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 Betreff des Beitrags: Online-Unterstützungsangebot 'Pflege' sucht TesterInnen
#1Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Nov 2013, 19:19 
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Hallo liebe Leserinnen und Leser,

Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich Euch hier duze. Ich habe mir Eure Forumregeln durchgelesen und dort stand, dass das für die Kommunikation im Forum so gilt. Hoffentlich gilt das auch für "Externe", wie mich. Bitte seht es mir nach, wenn das nicht so sein sollte!

Ich bin Mitarbeiter des gemeinnützigen Projekts „Pflegende Angehörige Online“. Wir entwickeln ein kostenloses Internetportal für alle, die sich um einen älteren Menschen kümmern – also für Angehörige, Nachbarn und Freunde von unterstützungs- oder pflegebedürftigen Menschen.
Hintergrund des Projektes ist die aktuelle Forschung auf diesem Gebiet, die den Nutzen des Internets zur Unterstützung pflegender Angehöriger bestätigt. Manchmal spannt einen die Pflege so sehr ein, dass kaum Zeit und Kraft bleibt, um Angehörigengruppen, Beratungsstellen oder andere Hilfen aufzusuchen. Wie Ihr wisst, können Angebote im Internet dagegen (wie dieses Forum) ganz einfach von zu Hause aus zu jeder Zeit benutzt werden.

Mit der Entwicklung des Internetportals „Pflegende Angehörige Online“ wollen wir einen Schritt weiter gehen und zusätzliche technische Möglichkeiten zum gegenseitigen Austauschen und Unterstützen unter Angehörigen bieten. So sollen bestehende Angebote, wie dieses Forum oder Selbsthilfegruppen ergänzt (nicht ersetzt!) werden.
Wenn mal der Rat oder Beratung durch ausgebildete Sozialarbeiter oder Pflege-Experten gebraucht werden sollte, kann auf unserem Angebot auch die schriftliche Online-Beratung genutzt werden. Natürlich kostenlos. Um das Angebot abzurunden gibt es einen ausführlichen Informationsteil zur Themen rund um Pflege.
Ab 2015 wird das Internetportal europaweit kostenlos zugänglich sein und – als von der EU-gefördertes Projekt – natürlich werbefrei und unabhängig!

Um ein Internetportal zu entwickeln, das nicht nur schön aussieht, sondern Angehörigen tatsächlich hilft, werden Angehörige in jede Phase der Entwicklung mit einbezogen. Im Moment sind wir in der Phase, in der alle Informationsinhalte erarbeitet wurden und drei interaktive Angebote entwickelt sind (Soziales Netzwerk, Videokonferenzen für Online-Gesprächskreise und Online-Beratung). Diese wollen wir nun testen. Wir wollen herausfinden, ob diese technischen Angebote Euch und anderen Angehörigen helfen, um gegenseitig in Kontakt zu kommen und um Unterstützung in schwierigen Situationen zu bekommen. Dafür suchen wir pflegende und unterstützende Angehörige, Freunde und Nachbarn, die Lust haben, das Internetportal für 3 Monate ab Mitte Januar 2014 zu testen. Ihr habt also die Möglichkeiten, bei der Gestaltung eines europaweiten Unterstützungsangebot für pflegende Angehörige, Freunde und Nachbarn mitzumachen und Euch einzubringen. Gleichzeitig weiß ich, dass viele von Euch wenig Zeit übrig haben. Deswegen ist es vielleicht ein wichtige Zusatzinformation, dass Ihr die Zeit, die Ihr in die Testung und Nutzung des Angebots steckt, selbst bestimmen könnt. Ihr könnt auch jederzeit mit dem Test aufhören, ohne irgendwelche Konsequenzen.

Dabei müsst Ihr keine Internetexperten sein! Wir wollen insbesondere auch Menschen ansprechen, die sich im Internet noch nicht so gut auskennen. Alle Teilnehmer bekommen von uns eine ausführliche und einfache Anleitung oder Schulung zur die Benutzung der Internetseite und der interaktiven Angebote. Außerdem bekommen alle Teilnehmer nach Ende der 3 Monate ein kleines Dankeschön.
Insbesondere suchen wir Menschen aus dem Großraum Hamburg, Berlin und aus den Bundesländern Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern. Dort können wir auch weitestgehend persönliche Schulungen anbieten. Wenn Ihr in anderen Regionen wohnt, könnt Ihr auch an unserem Test mitmachen, allerdings empfehlen wir dann die Teilnahme nur fortgeschrittenen Internetnutzern.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich bei einigen von Euch Interesse an dem Projekt wecken konnte. Wir brauchen Euch, damit wir ein wirklich hilfreiches und sinnvolles Unterstützungsangebot aufbauen können! Ihr könnt mich gerne per E-Mail anschreiben, wenn Ihr Fragen habt oder Interesse an der Teilnahme am Test haben solltet

Weitere Informationen zum Projekt und zu den Teilnahmeempfehlungen findet Ihr auch unter:
http://www.wir-pflegen.net/dafuersetzen ... /innovage/

Hintergrund:
Pflegende Angehörige Online entstand aus dem Projekt INNOVAGE und wird von der Europäischen Kommission gefördert. Das Projekt INNOVAGE besteht aus mehreren Arbeitspaketen. Das übergeordnete Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität in den höheren Lebensjahren von allen europäischen Bürgern. Die Pflegeplattform ist ein Teil dieses Projekts. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Internetseite:
http://www.innovage.group.shef.ac.uk
Das Arbeitspaket, das sich mit der Pflegeplattform beschäftigt, wird von der gemeinnützigen Organisation EUROCARERS ausgeführt. In Deutschland unterstützt der gemeinnützige Verein wir pflegen - Interessenvertretung begleitender Angehöriger und Freunde e. V. das Projekt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Online-Unterstützungsangebot 'Pflege' sucht TesterInnen
#2Ungelesener BeitragVerfasst: 23. Nov 2013, 21:32 
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Da sich das Testangebot um die Pflege älterer Menschen dreht kann ich eh nicht partizipieren, mein Mann ist ja nur " behindert"... Sehr merkwürdig dass eine übergreifende Platform sich so einspurig anbietet!
Darüber hinaus: ich habe wie du schon richtig erkennst keine Zeit über dafür und- eigentlich das wichtigste: ich habe in den letzten 5 Jahren in denen ich von Pflege"betroffen" bin, keine Frage länger als 2-3 Tage offen gehabt, denn der Vorteil dieses Forums ist eine Begegnung auf Augenhöhe. Schade nur, dass unsere Admina keine EU Gelder dafür bekommt, sondern alles ehrenamtlich und aus Nächstenliebe motiviert ist.
Natürlich trotzdem viel Erfolg es ist immerhin ein Versuch- nicht der erste...
Versuch macht ja bekanntlich kluch.
Beste Grüße Blues


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 Betreff des Beitrags: Re: Online-Unterstützungsangebot 'Pflege' sucht TesterInnen
#3Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Nov 2013, 01:27 
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Hallo Blues,

danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast und Dir meinen Post durchgelesen hast. Ich danke Dir auch für deine Rückmeldung.

Kurz zu Deiner Anmerkung:
Wir haben uns dafür entschieden, dass wir in unserer "Testphase" erst einmal den Schwerpunkt auf Menschen, die einen älteren Menschen pflegen, legen. Das hat den Grund, dass wir damit speziellere Informationen anbieten können, die auf diese Gruppe "zugeschnitten" sind. Wenn wir das ganze für alle Altersgruppen und alle Erkrankungen/Behinderungen/Einschränkungen anbieten würde, wäre das alles doch sehr breit und generell. Ich glaube, dann wäre alles sehr oberflächlich und würde keinem richtig weiterhelfen. Denn du hast ja auch schon geschrieben, dass es nicht sehr schwierig ist, an fehlende Informationen zu kommen, wenn man sich gut auskennt oder so eine super Hilfe hat, wie dieses Forum.

Was wir in unserem Projekt - das übrigens ebenfalls durch viel Herzblut und ehrenamtliches Engagement aufgebaut wurde und läuft - testen wollen, ist, inwiefern ein Soziales Netzwerk, ähnlich zu Facebook (nur ohne die ganzen Datenschutzprobleme ;) ) und Gesprächskreise als Videokonferenz hilfreich sind, nützlich sind oder Spaß machen. Ich hoffe, dafür einige Menschen finden zu können, die neugierig sind und das einmal ausprobieren möchten.

Nur so kann unserer Versuch gelingen und nicht so enden, wie einer der vielen, auf die Du Dich wohl beziehst. Dafür gebe ich und unser gesamtes Projektteam unser Bestes! Deswegen danke ich Dir auch für Deine Erfolgswünsche. Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, wie es nach unserer Testphase weitergeht und wann das Internetportal öffentlich zugänglich ist.

Dort verlinken wir übrigens auch gerne zu Internetforen, wie diesem. Natürlich nur, wenn der Admin oder Admina :) das auch möchte. Für eine kurze private Nachricht des Admins wäre ich dafür dankbar. Ich kann leider selbst noch keine senden...

Ich wünsche Dir, Blues, ein erholsames und schönes Wochenende!


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 Betreff des Beitrags: Re: Online-Unterstützungsangebot 'Pflege' sucht TesterInnen
#4Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Nov 2013, 12:15 
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Ich denke, jede richtige Information ist für Betroffene wichtig und eine Bündelung macht Sinn.
Um solche Bemühungen bekannt zu machen ist dieses "Schwarze Brett" geschaffen.

An dieses Forum halten sich die Menschen, die unsere Form des persönlichen Austausches schätzen.

Betroffene und Angehörige haben unterschiedliche Bedürfnisse und die Meinung darüber was einem nutzt kann sich jeder anhand des Angebotes selbst bilden.
Das kann man aber nur, wenn man davon weiß.

Alles Gute für euer Projekt.

_________________
Liebe Grüße
- Ingeborg -


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 Betreff des Beitrags: Re: Online-Unterstützungsangebot 'Pflege' sucht TesterInnen
#5Ungelesener BeitragVerfasst: 24. Nov 2013, 13:16 
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Die Idee an sich finde ich gut, aber warum muss man immer wieder das Rad neu erfinden.
Die die sich etwas mit dem Internet auskennen die finden die benötigten Informationen auch irgendwo im Netz und die die sich nicht auskennen wirst du schwer dazu bewegen können sich in einem Forum anzumelden oder sogar Chats und Videokonferenzen zu nutzen.

So ein Projekt zu starten hat ja nur Sinn wenn man etwas Besonders anbietet was von den Usern vermisst wird und was es woanders noch nicht gibt.

Ich hab nicht so ganz verstanden welchen Personenkreis genau ihr mit diesem Angebot ansprechen wollt.
Es gibt viele Foren und Plattformen im Netz, einige sind speziell für bestimmte Erkrankungen und andere für bestimmte Personengruppen. Eigentlich findet jeder das passende Forum, wenn er will.

(nur ohne die ganzen Datenschutzprobleme ;) )


Ich glaube diese Aussage ist masslose Selbstüberschätzung. :-)

Viel Erfolg

Grüsse
Ingo

_________________
Ingo ( 02/68 ) pflege meine Frau Christine ( 06/69 ), Hirnblutung, Hirnstammkompression, Hirngewebeentfernung und Hemicraniektomie nach Schlaganfall im Juni 2008, mit anschliessendem Wachkoma, Aphasie, Tetraplegie, Dysphagie, LP-Shunt, PEG, Pflegestufe 3+, pflege seit Mai 2009 zu Hause (kein Pflegedienst)
Mein Baby gehört zu mir, ist das klar ?
--------------------------
Versuche nicht Dinge zu ändern die Du nicht ändern kannst
sondern ändere lieber die die Du ändern kannst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Online-Unterstützungsangebot 'Pflege' sucht TesterInnen
#6Ungelesener BeitragVerfasst: 25. Nov 2013, 18:12 
Hallo,

war Ihre PETITION erfolgreich?


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 Betreff des Beitrags: Re: Online-Unterstützungsangebot 'Pflege' sucht TesterInnen
#7Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Nov 2013, 00:58 
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Hallo Ingeborg, Hallo Ingo, Hallo Fragender,

bitte entschuldigt meine späte Antwort! Nun will ich Euch aber gerne antworten.

@ Ingeborg: Ich danke Dir für Deinen "Alles Gute"-Wunsch. Das freut mich sehr. Ich habe ebenfalls das Gefühl, dass dieses Forum hier etwas sehr besonders ist und sich hier eine sehr enge Gemeinschaft aufgebaut hat. Ich finde das super und möchte mit unserem Projekt natürlich keinesfalls eine Konkurrenz aufbauen. Wie Du sagst, Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Wichtig ist, dass Sie das finden können, was Ihnen hilft.

@ Ingo: Auch Dir danke ich für Deinen Erfolgswunsch! Um Deine Frage auch zu beantworten: Du hast Recht, dass es im Internet für fast jede Situation ein Internetforum gibt. Dieses "Rad" wollen wir auch gar nicht neu erfinden, denn es gibt ja schon wirklich großartige Foren-Gemeinschaften wie diese hier.
Wir wollen etwas anbieten, was es meines Wissens tatsächlich auch so noch nicht gibt, nämlich die Bündelung von Informationen, Beratung und Austauschmöglichkeiten, insbesondere mit Techniken, die ebenfalls neu sind und sich in anderen Forschungsprojekten als hilfreich und bedienerfreundlich bewährt haben. Dabei haben wir nicht den Anspruch, zu wissen, was die perfekte Lösung ist, genau das wollen wir durch unseren Pilottest herausfinden. Wir wollen genau das vermeiden, was du so ein bisschen beschreibst: ein gut gemeintes Hilfsangebot, das eigentlich niemand braucht. Deswegen hoffen wir auf kritische und trotzdem neugierig-offene Interessierte Menschen für unseren Pilottest.

@ Fragender: Mit dem Projekt der Petition habe ich leider nichts zu tun. Wenn man sich aber anschaut, was die große Koalition heute in Ihrer Koalitionsvereinbarung im Pflegebereich geplant hat, sieht man leider, dass das Engagement der Pflegeinitiative, die die Petition entworfen hat, noch viel mehr Unterstützung verdient hat.

Ich wünsche Euch allen einen tollen und frohen Donnerstag und will bei der Gelegenheit noch mal alle Lesenden motivieren, sich unser Gesuch nach TeilnehmerInnen für den Pilottest anzuschauen :) http://www.wir-pflegen.net/dafuersetzen ... n/innovage


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 Betreff des Beitrags: Re: Online-Unterstützungsangebot 'Pflege' sucht TesterInnen
#8Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Nov 2013, 09:44 
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Ich hab mir natürlich die Seite mal angesehen. :-)

Webseite hat geschrieben:
Die Praxis zeigt, dass viele Angehörige nur selten Beratungsstellen aufsuchen. Als Grund wird oft genannt, dass neben der Pflege oder Unterstützung und den anderen Verpflichtungen keine Zeit für das Aufsuchen einer Beratungsstelle bleibt.

Ich weiss nicht woher diese Information kommt aber meiner Meinung nach gibt es noch einen ganz anderen Grund. Diese Beratungsstellen sind oft sehr schlecht informiert und haben meist keinerlei Praxiserfahrung. Die meisten kennen nur die Standards und können gar nicht individuell beraten weil sie zum Teil die ganze breite Palette der möglichen Hilsangebote gar nicht kennen.


Webseite hat geschrieben:
Sie pflegen, betreuen oder unterstützen einen Menschen ab 65 Jahren mindestens 4 Stunden in der Woche?


Schade, hätte gern mitgemacht aber ich gehöre ja nicht zur Zielgruppe. :-)

Aber ich behalte euch im Auge. :-)


Grüsse
Ingo

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 Betreff des Beitrags: Re: Online-Unterstützungsangebot 'Pflege' sucht TesterInnen
#9Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Nov 2013, 11:46 
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Hallo Frau/Herr Salzmann,

auch ich habe mir die Seite angesehen.

Auf den ersten Blick sind dort in der Tat recht viele Informamtionen zusammengetragen. Die Qualität lässt sich natürlich nicht in einem kurzen Überblick nachprüfen . Ich gehe aber davon aus, dass sie alle richtig sind und weiß die Arbeit, die darin liegt, auch zu schätzen.

Der Anspruch: "Informationen, die es so woanders noch nicht gibt" ist ein hoher. Wenn man ihn wirklich erfüllen will, geht das meist nur auf Kosten der Übersichtlichkeit.

Ich habe mir z.B. den Unterpunkt "Vereinbarkeit von Pflege und beruf" angeschaut. dort sind allein 20 Unterpunkte aufgeführt. Wer sich dort durch die Unterpunkte "durchlinkt", der ist auch fähig, sich auf andere Art und Weise Informationen zu beschaffen. Bieten Sie also wirklich eine "neue" Hife?

Meine größten Bauchschmerzen liegen aber - mal wieder - hier: "wir pflegen ist Partner im EU-geförderten Projekt INNOVAGE"

Je länger man sich mit der Pflege eines hilfsbedürftigen Angehörigen beschäftigt - egal welchen Alters, egal welcher Krankheit - irgendwann muss man bei einer Kasse, einem Amt, einem sonstigen Leistungsträger Widerspruch gegen nicht genehmigte (weil schließlich kostenintensive) Hilfsmittel/Leistungen/Therapien... einlegen, mit all den damit verbundenen Aufwand und Sorgen. Und dann wünscht sich jeder, dass all das viele Geld, das in Hochglanzbroschüren, Internetprojekte, Beratungsstellen... fließt, ganz einfach bei der Finanzierung des Bedarfes und nicht der Finanzierung der Bedarfsermittler und Berater landet. Ich glaube, wir haben jetzt schon reichlich genug Pflegestützpunkte und ähnliches. Wichtiger als immer neue Beratungsintiativen - Internet oder nicht - wären Projekte, die sich dafür einsetzen, dass die bestehenden Einrichtungen/Angebote/Lotsen... ihre Arbeit verständlicher, vollständiger und zielgerichteter erledigen, Projekte die also nicht immer bei den zu informierenden Angehörigen ansetzen, sondern bei denen, die ganz konkrete Wege im ganz konkreten Einzelfall vorschlagen sollen.

Übrigens: Unter Ihren Förderern auch solche, die Angehörigen im Einzelfall - und für den wollen Sie ja da sein - riesige Felsbrocken in den Weg legen. Von einer Behörde wie "BSG Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg" (und ähnlicher Behörden anderer Bundesländer) oder einer Krankenkasse (bei Ihnen DAK) würde ich mir wünschen, dass sie nicht prestigeträchtig als Förderer in einer Internetseite auftauchen, sondern genauso tatkräftig die Anträge, die bei ihr eingehen wohlwollend im Sinne der vielen, vielen Informationen in ihren Seiten bearbeiten. Die Erfahrungen, die man so allgemein im Laufe eines "Pflegenden-Lebens" macht, sind leider andere.

Dennoch: viel Glück

Maria

_________________
Ich (08/50) kümmerte mich um meine Tochter (01/72, verstorben 05/14, MS, Pflegestufe 3), die mit 24 Stunden-Assistenz finanziert durch ein persönlichen Budget nach dem Arbeitgebermodell in ihrer eigenen Wohnung lebte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Online-Unterstützungsangebot 'Pflege' sucht TesterInnen
#10Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Nov 2013, 13:59 
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Sie können die Internetplattform zwischen Mitte Januar 2013 und Mitte April 2013 ausprobieren?

Damit wäre die Erprobungsphase ja wohl schon abgeschlossen oder?

Ich wünsche Ihnen viel Glück, kann aber an der Erprobung nicht teilnehmen,
da ich a) nicht den gewünschten Wohnort habe noch nur 4 Stunden pro Woche
pflege.

_________________
Liebe Grüße Erika

Erika (Jg. 45), pflegte seit 2007 Uli (Jg. 41) nach HB (verst. am 14.01.2017)


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 Betreff des Beitrags: Re: Online-Unterstützungsangebot 'Pflege' sucht TesterInnen
#11Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Nov 2013, 15:23 
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Hallo Maria,

ich freue mich wirklich, das auch Sie sich einbringen! Ich habe, beim durchstöbern des Forums gesehen, dass Sie immer sehr überlegte Antworten posten und freue mich deswegen über den Austausch!

Ich glaube allerdings, dass es hier zu einem Missverständnis gekommen ist, dass ich gerne aufklären möchte. Die Seite, die wir in unserem Projekt entwickeln ist noch nicht für die Öffentlichkeit freigeschaltet. Das passiert erst nach unserem Pilottest, wenn wir sehen, was wichtig ist und was nicht. Sie haben sich wahrscheinlich die Seite von wir pflegen näher angeschaut, auf der auch unser Projekt beschrieben ist und haben sich dort dann noch weiter umgeschaut.
Das ist die normale Internetseite des Vereins. Unser Projekt wird dort nur vorgestellt, weil es von dem Verein unterstützt wird. Die Seite ist also nicht die Seite, die wir in unserem Projekt entwickeln werden. Ich entschuldige mich, wenn das für Verwirrung gesorgt haben sollte.

Den Punkt, den Sie angesprochen haben mit den Investitionen und Gelderverteilungen finde ich sehr wichtig! Das ist tatsächlich ein Punkt, den sich auch wir Berater und Forscher in diesem Bereich immer wieder vor Augen führen müssen: Helfen wir mit unserem Projekt tatsächlich Angehörigen und Betroffenen oder unsere Karriere und die Ernährung unserer Familien?
Das sich das nicht ausschließen muss, sondern gut vereinbar ist, steht außer Frage. Es mag sicherlich auch Projekte geben, wo der Nutzen für die Betroffenen gering war. Das ist immer sehr traurig, da es in unserem Bereich inzwischen Standard ist, dass nur Projekte finanziell gefördert werden, wo dieser Nutzen klar ist.
Vielleicht hilft es zum besseren Verständnis, wenn ich kurz ein paar Sätze zum Projektziel sage: Unser Projekt wird von der EU gefördert, weil es in allen Ländern der EU durchgeführt wird. Das bedeutet, dass es zu Projektende diese Informations- und Austauschplattform in jedem Land in Landessprache geben wird - natürlich weiterhin gemeinnützig. Darunter sind auch einige Länder, gerade in Osteuropa, in denen es nur sehr, sehr wenige Hilfen für pflegende Angehörige und ihre Familien gibt. Da ist es schon eine große Hilfe, wenn es überhaupt unabhängige Informationen gibt, wo es welche Hilfen gibt.
Deutschland ist in diesem Bereich schon relativ weit. Bei uns geht es also mehr darum, es Angehörigen zu ermöglichen, sich gegenseitig zu unterstützen, in Kontakt zu kommen und bei Bedarf gute professionelle Beratung in Anspruch nehmen zu können. Ein gebündeltes Informationsangebot ist natürlich trotzdem nützlich, aber keine "Revolution".

Obwohl ich unser Projekt deswegen als äußerst sinnvoll bewerte, gebe ich Ihnen auch uneingeschränkt Recht, dass diese Gelder nicht auf Kosten der direkten Unterstützung von Familien (durch Hilfsmittel und Therapien etc.) gehen dürfen! Hier werden, wie Sie sagen, tatsächlich oft Steine in den Weg gelegt und Entscheidungen aus Kostengründen gefällt, was ein Unding ist! Ich persönlich glaube, dass beides gefördert werden sollte und da unser Projekt ja aus EU-Geldern und nicht aus Pflege- und Krankenkassengeldern finanziert wird (also aus zwei unterschiedlichen Töpfen) sehe ich da für uns zumindest keinen Widerspruch (Auch unsere Broschüren gestalten wir selbst ;) ).
Ich sehe beide Bereiche, also die Forschung und die bestehende Praxis (Einrichtungen, Angebote, Lotsen) auch nicht getrennt oder in Konkurrenz, ich denke, dass es gerade solche Forschungsprojekt braucht, damit die Leute in diesen Einrichtungen, wie Sie sagen, "ihre Arbeit verständlicher, vollständiger und zielgerichteter erledigen". Um das zu tun, brauchen diese Menschen die richtigen Informationen, die sie nur von Angehörigen selbst bekommen können. Und diese Informationen von Angehörigen werden in Projekten wie unserem gefragt und gesammelt und ausgewertet und dann an die Menschen in den Einrichtungen weitergegeben. Es liegt dann an diesen, sich weiterzubilden und tatsächlich bedarfsgerecht zu beraten und zu informieren.

Leider, leider, da gebe ich Ihnen Recht, ist es immer noch ein weiter Weg! Sie sagen selbst, dass Sie frustrierende Erfahrungen gemacht haben! Ich glaube, um da etwas bewegen zu können, müssen wir alle in einem Boot sitzen! Eine starke Interessenvertretung von Angehörigen und Betroffen selbst ist so ungemein wichtig um auf politischer Ebene etwas zu verändern. Aber woher die Kraft und Zeit nehmen, wenn Sie sich um so viel kümmern müssen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Online-Unterstützungsangebot 'Pflege' sucht TesterInnen
#12Ungelesener BeitragVerfasst: 28. Nov 2013, 20:03 
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Guten Abend Herr Salzmann,

B. Salzmann hat geschrieben:
Ich hoffe, es ist in Ordnung, wenn ich Euch hier duze. Ich habe mir Eure Forumregeln durchgelesen und dort stand, dass das für die Kommunikation im Forum so gilt. Hoffentlich gilt das auch für "Externe", wie mich. Bitte seht es mir nach, wenn das nicht so sein sollte!

Selbstverständlich dürfen Sie uns duzen.
In der Begrüßungsmail taucht die Frage auf, ob Sie das "duzen" auch mögen.
Wenn ja, würde ich es begrüßen, Sie nennen uns Ihre Vornamen
dann müssen wir auch nicht weiter raten:
bemolle hat geschrieben:
Hallo Frau/Herr Salzmann,


B. Salzmann hat geschrieben:
Das ist die normale Internetseite des Vereins. Unser Projekt wird dort nur vorgestellt, weil es von dem Verein unterstützt wird. Die Seite ist also nicht die Seite, die wir in unserem Projekt entwickeln werden. Ich entschuldige mich, wenn das für Verwirrung gesorgt haben sollte.

Mich verwirrt es immer noch.
Denn auf der Seite von WIR pflegen steht geschrieben:
Zitat:
wir pflegen ist Partner im EU-geförderten Projekt INNOVAGE

Gehören Sie zu dem Verein oder
arbeiten Sie im Auftrag einer Hochschule?

Ingo hat geschrieben:
Schade, hätte gern mitgemacht aber ich gehöre ja nicht zur Zielgruppe. :-)

Mir geht es wie Ingo.

_________________
Herzliche Grüße Elke
Elke (10/44) und Gerd (07/56)
Hirnblutung nach SHT 1995, Insult, hirnorganisches Psychosyndrom , Anosognosie, Hemiplegie rechts, schwere Globalaphasie mit buccofacialer Apraxie, Sprechapraxie, Anarthrie, rechtsbetonte Facialisparese und Dysphagie, Epilepsie, PG 5, pflege zu Hause.

~~~~~~~~

Ich schreibe im Forum von meinen eigenen Erfahrungen und diese müssen nicht zwangsläufig richtig sein.
Gebe ich Tipps, dann muss denen keiner Folge leisten wenn er sie nicht für richtig hält oder andere Ansichten hat.
Meine Beiträge sind als Anregung gedacht, haben aber keinen Anspruch auf Rechtsgültigkeit
.


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