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 Betreff des Beitrags: Petition: Angleichung> Pflegegeld an die Pflegesachleistung
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Okt 2012, 21:00 
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Hallo ihr alle, was haltet ihr hier von?

Wir fordern die Angleichung des Pflegegeldes an die Pflegesachleistungen (SGB XI), damit Pflegebedürftige den sie pflegenden Familien, Freunden und Bekannten ein Grundeinkommen sichern können.

In Deutschland wird zwischen Pflegesachleistungen und Pflegegeld unterschieden. Pflegesachleistungen sind Leistungen für professionelle Leistungserbringer oder stationäre Einrichtungen, Pflegegeld erhalten Pflegebedürftige, die zu Hause von ihrer Familie, Freunden und Bekannten gepflegt werden. Das Pflegegeld ist um mehr als die Hälfte geringer als die Pflegesachleistungen. Als Folge werden hierzulande wesentlich mehr Pflegebedürftige in Heimen versorgt, als in anderen westlichen Industrienationen, in denen es diesen Unterschied nicht gibt (bspw. Österreich).

Entscheidet man sich bei geringen finanziellen Ressourcen für die häusliche Pflege oder erstreckt sie sich über einen längeren Zeitraum, bleibt für die pflegende Person nur Hartz-IV auf unbestimmte Zeit. Bei Einführung der Hartz-IV-Gesetze wurden pflegende Angehörige nicht berücksichtigt. “Fördern und fordern” funktioniert nicht, wenn man einen Menschen pflegt.

Die Vorteile einer Angleichung:

• Wahlmöglichkeit über die Form der Versorgung

• Umsetzung der UN-Konvention über die “Rechte von Menschen mit Behinderung” (Inklusion) und des Grundgesetzes, besonders Art. 6: “Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung”

• ordnungspolitisch einfach umsetzbar

• immense Entbürokratisierung der Pflege

• weniger Heimunterbringungen und Umsetzung des Grundsatzes “ambulant vor stationär”

• enorme Reduzierung des Armutsrisikos für pflegende Angehörige

• enorme Einsparungen im Gesamthaushalt unseres Landes

Petition unterstützen
http://www.pflegeinitiative.org/petition/

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Mein Lebenspartner pflegt seine Mutter seit 14 Jahren. Nach mehreren schweren Schlaganfällen ist unser Muttle ein schwerer Pflegefall und braucht rund um die Uhr Betreuung. Sie ist aber auch unser Schatz und wir sind sehr froh, dass sie bei uns ist.
In unserem Verein, Pflegeinitiative Deutschland e.V. setzen wir uns für die Rechte pflegender Angehöriger ein!


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 Betreff des Beitrags: Re: Petition: Angleichung> Pflegegeld an die Pflegesachleistung
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Okt 2012, 21:33 
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Ich kann diese Petition leider nicht unter https://epetitionen.bundestag.de/ finden.
Auf anderen Internetseiten unterschreibe ich keine Petition da dies oft nur dazu dient Namen und E-Mail-Adressen zu sammeln.
Sollte ich die Petition auf https://epetitionen.bundestag.de/ übersehen haben bitte ich um einen Link.

Grüsse
Ingo

_________________
Ingo ( 02/68 ) pflege meine Frau Christine ( 06/69 ), Hirnblutung, Hirnstammkompression, Hirngewebeentfernung und Hemicraniektomie nach Schlaganfall im Juni 2008, mit anschliessendem Wachkoma, Aphasie, Tetraplegie, Dysphagie, LP-Shunt, PEG, Pflegestufe 3+, pflege seit Mai 2009 zu Hause (kein Pflegedienst)
Mein Baby gehört zu mir, ist das klar ?
--------------------------
Versuche nicht Dinge zu ändern die Du nicht ändern kannst
sondern ändere lieber die die Du ändern kannst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Petition: Angleichung> Pflegegeld an die Pflegesachleistung
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 15. Okt 2012, 22:49 
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Hallo Ingo,
Ja... leider haben Sie Recht. Man kann unsere Petition nicht finden, das ist wirklich sehr schade- denn unsere Petition wurde einer "nicht öffentlichen Petition" angeschlossen. Wirklich erklären können wir uns das auch nicht. Ist die Lobby der industriellen Pflege, Wohlfahrtsverbände wirklich so einflussreich??? Wenn Sie auf der Seite der Petition ganz nach unten scrollen, finden Sie den entsprechenden Brief des Petitionsausschusses.

Wir, die Pflegeinitiative Deutschland e.V. (unsere Gemeinnützigkeit ist anerkannt) sind ein Zusammenschluss von Pflegenden Angehörigen und Menschen, die begriffen haben, dass wir alle potentiell Pflegebedürftige oder deren Angehörige sind. Wir sammeln tatsächlich nur Unterschriften und Unterstützung. Wir wollen informieren und mobilisieren! Mit Ihren Daten wird garantiert diskret umgegangen!!!

Sie können auch sehr sehr gern bei der Pflegeinitiative anrufen und sich von unseren Zielen überzeugen.

Liebe Grüße Anita

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Mein Lebenspartner pflegt seine Mutter seit 14 Jahren. Nach mehreren schweren Schlaganfällen ist unser Muttle ein schwerer Pflegefall und braucht rund um die Uhr Betreuung. Sie ist aber auch unser Schatz und wir sind sehr froh, dass sie bei uns ist.
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 Betreff des Beitrags: Re: Petition: Angleichung> Pflegegeld an die Pflegesachleistung
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Jul 2016, 11:40 
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Hallo zusammen!

Da uns das Thema auch wurmt, möchte ich das hier nochmal aufgreifen.

Diese Geschichte wurde ja vom Gericht abgelehnt, es wurde genau darauf geklagt.

Man kann die Argumentation der Richter verstehen, weil eben eine gewerblich durchgeführte Pflege nur ausreichend sichergestellt sein kann, wenn sie entsprechend vergütet wird. Deshalb sind die Sachleistungen höher angesetzt. Die Sachleistungen werden ja auch abgerechnet, mit Belegen etc. Kein Pflegender Angehöriger würde dies gut finden, da es zusätzliche Arbeit bedeutet. Das Urteil zielt daraufhin ab, dass eine Pflegeperson seinen Angehörigen nur aus der ehelichen Beistandspflicht heraus z.B. 30Jahre unentgeltlich pflegt. Oft ist es ja so, dass schwer Kranke, die auch psychisch sehr angeschlagen sind, am besten bei ihrem Ehepartner und im familiären Umfeld bleiben. Da geht es ihnen schlicht am besten und sie am am meisten vom Leben und es ist teilweise auch eine dann längere Lebenszeit zu erwarten. Insgesamt ist zu verstehen, wenn der Pflegebedürftige von Menschen gepflegt wird, die ohnehin ein Einkommen haben. Es gibt aber auch Familien wie unsere, wo das so nicht ist. Da muss ein Teil aufhören oder kann nicht weiter arbeiten und pflegt dann den Ehepartner und das soll ohne Einkommen geschehen. Hier finde ich, muss nachgebessert werden, dass jemand, der sich ganz aufopfert, zumindest ein Grundgehalt vom Staat erhält, das auch geringer ausfallen kann, aber nicht unter 1300,- EUR (zurzeit) liegen sollte, um den finanziellen Nachteil teils oder ganz auszugleichen, der durch die ungewollte und besondere Härte der Situation entstanden ist, wie bei uns, wo das plötzlich eingetreten ist und die bisherige Lebensplanung futsch ist. Hätten wir zum Beispiel ein Haus abzubezahlen gehabt, hätten wir das nicht weiter haltzen können, weil ein Verdiener voll ausgefallen ist und wie sozusagen auf Harz4-Niveau abgestürzt sind. Da fehlt die Unterstützung der Familie seitens des Staates irgendwo. Ist zwar schön, dass man zumindest Rentenbeiträge bekommt, aber dafür befindet man sich den Rest seines Lebens in einer nicht gewollten und besonders harten Situation, aufgrund des fehlenden Grundeinkommens.

Alle Gute!


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 Betreff des Beitrags: Re: Petition: Angleichung> Pflegegeld an die Pflegesachleistung
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Jul 2016, 11:16 
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Hallo!

wollte nur noch anmerken, dass es meiner Meinung nach sinnvoll sein kann, Petitionen zusammenzuführen, da sich dadurch mehr Stimmen für eine Petition generieren lassen, die dann aus mehreren Unterpunkten besteht.

Torsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Petition: Angleichung> Pflegegeld an die Pflegesachleistung
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Jul 2016, 19:19 
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Hallo zusammen!

Da uns das Thema auch wurmt, möchte ich das hier nochmal aufgreifen.

Diese Geschichte wurde ja vom Gericht abgelehnt, es wurde genau darauf geklagt.

Man kann die Argumentation der Richter verstehen, weil eben eine gewerblich durchgeführte Pflege nur ausreichend sichergestellt sein kann, wenn sie entsprechend vergütet wird. Deshalb sind die Sachleistungen höher angesetzt. Die Sachleistungen werden ja auch abgerechnet, mit Belegen etc. Kein Pflegender Angehöriger würde dies gut finden, da es zusätzliche Arbeit bedeutet. Das Urteil zielt daraufhin ab, dass eine Pflegeperson seinen Angehörigen nur aus der ehelichen Beistandspflicht heraus z.B. 30Jahre unentgeltlich pflegt. Oft ist es ja so, dass schwer Kranke, die auch psychisch sehr angeschlagen sind, am besten bei ihrem Ehepartner und im familiären Umfeld bleiben. Da geht es ihnen schlicht am besten und sie am am meisten vom Leben und es ist teilweise auch eine dann längere Lebenszeit zu erwarten. Insgesamt ist zu verstehen, wenn der Pflegebedürftige von Menschen gepflegt wird, die ohnehin ein Einkommen haben. Es gibt aber auch Familien wie unsere, wo das so nicht ist. Da muss ein Teil aufhören oder kann nicht weiter arbeiten und pflegt dann den Ehepartner und das soll ohne Einkommen geschehen. Hier finde ich, muss nachgebessert werden, dass jemand, der sich ganz aufopfert, zumindest ein Grundgehalt vom Staat erhält, das auch geringer ausfallen kann, aber nicht unter 1300,- EUR (zurzeit) liegen sollte, um den finanziellen Nachteil teils oder ganz auszugleichen, der durch die ungewollte und besondere Härte der Situation entstanden ist, wie bei uns, wo das plötzlich eingetreten ist und die bisherige Lebensplanung futsch ist. Hätten wir zum Beispiel ein Haus abzubezahlen gehabt, hätten wir das nicht weiter haltzen können, weil ein Verdiener voll ausgefallen ist und wie sozusagen auf Harz4-Niveau abgestürzt sind. Da fehlt die Unterstützung der Familie seitens des Staates irgendwo. Ist zwar schön, dass man zumindest Rentenbeiträge bekommt, aber dafür befindet man sich den Rest seines Lebens in einer nicht gewollten und besonders harten Situation, aufgrund des fehlenden Grundeinkommens.

Alle Gute!


Hallo Torsten,
gut, dass du dieses Thema noch einmal aufgegriffen hast.
Auch ich pflege. Mein Mann ist seit 22 Jahren pflegebedürftig (damals 39 Jahre alt) und wird von mir Zuhause gepflegt.
Wir haben uns vor 4 Jahren für das persönliche Budget im Arbeitgebermodell entschieden, weil ich es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr allein schaffe.
Wurden dadurch auf Hartz IV Niveau gestuft, werden geprüft und gedemütigt und auch ich werde von diesem Amt gedemütigt, auf dem ich selbst mal gearbeitet habe.

Meine eigene Erkrankung lässt mir keinen Spielraum mehr für Aktivitäten außerhalb dieses Forums.
Trotzdem und gerade darum möchte ich dir

wir pflegen - Interessenvertretung begleitender Angehöriger und Freunde in Deutschland e.V.

Postfach 350 349
10212 Berlin

Telefon: 030 / 57 70 41 83

info(at)wir-pflegen.net

ans Herz legen.

_________________
Herzliche Grüße Elke
Elke (10/44) und Gerd (07/56)
Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, hirnorganisches Psychosyndrom , Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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