wenn nicht, muß man sich entscheiden. Mache ich dann beides weiter kommt etwas zu kurz.
Im günstigsten Fall nur ich selbst.

Will ich arbeiten, muß ich Pflege anteilig oder ganz abgeben und finanzieren.

Entscheide ich mich für die Pflege, muß ich im Job kürzer treten oder ihn aufgeben.

Ergebnis von allem: Geld wird knapp.

Aber wenigstens dem Gewissen soll's gut gehen.

Für die Erkenntnis hab ich viele Jahre gebraucht. Heute weiß ich, wo ich stehe, habe mich für "Vollzeitpflege" durch mich zuhause entschieden.

_________________
Liebe Grüße
- Ingeborg -


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#3Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Aug 2008, 14:46 
Ja, das ist Ziel - dass vor allem die Betroffenen Vorteile aus unseren Ergebnissen gewinnen.

Wir wollen erfahren, was gebraucht wird - z.B. welche Modelle von Arbeit, Arbeitszeit und Finanzierung, damit man Pflege und Erwerbstätigkeit vereinbaren kann. Welche Unterstützungsleistungen zu welchen Konditionen angeboten werden sollten, wie diese
ganz konkret strukturiert sein müssen, worauf Rücksicht genommen werden muss, was der Arbeitgeber, die Pflegedienstleister, die Pflegekasse und andere tun können, um zu helfen und nicht noch zusätzlich Druck und Stress aufzubauen - also all die Dinge,
die eigentlich nur Betroffene wissen können. Klar, dass dies bei vielen sehr unterschiedlich sein wird, aber aus den Antworten, Wünschen
und Vorstellungen soll ein Pool von Ideen, Vorschlägen und Handlungsempfehlungen entstehen , um die Betroffenen zu unterstützen und vor allem die Unternehmen fit zu machen, mit solchen Problemen und Anfragen flexibel und ansprechend umgehen zu können.

Aus diesem Grund ist es für uns sehr wichtig, dass wir Kontakt zu Betroffenen erhalten und diese uns Auskunft geben über ihre Situation,
ihre Schwierigkeiten und ihre Wünsche.

Mit freundlichem Gruß
Sabine Böttcher


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#4Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Aug 2008, 14:59 
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Hallo Sabine,

das Thema wurde schon u. a. schon einmal hier diskutiert

- klick -


Ich pflege meinen Mann seit über 12 Jahren.
Um eine gute Pflege zu leisten wäre es mir eine Berufstätigkeit nebenher unmöglich.

_________________
Herzliche Grüße
Elke
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Sorgen von der Seele schreiben.
Erfahrungen miteinander austauschen.
Gegenseitig unterstützen, Mut machen und Trost spenden.


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#5Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Aug 2008, 23:24 
Ja, die Diskussion hab' ich gelesen. Für unsere Studie kann ich aber leider keine Angaben aus dieser Diskussion verwenden. Deshalb ist es für mich so wichtig, mit Betroffenen reden zu können.

Es interessiert mich/uns, wenn Sie sich entscheiden, nicht zu arbeiten, weil Sie dann nicht die Qualität von Pflege leisten können, die Ihnen wichtig ist. Gleichzeitig interessiert uns, wie Sie sich arrangieren, was Sie sich trotzdem oder gerade deshalb für Unterstützungsangebote wünschen würden, was Sie brauchen, was Ihnen den Alltag erleichtern würde...

Das möchten wir erfahren und nach Möglichkeiten suchen, Angebote zu unterbreiten, Handlungsempfehlungen zu geben, die Sie unterstützen, die ihnen helfen, Ihren oft schwierigen Alltag leichter zu bewältigen.

Es wäre sehr schön, wenn Sie uns von Ihren Erfahrungen berichten würden.

Mit freundlichem Gruß
Sabine Böttcher


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#6Ungelesener BeitragVerfasst: 29. Aug 2008, 05:43 
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Sabine B. hat geschrieben:


Das möchten wir erfahren und nach Möglichkeiten suchen, Angebote zu unterbreiten, Handlungsempfehlungen zu geben, die Sie unterstützen, die ihnen helfen, Ihren oft schwierigen Alltag leichter zu bewältigen.

Es wäre sehr schön, wenn Sie uns von Ihren Erfahrungen berichten würden.

Mit freundlichem Gruß
Sabine Böttcher



Hallo Sabine!

Was die Mitglieder von Studien und Medaillen halten, kannst du auch hier nachlesen:

http://pflegendeangehoerige.plusboard.d ... -t668.html


Hast du dich einmal gefragt, woher die pflegenden Angehörigen (die oftmals rund um die Uhr eingebunden sind) die Zeit für Studien hernehmen sollen, für Gespräche ......... nach denen sich letztendlich doch nichts ändern wird. Könnt ihr für diese Zeit eine Pflegeperson/Betreuung zur Verfügung stellen. Das wäre doch ein guter Anfang für bessere Bedingen in der häuslichen Pflege.

_________________
Herzliche Grüße Elke
Elke (10/44) und Gerd (07/56)
Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, hirnorganisches Psychosyndrom , Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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 Betreff des Beitrags:
#7Ungelesener BeitragVerfasst: 29. Aug 2008, 10:41 
Hallo Elke!

Ich hab' schon eine kleine Vorstellung, wie euer Alltag aussieht - bin da nicht ganz unbedarft aus eigenem Miterleben: Meine kleine Schwester ist körperbehindert und hat über viele viele Jahre eine sehr intensive Pflege und Betreuung gebraucht.
Mir ist auch klar, dass Zeit ein sehr kostbares Gut ist, wenn man rund um die Uhr auf jemanden achten, ihn versorgen muss und sich Sorgen macht.

Aber auf der anderen Seite steht da ein Ministerium, was Geld ausgibt dafür, um gerade EUCH zu fragen, was verändert werden muss, was Ihr braucht, was Euch helfen könnte. Wer soll das denn wissen, wenn nicht ihr? Und wie sollen euer Wissen und eure Erfahrungen zu denen gelangen, die Politik machen?

Ich bin überzeugt davon, dass es eine Chance ist, Eure Situation, Eure Schwierigkeiten und Wünsche in die Öffentlichkeit zu rücken, ein reales Bild zu vermitteln. Dann kann man auch etwas verändern.

Zu unseren Gesprächen - terminlich und örtlich richten wir uns da absolut nach den Wünschen und Möglichkeiten derjenigen, die zu einem Interview bereit sind - das kann in den Morgenstunden, mittags, am späten Abend - wie auch immer sein. Wir bieten Interviews am Telefon, zu Hause, im Park oder wo auch immer die Betroffenen sich aufhalten und Zeit dazu finden.
Wie lange so ein Interview dauern könnte, kann ich nicht genau sagen - 15 Minuten aber schon, manchmal sicher auch länger.


Mit freundlichem Grüßen
Sabine B.


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 Betreff des Beitrags: Sehr geehrte Frau Sabine,
#8Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Okt 2008, 18:34 
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schaut sich um

Registriert: 09.2008
Beiträge: 3
Wohnort: Lübben
Danke gegeben: 0
Danke bekommen: 0x in 0 Post
Geschlecht: nicht angegeben
nur ganz kurz. Ich muss von der ARGE am Tag 5 Stunden arbeiten, ich fragte "Warum" nur dass ich lerne wieder früh aufzustehen. Ich pflege meine Mutter schon so viele Jahre bei mir zu Hause und muss ( nicht immer ) Nachts aufstehen um Tabletten und Blutdruck zu messen, sonst stehe ich immer um 5 Uhr auf um meine Mutter fertig zu machen und die ARGE sagt, ich muss arbeiten gehen ? Ist das nicht zum piepen ?
Das die das nicht begreifen.
Mit freundlichen Grüßen
Ursula Gellert

_________________
UG


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